Thomas Mayer

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Thomas Mayer

Thomas Mayer

@Thomasfvs8k

Makroökonomie, Unternehmensökonomie, Wirtschaftspolitik sowie Gesellschaft und Finanzen.

Beigetreten Ağustos 2024
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
@FehringerMartin @BerndVidahl Ganz so einfach ist es wohl nicht, aber die Energiepreise spielen sicherlich eine größere Rolle, als viele wahrhaben wollen.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Diese Grafik erinnert mich an eine Frage, über die in Europa erstaunlich selten gesprochen wird. Seit Jahren diskutieren wir darüber, wie wir weniger Energie verbrauchen können. Viel seltener wird darüber gesprochen, was mit einer Volkswirtschaft passiert, wenn ihr Energieeinsatz über lange Zeit stagniert oder sogar sinkt. Der durchschnittliche Amerikaner verbraucht noch immer etwa doppelt so viel Energie wie der durchschnittliche EU-Bürger. Viele sehen darin vor allem Verschwendung. Ich bin mir da nicht so sicher. Energie ist letztlich kein gewöhnliches Konsumgut. Sie ist eine Voraussetzung für Produktion, Rechenzentren, Industrie, künstliche Intelligenz und technologischen Fortschritt. Nach Daten von OECD, EZB und Bundesbank profitieren die USA seit Jahren von deutlich niedrigeren industriellen Energiekosten als viele europäische Länder. Vielleicht erklärt das zumindest einen Teil davon, warum Kapital, Technologie und neue Industrien weiterhin eher in die USA fließen, während Europa immer häufiger über Subventionen, Regulierung und Umverteilung diskutiert. Ich glaube nicht, dass ein hoher Energieverbrauch automatisch etwas Gutes ist. Aber ich frage mich zunehmend, ob eine Wirtschaft dauerhaft auf Wachstum, Innovation und industrielle Stärke setzen kann, wenn sie gleichzeitig immer weniger Energie nutzen möchte. Energie ist nicht nur eine Umweltfrage. Sie ist vor allem eine Frage der Produktivität.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
@ThomasH83938414 Möglich. Die spannendere Frage ist vielleicht, ob Europa bei den Technologien der nächsten Jahrzehnte mithalten kann, wenn Energie dauerhaft knapp und teuer bleibt.
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Raksasa
Raksasa@ThomasH83938414·
@Thomasfvs8k Because they can pay for it? Because their gdp is 2x of Europe's? Because they run datacenters which power the AI revolution while Europe is stuck in the last century?
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Ich verstehe, was Sie meinen. Schulden werden meist erst dann zum Problem, wenn das Vertrauen schwindet, dass sie künftig noch problemlos tragbar sind. Genau deshalb schaue ich derzeit weniger auf die Inflation und etwas mehr auf Wachstum, Produktivität und die langfristige Entwicklung der Staatsfinanzen.
