Bund Europäischer Jugend (BEJ/JEF Österreich)

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Wien, Österreich Katılım Temmuz 2023
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Kati Schneeberger 🇪🇺
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#DemocracyDefenders | FIMI Basiswissen Kapitel 5: Warum Menschen anfällig sind Menschen sind nicht deshalb anfällig für Manipulation, weil sie dumm wären. Im Gegenteil: Auch gebildete, informierte und politisch interessierte Menschen können darauf hereinfallen. Denn Manipulation nutzt allgemeine psychologische Mechanismen. Dazu gehören: - Bestätigungsfehler: Man hält eher für glaubwürdig, was zur eigenen Sicht passt. - Wiederholungseffekt: Was oft wiederholt wird, wirkt vertrauter und dadurch plausibler. - Gruppenzugehörigkeit: Informationen von der „eigenen Seite“ erscheinen eher glaubhaft. - Emotionale Aktivierung: Angst, Wut, Kränkung und Empörung halten uns eher von einer Prüfung des Inhalts ab. - Bedürfnis nach Klarheit: Komplexe Weltlagen machen einfache Erklärungen attraktiv.   Manipulative Inhalte wirken oft deshalb gut, weil sie nicht nur Information liefern, sondern Identität ansprechen. Sie sagen unterschwellig: „Du gehörst zu denen, die die Wahrheit sehen.“ Das kann sehr wirksam sein.  Resilienz beginnt daher mit einer unbequemen Einsicht: Auch ich selbst bin anfällig. Wer nur denkt, „die anderen“ seien manipulierbar, schützt sich schlechter.  Kernaussagen: - Anfälligkeit für Manipulation ist menschlich und weit verbreitet. - Wiederholung, Emotion und Gruppenzugehörigkeit beeinflussen Urteile stark. - Selbstreflexion ist ein Schutzfaktor. *** Quiz-Frage: Welche Aussage zeigt Selbstreflexion im Umgang mit Manipulation? Optionen: A. „Nur andere Menschen sind anfällig.“ B. „Auch ich sollte Inhalte prüfen, die gut zu meiner Sicht passen.“ C. „Wenn mich etwas emotional anspricht, ist es wahrscheinlich besonders wahr.“ D. „Wiederholung macht Aussagen zuverlässig.“ Richtige Antwort: B Selbstkritische Aufmerksamkeit gegenüber eigenen Verzerrungen ist ein wichtiger Schutz.
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#DemocracyDefenders | FIMI Basiswissen Kapitel 4: Manipulationstechniken erkennen Manipulative Inhalte folgen oft wiederkehrenden Techniken. Wer diese Techniken kennt, erkennt schneller, wenn Informationen nicht fair, sondern strategisch präsentiert werden.  Wichtige Techniken sind: - Framing: Ein Sachverhalt wird in einen bestimmten Deutungsrahmen gesetzt, etwa als Skandal, Verrat, Bedrohung oder Beweis für Elitenversagen. - Cherry-Picking: Es werden nur die Informationen ausgewählt, die zur gewünschten Erzählung passen. - Whataboutism: Auf Kritik wird nicht mit einer Antwort reagiert, sondern mit dem Verweis auf andere Missstände. - Emotionalisierung: Es werden gezielt Emotionen wie Wut, Angst, Empörung oder Kränkung angesprochen. - Entkontextualisierung: Zitate, Bilder oder Zahlen werden aus dem Zusammenhang gerissen.  Oft ist nicht eine einzelne Technik entscheidend, sondern die Kombination. Gerade wenn mehrere dieser Elemente zusammenkommen, ist erhöhte Vorsicht geboten.  Kernaussagen: - Manipulation arbeitet oft mit bekannten Techniken. - Entscheidend ist oft die Kombination mehrerer Techniken - Bei einem emotionalen Posting, das als Skandal geframt ist und wichtigen Kontext weglässt, ist höchste Vorsicht geboten. *** Quiz-Frage: Ein Beitrag zeigt einen extremen Einzelfall und behauptet, damit sei die gesamte Gesellschaft beschrieben. Welche Technik liegt am ehesten vor? Optionen: A. Cherry-Picking B. sachliche Repräsentation C. vollständige Kontextualisierung D. transparente Statistik Richtige Antwort: A Ein Einzelfall wird selektiv herausgegriffen und verallgemeinert.
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#DemocracyDefenders | FIMI Basiswissen Kapitel 3: Wer manipuliert und wie? Manipulative Informationskampagnen können von unterschiedlichen Akteuren ausgehen: staatlichen Stellen, ideologischen Gruppen, wirtschaftlichen Interessenakteuren, politischen Netzwerken oder lose verbundenen digitalen Szenen.  Nicht jede manipulative Kampagne ist zentral gesteuert. Aber viele arbeiten mit Wiederholung, Verstärkung und Vernetzung. Inhalte tauchen dann gleichzeitig oder zeitnah auf verschiedenen Plattformen auf, in ähnlicher Sprache, mit ähnlichen Bildern oder Schlagwörtern.  Wichtig ist: Reichweite allein beweist keine Koordination. Aber Muster können Hinweise geben: - plötzliches massenhaftes Auftauchen, - identische Narrative an verschiedenen Orten, - verdächtige Verstärkungsstrukturen, - auffällige emotionale Zuspitzung, - fehlende transparente Quellen.   Manipulative Ökosysteme funktionieren oft nicht hierarchisch, sondern als Netzwerk. Ein Inhalt wird vielleicht an einer Stelle erzeugt, an anderer verstärkt, an dritter emotional aufgeladen und schließlich von scheinbar „ganz normalen“ Nutzerinnen und Nutzern weitergetragen.  Deshalb ist es wichtig, nicht nur den einzelnen Beitrag zu sehen, sondern das Muster dahinter.  Kernaussagen: - Manipulation wirkt oft netzwerkartig. - Wiederholung und Verstärkung sind zentrale Mechanismen. - Reichweite ist kein Beweis, aber Muster können Hinweise geben. *** Quiz-Frage: Welche Aussage ordnet ein virales politisches Video am besten ein? Optionen: A. Viral heißt wahr B. Reichweite sagt nur, dass es stark verbreitet wurde C. Viele Klicks ersetzen Quellenprüfung D. Reichweite macht weitere Prüfung unnötig Richtige Antwort: B Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit sind nicht dasselbe.
