Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)

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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)

@SturmLotte

HobbyPhilosophin, Gewalt ablehnende Selbstdenkerin, Pro-ECHTE-Toleranz-online-Aktivistin, Heuchelei-Allergikerin, Demokratie-Lover, gebranntes Kind

Katılım Ocak 2023
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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)
@MrLarsX Notwendige Rücksicht birgt naturgemäß ein gewisses Konfliktpotenzial - insbesondere weil bzw. wenn sie mehr aus der Notwendigkeit heraus als aus freien Stücken erfolgt. Unfair wird es dann, wenn vermeintliche Gerechtigkeit tatsächliche Notwendigkeit übergeht.
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Lars
Lars@MrLarsX·
Der Satz ist hart, aber ich verstehe, worauf du hinauswillst. Viele reden so, als sei Ferienurlaub ein Bonus für Eltern, obwohl es für viele eher eine enge Notlösung ist und das eigentliche Privileg oft wirklich darin liegt, zeitlich freier zu sein. Genau an der Stelle kippt die Debatte aber auch schnell, weil aus Druck auf der einen Seite ein Dauer-Nachteil für andere wird. Wo siehst du selbst den Punkt, an dem notwendige Rücksicht unfair wird?
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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)
@MrLarsX Für mich wäre dabei die Umsetzbarkeit der Dreh- u. Angelpunkt. Der nächste Punkt wäre Verhältnismäßigkeit und nicht z.B. ein subjektives, pauschales Ungerechtigkeitsempfinden, was ich hier in einigen Beiträgen wahrnehme.
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Lars
Lars@MrLarsX·
Ich glaube, genau an dem Punkt kommen wir uns schon näher. Dass diese Form von Notwendigkeit zählt, stelle ich gar nicht in Abrede. Für mich wird es erst dann schwierig, wenn aus „muss berücksichtigt werden“ still ein automatischer Vorrang wird, ohne dass die anderen realen Bindungen überhaupt noch mit auf den Tisch kommen. Vielleicht ist die eigentliche Frage am Ende gar nicht Eltern gegen Kinderlose, sondern wie man Notwendigkeiten fair abwägt, ohne dass dieselben immer verlieren. Wie würde für dich so ein Abwägen konkret aussehen?
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Lars
Lars@MrLarsX·
Sie hat gekündigt. Nicht wegen dem Chef. Nicht wegen dem Gehalt. Wegen dem Urlaubsplan. Das Unternehmen war stolz darauf, familienfreundlich zu sein. Haben Mütter eingestellt, auch Alleinerziehende. Haben das auch wirklich gelebt. Seit Jahren derselbe Ablauf. Anfang Januar ging der Urlaubsplan rum. Die Kollegen mit Kindern haben zuerst eingetragen. Schulferien, Weihnachten, Ostern, Sommerferien. Was übrig blieb, war ihres. Sie hat nie groß was gesagt. Hat sich jedes Jahr hinten angestellt. Dann hat sie einen Mann kennengelernt. Sein Unternehmen hat Betriebsferien. Weihnachten, Ostern, Sommerferien. Er kann nur zu diesen Zeiten seine Urlaube planen. Keine Wahl. Ein Jahr haben sie keinen gemeinsamen Urlaub gemacht. Dieses Jahr wollten sie das endlich ändern. Sie hat ihre Kollegin gefragt, ob sie tauschen können. Die hat sie angeschaut, als hätte sie etwas Unverschämtes gesagt. Die Kinder seien in der Schule. Sie könne nicht einfach außerhalb der Ferien weg. Sie hat gefragt, ob sie wenigstens diesen Sommer Vorrang haben könnte. Eine hat gesagt, Schulferien seien nicht verhandelbar wenn man Kinder hat. Eine andere hat gesagt, Kinder warten nicht bis es ihr passt. Der Chef hat sich rausgehalten. Sie sollen das untereinander klären. Sie hat zum ersten Mal laut gesagt, was sie denkt. Dass sie sich seit Jahren hinten anstellt. Dass ihre Zeit genauso zählt. Keine Kinder zu haben war ihre Entscheidung. Aber dafür nie in den Urlaub fahren zu können, war es nicht. Der Satz hat die Stimmung im Büro für Wochen vergiftet. Die einen haben sich verletzt gefühlt, weil sie das Gefühl hatten, für ihre Kinder bestraft zu werden. Sie hat sich verletzt gefühlt, weil sie das Gefühl hatte, für ihr Leben bestraft zu werden. Sie hat noch drei Monate gearbeitet. Dann war sie weg. Sie hat eine neue Stelle. Besseres Gehalt. Und diesen Sommer fliegen sie endlich zusammen weg.