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Johanna Burkhart
Johanna Burkhart@JohannaBurkhar3·
@Thomasfvs8k warum erstaunt sein über hohe Rendite? Wenn ein Staat so überschuldet ist,und kaum noch jemand findet, billige Geld zu bekommen? Das Risiko enorm hoch ist? Unser Staat ist unseriös. Staatshaushalt ist ein Schneeballsystem.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Interessant ist für mich diesmal nicht die Inflation. Die langfristigen Inflationserwartungen in Deutschland sind zuletzt wieder gefallen. Trotzdem bleiben die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen erstaunlich hoch. Vor einigen Jahren hätte mich das vermutlich überrascht. Heute weniger. Vielleicht liegt der Grund darin, dass die eigentliche Sorge längst nicht mehr die Geldentwertung ist. Deutschland wächst nur noch schwach, die Bevölkerung altert, und gleichzeitig steigen die finanziellen Verpflichtungen des Staates immer weiter. Wer Kapital langfristig bindet, schaut eben nicht nur auf die Inflation, sondern auch auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der nächsten zehn oder zwanzig Jahre. Genau deshalb finde ich die Entwicklung der Realzinsen derzeit spannender als jede einzelne Inflationszahl. Nach Daten von EZB, Bundesbank und OECD hat sich das langfristige Wachstumspotenzial Deutschlands über Jahre hinweg abgeschwächt. Gleichzeitig wächst der Bedarf an staatlicher Finanzierung. Vielleicht erleben wir gerade den Übergang in eine neue Phase, in der Kapital wieder einen höheren Preis bekommt als viele es aus der Zeit der Nullzinsen gewohnt sind. Für mich erzählt diese Grafik deshalb weniger eine Inflationsgeschichte. Sie erzählt eine Geschichte über Vertrauen, Wachstum und die wirtschaftliche Zukunft Europas. #Deutschland #Europa #Inflation #Bundesanleihen #EZB #Bundesbank #Wirtschaft #Zinsen
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Thomas Mayer retweetet
Don Alphonso
Don Alphonso@_donalphonso·
Nichts gegen eine Versicherung. Aber wenn mir am Ende für Pflege und diverse Nichteinzahler sogar das eigene Haus genommen wird, ist das Anlagebetrug am Bürger und Insolvenzverschleppung eines Staates, der jeden anderen bedingungslos vollversorgt. welt.de/kultur/stuetze…
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
@Sven30880 Möglich ist das. Trotzdem bleibe ich bei einem Punkt hängen: Die Kerninflation bewegt sich wieder nach oben, obwohl die Konjunktur eher schwächer läuft. Das finde ich deutlich bemerkenswerter als die Frage, welche Schlagzeile am Ende daraus gemacht wird.
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Sven Elze
Sven Elze@Sven30880·
@Thomasfvs8k Sorry, aber wer erwartet denn ernsthaft eine (zurecht) differenzierte Betrachtung der Inflationszahlen im ÖRR, wenn die(se) Regierung nach halbwegs guten Nachrichten hechelt? Es stören auch seit jeher die im Warenkorb eingerechneten technischen Verbesserungen von Produkten.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Die Schlagzeilen werden morgen vermutlich von einer sinkenden Inflationsrate sprechen. Von 2,9 % auf 2,6 % – das klingt zunächst beruhigend. Ich wäre mit dieser Interpretation allerdings vorsichtig. Denn während die Gesamtinflation zurückgeht, steigt die Kerninflation wieder auf 2,5 %. Genau dort zeigt sich, was viele Menschen im Alltag längst spüren: Die eigentlichen Kostensteigerungen verschwinden nicht einfach, nur weil Energie zeitweise günstiger wird. Nach den Daten der EZB und der Bundesbank bleibt der Preisdruck vor allem im Dienstleistungssektor bemerkenswert hartnäckig. Das überrascht mich nicht. Europa altert, die Arbeitskosten steigen und der Staat beansprucht einen immer größeren Teil der wirtschaftlichen Ressourcen. Vielleicht liegt darin die eigentliche Geschichte dieser Zahlen. Nicht die Frage, ob die Inflation heute bei 2,6 % oder 2,9 % liegt, sondern warum sich die Kerninflation trotz schwächerer Konjunktur weiterhin nach oben bewegt. Für mich sieht das weniger nach einem gelösten Problem aus als nach einer Inflation, die gelernt hat, ihr Gesicht zu verändern.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Das mag durchaus ein Teil der Diskussion sein. Für mich ist allerdings entscheidender, dass die Kerninflation heute wieder steigt, obwohl viele dieser temporären Maßnahmen längst Geschichte sind. Genau das macht die aktuelle Entwicklung aus meiner Sicht so bemerkenswert. Ein statistischer Effekt verschwindet irgendwann. Ein strukturelles Problem bleibt.
