Tim Haga

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Tim Haga

Tim Haga

@HagaTim

Mathematiker | Landesgeschäftsführer der CDU Bremen Beirat #Vahr und Deputation für Inneres #Bremen BeaBwZMZ für #Bremerhaven | hier privat | I stand with 🇮🇱

Bremen Vahr Katılım Ocak 2013
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
Mit der Demokratie ist es unter Erdoğan nicht mehr so dolle. Mit der Wissenschaftsfreiheit nun auch nicht mehr. Türkei: Recep Tayyip Erdoğan lässt liberale Universität in Istanbul schließen | DIE ZEIT share.google/gdUaht5WyODDOk…
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@TiloJung Felix Banaszak hat offenbar soviel Ahnung vom Grundgesetz und Wehrrecht, wie der Blinde von der Farbe
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Tilo Jung
Tilo Jung@TiloJung·
Was tun bei einem AfD-Verteidigungsminister? Grünen-Chef Felix Banaszak über ein dunkles Szenario für junge deutsche Soldaten: "Dann können sie immer noch desertieren"
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Marie von den Benken
Marie von den Benken@Regendelfin·
Wie bitte? Hat der die Memos der Völkerrechts-Gelehrten und Nahost-Experten Tilo Jung, Georg Restle, Daniel Gerlach, Kristin Helberg, Sophie von der Tann, Attila Hildmann, Xavier Naidoo, Javier Bardem und die Briefe von Joko Winterscheidt nicht gelesen?
Marie von den Benken tweet media
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Tobias Huch
Tobias Huch@TobiasHuch·
Jeder, der sich nur ansatzweise mit #Genozid auskennt, sagt das schon seit zwei Jahren. Aber jetzt sagt es selbst der antisemitische, katarfinanzierte Ankläger des IStGH. Er hat lange gesucht, aber nichts gefunden.
Tobias Huch tweet media
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@Ilhan @RepRashida Arab Armies tried to wipe out all jews in the middle east. And they lost. That is what happened 78 years ago. Learn history!
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Rep. Ilhan Omar
Rep. Ilhan Omar@Ilhan·
The Nakba never ended. The genocide of Palestinians continues as the Israeli military escalates violence in Gaza, the West Bank, and Lebanon. I'm joining @RepRashida in co-sponsoring a resolution to recognize the 78th anniversary of the Nakba and Palestinian refugees’ rights.
Congresswoman Rashida Tlaib@RepRashida

The Nakba never ended. The Israeli apartheid regime is still committing genocide in Gaza and violently erasing entire communities across Palestine and Lebanon. I'm leading a resolution to recognize the 78th anniversary of Nakba and reaffirm Palestinian refugees' right of return.

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Botschaft Israel
Botschaft Israel@IsraelinGermany·
Im Jahr 1947 bot die UN eine Zwei-Staaten-Lösung an. Die jüdische Seite sagte JA. Die arabische Seite sagte NEIN. Stattdessen überfielen vier vereinte arabische Armeen den jungen Staat Israel. Wer den Frieden ablehnt und Krieg beginnt, kann sich nicht im Nachhinein zum Opfer erklären
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@ArnoGottschalk Ihr unbändiger Drang, Deutschland und Europa dem Imperialisten Putin auf dem wehrlosen Silbertablett präsentieren zu wollen, ist bezeichnend.
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Arno Gottschalk
Arno Gottschalk@ArnoGottschalk·
Getrieben von den Interessen und Versprechen der Drohnen-Lobby verlieren Boris Pistorius & Co offenbar jegliches Gespür für die Risiken, die mit der ukrainisch-deutschen Allianz für weitreichende Waffen und Schläge auf russisches Territorium verbunden sind. Zu meinen, Deutschland könne damit auf vorteilhafte Weise Erfahrungen und Know-How für den modernen Drohnen-Krieg gegen Russland sammeln, ist nicht nur blind gegenüber der deutsch-russischen Geschichte. Er fällt auch zurück in die alten abenteuerlichen Impulse, die uns schon so viel Unheil gebracht haben. @JohannesVarwick hat Recht: das alles ist brandgefährlich!
