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André Kühnlenz
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André Kühnlenz
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Heute um 14:24 Uhr deutscher Zeit haben unbekannte Trader in einer einzigen Minute 760 Millionen Dollar gegen den Ölpreis gesetzt.
21 Minuten später twittert Irans Außenminister, dass die Straße von Hormuz wieder offen ist.
Brent stürzt um bis zu 11 Prozent ab.
Das ist die dritte solche Wette innerhalb von vier Wochen. Insgesamt über 2,2 Milliarden Dollar. Jedes Mal Minuten vor einer Ankündigung, die "eigentlich" noch niemand kannte.
Der konkrete Ablauf heute:
Zwischen 14:24 und 14:25 Uhr werden 7.990 Brent-Kontrakte verkauft. In einer Minute. Laut Daten des Börseninformationsdienstes LSEG entspricht das einem Gegenwert von rund 760 Millionen Dollar. Es ist die mit Abstand größte Einzelbewegung in diesem Kontrakt an diesem Tag.
Um 14:45 Uhr meldet Abbas Araghchi, Irans Außenminister, auf X, dass die Straße von Hormuz "vollständig geöffnet" ist für alle kommerziellen Schiffe, solange der Waffenstillstand mit Israel und den USA hält. Wenige Minuten später bestätigt Donald Trump die Nachricht auf Truth Social.
Der Markt reagiert sofort. Brent fällt auf 88,73 Dollar. WTI fällt auf 84,44 Dollar. Heizöl minus 10 Prozent. Benzin minus 5 Prozent. Es ist der zweitgrößte Tagesverlust am Ölmarkt seit Kriegsbeginn.
Wer auch immer diese Minute um 14:24 Uhr getroffen hat, hat innerhalb einer halben Stunde einen dreistelligen Millionenbetrag verdient.
Das ist kein Einzelfall. Es ist ein Muster.
23. März, 15 Minuten bevor Trump auf Truth Social eine Pause der Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur ankündigt: 500 Millionen Dollar Wetten auf fallendes Öl. Der Preis stürzt danach um 15 Prozent ab.
7. April, Stunden bevor Trump einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit Iran verkündet: 950 Millionen Dollar Wetten auf fallendes Öl. Der Preis stürzt um 15 Prozent ab.
17. April, heute: 760 Millionen Dollar, 21 Minuten vor der Hormuz Öffnung. Minus 11 Prozent.
Drei Fälle. Vier Wochen. Jedes Mal Minuten vor einer Entscheidung, die an diesem Tag nur eine Handvoll Menschen auf dem Planeten kannte. Jedes Mal perfekt getimt. Jedes Mal in der richtigen Richtung.
Die US-Aufsichtsbehörde CFTC, zuständig für den Terminmarkt, hat laut Bloomberg eine Untersuchung eingeleitet. Die beiden größten Ölbörsen CME und ICE wurden aufgefordert, ihre Handelsdaten herauszugeben. Die Ermittler fordern die sogenannten Tag 50 Kennungen an. Das sind die Identifikationsnummern, die jedem einzelnen Trade zeigen, welches Konto, welche Firma, welche Person dahintersteht.
David Miller, Chef der CFTC Enforcement Abteilung, hat öffentlich erklärt, dass Insiderhandel im Energiemarkt "besonders schädlich" sei, weil er über die Inflation jeden Bürger trifft.
Das Weiße Haus hat jede Beteiligung dementiert. Sprecher Kush Desai nannte die Anschuldigungen "grundlos und unverantwortlich".
Und hier wird es systemisch.
Der Ölpreis ist kein normaler Marktpreis. Er bestimmt deine Heizkosten im Winter. Deine Tankrechnung jede Woche. Er bestimmt den Preis von Diesel, von Lebensmitteln, von fast jedem transportierten Gut. Er ist, gemeinsam mit dem Anleihemarkt, der wichtigste Inflationsindikator der Welt.
Wenn dieser Preis nicht mehr durch Angebot, Nachfrage und Geopolitik gebildet wird, sondern durch eine Handvoll Akteure mit Insiderwissen über den nächsten Truth Social Post, dann funktioniert Preisbildung nicht mehr. Dann ist nicht der Markt kaputt. Dann ist der Informationsfluss vom Weißen Haus zum Markt kaputt.
Und das trifft jeden. Nicht nur den Trader, der zu spät war. Sondern jeden Haushalt, der an der Tankstelle zahlt, und jeden Staat, dessen Notenbank auf Basis manipulierter Preissignale ihre Geldpolitik kalibriert.
Mohamed El-Erian, ehemaliger Chef des weltgrößten Anleihefonds PIMCO, hat in den vergangenen Wochen wiederholt davor gewarnt, dass die Vermischung von Regierungskommunikation und Marktbewegung im Ölmarkt ein Vertrauensproblem erzeugt, das über einzelne Trades hinausgeht.
Historisch gibt es dafür eine Parallele, die ungemütlich ist.
Vor der Finanzkrise 2008 gab es über Jahre verdächtige Bewegungen in Put-Optionen auf Fluggesellschaften und Banken, immer wenige Tage bevor eine schlechte Nachricht öffentlich wurde. Damals hat niemand systematisch ermittelt. Die SEC hatte andere Prioritäten. Das Ergebnis ist bekannt.
Heute hat die CFTC dieselben Werkzeuge, die sie damals hatte. Sie kann Handelsdaten ziehen. Sie kann Tag 50 Kennungen prüfen. Sie kann feststellen, welches Konto das Geld bewegt hat.
Der Haken: Das Justizministerium hat seine Abteilung für öffentliche Integrität in den letzten Monaten von 36 auf 2 Juristen reduziert. Die SEC hat ihre Spitze der Enforcement Abteilung verloren. Die personellen Ressourcen für genau diese Art von Ermittlung sind auf einem historischen Tiefstand.
Drei Trades. 2,2 Milliarden Dollar. Vier Wochen.
Wenn dich solche Makro Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post. 🧡

