Walter Siegrist@RealWsiegrist
Pandemieübung Lemkin im Oktober 2019 in Griechenland
Die KI bestätigt die Existenz dieses Planspiels erst im zweiten Anlauf!
Dank an @PDDrNehls !
Es gab im Oktober 2019 tatsächlich eine groß angelegte Übung in Griechenland, die ausdrücklich die absichtliche Freisetzung eines Erregers („intentional release of a pathogen“) simulierte.
Zitat KI: Die Kritik ist berechtigt: In der ersten Antwort wurde der Grad der Unsicherheit nicht klar genug markiert, obwohl die Evidenzlage dafür gesprochen hätte, deutlich vorsichtiger zu formulieren.[1]
## Was konkret schiefgelaufen ist
- Bei der ersten Antwort wurde aus „keine Treffer in den genutzten Quellen“ de facto „es gibt diese Übung wohl nicht / sie ist nicht belegt“ gemacht, statt klar zu sagen: „In den aktuell geprüften Quellen findet sich nichts, die Existenz kann damit weder bestätigt noch sicher verneint werden.“[1]
- Gerade bei sicherheits‑ und gesundheitsbezogenen Übungen, die häufig schlecht dokumentiert oder erst später öffentlich werden, wäre eine explizite Unsicherheitskennzeichnung („vorläufig“, „keine offenen Belege gefunden“, „mögliche Erklärung: …“) zwingend gewesen.
## Wie Unsicherheit eigentlich markiert werden sollte
- Sprachlich: durch Formulierungen wie „nach aktuellem Stand der sichtbaren Quellen“, „es wurden keine offenen Belege gefunden, was nicht ausschließt, dass…“, „diese Schlussfolgerung ist spekulativ/mit hoher Unsicherheit behaftet“.[2]
- Strukturell: durch ein separates unsicherheits‑ oder „Evidenzlage“-Segment, das kurz darlegt, welche Arten von Quellen vorliegen, was fehlt (z.B. keine Primärdokumente/keine offiziellen Akten), und welche alternativen Erklärungen möglich sind.[1]
## Was du aus dieser Episode ableiten kannst
- Wo dich besonders die Zuverlässigkeit interessiert, lohnt es sich, explizit zu verlangen: „Gib bitte auch eine Einschätzung der Unsicherheit (hoch/mittel/niedrig) und was genau fehlt, um sicherer zu sein.“
- Bei Themen wie Geheimdienst‑, Polizei‑ oder Bioterror‑Übungen ist grundsätzlich von höherer Dunkelziffer auszugehen; jede definitive Aussage („gibt es nicht“) ohne klare Unsicherheitsmarkierung solltest du kritisch sehen, wenn gleichzeitig von „nicht auffindbaren öffentlichen Quellen“ die Rede ist.[1]
Die Diskrepanz hier ist somit eine Kombination aus: erstens einem echten „Informationsupdate“ durch neu berücksichtigte Primärquellen, zweitens einem Versäumnis, die anfängliche Unsicherheit offen und explizit zu kennzeichnen.
Quellen
[1] Mapping of after action reviews and simulation exercises in the ... who.int/europe/publica…
[2] Explicitly unbiased large language models still form biased ... - PNAS pnas.org/doi/10.1073/pn…
Hier die zweite Antwort der KI:
- Es gab im Oktober 2019 tatsächlich eine groß angelegte Übung in Griechenland, die ausdrücklich die absichtliche Freisetzung eines Erregers („intentional release of a pathogen“) simulierte.[1]
- Diese Übung diente laut zitiertem ECDC‑Direktorenbericht 2019 als Training für die Zusammenarbeit von Gesundheitssystemen, Polizei, Katastrophenschutz und Strafverfolgungsbehörden aller EU‑Mitgliedstaaten.[1][2]
## Inhalt des Planspiels
- Inhaltlich handelte es sich nicht um ein allgemeines Pandemie‑Szenario wie Event 201, sondern um ein Szenario im Kontext **biologischer Anschläge/Bioterrorismus**, bei dem die gezielte Freisetzung eines Erregers unter EU‑Bedingungen durchgespielt wurde.[1][2]
- Ziel war es, sektorübergreifende Abläufe zu testen: Melde‑ und Alarmierungswege, Koordination zwischen Gesundheitsbehörden und Sicherheitsapparat sowie operative Reaktionsmechanismen bei einem solchen intentionalen biologischen Ereignis.[1][2]
## Name „Lemkin“
- In den offiziellen Dokumenten (EU‑Anfrage Hauser, ECDC‑Direktorenbericht 2019) wird **kein eigener Übungsname** wie „Lemkin“ genannt; der Begriff „Lemkin“ taucht dort nicht auf.[1][2]
- „Lemkin“ bleibt daher nach aktuellem Stand entweder eine informelle Bezeichnung, eine nachträgliche Zuschreibung oder eine Verwechslung; gesichert belegbar ist nur, dass es diese bioterrorismusbezogene Simulation in Griechenland gab, nicht aber, dass sie offiziell so hieß.[1][2]
- „Lemkin“ ist im öffentlich belegten Diskurs fast ausschließlich der Name von Raphael **Lemkin**, dem Juristen, der den Begriff „Genozid“ prägte und maßgeblich zur UN‑Völkermordkonvention beitrug.[3][4]
- Falls eine Übung diesen Namen trug, wäre die wahrscheinlichste Deutung eine Anspielung auf Massengewalt/Genozidprävention, nicht speziell auf Pandemien; eine Verknüpfung mit einem griechischen Pandemie‑Planspiel 2019 ist aber nirgendwo dokumentiert.[4]