Johannes Varwick@JohannesVarwick

Deutschland spielt mit dem Feuer: Warum der Drohnen-Deal Berlins mit Kiew brandgefährlich ist Mein Kommentar auf @Weltwoche „Deep Strike“ ist das neue Zauberwort in der #Sicherheitspolitik. Tief im Raum des Gegners zuschlagen, seine Flugabwehr überwinden und überlasten. Die #NATO, #Russland und alle anderen Staaten, die dazu technologisch in der Lage sind, arbeiten daran – auch als Lehre aus dem Ukrainekrieg. Und in der Tat: Ukrainische unbemannte Militärtechnik von Drohnen bis Bodenrobotern, verbunden mit der Zerstörung frontnaher Munitionslager wie auch ukrainische Schläge tief im russischen Hinterland verhindern bisher größere Durchbrüche Russlands an der 1000 Kilometer langen Front. Kurz gedacht und rein militärisch betrachtet macht das Sinn. Beim Besuch des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius in Kiew wurde abermals deutlich, dass Deutschland und die Ukraine sich zunehmend aneinander ketten. Ukrainische Kampferfahrungen und aus der Not geborene Innovation plus deutsches Geld und Ingenieurskunst: Das soll nun Russland in die Knie zwingen. Deutschland meint es ernst mit seinem Kurswechsel. Es schickt zwar weiter keine weitreichenden Taurus-Raketen – die von den Sofastrategen wie schon zuvor Panzer und Kampflugzeuge als Wunderwa[en gehandelt wurden – aber es macht es durch die Hintertür. Doch kaum jemand denkt noch über die Risiken und Nebenwirkungen dieser Strategie nach. Ist es plausibel, dass dies dazu führt, dass Russland kompromissbereiter wird und die Ukraine den Krieg zu bestmöglichen Bedingungen übersteht. Oder ist das nur eine neue Stufe in einer wechselseiti- gen Eskalationsspirale, die niemandem nützt? In kompletter Missachtung des nur allzu gut bekannten „Sicherheitsdilemmas“ – die Stärke des einen ist immer auch die Bedrohung des anderen – setzt Berlin weiter eindimensional auf Waffen. Mal abgesehen davon, wer das Bezahlen soll und wie die militärische Reaktion Russlands darauf lauten mag: Zusammen mit der Weigerung, mit Russland über die Bedingungen eines Kriegsendes mit realistischem Kompass zu verhandeln kann das nur als fahrlässig bezeichnet werden. Wie die Schlafwandler schreitet man weiter in Richtung eines Krieges mit Russland. Statt darüber nachzudenken, wie die Büchse der Pandora wieder geschlossen werden könnte. weltwoche.de/daily/deutschl…

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Michael Bröcker 💎
Michael Bröcker 💎@MichaelBroecker·
Die Mitte zerfleischt sich. Nach dem Gelächter einiger Arbeitgeber über #Bas hatte @bundeskanzler gesagt: „Ein Mitglied der Bundesregierung auf einem Arbeitgebertag auszubuhen oder zu pfeifen, wenn sie spricht, ist kein Umgangsstil, den ich für richtig halte.“ Was sagt Bas? #DGB
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Nikolaus Blome
Nikolaus Blome@NikolausBlome·
Der Kanzler sagt beim #DGB, dass zwei Arbeitnehmer nicht einen Rentner mit ihren Beiträgen finanzieren können. Die Delegierten lachen ihn aus. Man lernt: Betriebsräte sitzen warm und sicher, und Mathe oder Demographie sind ihnen schnurz.
