HAWAR.help

11.6K posts

HAWAR.help banner
HAWAR.help

HAWAR.help

@HawarHelp

A Human Rights Organization. Projects & Advocacy in and for Germany, Iraq, Syria, Afghanistan, and Iran.

Berlin, Deutschland Katılım Mayıs 2017
1.3K Takip Edilen6K Takipçiler
HAWAR.help retweetledi
Düzen Tekkal
Düzen Tekkal@DuezenTekkal·
Aliya hat ihren Peinigern an fünf Gerichtsterminen in München ins Gesicht geblickt und gegen sie als Zeugin ausgesagt. Von Ikhlas wurde eine Aussage per Video vor Gericht gehört. Wie viel Mut und Kraft muss es sie gekostet haben, die Verbrechen zu schildern, die ihnen angetan wurden? Aliya und Ikhlas, zwei JesidInnen, damals 12 und 5 Jahre alt, mussten Versklavung, Schläge, Demütigung und Vergewaltigung durch ein IS-Ehepaar erdulden. Nur weil sie Jesidinnen sind. Ihre TäterInnen wurden heute vom in Müchen vom Oberlandesgericht verurteilt. Aliya saß den Tätern gegenüber, als Gerechtigkeit gesprochen wurde. Ein Stück Gerechtigkeit durch eines der wenigen Verfahren weltweit, die den Genozid an den Jesiden verhandeln: Lebenslänglich für den IS-Anhänger Twana H.S. (45). Asia R.A. (heute Anfang 30), seine Ex-Frau, erhält eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren. Das Gericht sieht es als erweisen an: Sie haben sich ab 2015 am #Genozid an den Jesiden beteiligt. Sie kauften die 5-jährige Ikhlas auf einem Sklavenmarkt des IS, zwei Jahre später dann die ältere Aliya. Diese Gerichtsprozesse sind immens wichtig. Sie zeigen, dass wir Islamismus keinen Fußbreit gewähren dürfen. Wenn IS-Täter vor Gericht kommen, muss immer auch ergründet werden, ob eine Beteiligung am Genozid vorliegt. Das wurde im Münchner Verfahren geleistet: Twana H.S. war bereits 2019 u.a. wegen Mitgliedschaft beim IS zu vier Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Nun kommt die lebenslange Strafe für Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit hinzu. Der Verurteilte hatte seit 2002 in Deutschland gelebt und in der Münchner Salafistenszene verkehrt, bis er sich 2015 dem IS anschloss. Der Prozess in München erinnert uns an die Verantwortung, die wir haben. Islamismus bekämpfen, Betroffene schützen! Auch wenn die Wunden der Überlebenden wohl nie ganz verheilen: Jedes Gerichtsurteil ist ein Akt, der ihnen versichert, dass die Welt ihre Täter nicht straffrei ausgehen lässt. Mit @HawarHelp werden wir uns weiter dafür einsetzen, dass den Opfern des Genozids Gerechtigkeit widerfährt. Was wir brauchen, sind noch viele weitere Prozesse wie den, der heute am OLG München zu Ende ging. #YazidiGenocide
Deutsch
19
208
888
12K
HAWAR.help
HAWAR.help@HawarHelp·
Die jesidische Gemeinschaft muss Gerechtigkeit für die Taten, die ihnen angetan wurden, erlangen. Prozesse wie der von Twana H.S. u. Asia R.A. können einen kleinen Teil dazu beitragen – auch wenn keine Strafe diese Taten wieder gut machen u. die Traumata nie verheilen können.
Deutsch
0
0
2
55
HAWAR.help
HAWAR.help@HawarHelp·
háwar.help wurde auf der Asche des Genozids an den Jesiden gegründet. Wir setzen uns für die juristische Verfolgung von IS-Täter:innen ein, insbesondere in Anbetracht der religions- u. geschlechtsspezifischen Verfolgung, den die Jesiden durch den IS ausgesetzt waren.
HAWAR.help tweet media
Deutsch
1
0
2
61
HAWAR.help
HAWAR.help@HawarHelp·
CN: (sexuelle) Gewalt, Völkermord Heute fiel das Urteil im Prozess gegen die IS-Anhänger Twana H.S. und seine Ehefrau Asia R.A. vor dem Oberlandesgericht München.
HAWAR.help tweet media
Deutsch
2
2
9
315
HAWAR.help retweetledi
Düzen Tekkal
Düzen Tekkal@DuezenTekkal·
Trina Mansoor war noch ein Kind, als sie vor den Taliban in Afghanistan nach Europa floh. Ohne ihre Eltern. Denn sie wurden vom ersten Taliban-Regime ermordet. Bis heute setzt Trina sich für Frieden in ihrem Heimatland und für die Freiheit der Menschen ein. Dass die Deutsche Bundesregierung dies nicht tut, sondern stattdessen den Taliban Brücken nach Deutschland, Europa und der Welt baut, ist für sie der Gipfel des Verrats. Kürzlich wurde bekannt, dass vier weitere Taliban-Vertreter in den afghanischen Botschaften in Deutschland Dienst tun sollen, damit noch einfacher Menschen nach Taliban-Afghanistan abgeschoben werden können. Währenddessen erhalten die Taliban über die Server der Botschaften Zugang zu sensiblen Daten von Millionen von Exil-AfghanInnen in Europa. Allein dies ist ein enormes Sicherheitsrisiko! Abgesehen davon, dass sich weitere Spionage-Möglichkeiten für die Islamisten bieten, wenn sie Zugang zu diplomatischer Infrastruktur in Deutschland haben. Die Zustände vor Ort in Afghanistan sind katastrophal, insbesondere für Frauen: Die Taliban haben ein Geschlechter-Apartheid-Regime eingeführt, das Frauen weitgehend aus der Öffentlichkeit verbannt, sie männlicher Vormundschaft und einer rigiden Kleiderordnung unterwirft. Mädchen ist der Schulbesuch ab der 6. Klasse verwehrt. Wer gegen die Vorschriften verstößt, muss Folter und Gefängnis fürchten. Wir werden nicht leise sein: Schluss mit der Hofierung von Islamisten! Schluss mit der Taliban-Herrschaft in Afghanistan! Freiheit für alle AfghanInnen! @HawarHelp
Deutsch
19
134
428
8.6K
HAWAR.help
HAWAR.help@HawarHelp·
In der Anklageschrift ist vermerkt: „Zu den ausdrücklich erklärten und offen propagierten Zielen des IS zählte unter anderem die vollständige Vernichtung des Jesidentums.“
HAWAR.help tweet media
Deutsch
0
0
0
6
HAWAR.help
HAWAR.help@HawarHelp·
Eine der Jesidinnen schloss sich dem Verfahren als Nebenklägerin an und sagte im Prozess aus – eine unglaublich mutige Entscheidung. Vertreten wurde sie von den Strafverteidigerinnen Natalie von Wistinghausen und Sonka Mehner.
HAWAR.help tweet media
Deutsch
1
0
0
11