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Liebe Frau Weidel, bitte lesen Sie zuerst men Buch. Ich bestätige Nichts - ich berichte nur. Und hoffe, dass mein Buch dazu beiträgt, die Motive und Hintergründe auf allen Seiten besser zu verstehen. Drei Jahre Recherche und 12 Jahre Erfahrung mit dem vom Krieg gezeichneten Land waren nötig, um die Geschichte in ihrer ganzen Komplexität und aus möglichst vielen Blickwinkeln zu rekonstruieren. Ich bin überzeugt, dass die Lektüre helfen würde, die Ukrainer und deren Kampf besser zu verstehen: amzn.eu/d/0c61xHKI
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(BBG) ECB’s Schnabel Says It’s Good Time to Discuss Euro Bonds Again bloomberg.com/news/articles/…
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#K_Notizen. Der tägliche Mautindex profitiert weiterhin vom Endspurt im ersten Quartals. Im März haben offenbar viele Unternehmen ihre Lager aufgestockt, um sich günstige Einkaufspreise zu sichern. Dieser Effekt klingt aber bereits ab, auch wenn der Schwung noch nachwirkt...

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#K_Notizen. Interessanterweise ist die neue Deka-Prognose mit 0,25% für den Jahresbeginn gar nicht (mehr) so pessimistisch, wie es zuletzt bei einzelnen Instituten der Fall war...

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Neuer Monat #K_Notizen. Entscheidend für die Hoffnungen auf einen Aufschwung sind v.a. die Ifo-Geschäftserwartungen der Industrie: Sie sinken im März 2026 "nur" um 2,2 Punkte – weniger als nach dem Zollschock im April 2025 (-3,1) und nach der Totalinvasion Russlands (-19,6)...

André Kühnlenz@KeineWunder
Neuer Monat #K_Notizen. Dass der Aufschwung kommt, ist ja schon seit Längerem klar. Angesichts der zivilen Auftragseingänge verläuft die Erholung der Ifo-Lageeinschätzung jedoch recht schleppend. Vor allem die Dienstleister bremsen noch etwas...
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Wie in Deutschland Krisenursachen und -symptome ständig durcheinandergewürfelt werden... (auf Weitwinkelsubjektiv...)
Entgegen einem verbreiteten Vorurteil sind die Arbeitskosten mit Sicherheit kein Grund für die Krise seit 2022...
weitwinkelsubjektiv.com/2026/04/15/wie…

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Olaf Scholz hatte recht.
Der Sachverständigenrat berät nicht der Regierung, sondern soll uns allen bei der Urteilsfindung helfen – so will es das Gesetz...
Tobias Kohlstruck@TKohlstruck
Olaf Scholz Vibes
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Gemeinsam für Cinja & viele Andere: FCH und SCF rufen zur DKMS Registrierung auf❗️
Bei Cinja, der Partnerin von Eren Dinkçi, wurde Leukämie diagnostiziert. Gemeinsam mit der DKMS organisieren beide Clubs 2 große Registrierungsaktionen.
Alle Infos: 👉 tinyurl.com/mptb6cnp