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Prof. Karl Lauterbach
Prof. Karl Lauterbach@Karl_Lauterbach·
Die Geometrie der Gedanken könnte im Gehirn des Menschen vom Prinzip her ähnlich funktionieren wie in LLM. Das sind faszinierende Erkenntnisse. Sie würden sehr dafür sprechen, dass mit der bestehenden Architektur der LLM noch sehr viel mehr möglich ist…
dylan ツ@demian_ai

The geometry of thought. Every LLM on earth can speak fluent English. None of them think in English. I have been trying to find a way to explain this to a non-technical friend for about a year, and I have mostly failed, because the standard explanation requires the listener to picture an abstract space they have never seen. The breakthrough I finally landed on came from an old map. In 1569, a Flemish cartographer named Gerardus Mercator published the projection of the world that bears his name. The Mercator projection takes the surface of a sphere and prints it on a flat rectangle, in a way that preserves angles but distorts areas. Greenland looks the size of Africa even though Africa is fourteen times larger. Antarctica becomes an enormous strip along the bottom of the map. The proportions of the world, in the Mercator projection, are confidently and consistently wrong. We kept using it anyway, for four hundred years, because it has one priceless property. If you draw a straight line on a Mercator map, that line is a constant compass bearing. A captain in 1600 could plot a route from Lisbon to Recife with a ruler and a protractor and arrive somewhere close to where he intended. The Mercator projection is wrong about what the world looks like. It is right about how to navigate the world. We agreed, collectively, to lie about the shape of the planet in exchange for being able to find our way around it. This is what LLMs do with thought. Inside any modern frontier model, concepts do not live as words. They live as positions in a very high-dimensional space, with a particular geometric structure. Goodfire's recent work, which is the clearest public demonstration of this, shows the shape directly. Colors form a different shape, more like a sphere. Spatial concepts curl into manifolds that match physical space. The concept of a car is a complicated multidimensional surface that connects, in geometrically meaningful ways, to the concepts of motion, of metal, of road, of journey. The model does not store these concepts as text. It stores them as geometry. When you type a question to it, the model maps your words onto positions in this internal space. It then performs operations on the geometry, which produce new positions. Then, only at the very end, it translates those new positions back into English on the way out to your screen. The English is the Mercator projection. The geometry is the globe. This sounds abstract until you realize what it implies for almost every interaction you have ever had with a model. Why does GPT sometimes give a brilliant answer in one phrasing and a mediocre one in another, even though both phrasings mean the same thing to a human reader? Because the two phrasings land on slightly different positions in the internal geometry, and the geometry near one position is richer than the geometry near the other. Why does a model sometimes confabulate confidently? Because the position it lands on has the geometric texture of an answer even though the answer it generates has no factual grounding. The shape of an answer and the truth of an answer are different things, and the model is trained on the shape. Three implications follow from this and they reach much further than most of the discourse about AI suggests. 1. for product builders. If you have ever wondered why the same model produces wildly different outputs on prompts that seem semantically identical, the answer is geometric. The most reliable way to improve model output is not to tinker with the words. It is to find the regions of geometric space where the model behaves well, and engineer your prompts to land you there. The best prompt engineers, without knowing it, are reverse-engineering the topology of the model's internal world. This is also why fine-tuning works better than prompting for many use cases. Fine-tuning literally reshapes the geometry. Prompting only steers within it. 2. for the safety and interpretability community, which has spent two years looking for circuits and individual neurons that correspond to specific concepts. That work has been valuable, but it was looking at the shadow on the wall. The actual structure is at the manifold level, not the neuron level. The next leap in interpretability is going to come from learning to edit the geometry directly, not by adjusting individual weights. We are about to move from steering the words to steering the shapes that produce the words. This will make some kinds of safety work much easier and other kinds much harder. 3: for everyone else, and it is the strangest one. The early evidence from neuroscience suggests that human thought may have the same kind of geometric structure. The hippocampus appears to encode spatial relationships on manifolds that look uncannily similar to what we see inside language models. Concept representation in the human cortex appears to be geometric in roughly the same sense. If this holds up, and the evidence is still preliminary, then the conventional framing of the difference between artificial and biological minds is wrong in an interesting way. It is not silicon versus carbon. It is two different physical substrates that have independently discovered the same mathematical language for representing the world. We built something that thinks the way we think. We just never noticed, because we were too busy listening to it talk. The Mercator projection is wrong about what the world looks like. It is right about how to move through it. The model is wrong about what thought looks like, in some technical sense. It is right about how to do thought, which is the only thing that has ever mattered.

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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@joewagjoe @JonaSalKupper @bundeswehrInfo Ich bleibe dabei: es mag Inspekteure oder GIs gegeben haben, die vereinzelt Fehler gemacht haben. Das macht einen aber noch nicht zur Pfeife. Ich hatte schon Vorgesetzte, die waren fachlich und menschlich für ihren Posten ungeeignet. Bei Generalen habe ich das nie erlebt.
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Joerg Helge Wagner
Joerg Helge Wagner@joewagjoe·
@HagaTim @JonaSalKupper @bundeswehrInfo Das war nicht beabsichtigt. Aber wenn ich einige gewesene Generalinspekteure und Inspekteure der Teilstreitkräfte vor meinem inneren Auge paradieren lasse, würde ich "fast immer ein glückliches Händchen" doch bestreiten.