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FocusTony
FocusTony@FocusTony88·
@Thomasfvs8k mich würde eher interessieren - weshalb eine Regierung strategisch eingreift um genau dies zu vertuschen. Es hat ja einen Grund warum ⛽️Rabatt nur 2 Monate und genau zum 01.05 - 30.06 - Eine erste Begründung sehen wir. "Hey schaut her Inflation ist unter Kontrolle! "
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Da haben Sie nicht ganz unrecht. Viele Menschen haben den Eindruck, dass die offiziellen Zahlen nicht das widerspiegeln, was sie jeden Monat im Supermarkt, bei der Miete oder bei Versicherungen erleben. Genau deshalb finde ich die Entwicklung der Kerninflation interessant. Wenn sie trotz schwächerer Konjunktur wieder steigt, zeigt das zumindest, dass der Preisdruck in vielen Bereichen noch nicht verschwunden ist.
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Maze CO2Lover
Maze CO2Lover@FreedomSoGood7·
@Thomasfvs8k Was soll das? Die Inflation war und ist immer schon höher. Auch hier wird seit jeher getrickst
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Das eigentliche Problem Deutschlands ist vermutlich größer als eine gewöhnliche Konjunkturschwäche. Seit Jahren sehen wir dasselbe Muster: Optimistische Wachstumsprognosen zu Jahresbeginn, Korrekturen nach unten zum Jahresende. Für 2026 erwarten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute inzwischen nur noch rund 0,5 % Wachstum. Gleichzeitig zeigen Analysen der OECD und der Bundesbank, dass das langfristige Wachstumspotenzial Deutschlands weiter nachlässt. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass Deutschland von seiner Substanz lebt. Die Bevölkerung altert, das Arbeitskräfteangebot schrumpft, die Energiekosten bleiben im internationalen Vergleich hoch, notwendige Infrastruktur- und Digitalinvestitionen wurden über Jahre verschoben, und das exportorientierte Geschäftsmodell steht unter dem Druck einer sich verändernden Weltwirtschaft. Trotzdem dreht sich die politische Debatte in Berlin weiterhin vor allem um Schulden, Haushaltslöcher und Verteilungskonflikte. Nach mehreren Gesprächen mit Politikern aus Union und SPD bleibt bei mir vor allem ein Eindruck zurück: Für die Finanzierung der kommenden Haushalte gibt es bislang keinen erkennbaren Konsens. Die SPD will Ausgaben nicht spürbar kürzen, in der Union wächst der Widerstand gegen Steuererhöhungen, und neue Schulden erscheinen vielen als der einfachste Ausweg. Doch Schulden können Anpassungen verschieben. Wachstum schaffen sie nicht. EZB, Bundesbank und OECD weisen seit Jahren auf dieselben Prioritäten hin: höhere Produktivität, mehr Erwerbsbeteiligung und bessere Investitionsbedingungen. Gerade dort kommen die Reformen jedoch nur schleppend voran. Vielleicht ist das größte Risiko inzwischen nicht mehr das schwache Wachstum selbst. Sondern die Tatsache, dass sich immer mehr Menschen daran gewöhnen.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Europa spricht gerne über soziale Sicherheit. Ich habe allerdings zunehmend den Eindruck, dass viele Menschen erst jetzt beginnen zu verstehen, wie teuer dieses Modell tatsächlich geworden ist. Nehmen wir Dänemark. Wer dort zur höchsten Steuerklasse gehört, zahlt teilweise fast 60 % Einkommensteuer. Dazu kommen 25 % Mehrwertsteuer auf nahezu jeden Konsum. Und trotzdem liegen die staatlichen Rentenleistungen laut OECD im internationalen Vergleich überraschend niedrig. Das eigentliche Problem ist vielleicht ein anderes: Über Jahrzehnte wurde der Eindruck vermittelt, der Staat könne dauerhaft gleichzeitig hohe Sozialleistungen, kostenlose Gesundheitsversorgung und finanzielle Stabilität garantieren. Die Realität in Europa sieht inzwischen deutlich angespannter aus. Die Bundesbank und auch die EZB weisen seit Jahren auf den demografischen Druck hin. Immer weniger Erwerbstätige finanzieren immer größere Rentensysteme. Gleichzeitig steigen Gesundheitskosten, Staatsverschuldung und die Belastung der Mittelschicht weiter an. Deshalb halte ich den Begriff „kostenlos“ mittlerweile für politisch bequem, aber wirtschaftlich fragwürdig. Bezahlt wird immer — entweder direkt über Steuern und Abgaben oder indirekt über Inflation, sinkende Kaufkraft und schleichenden Wohlstandsverlust. Vielleicht wird genau das die große gesellschaftliche Debatte Europas in den nächsten zehn Jahren: Wie lange lässt sich ein System stabil halten, wenn die Zahl der Einzahler langsamer wächst als die Zahl der Empfänger?