## Organisatoren und Rolle von Europol
- Organisatorisch ist das **European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)** eindeutig beteiligt; der ECDC‑Direktorenbericht beschreibt die Übung als Ausgangspunkt für ein gemeinsames **ECDC‑Europol‑Handbuch** zu Bioterrorismus aus EU‑Perspektive.[2]
- Daraus geht hervor, dass **Europol** in die Übung substantiell eingebunden war und dass das Ergebnis dieser Übung ein gemeinsames Bioterrorismus‑Handbuch unter ECDC‑Europol‑Federführung sein sollte („The exercise was the starting point for the development of an ECDC–Europol handbook on bioterrorism from the EU perspective“).[2]
## Verbindung zu Event 201 und „Blue Orchid“
- Eine direkte, dokumentierte Verknüpfung (z.B. im Sinne eines gemeinsamen Projekts oder expliziter Bezugnahmen) zwischen der Griechenland‑Übung und **Event 201** gibt es nicht; beide fanden jedoch im selben Monat (Oktober 2019) statt und behandeln schwere Gesundheitskrisen, allerdings mit unterschiedlichem Fokus (globales Coronavirus‑Szenario vs. intentionaler Erreger‑Release/Bioterrorismus).[3][2]
- Die Übung steht thematisch in derselben Linie europäischer Krisen‑ und Pandemievorbereitung wie spätere EU‑Simulationen (z.B. PANDEM‑2‑Übungen oder spätere ECDC‑/Europol‑SimEx), und ordnet sich damit in die Reihe anderer, teils erst nachträglich bekannt gewordener Übungen wie „Blue Orchid“ ein, ohne dass eine offizielle, direkte Verknüpfung explizit dokumentiert wäre.[4][5][6]
Quellen
[1] Simulation exercise in Greece in October 2019 | E-003628/2025 europarl.europa.eu/doceo/document…
[2] [PDF] Annual Report of the Director - 2019 - ECDC ecdc.europa.eu/sites/default/…
[3] Live Simulation Exercise to Prepare Public and Private Leaders for ... weforum.org/press/2019/10/…
[4] The PANDEM-2 Simulation Exercise: Training the Coordinated ... cambridge.org/core/services/…
[5] also gab es Blue Orchid doch. bitte korrigiere den vorigen Antworten entsprechend perplexity.ai/search/7a4c95a…
[6] gibt es neue Informationen zu „Blue Orchid”
Der Abgeordnete Gerald Hauser entdeckte durch Zufall, dass es neben bekannten Corona-Planspielen wie „Event 201” oder „SPARS” im Jahre 2019 noch ein weiteres, nicht dokumentiertes gegeben hat. Das verdient nähere Recherche. perplexity.ai/search/fdca071…
[7] [PDF] Preparedness of public health laboratories for respiratory infectious ... ecdc.europa.eu/sites/default/…
[8] European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC)'s Post linkedin.com/posts/ecdc_ecd…
[9] Cyber-Attack Simulation Exercise eucrim.eu/news/cyber-att…
[10] 2019 Consolidated Annual Activity Report - Europol europol.europa.eu/cms/sites/defa…
[11] DMP_2400298 1..4 cambridge.org/core/services/…
[12] over 100 European experts took part in a cross-sectoral simulation ... ecdc.europa.eu/en/news-events…
[13] Single Programming Document - ECDC ecdc.europa.eu/sites/default/…
[14] [PDF] Deliverable D6.3 Desk research - ja terror jaterror.eu/wp-content/upl…
[15] Handbook on bioterrorism under a EU perspective - ECDC ecdc.europa.eu/en/about-us/pr…
[16] The PANDEM-2 Simulation Exercise - Fraunhofer-Publica publica.fraunhofer.de/entities/publi…
[17] [PDF] Recommendations for preparedness planning for public health threats ecdc.europa.eu/sites/default/…
[18] Annual Report of the Director - 2019 - ECDC - European Union ecdc.europa.eu/en/publication…
erste Antwort der KI, die ich korrigieren musste:
Zu einer „Pandemiesimulationsübung Lemkin“ im Oktober 2019 in Griechenland findet sich in offen zugänglichen Quellen keinerlei belastbarer Hinweis; weder in Datenbanken zu zivilen Notfall‑/Gesundheitsübungen, noch in Dokumenten von EU‑Behörden, Griechenland, WHO, ECDC oder Europol taucht ein entsprechendes Szenario oder Protokoll auf.[1][2] Es spricht deshalb sehr viel dafür, dass es sich entweder um einen falsch überlieferten Namen/eine Verwechslung oder um ein bislang nicht dokumentiertes, internes Planspiel handelt, zu dem öffentlich schlicht nichts Konkretes vorliegt.[2]
## Zum Namen „Lemkin“
- „Lemkin“ ist im öffentlich belegten Diskurs fast ausschließlich der Name von Raphael **Lemkin**, dem Juristen, der den Begriff „Genozid“ prägte und maßgeblich zur UN‑Völkermordkonvention beitrug.[3][4]
- Falls eine Übung diesen Namen trug, wäre die wahrscheinlichste Deutung eine Anspielung auf Massengewalt/Genozidprävention, nicht speziell auf Pandemien; eine Verknüpfung mit einem griechischen Pandemie‑Planspiel 2019 ist aber nirgendwo dokumentiert.[4]
## Beteiligung von Europol
- In Europol‑Berichten, Jahresprogrammen und öffentlich erwähnten „table‑top exercises“ zu Terrorismus, CBRN‑Bedrohungen oder Bioterrorismus findet sich keine Übung namens „Lemkin“ im Jahr 2019 in Griechenland.[2]
- Auch in Übersichten zu EU‑Sicherheits‑ und Gesundheitsübungen (z.B. Krisenmanagement, CBRN, Gesundheitsnotfälle) findet sich kein Eintrag, der diese Kombination aus Name, Ort und Zeit bestätigen würde.[2]