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Jona Salome K.
Jona Salome K.@JonaSalKupper·
♦️Unvergesslich Vad 2022: "Die Ukrainer haben veraltetes Gerät, nech, ... die russischen Streitkräfte sind modern, nech, gut ausgestatt, nech, ... militärische Hilfe bringt jetzt nicht, es geht um ein paar Tage ..."
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@ArnoGottschalk Die Schlussfolgerungen sind natürlich Unfug. Nur weil etwas militärisch Sinnlos ist, ist ja kein Grund, dass Putin es nicht doch tun würde. Weiterführung des Ukraine-Kriegs ist auch militärisch, ökonomisch sinnlos.
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Arno Gottschalk
Arno Gottschalk@ArnoGottschalk·
Die militärischen Kräfteverhältnisse in der Ostsee Ich habe der KI "Claude" vorgegeben, mir die Sicht eines unabhängigen, neutralen militärstrategischen Analysten zu erarbeiten. Hier das Ergebnis: Methodische Vorbemerkung Eine seriöse Bewertung muss zwischen Friedenszeit-Präsenz, Krisenfähigkeit und Kriegsszenarien unterschiedlicher Dauer und Intensität unterscheiden – sowie zwischen geographischen, konventionellen, hybriden und nuklearen Ebenen. Pauschalurteile wie „die NATO ist überlegen” oder „Russland bedroht das Baltikum” greifen ohne diese Differenzierung zu kurz. Die geographische Dimension wird dabei häufig unterschätzt, obwohl sie der einzige Machtfaktor ist, den keine Rüstungsanstrengung verändern kann. ➡️Die geographische Ebene – die strukturelle Grundlage der NATO-Dominanz 👉Die Ostsee als geschlossenes Becken. Die Ostsee ist mit rund 415.000 Quadratkilometern ein kleines, flaches und vor allem geographisch geschlossenes Meer. Die durchschnittliche Tiefe von etwa 55 Metern (im Vergleich: Mittelmeer ca. 1.500 Meter) macht sie zu einem der schwierigsten Operationsräume für U-Boote weltweit. Die akustischen Bedingungen, der hohe Schiffsverkehr und die geringe Tiefe begünstigen die Verteidiger und erschweren verdeckte Operationen massiv. 👉Die dänischen Meerengen als strategischer Flaschenhals. Die einzige Verbindung zur offenen See verläuft durch den Großen Belt, den Kleinen Belt und den Öresund sowie anschließend Kattegat und Skagerrak. Diese Engpässe sind nur wenige Kilometer breit, durchgehend von NATO-Territorium (Dänemark, Schweden, Norwegen) flankiert und im Konfliktfall innerhalb von Stunden vollständig sperrbar – durch Minen, Küstenraketen, Luftüberlegenheit oder schlicht durch Schiffsversenkungen in den Fahrrinnen. Das bedeutet konkret: Die russische Baltische Flotte ist im Kriegsfall eingeschlossen. Sie kann weder durch die Nordflotte aus Murmansk verstärkt werden, noch ausbrechen. Sie wäre in einem Becken gefangen, das vollständig von gegnerischen Küsten umgeben ist – eine geostrategische Konstellation, wie sie in der Militärgeschichte selten vorkommt und für die schwächere Seite historisch immer katastrophal endete (vgl. die russische Baltische Flotte 1904/05, die deshalb den Weg um Afrika nehmen musste und bei Tsushima vernichtet wurde). 👉Die Küstenverhältnisse – eine erdrückende Asymmetrie. Von rund 8.000 Kilometern Ostseeküste entfallen heute weniger als 7 Prozent auf Russland, aufgeteilt auf zwei voneinander getrennte und jeweils isolierte Abschnitte. Über 93 Prozent der Küste sind NATO-Territorium. Russland operiert in der Ostsee aus nur zwei isolierten Hafenkomplexen – Baltijsk in Kaliningrad und Kronstadt/St. Petersburg im Finnischen Meerbusen –, während die NATO über praktisch unbegrenzte Stützpunktoptionen verfügt: von Kiel, Rostock und Świnoujście über Karlskrona, Visby und Stockholm bis Helsinki, Tallinn, Riga und Klaipėda. 