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Thomas Mayer retweetet
Julian Adrat
Julian Adrat@JulianAdrat·
Irre! Sie hat versucht, Leute mit Hammerschlägen auf den Hinterkopf zu töten, wird jetzt vorzeitig aus Haft entlassen - wegen "guter Sozialprognose". Während Renter mit Putschfantasien über Jahre - ohne - Urteil im Knast sitzen. Diese Zweiklassenjustiz muss enden! Unwürdig!
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Thomas Mayer retweetet
Stefan Homburg
Stefan Homburg@SHomburg·
Ministerin @PrienKarin muss in ihrem Etat rund 1 Mrd. Euro kürzen, beim Elterngeld oder bei den 551 NGOs. Natürlich trifft es die Eltern. Hintergrund: Für die „Stärkung des Engagements und der Zivilgesellschaft” gibt Priens Ministerium sagenhafte 1,2 Mrd. Euro aus. Es handelt sich um ein Sammelsurium von Subventionen an NGOs, Vereine und Verbände, das höchste Priorität hat, denn ohne Meldestellen, Faktenchecker und Trolle stünde die Regierung in der Öffentlichkeit noch schlechter da als ohnehin. Link zur PM: bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuel…
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Thomas Mayer retweetet
Monke, der Ingenieur
Monke, der Ingenieur@SimonMonke·
Drei Tage ist es Warm Ende Mai und das Trinkwasser wird knapp. Dieses Land ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu Toppen 🙄😵‍💫 #PlemPlemLand
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Marie
Marie@kripp_m·
Formel-1-Kommentator Heiko Wasser: "Ich bin kein 'Nicht-Migrant' und ich möchte auch nicht als 'Nicht-Migrant' bezeichnet werden. Ich war immer deutscher Staatsbürger, bin auch noch deutscher Staatsbürger und so dürft ihr mich auch weiter nennen. Schreibt euch das hinter eure beiden linken, rot-grün verklebten Ohren!" t.me/GlobalPatriots
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Der US-Aktienmarkt erreicht erneut ein Allzeithoch. Der S&P 500 liegt inzwischen über 7400 Punkten. Trotzdem habe ich zunehmend den Eindruck, dass der Markt inzwischen von weit mehr als nur der realen Wirtschaft getragen wird. Aktuelle Daten der Europäischen Zentralbank und der OECD zeigen weiterhin eine deutlich stärkere fiskalische Expansion in den USA als in den meisten europäischen Staaten. Gleichzeitig konzentriert sich immer mehr Kapital auf wenige große Technologiekonzerne. In den vergangenen Jahren hat die Wall Street einen Großteil der globalen Kapitalströme nahezu vollständig an sich gezogen. Viele haben sich inzwischen an ständig steigende Indizes gewöhnt. Was ich allerdings interessanter finde: Der Markt wird immer abhängiger von Liquidität und von einigen wenigen Unternehmen. Genau dadurch wirken Märkte nach außen oft stark, während sie intern gleichzeitig anfälliger werden. Natürlich kann dieser Trend kurzfristig weiterlaufen. Die KI-Euphorie, die Politik der Federal Reserve und die Dominanz des Dollarsystems verschaffen den US-Märkten weiterhin enorme Vorteile. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Distanz zwischen Wall Street und der realen Wirtschaft inzwischen größer geworden ist als noch vor einigen Jahren.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Ja, vieles davon wurde wahrscheinlich über Jahre unterschätzt. Ein Staat kann immer größer werden, aber Wachstum entsteht am Ende trotzdem nur dort, wo investiert, produziert und Risiken eingegangen werden. Genau deshalb wirken die aktuellen Zahlen auf mich eher wie ein langfristiger Strukturwandel als nur eine normale Schwächephase.