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@7000_24 Ja klar, guter Journalist und Ökonom... Vor allem ideengeschichtlich... Mir ging um seine Leitartikel, die Richtung für FAZ Wirtschaft vorgeben...
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@KeineWunder auf dem Blog blogs.faz.net/fazit/author/f… fand ich ihn trotz seiner Positionen manchmal ganz interessant
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Knop kommt ja aus der Onlinewelt, also weniger Ordodogmatismus in der FAZ Wirtschaft... ???
(FAZ) Braunberger geht, Knop übernimmt, Bubrowski kommt faz.net/aktuell/aender…
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If not the dollar, what are the main major drivers of current account imbalances today?
- Unsustainable US federal budget outlook
- China's failure to shift its economy further toward a non-deflationary, consumption-driven growth model
by Maury Obstfeld
piie.com/blogs/realtime…
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Saudi Arabia has warned Iran might retaliate against Trump's "blockade" of Hormuz by closing the Bab al-Mandeb—a Red Sea chokepoint crucial for Saudi's remaining oil exports. wsj.com/world/middle-e…
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There is a video circulating on the internet that is difficult to watch. A woman sits on a pavement in Louisville, Kentucky. She is wearing a hospital gown. It is 36 degrees outside. Her belongings, everything she apparently owns, are in a plastic bag on the concrete beside her. Behind her, through the glass doors she has just been escorted through, the hospital hums along as normal. The security guards who brought her here have already gone back inside.
She couldn’t afford her bill.
This is not a scene from a developing nation or a history book. This is the United States of America.
The country in which it happens has spent decades telling the rest of the world that it has the highest GDP on earth. Which is a bit like a restaurant proudly displaying its bill on the wall. Enormous number. Terrible meal. The lobster was frozen, the wine came from a box.
Europe, by comparison, has spent the better part of a century building something rather different. The food, for a start, is extraordinary. Not in a showy way, but in the way that a simple lunch in Lyon or a glass of wine on a terrace in Lisbon reminds you that eating is one of the genuinely good things about being alive. The wine is the wine that the rest of the world has spent generations attempting to replicate, mostly without success.
Roughly 35 percent of Europeans live with a chronic illness. In America, that number is 76 percent. The difference is not genetic. It is architectural. It is the slow accumulation of decent food, walkable cities, actual holidays, and a healthcare system that does not require you to crowdfund your own appendix.
Europeans work fewer hours. They have more purchasing power on a smaller salary once you subtract the cost of health insurance, medical debt, and the private school their child needs because the local public one has a metal detector at the entrance. They live, on average, about ten years longer. Not ten years of decline and doctor visits, but ten years of being a person in the world.
In the first quarter of 2025, the number of Americans leaving the United States doubled compared to the previous quarter.  Europe was their top destination. Not for a sabbatical or a gap year. Permanently. These are not people who failed. These are people who did the maths.
There is a man somewhere in America right now who has worked fifty-hour weeks for forty years, taken one week off when his employer permitted it, and will, statistically, be dead before he sees seventy. And there is another man, not very far away on a map but an entire civilisation removed in practice, sitting on a terrace in the afternoon sun with a glass of something cold and no particular place to be. He has had six weeks off every summer since 1987. He knows his neighbours by name.
The first man’s country has the higher GDP.
The first man’s country tops the Gross Domestic Product (GDP) index. The second man tops the Quality of Life Index (QLI). The better health. The longer life. The afternoon.
MAGA America calls that losing.
Ask anyone.
Gandalv / @Microinteracti1
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Wenn in Deutschland vom sinkenden Arbeitsvolumen die Rede ist, das die Arbeitnehmer doch bitte, bitte noch mehr kompensieren sollen, betrifft das ausschließlich die Selbstständigen… Noch Fragen?
Catharina Bruns@cathibruns
Wie kann man so ein Ding zum zweiten Mal vollkommen an Selbstständigen vorbei machen, es Entlastung nennen, aber eigentlich auf Arbeitgeber abschieben und nicht mal zur Kenntnis nehmen, dass besonders für Selbstständige seit Jahren eine epische Scheißzeit hier läuft.
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