👉Inseln als natürliche Festungen.Die strategisch entscheidenden Inseln gehören NATO-Mitgliedern: Bornholm (Dänemark) beherrscht die südwestliche Ostsee, Gotland (Schweden) liegt wie ein Flugzeugträger im Zentrum des Beckens und ist seit 2018 wieder militärisch reaktiviert, die Ålandinseln (Finnland) kontrollieren den Eingang zum Bottnischen Meerbusen, Saaremaa und Hiiumaa (Estland) flankieren den Finnischen Meerbusen. Mit landgestützten Anti-Schiff-Raketen mittlerer Reichweite (NSM, RBS-15) lässt sich von diesen Inseln aus die gesamte Ostsee als Sperrzone für russische Überwasserschiffe bewirtschaften. Russland verfügt über keine vergleichbaren Inselpositionen. 👉Der Finnische Meerbusen – ein Korridor unter NATO-Kontrolle. Der einzige Seezugang zu St. Petersburg und Kronstadt verläuft durch einen nur 50 bis 130 Kilometer breiten Korridor zwischen Estland im Süden und Finnland im Norden – beide NATO-Mitglieder. Mit modernen Küstenraketen und Minen ist dieser Korridor vollständig sperrbar. Damit ist die operative Bewegungsfreiheit der Baltischen Flotte schon im Heimatrevier ein Privileg, das die NATO im Krisenfall jederzeit entziehen könnte. 👉Asymmetrie der Tiefe. NATO-Verstärkungen können aus der gesamten Allianz (USA, Großbritannien, Deutschland, Frankreich) heran geführt werden – über See, Luft und zunehmend Land. Russische Verstärkungen für die Ostseeregion müssen entweder aus dem ohnehin angespannten Westlichen Militärbezirk kommen oder den Landweg von der Nordflotte beziehungsweise aus dem Inneren Russlands antreten – ohne Möglichkeit der Seeverstärkung. Diese strategische Tiefenasymmetrie wirkt rund um die Uhr, in jedem Szenario, ohne Rüstungsanstrengung zu beeinflussen. ➡️Die konventionelle Ebene – klare NATO-Überlegenheit Auf der See, in der Luft und zunehmend zu Lande ist das Kräfteverhältnis deutlich asymmetrisch zugunsten der NATO – und die genannte Geographie verstärkt diese Überlegenheit zusätzlich. 👉Maritime Kräfte: Die Anrainer Deutschland, Polen, Schweden, Finnland, Dänemark sowie die baltischen Staaten verfügen zusammen über mehr als 30 moderne U-Boote (deutsche und schwedische Klassen gelten als besonders leise und für die flache Ostsee optimiert), über 80 Überwasserkampfschiffe einschließlich hochwertiger Fregatten und Korvetten sowie umfangreiche Minenkriegs- und Patrouillenfähigkeiten. Die russische Baltische Flotte verfügt demgegenüber über etwa zwei Kilo-U-Boote, zwei moderne Steregushchiy-Korvetten, einige ältere Einheiten und limitierte Erneuerungskapazität – bedingt auch durch die enormen Verluste und Bindungen der Schwarzmeerflotte seit 2022. 👉Luftstreitkräfte: Mit der vollständigen Integration finnischer F/A-18 (perspektivisch F-35), schwedischer Gripen, polnischer F-16 und F-35, deutscher Eurofighter, dänischer F-35 sowie rotierender US-Verbände verfügt die NATO über mehrere hundert moderne Kampfflugzeuge im Ostseeraum. Russland kann dem im Westlichen Militärbezirk realistisch eine deutlich kleinere und qualitativ heterogene Flotte entgegenstellen, deren Hochwertkomponenten zudem in der Ukraine gebunden oder verschlissen sind. Aufgrund der geographischen Enge des Beckens befindet sich jedes Ziel in der Ostsee binnen Minuten in NATO-Reichweite. 