Es ist ermüdend und ich muss wieder und wieder das Gleiche erklären. Was mir für Stammleserinnen und -leser wirklich leid tut.
Aber ich sehe nicht ein, Propaganda unwidersprochen stehen zu lassen.
Die Pro-Palästina-Propaganda funktioniert auch deshalb so gut, weil nicht zwischen der Zeit vor und nach dem 10/7 unterschieden wird.
Jetzt ist Krieg. Ein Krieg, den die Palästinenser angefangen haben.
„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“ Clausewitz
Krieg ist ein anderer Seinszustand. Krieg ist ein Zustand der annähernden Rechtlosigkeit zwischen den Parteien.
UNd ganz unter uns: Ich bin der festen Überzeugung, dass die Palästinenser nicht damit gerechnet haben, dass aus dem Anschlag ein voller Krieg wird. Ihnen war das Ausmaß selber wohl nicht so wirklich klar.
Pro-Palästina-Propagandisten versuchen einen Taschenspielertrick.
Einerseits versuchen sie die Tatsache des Kriegsbeginns unter den Tisch fallen zu lassen.
Sie versuchen den Krieg als Fortsetzung einer Besatzung darzustellen, einer „Kolonialisierung“.
Andererseits versuchen Sie, das Zeitfenster einzuschränken auf die ultrarechte Regierung Netanjahu und die ausufernde Besatzung. Auch über die Angriffe auf Israel und die Massaker an Juden wird ungerne gesprochen. Häufig kommt genau von den Leuten das Argument, man müsse doch weiter zurückschauen, als zum 07. Oktober.
Gerne, ich schlage dann grundsätzlich die 1920er vor.
Denn dass die Araber keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte dulden wollten, und sehr viele bis heute nicht dulden, wird auch gerne unter den Tisch fallen gelassen. Ebenso wie die Räumung des Gazastreifens 2005.
Das ist der Kern des Spins, der versucht wird. Das ist das Narrativ, dass uns verkauft werden soll.
Nochmal, und immer wieder:
Ich bin für eine Zweistaatenlösung, gegen die Siedler auf der Westbank und finde die derzeitige Regierung nicht gerade sympathisch.
Aber, und ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, jetzt ist Krieg. Ein Krieg, den die Palästinenser angefangen haben. Und den habe ich zu beurteilen. Denn das ist meine Expertise und das, wofür die Leserinnen und Leser mich bezahlen.
Sollte dort einmal Frieden herrschen, werde ich höchstens noch über die Themen Terrorismus und Nachrichtendienste berichten. Diplomatisch ist meine Meinung sehr eindeutig. Immer gewesen.
Dieser Krieg wird so lange andauern, so lange Israel angegriffen wird und die Geiseln nicht freigelassen werden. Und keine Diskussion über die Besetzung oder angebliche Apartheid oder den Kriegszustand mit dem Libanon wird daran etwas ändern.
@herrhaerter Ein Zwischenschritt, der für manche hilfreich sein kann Ängste abzubauen oder zu kontrollieren.
Tolle Reaktion !
Schule sollte aufbauen und nicht filtern.