
Als Selbstständiger und ehemaliger Gründer lebe ich ständig mit dem Gedanken auszuwandern. Seit KI und der Möglichkeit, von überall extrem schnell und effizient zu arbeiten, mehr denn je. In meinem privaten Umfeld wurde noch nie so häufig über das Thema Auswandern gesprochen wie aktuell. Viele sind schon weg: Schweiz, Japan, Thailand … Wer kann und bei Sinnen ist, sollte Deutschland so schnell es geht verlassen. Ich würde sogar noch weitergehen: Europa, angeführt von Brüssel, wird in den nächsten 5–10 Jahren heftig gegen die Wand fahren. Zu viele Regulierungen. Zu viel Bürokratie. Zu viele falsche Anreize. Zu viel Missbrauch des Solidaritätssystems. Ein System für Schafe, das den immer enger werdenden Zaun nicht nur akzeptiert, sondern aktiv verteidigt. Und wie soll das für die nächste Generation aussehen? Eine Generation, die nicht mehr in Landesgrenzen denkt, sondern in Zeitzonen und WLAN-Geschwindigkeiten. So wie es @Smart_Money in seinem Beitrag beschreibt. Hand aufs Herz: Als Selbstständiger bist du in Deutschland Mensch dritter Klasse. Steuern zerfressen dich. Keine echte Altersvorsorge. Als Selbstzahler in der gesetzlichen Krankenversicherung wirst du sogar für Erfolg bestraft. Und wenn du bei der Gründung Fehler machst, kommt es von allen Seiten: "Unwissen schützt vor Strafe nicht." Doch das Problem endet nicht dort. Auch als Arbeitnehmer wird es zunehmend unattraktiv. Je mehr du verdienst, desto stärker wirst du belastet. Leistung verliert an Wert. Gleichzeitig stehen die realen Lebenshaltungskosten in keinem Verhältnis mehr dazu. Energie, Strom, Mieten und allgemeine Lebenshaltung steigen kontinuierlich, während die Kaufkraft Schritt für Schritt erodiert. Am Ende zahlst du in ein System, das Solidarität verspricht, sich für viele aber nicht mehr so anfühlt und sich auch statistisch nicht mehr halten lässt. Eher wie ein stetiger Abzug ohne spürbare Gegenleistung. Politisch? Keine einzige nachhaltige Vision, die mich hier hält. Nichts. Diese "Förderprogramme" sind kurzfristige Korrekturen mit maximaler Bürokratie und minimalem Effekt. Was fehlt, ist der echte Aufbruch. Keine Reformchen, sondern Reformen. Vielleicht ein Systembruch. Das Gefühl, dass Risiko wieder gewollt ist. Dass man groß und radikal denken darf, ohne sofort ausgebremst zu werden. Stattdessen: immer mehr Abgaben, immer mehr Druck, immer weniger Risikokapital und immer weniger echte Chancen, etwas aufzubauen, ohne direkt wieder eingefangen zu werden. Dazu ein zunehmend befremdliches Stadtbild und spürbare Verwahrlosung in vielen Großstädten. Also ehrlich: Was soll ich einem Anfang 20-Jährigen hier noch empfehlen, wenn er mit seiner Vision anderswo deutlich bessere Voraussetzungen hat? Viel Erfolg Deutschland. 🫡
