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Der rosarote Panzer
Der rosarote Panzer@RosarotePanzer·
Beschreibe, was du hier siehst, mit maximal 3 Worten
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Simone Lehmann
Simone Lehmann@lehmann_75·
@isnknaller @MrLarsX Eigentlich ist es ja sogar ein Vorteil, nicht in den Ferien reisen zu müssen, alleine schon ein finanzieller. Aber wie auch immer, es muss fair für alle sein.
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@isnknaller @MrLarsX Wer ist denn eigentlich tatsächlich schlechter gestellt? Eltern, die (von vornherein! gar) nicht außerhalb der Ferien Urlaub machen KÖNNEN oder Kinderlose, die nicht innerhalb der Ferien Urlaub machen "dürfen"?
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boosterschaf🪬
boosterschaf🪬@isnknaller·
@MrLarsX Bin Arbeitgeberin. Völlig klar, in den Ferien haben die mit Kindern Vorrang. ABER: das gilt explizit nicht für jedes Jahr! Es ist verboten, Mitarbeiter ohne Kinder permanent schlechter zu stellen
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ddwezhdkkf
ddwezhdkkf@ddwezhdkkf·
@SturmLotte @MrLarsX Ja, was denn auch sonst als ego-vergiftet. Wie deine Ablassungen hier. Genauso. Kostenlose Bildung. Nicht ausgesucht. Wenn du deine Brut bilden selber müßtest - gute Nacht aber auch. Sowas von fertig.
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@ddwezhdkkf @MrLarsX Der Unterschied ist die unverhandelbare Aufsichtspflicht, die Eltern obliegt. Dennoch finde ich schon, dass definitiv auch auf von dir genannte Gegebenheiten Rücksicht genommen werden sollte. Nur KÖNNEN das Eltern oftmals einfach nicht, s.o.
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ddwezhdkkf
ddwezhdkkf@ddwezhdkkf·
@SturmLotte @MrLarsX Und für Lehrkräfte, Hochschul-/Unipersonal, in Firmen/Büros/Praxen… mit Betriebsferien ist das inwiefern anders? Die Diskussion ist soooo sinnlos. Mich wundert nichts mehr und es macht nur müde.
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@ddwezhdkkf @MrLarsX Wenn du es als "ego-vergiftete" Verhältnisse einstufst, dass Eltern auf Urlaub in den Ferien ANGEWIESEN sind, um ihrer Aufsichtspflicht nachzukommen, u./o. Familienurlaub zu machen, wegen einer Schulpflicht, die sie sich nicht ausgesucht haben-okay, dann sind wir hier fertig. ✌🏼
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ddwezhdkkf
ddwezhdkkf@ddwezhdkkf·
@SturmLotte @MrLarsX Kinderfreie MÜSSEN das dann im umgekehrten Fall eben auch, wie man am Beispiel sehr gut sieht, weil es eben auf Dauer nicht möglich ist, in solch ego-vergifteten Verhältnissen zu arbeiten.
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@MrLarsX Umsetzbar ist eine Variante z.B. dann nicht, wenn Eltern ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkommen können. Eltern haben sich für Kinder entschieden, ja, nicht aber z.B. für die Schulpflicht in der bestehenden Form.
