Sebastian Christ retuiteado

Sebastian Christ hat sich über zweieinhalb Jahrzehnte hinweg mit Otto Küsel beschäftigt. Ein Rundgang durch die erste Fassung unserer Pilecki-Ausstellung gab ihm 2022 schließlich den Impuls, die Küsel-Biografie zu schreiben. Das Buch zeigt eindrücklich, dass die Entscheidung zwischen Gut und Böse durch jeden einzelnen Menschen verläuft – auch und gerade unter den Bedingungen eines totalitären Systems. Küsel hat diese Entscheidung früh und ambivalenzfrei getroffen: „Ich habe nicht einen Bericht über Otto Küsel gefunden, der negativ wäre. Es ist klar, dass er nicht alles tun konnte. Aber diejenigen, die sich an ihn erinnerten, taten dies sehr positiv. Dabei handelte und half er in Situationen, in denen es wirklich gefährlich war“, sagt Piotr Cywiński, Leiter der Staatlichen Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Aufgrund der engen Verbindungen zwischen Küsel und dem polnischen Untergrundstaat hat der Autor zudem eine Einführung in die Strukturen des polnischen Widerstands in das Buch integriert.
Sebastian Christ, geboren 1981, ist Journalist, Autor und Zukunftsforscher aus Berlin. Er war unter anderem bereits als Parlamentsreporter für stern.de, als Redakteur für Digitalpolitik beim Tagesspiegel und als Kriegsreporter in Afghanistan sowie im Irak tätig. Er lebte ein Jahr lang in Kyjiw, wo er zur Maidan-Bewegung forschte. Von November 2021 an war er Senior-Kommunikationsexperte beim Cyber Innovation Hub der Bundeswehr. Für seine journalistische und publizistische Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter zweimal den Axel-Springer-Preis. Zu seinen Buchveröffentlichungen zählen unter anderem "Das Knurren der Panzer im Frühling. Ein Kriegsbericht aus Afghanistan" (2011) sowie "Ich bin privat hier. Eine Ukrainereportage" (2015).

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