JackONeill
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JackONeill
@OnelegSquirrel
Blau ist die Hoffnung! Nur selber denken macht schlau Richtig informiert ! https://t.co/dtUeA5eTpG Wird meine Meinungsfreiheit bedroht, redet ihr mit meinem Anwalt



















Hätte »Ben ungeskripted« aus meiner Sicht im Interview mit Höcke kritischer sein können? Zweifellos. Wenn ein AfD-Politiker wie Höcke sagt, es gebe »nur einen Schuss«, um Deutschland zu retten, würde man gerne wissen, was genau damit gemeint ist – und was passiert, wenn dieser Schuss nicht genutzt wird. Wie könnte eine deutsche Erinnerungskultur fernab von »Schuldkult« aussehen? Hätte ich andere Schwerpunkte gesetzt? Freilich. Wie will Höcke Wähler in Westdeutschland überzeugen, die ihn oftmals (allein habituell) ablehnen? Was bedeutet eine Abkehr Deutschlands vom Westen, Israel und den USA sicherheitspolitisch? Aber: Ben ist kein klassischer Journalist, sondern YouTuber und Interviewer, und Manöverkritik bei solchem einem Interview fällt ja auch irgendwie immer leicht. Ich finde etwas anderes bemerkenswert: Das viereinhalb Stunden lange Gespräch mit Björn Höcke erreicht nach nicht einmal 24 Stunden 1,5 Millionen Views und 120.000 Daumen hoch. Darin zeigt sich im Kern ein größeres mediales Versagen: Es gibt ganz offensichtlich eine enorme Nachfrage nach Gesprächen auf Augenhöhe mit dämonisierten Politikern (Höcke ist der Inbegriff davon), und zwar nach Gesprächen, in denen der Fragesteller (der übrigens erst kürzlich Jan van Aken und den Vater von Maja T. interviewt hat) nicht ständig ins Wort fällt und jede Aussage sofort einordnet. Man kann das Interview also kritisieren – manche Reaktionen darauf sind sehr zartbesaitet (Höcke darf schließlich alles ausbreiten, was ihn beschäftigt – warum sollte man das nicht kritisieren dürfen?) –, doch im Kern lebt solch ein Gespräch von Interesse und Unvoreingenommenheit, und beides kommt in dem Interview durch. Solche unverstellten Long-Format-Interviews, die in den USA schon längst Schule gemacht haben, sollten a) deutlich öfter stattfinden, b) in den Leitmedien wie »Spiegel«, »ZEIT« und »WELT« sowie bei ARD und ZDF geführt werden, und c) zu echten Streitgesprächen erweitert werden. Sie sollten Schule machen, weil sie echten Mehrwert bieten und die journalistische Grundtugend der Neugier ernst nehmen. Ich finde sie deutlich spannender als die dauernd belehrenden und einordnenden Kurzvideos in Politmagazinen sowie Prime-Time-Talkshows, die letztlich reine Simulation von Debatte sind. Das galt für Krah bei Tilo Jung – und es gilt für Höcke bei Ben. Mehr davon, bitte. youtube.com/watch?v=VO3QuF…
























Wer „den aktuellen deutschen Staat“ beleidigt, soll bestraft werden, fordert die AfD Sachsen-Anhalt. Noch ein bisserl weniger Meinungsfreiheit ist ganz bestimmt genau das, was Deutschland noch gefehlt hat welt.de/debatte/plus69…