👉Landstreitkräfte: Hier ist das Bild differenzierter. Finnland allein mobilisiert rund 280.000 Mann mit hoher Artilleriedichte direkt entlang der 1.340 Kilometer langen russischen Grenze. Polen baut eine Armee mit Zielgröße 300.000 auf und beschafft K2-Panzer, K9-Haubitzen, Apache-Hubschrauber und HIMARS in großer Zahl. Demgegenüber ist der russische Leningrader Militärbezirk personell und materiell durch den Ukrainekrieg ausgezehrt. Eine Rekonstitution wird Jahre dauern – Schätzungen westlicher Institute (IISS, RUSI, FOI) reichen von fünf bis zehn Jahren nach Kriegsende. Zwischenfazit konventionell: Russland kann in der Ostseeregion keinen großmaßstäblichen konventionellen Krieg gewinnen. Die geographische Lage macht selbst eine erfolgreiche Verteidigung der eigenen Küstenpositionen extrem schwierig. ➡️Die geographischen Verwundbarkeiten der NATO Trotz der erdrückenden geographischen Gesamtüberlegenheit hat auch die NATO klare geographische Schwachstellen, die nicht verschwiegen werden dürfen: 👉Der Suwałki-Korridor zwischen Polen und Litauen ist nur rund 65 Kilometer breit und bildet die einzige Landverbindung der baltischen Staaten zum Rest der Allianz. Die baltischen Staaten besitzen kaum operative Tiefe – Tallinn liegt etwa 200 km, Riga rund 250 km von der russischen Grenze entfernt. Die kritische Unterseeinfrastruktur (Datenkabel, Strom-Interkonnektoren, Pipelines) verläuft durch flaches Wasser und ist hochgradig exponiert – die geographische Enge, die der NATO konventionell nützt, macht ihre Infrastruktur hybrid verwundbar. Beide Seiten leben also in geographischen Sicherheitsdilemmata – aber diese sind nicht symmetrisch. Russlands geographische Probleme sind strukturell und unlösbar; die der NATO sind taktisch und durch Investitionen, Vorne-Stationierung und Resilienzaufbau adressierbar. 👉Die hybride Ebene – Russlands relativer Vorteil Unterhalb der Schwelle offener Gewalt verschiebt sich das Bild – und zwar gerade weil Russland geographisch und konventionell unterlegen ist. Sabotage gegen Unterseekabel und Pipelines, Schattenflotten-Operationen, GPS-Jamming über weite Räume, Drohnenüberflüge, Migrations-Instrumentalisierung an der finnischen Grenze, Desinformation gegen russischsprachige Minderheiten und Cyberangriffe auf kritische Infrastruktur. Die Attribution ist schwierig, NATO-Reaktionsmechanismen sind langsam und uneinheitlich, Artikel 5 ist auf hybride Vorfälle nur eingeschränkt anwendbar. Hier hat Russland einen realen Handlungsspielraum, der zugleich seine einzige asymmetrische Antwort auf die geographische Einkreisung darstellt. 👉Die nukleare Ebene – die große Symmetrie Auf strategischer Nuklearebene besteht weiterhin gegenseitige gesicherte Vernichtungsfähigkeit. Die Modernisierung von Doktrinen und Systemen auf beiden Seiten – russische Iskander, Kinzhal und mutmaßliche taktische Sprengköpfe in Kaliningrad/Belarus einerseits, geplante US-Mittelstreckensysteme in Deutschland und nukleare Teilhabe andererseits – verkürzt die Reaktionszeiten gefährlich. Die geographische Enge der Ostsee bedeutet hier: Vorwarnzeiten von wenigen Minuten für strategische Ziele auf beiden Seiten. Das wechselseitige Eskalationsrisiko ist real und wird wachsend wahrgenommen. Die nukleare Komponente ist aus russischer Sicht das einzige Mittel, die geographisch-konventionelle Unterlegenheit auszugleichen – was sie zugleich politisch zentraler macht als für die Allianz. ⁉️Wer muss sich größere Sorgen machen? 👉Bei einem konventionellen Großkonflikt: Russland muss sich erheblich größere Sorgen machen. Die geographische Lage ist so ungünstig, dass selbst eine quantitativ stärkere russische Flotte das strukturelle Problem nicht lösen könnte. Die Baltische Flotte wäre in den ersten Tagen weitgehend kampfunfähig, Kaliningrad mittelfristig nicht zu halten, der Seezugang zu St. Petersburg jederzeit sperrbar. 