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Björn Peters
Björn Peters@Bjoern_Peters·
Lieber Herr Mayer, historisch gesehen waren die wirtschaftlich besten Zeiten Deutschlands (Kaiserreich und Wirtschaftswunder) diejenigen mit einer Staatsquote kaum über 10%. Heute sind es rund 50%. Und es wird Jahrzehnte dauern, den Schaden, der durch fatale Energie- und Wirtschaftspolitik angerichtet worden ist, zu beheben. Insofern: Nein, keine Delle, sondern ein säkularer Abwärtstrend in die Zweitklassigkeit.
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Ich habe zunehmend Zweifel daran, dass Deutschland nur eine normale Wachstumsdelle erlebt. Seit mehr als zwei Jahrzehnten wachsen die Staatsausgaben deutlich schneller als die reale Wirtschaft — während die Kapitalinvestitionen erstaunlich schwach bleiben. Seit 1999 ist der staatliche Konsum um rund 63 % gestiegen. Das BIP legte dagegen nur um etwa 31 % zu, die Investitionen sogar lediglich um ungefähr 16 %. Für mich ist genau diese Verschiebung das eigentliche Signal. Deutschlands Stärke war nie ein großer Staat. Deutschlands Stärke waren Industrie, langfristiges Denken und die Bereitschaft, Kapital produktiv einzusetzen. Doch genau dort wirkt die Dynamik inzwischen deutlich schwächer, während der öffentliche Sektor immer weiter wächst. Vielleicht lässt sich dieses Modell noch eine Zeit lang stabilisieren. Aber Volkswirtschaften verlieren irgendwann ihre Energie, wenn Umverteilung schneller wächst als Produktivität. Und genau diesen Wandel spürt man inzwischen nicht nur in den Zahlen, sondern langsam auch in der Stimmung Europas.
Thomas Mayer tweet media
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Thomas Mayer
Thomas Mayer@Thomasfvs8k·
Das größte Problem Europas ist vielleicht längst nicht mehr die Inflation. Die eigentliche Herausforderung liegt vermutlich tiefer. Immer weniger junge Menschen, immer höhere Sozialausgaben und gleichzeitig immer weniger Menschen, die dauerhaft die Hauptlast tragen. Die Daten der EZB, der Bundesbank und der OECD zeigen diesen Trend seit Jahren ziemlich deutlich. Die demografische Entwicklung verändert langsam das wirtschaftliche Fundament Europas. Ich glaube, kritisch wird es dann, wenn Leistung, Risiko und Belohnung zunehmend auseinanderdriften. Wenn Menschen anfangen zu spüren, dass sich zusätzliche Arbeit oder Verantwortung kaum noch auszahlen, verändert sich langfristig auch die Mentalität einer Gesellschaft. Solche Entwicklungen passieren selten plötzlich. Am Anfang wirken sie langsam und harmlos, später beschleunigen sie sich oft schneller, als viele erwarten. Und wenn man sich die Geburtenraten in Europa anschaut, wirkt vieles inzwischen deutlich ernster, als öffentlich oft dargestellt wird. #Europa #Deutschland #Demografie #Wirtschaft #Sozialstaat #Inflation #OECD #EZB #Bundesbank #Finanzen
Thomas Mayer tweet media
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Thomas Mayer retweetet
Benedikt Brechtken
Benedikt Brechtken@ben_brechtken·
Die Tagesschau mit einer kompletten Staatsfunk-Psychose zum Jubiläum des Grundgesetzes. Es wird exakt das berichtet, was der Bundespräsident Steinmeier hören will. Plastik wird eingesammelt, Migranten und "Nicht-Migranten" (so heißen jetzt wohl Deutsche) treffen sich zum Austausch und Tomaten werden gepflanzt. Das Ehrenamt wird als "Rückgrat" der Demokratie deklariert, anstatt über die wahre Bestimmung einer Verfassung, nämlich die Bürger vor dem Staat zu beschützen, zu berichten. Das ist braves Bullerbü, kein ernsthafter Journalismus.
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