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#DemocracyDefenders | FIMI Basiswissen Kapitel 2: Ziele manipulativer Informationsangriffe Manipulative Angriffe auf den Informationsraum verfolgen unterschiedliche Ziele. Es geht nicht nur darum, dass Menschen etwas Falsches glauben. Oft sollen sie auch verunsichert, polarisiert oder demobilisiert werden.  Typische Ziele sind: - Misstrauen gegen Medien, Wahlen oder Institutionen, - gesellschaftliche Polarisierung, - politische Ermüdung oder Rückzug, - allgemeiner Zynismus, - Verwirrung statt Orientierung.   Besonders gefährlich ist der Effekt, dass Menschen irgendwann denken: „Man kann ohnehin niemandem mehr glauben.“ Dann wird nicht nur eine einzelne Lüge wirksam, sondern das Vertrauen in verlässliche Information insgesamt wird geschwächt.  Diese Form der Zersetzung ist besonders gefährlich. Denn sie ersetzt falsche Gewissheit oft durch allgemeine Orientierungslosigkeit. Eine Gesellschaft, die an gar nichts mehr glaubt, ist manipulativen Einflüssen oft leichter ausgesetzt als eine Gesellschaft, die an eine konkrete Falschbehauptung glaubt.  Desinformation kann also drei grobe Wirkungen haben: 1. falsche Überzeugung, 2. verstärkte Spaltung, 3. allgemeines Misstrauen.   Wer diese Ziele kennt, erkennt schneller, warum manche Inhalte nicht einfach informieren, sondern destabilisieren sollen.  Kernaussagen: - Manipulation will oft nicht nur täuschen, sondern zersetzen. - Misstrauen, Zynismus und Demobilisierung sind strategisch wichtige Effekte. - Orientierungslosigkeit kann selbst ein Ziel sein.   *** Quiz-Frage: Warum ist allgemeines Misstrauen ein problematischer Effekt von Desinformation? Optionen: A. Weil dann alle Informationen automatisch wahr werden B. Weil Menschen verlässliche und unzuverlässige Quellen schlechter unterscheiden C. Weil Konflikte vollständig verschwinden D. Weil Wahlen dadurch einfacher werden Richtige Antwort: B Totales Misstrauen zerstört Orientierung und macht politische Manipulation oft leichter.
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Feiere Europa mit uns am Europatag! 🇪🇺 Am Sa, 9. Mai von 12–16 Uhr wird die Mariahilfer Straße (Höhe Zollergasse/Nelkengasse) in Wien zur Bühne für ein buntes Fest der europäischen Vielfalt! #Europatag2026 #EuropaErleben #MariahilferStraße
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#DemocracyDefenders | FIMI Basiswissen Kapitel 1: FIMI - Begriffe und Grundverständnis Wer sich gegen Manipulation schützen will, muss folgende Begriffe unterscheiden können. Nicht jede falsche Information ist dasselbe.  Misinformation > meint falsche oder irreführende Information, die ohne Täuschungsabsicht verbreitet wird. Jemand teilt etwas Falsches, weil er selbst glaubt, es stimme.  Desinformation > meint falsche oder irreführende Information, die gezielt verbreitet wird, um zu täuschen, zu beeinflussen oder Schaden anzurichten.  Malinformation > meint echte Information, die in manipulativer Weise eingesetzt wird, etwa entkontextualisiert, selektiv oder mit Schädigungsabsicht.  FIMI (Foreign Information Manipulation and Interference) geht darüber hinaus. Gemeint sind ausländische Informationsmanipulation und Einmischung. Dabei geht es nicht nur um einzelne falsche Inhalte, sondern um strategische Einflussnahme: koordinierte Narrative, Netzwerke, Verstärkung, Irreführung, Polarisierung und Vertrauensschädigung um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schwächen.  Diese Unterscheidungen sind wichtig, weil Gegenstrategien unterschiedlich ausfallen. Wer irrt, braucht eher Korrektur. Wer gezielt manipuliert, verfolgt ein strategisches Ziel. Und wer FIMI bekämpfen will, muss nicht nur Inhalte, sondern auch Akteure, Muster und Verbreitungslogiken verstehen.  Kernaussagen: - Nicht jede Falschinformation ist absichtlich. - Absicht, Kontext und Wirkung sind entscheidend. - FIMI ist mehr als bloße Unwahrheit. *** Quiz-Frage: Ein Netzwerk verbreitet gezielt irreführende Inhalte, um Vertrauen in Wahlen zu zerstören. Wie lässt sich das am besten einordnen? Optionen: A. nur ein Irrtum B. bloße Meinungsvielfalt C. strategische Desinformation / FIMI D. rein private Kommunikation Richtige Antwort: C Hier geht es um gezielte Manipulation mit politischer Wirkung.
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