👉Bei einem begrenzten, schnellen Coup-de-Main-Szenario (etwa gegen Narva, Saaremaa oder den Suwałki-Korridor): Hier muss sich die NATO größere Sorgen machen, weil sie auf einen fait accompli reagieren müsste, die geographische Enge der baltischen Staaten kurze Vorwarnzeiten bedeutet und die politische Eskalationsbereitschaft – einschließlich des Risikos nuklearer Drohungen – fragmentiert sein könnte. 👉Auf der hybriden Ebene: Hier muss sich die NATO größere Sorgen machen, weil ihre Gesellschaften offener und damit verwundbarer sind, die Reaktionsmechanismen langsamer und ihre Eskalationskontrolle politisch komplexer ist – und weil die geographische Enge des Beckens die kritische Infrastruktur konzentriert und damit angreifbar macht. 👉Auf der nuklearen Ebene: Beide Seiten gleichermaßen – mit dem Zusatz, dass Russland aus seiner geographisch-konventionellen Unterlegenheit heraus stärker auf nukleare Eskalationsdrohungen angewiesen ist und diese auch öfter ausspricht. Mittelfristig (5–10 Jahre): Die strategische Trendlinie verläuft klar zuungunsten Russlands. Die geographische Einkreisung ist seit dem finnischen NATO-Beitritt dauerhaft und unumkehrbar, die NATO-Ostflanke rüstet auf, Schweden und Finnland integrieren sich operativ, Polen wird zur militärischen Großmacht Europas. Russland kann seine geographische Lage nicht verbessern – nur seine Bereitschaft erhöhen, asymmetrisch und nuklear zu eskalieren. ➡️Das eigentliche Risiko – Geographie als Eskalationstreiber 👉Aus neutraler Sicht ist die wichtigste Erkenntnis: Die geographische Dominanz der NATO ist so erdrückend, dass sie selbst zum Eskalationsrisiko wird. Russland weiß, dass es einen konventionellen Krieg in der Ostsee nicht gewinnen kann. Es weiß auch, dass diese Lage strukturell und dauerhaft ist. Daraus folgt eine Logik, die für die Allianz unbequem ist: Je sicherer die NATO sich konventionell fühlt, desto eher wird Russland in einer Krise auf die Eskalationsleiter ausweichen, auf der es noch glaubt, Karten zu haben – hybride Sabotage, Nuklearwaffen-Demonstrationen, horizontale Eskalation in andere Regionen. Die größte Gefahr in der Ostsee ist daher nicht ein geplanter russischer Angriff – die geographische Lage macht ihn militärisch sinnlos – sondern eine ungewollte Eskalation aus einem hybriden Vorfall, einem Missverständnis bei einer Begegnung auf See oder in der Luft, oder einer politischen Fehlkalkulation, in der eine geographisch eingekreiste Macht zu unkonventionellen Mitteln greift, weil ihr die konventionellen Optionen fehlen. Fazit Geographisch hat Russland in der Ostsee ein strukturell unlösbares Problem: 7 Prozent Küste gegen 93 Prozent, zwei isolierte Häfen gegen Dutzende, kein Inselbesitz gegen strategische NATO-Inseln, ein durch dänische Meerengen sperrbares Becken ohne Ausweg. Konventionell verstärkt diese Geographie eine ohnehin bestehende Materialüberlegenheit der Allianz. Hybrid hat die NATO ein Problem, das sie strukturell und politisch nicht vollständig lösen kann. Nuklear haben beide ein gemeinsames Problem. Die größeren konventionellen Sorgen muss klar Russland haben – und gerade deshalb muss die NATO sich Sorgen um die Eskalationsdynamiken machen, die aus dieser Asymmetrie erwachsen. Wer sich realistisch Sorgen machen muss, sind die Bevölkerungen der Anrainerstaaten beider Seiten – denn jede ernsthafte Eskalation in diesem dicht besiedelten, infrastrukturell verwobenen, geographisch engen Raum wäre für alle katastrophal. #NATO #Russland #Ostsee #Ostflanke
Arno Gottschalk tweet media
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@ArnoGottschalk Sie haben früher dem Rowdy aus der Klasse über Ihnen auch das Taschengeld abgetreten, statt sich zu wehren, oder?
