Frau Merchant
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SMS von Herr M..
Lange schon befürchtet, da ist sie.
„Kerle, der Chef ist ned mehr. Magst anrufen?“
Und so telefonieren wir später. Friedlich eingeschlafen, kein Krankenhaus, keine Geräte.
Aber auch niemand bei ihm. Keine Familie, kein Abschied.
„Kerle, kommst zur Beerdigung?“
Na klar. Ehrensache.
„Ich ruf wieder an, wenn es einen Termin gibt!“
Gut.
Es vergeht Zeit, eigentlich seltsam.
Denn irgendwann hatte mir der Alte Herr mal erzählt, er wolle eine klassische Erdbestattung, irgendwie sei ihm kremiert werden nicht geheuer.
Dann meldet sich Herr M..
„Kerle! Kommende Woche Samstag, holst mich ab?“
„Natürlich. Wo wird er denn beerdigt, auf dem Friedhof an der Kapelle am Schloß?“
„Na! Des dacht ich auch, aber nein! Wo sei Frau beerdigt liegt!“
„Herr M.! Da waren Sie doch noch zu zweit, im Elsass! Wollte das der Alte Herr?“
„Das weiß ich ned. Ich denk ned!“
„Von Ihnen aus zwei Stunden?“
„Des passt! Kannscht mich hole?“
„Mache ich. Beerdigung um 9 Uhr, ich weiß, dass Ihnen früh aufstehen nichts macht.
Aber ich hab vorher noch vier Stunden bis zu Ihnen. Bekomm ich eine Übernachtung in ihrem Gästezimmer?“
„Ja gern! Da trinke wir ein Viertele und fahre in aller Ruh um 6 Uhr los!“
„So machen wir das! Bis nächsten Freitag!“
Und so starte ich an einem kalten Freitag, Herrn M. zu besuchen.
Mein Benz tut auch mit 23 seine Pflicht, mieses Wetter ist ihm egal, ich bin Abends sicher bei Herrn M..
Der hat sich im eigenen Haus wieder gut eingelebt.
Die Nachbarschaft im Dorf funktioniert.
Er kümmert sich in seiner Doppelgarage ein wenig um die Autos der Nachbarschaft, dafür schauen die, ob es ihm gut geht.
So lebt er besser als im Pflegeheim, auch wenn er im Vergleich zu früher deutlich langsamer geworden ist. Der Elektro-Scenic hat 900km auf dem Tacho, nicht viel nach beinah einem Jahr.
Jedenfalls hat er hier alles im Griff, niemand bestimmt sein Leben.
Er erzählt, dass er das Mittagessen, dass ihm ein Dienst bringt, ab und zu schonmal vergisst. Aber ok, er war immer schon eher hager.
Am nächsten Morgen starten wir, der schwarze Anzug ist ihm deutlich zu weit. „Kerle, nächstes Mal wenn ich den brauch hab ich sicher Holz um mich rum!“
Humor geht noch.
Mein alter Benz gefällt ihm.
„Der Stoff auf den Sitzen: Das hätt‘ der Chef auch gemocht, Du weißt es noch, er konnt Leder ned leiden!“
Für den sichtbaren Rost außen werde ich getadelt. „Mach des weg. Des ist a richtiger Benz, des is unwürdig!“ Jawoll, bald.
Das Elsass meint es nicht gut mit uns heute, kalt und nass.
Wir sind fast eine Stunde zu früh am Friedhof. Hier liegt die Ehefrau des alten Herrn begraben. Seit 1970. 1969 starb die jüngste Tochter der beiden bei einem Reitunfall.
Die Tochter liegt am Familienstammsitz begraben, eine Bank steht nah ihres Grabs.
Der Parkplatz am Friedhof hier hat zehn Parklücken, wir spekulieren, dass es hier wohl bald eng wird.
Wir spekulieren ganz falsch.
Ein einziges Auto hält neben uns. Die Enkelin, die uns beim Verkauf mit ihren Töchtern Catering geliefert hat.
Sonst kommt niemand.
Der Alte Herr hatte sechs Kinder, fünf leben noch. Alle haben selbst Kinder. Und Urenkel gab es auch genug.
Niemand ist da.
Wir fragen die Enkelin, wo denn ihre Kinder sind. „An der Uni. Seitdem Sie die Autos verkauft haben hatten die auch keinen Kontakt mehr zum Opa. Außer mir war nie jemand im Pflegeheim.“
Am Grab wird es nicht besser. Ein Meer von Kränzen. Lokale Vereine, das Dorf, die Kreisstadt, die CDU, der Jagdverband, der AvD, Hinz und Kunz. Wie ein Staatsbegräbnis.
Und außer dem dunkelhäutigen Priester, einem Herrn mit Zylinder, der die Urne hält sind nur wir drei da.
Der Priester macht es kurz im feuchtkalten Niesel.