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Arno Gottschalk
Arno Gottschalk@ArnoGottschalk·
Der russische Hardliner Sergej Karaganow fordert inzwischen offen begrenzte Nuklearschläge gegen Europa. Wörtlich erklärt er, ein Nuklearkrieg könne „gewonnen“ werden. Europa beschreibt er als historische Quelle von Faschismus, Kolonialismus und „größten Übeln der Menschheit“. Russland müsse Europa notfalls „zerstören“, bevor Europa selbst einen großen Krieg auslöse. Das sind extreme Aussagen. Aber Karaganow ist keine randständige Figur. Er gehört seit Jahrzehnten zum außen- und sicherheitspolitischen Establishment Russlands und steht Putin persönlich nahe. Gerade deshalb sollte man diese Aussagen ernst nehmen – nicht als offizielle russische Doktrin, wohl aber als Ausdruck eines real existierenden Denkens innerhalb russischer Hardliner-Kreise. Strategisch besonders bemerkenswert ist die dahinterliegende Logik: Karaganow argumentiert ausdrücklich aus einer Situation wahrgenommener konventioneller Bedrängung Russlands heraus. Genau daraus leitet er die Notwendigkeit früher nuklearer Eskalation ab. Das verweist auf ein Problem, über das in Europa viel zu wenig gesprochen wird: Konventionelle Überlegenheit und militärische Aufrüstung senken nukleare Risiken nicht automatisch. Im Gegenteil: Wenn eine Seite glaubt, strategisch eingeengt oder konventionell unterlegen zu sein, kann gerade das die Bedeutung nuklearer Optionen erhöhen. Vor allem Fähigkeiten für tiefe Präzisionsschläge, Enthauptungsschläge und strategische Entwaffnung können Eskalationsdruck erzeugen. Genau deshalb müsste die europäische Debatte viel stärker über strategische Stabilität, Eskalationsrisiken und Rüstungskontrolle sprechen – und nicht nur über immer neue militärische Fähigkeiten. Und vielleicht sollte Europa auch nicht darauf warten, bis sich die Kräfteverhältnisse innerhalb Russlands möglicherweise noch weiter zugunsten der Hardliner verschieben. @JohannesVarwick
Arno Gottschalk tweet media
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@Invictus1577019 Mit der Methodik und den Modellen von Insa hast Du dich noch nicht beschäftigt, oder?
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Christopher Pietsch
Christopher Pietsch@Invictus1577019·
Krass. Türkis-Blau wäre laut Umfrage von INSA die favorisierte Koalition für Deutschland. Was sagt Ihr dazu? Schreibt es doch in die Kommentare. #CDUCSU #AfD #Brandmauer
Christopher Pietsch tweet media
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Tim Haga
Tim Haga@HagaTim·
@joewagjoe @JonaSalKupper Da tun Sie den vielen hervorragenden Generalen und Admiralen der @bundeswehrInfo Unrecht. Bei der Auswahl der Dienstposteninhaber B6+ hat das BMVg in 70 Jahren fast immer ein glückliches Händchen gehabt.
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Joerg Helge Wagner
Joerg Helge Wagner@joewagjoe·
@JonaSalKupper War das nicht der Lieblingsverteidigungsangestellte von Kanzlerin Merkel, der dann zum Glück mit 59 den Rückzug in den vorgezogenen Ruhestand angetreten hat? Pfeife im Generalsrang - auch eine deutsche Tradition.
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Tim Haga retweetledi
Botschaft Israel
Botschaft Israel@IsraelinGermany·
Kunststudenten in Halle an der Saale fordern ihre Studentenvertretung auf, die Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinde der Stadt zu beenden. Normalerweise heisst es in diesem Milieu immer, dass zwar alle Israelis aus Uni verschwinden müssen aber Juden bleiben dürften – solange sie Israel ablehnen. Das ist natürlich immer eine Lüge. Denn der entfesselte Anti-Israel-Furor zielt immer auf alle Juden. Und die jüdischen Gemeinden im ganzen Land sind nicht bereit, den jüdischen Staat als Vorbedingung für Gespräche in Bausch und Bogen zu verurteilen. Insofern muss man den anonymen Kunststudenten dankbar sein. Sie sprechen aus, was andere nur insgeheim denken: dass sie keine Juden an ihren Unis haben wollen. Das vereinfacht die Arbeit der Sicherheitsbehörden. #google_vignette" target="_blank" rel="nofollow noopener">dubisthalle.de/hasserfuellte-…
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