Gloomy day.
Die Gruft ist schon offen, die Urne landet langsam neben dem verstaubten Sarg. Wir bleiben noch, bis der Stein wieder am Platz ist.
Schweigend verlassen wir den Friedhof.
100m weiter gibt es eine Boulangerie mit ein paar Tischen, dort setzen wir uns auf einen Café hin.
Die Enkelin erzählt.
„Als Oma starb war die Familie am Ende. Opa war seitdem nie wieder fröhlich. Außer mit seinen Autoleuten und den Geschäften hat er quasi nichts mehr gemacht. Wenn sich die Familie mal traf war es eigentlich nie wieder schön. Und jetzt war Opa so alt, da sind die Freunde eigentlich alle schon vorausgegangen. Er wollte unbedingt 100 werden. Das letzte Jahr fehlt dann doch!“
Herr M. und sie kennen sich auch schon ihr Leben lang. 55 Jahre hat Herr M. für den Alten Herrn gearbeitet.
Die beiden erzählen von der Testamentseröffnung. Letzte Woche. Mit über 60 Leuten. Auch mein Name habe dringestanden.
„Oh. Wusste ich nichts von! Was hat der Alte Herr mir denn zugedacht?“
„Die Bücher, Prospekte, alles, was in den Hallen war, wo die Autos gestanden hän!“
„Schön! Sind die irgendwo eingelagert?“
„Kerle! Die Leut‘, wo die letzten Autos geholt han haben des alles verbrannt!“
„Hat das Land sich nicht darum gekümmert?“
„Noi! Die han des alles als Schrott verkauft. Die Leut‘, die es geholt haben waren Tschechen oder so: Ich war dabei, hab aber niemand verstanden. Die Autos: Das han se gut gemacht, aber alles, was sonst noch da war, war nur noch Abfall. Mei Räumche, mit allem drin, ist auch auf die Kipp gegange!“
Nun.
Über 50 Jahre war Herr M. dort beinah jeden Tag. Man konnte immer gut erkennen, wenn er Urlaub hatte.
Da hatte er einen weißen Kittel statt des grauen Kittels an.
Seine Frau fuhr gern weg. Herr M. blieb lieber da.
Ich erinnere mich noch, wie er mit dem Alten Herrn da saß, wie sie fachsimpelten.
Alles leer. Ich werde nicht hinfahren, ich behalte es lieber in Erinnerung, wie es war.
Die Enkelin verabschiedet sich, sie muss wieder los.
Umarmt Herrn M., so sehen Abschiede aus.
Auch wir trinken unseren Kaffee aus, laufen aber noch einmal zum Grab.
Dort liegt ein Kondolenzbuch aus, in einer Art kleinen Schrein. Schon recht voll, wo es vorher ausgelegen hat, das weiß ich nicht. Herr M. erzählt, es wäre bei der Testamentseröffnung da gewesen.
Herr M. hat einen mittleren fünfstelligen Betrag vermacht bekommen.
Der Betreuer im Heim, der den Alten Herrn die letzten fast drei Jahre betreut und beraten hat, einen mittleren sechsstelligen Betrag. Und einen der Porsche. So weiß ich denn, weswegen der nicht verkauft werden sollte.
Unsere Namen sind die letzten im Buch.
Ein professioneller Fotograf taucht auf, bittet uns, aus dem Bild zu gehen, er müsse das Grab dokumentieren.
Soll er.
Wir laufen zum Parkplatz.
„Herr M., mögen Sie ein Stückchen fahren?“
Zum ersten Mal lächelt Herr M..
„Kerle, und ob!“
Aus dem Stückchen wird der ganze Weg.
Herr M. fährt ruhig und sicher, souverän, nicht langsam.
Zuletzt in seinem modernen E-Auto wirkte er seltsam verloren, hier im Benz Baujahr 2003 hat er alles sicher im Griff.
Bei ihm zu Hause angekommen komme ich noch mit nach oben. Filterkaffee, ohne Koffein. Ich trinke ihn trotzdem.
Zum Abschied drücken wir uns lange die Hände.
Schweigen.
Dann höre ich länger nichts.
Karfreitag ruft Herr M. an. Klingt furchtbar alt.
Er ist gestürzt, vor zwei Wochen, beim Lungensport.
Rückwärts von einer 5cm hohen Matratze, auf einer Bank der Sporthalle gelandet.
Elf Rippen geprellt. Schwere Gehirnerschütterung.
Aber wieder zu Hause.
„Kerle, ich war sicher, des ist gewesen. Ich konnt ned atmen, ned niesen, ned lachen. Elend. Mach des nie, wird nur nie alt!“
Vermutlich ist dies ein guter Rat.
Deutsch
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Ja, so wird es gemacht, wenn man sich, wie @Erzbischof2023 , erdreistet, die Wahrheit zu sagen. Keine Beleidigungen, keine direkte Person angesprochen, einfach nur seine Meinung gesagt.
Im Übrigen eine Meinung, die etwa 50% der Wahlbevölkerung teilen.
Dass ein @derStandardat pauschal große Teile der Bevölkerung diskreditieren und beleidigen darf, versteht sich von selbst.

Deutsch
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Aber NEIN, keine „richtigen“ Kommunisten! 🤮🤮🤮
Graz-Wahl: KPÖ empfängt palästinensischen Botschafter, der dem Staat Israel „ein Ende setzen“ will und sammeln für Kuba kleinezeitung.at/steiermark/gra…
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🇩🇪 Die Divergenz zwischen Text (abgelesen), Tonalität (genervt) und Auftreten (gelangweilt) könnte nicht grösser sein.
🇩🇪 Der Ostergruss von Friedrich Merz wirkt wie eine ungeplante, lästige, noch zu erfüllende Aufgabe.
#Deutschland2026 #Ostern #Bundeskanzler
Deutsch
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@WolfiP134 @GrueneBundestag @gruenewien @exxpressat @ORF @ServusTV_News @krone_at @KURIERat @oe24at @kleinezeitung @FPOE_TV @GeraldGrosz @ralph_schoelli @rudifussi @SchagerlLisie @Hermann130164 @guenschl Der große Austausch droht uns nicht, in Birmingham ist er bereits erledigt. Und Wien Wien ist die Umwandlung der Stadt in eine muslimische Enklave durch das Wirken von SPÖ/Grünen/Neos bereits weit fortgeschritten!
Deutsch
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Meine @volkspartei torkelt wie ein Volltrunkener am Gängelband wahnsinniger Kommunisten planlos durch die Politik und hat keine Ahnung, wo sie hingehört.
Alleiniges Programm ist die Panik vor Kickls FPÖ, der einzigen Partei, mit der man bürgerliche Politik machen könnte.
Der März@DerMaerzAT
Linke Politik zahlt sich nicht aus: Die #ÖVP steht nun bei nur mehr 18% auf Platz 3. Die #Babler SPÖ liegt nun auf 19% und damit Platz 2. Das bedeutet die ÖVP hat weitere 8% seit der Wahl verloren.
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🇦🇹 Österreich: Social Media nur noch mit Digital ID – FÜR ALLE
Nicht nur die Jungen.
Alle.
Offiziell: Jugendschutz.
Realität: Zugangskontrolle.
Zweistufiges System.
Erst staatliche App.
Dann Freigabe fürs Netz.
Und du brauchst eine ID…
um überhaupt posten zu dürfen?
Wer entscheidet morgen, wer noch Zugang bekommt?
Hintergrund:
Mindestalter klingt nach Schutz.
Heißt aber: Jeder muss sich verifizieren.
Über eine staatliche Schnittstelle.
Anonymität verschwindet.
#DigitalID #Überwachung #Freiheit
📎 Quelle: x.com/Pfeffer7373/st…
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#Echobox=1775406999" target="_blank" rel="nofollow noopener">heute.at/s/hunderte-tei… "Da sieht man wieder die scheißen auf unsere christlichen werte am höchsten Feiertag der Katholiken wird so eine Demo zugelassen schande über österreich....."🇦🇹🇦🇹🇦🇹🇦🇹🇦🇹🤮🤮🤮🤮🤮
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Täter der brutalen "Home Invasion":
1 Staatenloser und 2 #Syrer...17-19Jahre...
Gerecht wäre harte Strafe und Abschiebung
Kommen wird eine weiche Strafe, und viel Unterstützung durch Gratis Anwalt und NGOs
#Asylmissbrauch
kurier.at/chronik/nieder…
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Ukraineflüchtlinge
Meine Frau und ich haben bei Kriegsbeginn im Februar 2022 eine uns unbekannte ukrainische Mutter und ihre 16-jährige Tochter - natürlich völlig unentgeltlich - für etwa fünf Monate bei uns aufgenommen.
Wir haben uns sehr für die Beiden eingesetzt: Die Mutter hatte nach zwei Monaten eine Arbeitsstelle, ihre Tochter konnte das Gymnasium besuchen; fast jeden Abend Nachhilfe in Physik, Chemie, Mathematik, Sprachen; Finanzierung eines vierwöchigen Sprachaufenthalts in Nizza; Kauf aller Kleider, Laptop, ÖV-Kosten etc. Unterstützung durch die Gemeinde: Null.
Resultat aus unserer Sicht: eine völlige Enttäuschung. Eines Tages sind die Beiden ohne Abschied einfach ausgezogen. Seither haben wir nichts mehr von ihnen gehört.
Im Nachhinein frage ich mich, ob diese Aktion im Sinne des grösseren Ganzen nicht völlig kontraproduktiv war.
Deutsch


