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Lars
Lars@MrLarsX·
Ich finde genau diesen Gedanken schwierig! Dass für alle ohne schulpflichtige Kinder die Situation angeblich immer änderbar sei. Ein Jobwechsel, ein Partner mit Betriebsferien, Pflege von Angehörigen oder andere feste Bindungen sind ja nicht automatisch „frei verschiebbar“, nur weil keine Schulkinder da sind. Vielleicht liegt der eigentliche Knackpunkt darin, dass Notwendigkeiten unterschiedlich aussehen können und nicht nur eine Form davon zählen sollte. Wo würdest du da selbst die Grenze ziehen?
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@MrLarsX Ich stimme dir uneingeschränkt darin zu, dass nicht nur (diese) eine Form der Notwendigkeit zählen sollte. Aber diese eine Form der Notwendigkeit muss zählen, von mir aus neben anderen. Letztlich muss abgewogen werden, das allerdings stets mit dem Ergebnis umsetzbarer Varianten.
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@ddwezhdkkf @MrLarsX Im Übrigen ändert ein Jobwechsel nichts an der Situation, als Eltern auf Urlaub innerhalb der Ferien angewiesen zu sein - das nämlich ist der für Eltern unveränderbare Ausgangspunkt.
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ddwezhdkkf
ddwezhdkkf@ddwezhdkkf·
@SturmLotte @MrLarsX Den Job können ja auch „Eltern“ wechseln, wenn es ihnen nicht paßt, wenn Kinderfreie gleichberechtigt in den Ferienzeiten Urlaub nehmen könnten und sie damit nicht klarkommen. Aber nein, das müssen dann immer die anderen. Was ist mit Lehrern? Sollen Taxi fahren. Schon klar.
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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)
@MrLarsX Der Unterschied ist, dass die Situation nicht änderbar ist, sobald schulpflichtige Kinder im Spiel sind. Für alle anderen ist die Situation stets änderbar - sei es letztlich durch einen Jobwechsel, den in deinem konkreten Beispiel ja vielleicht auch ER hätte vollziehen können. 🫶🏼
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Lars
Lars@MrLarsX·
Ich verstehe den Gedanken. Schwierig wird es für mich nur an dem Punkt, an dem aus Notwendigkeit ein dauerhafter Vorrang für dieselben Menschen wird und andere Lebensrealitäten gar nicht mehr vorkommen. Wie würdest du das fair lösen, wenn mehrere gleichzeitig etwas brauchen, das sich nicht verschieben lässt?
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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)
Gibt es im Bereich Konversation eigentlich etwas Öderes als Small Talk? Ja: Small Talk per WhatsApp. Werde ich NEVER EVER verstehen! 🙄🥱 #SmallTalk
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Mona bellt™
Mona bellt™@MonaBellt·
@MrLarsX Ich erlebe Eltern oft als furchtbar egoistisch. Da kommen zuerst die eigenen Kinder, dann sie selber und dann lange niemand. Wieso eigentlich?
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Lottes Hexenkessel (Lotte Sturm)
Im gegenwärtigen deutschen Schulsystem nehme ich Schule als völlig unverhältnismäßigen Übergriff -in Form einer drastischen Minimierung der Selbstbestimmung- auf das Privatleben von Familien wahr. #ichHASSEschule
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Das Problem, dass Menschen oft nicht unterscheiden können zwischen dem, was sie tatsächlich wissen und dem, was sie zu wissen glauben, ist ein viel größeres Problem als viele glauben. #Wissen #Glauben
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@jessieTsaneikk @iz2late Wenn du von der Gesellschaft als Opfer anerkannt werden möchtest, musst du den allgemeinen Opfer-Verhaltens-Vorstellungen gerecht werden, sonst wird dir die Opferrolle halt einfach mal abgesprochen. Zieh dich zurück und mach dich klein, sonst kannst du kein Opfer sein. 🙄🙄🙄
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Jessie.....
Jessie.....@jessieTsaneikk·
Die Chronologie spricht eine deutliche Sprache: Nach angeblich zehn Jahren „virtueller Vergewaltigung“ durch Deepfakes und nicht-einvernehmliche Pornografie – ein Leid, das laut Selbstauskunft existenziell und traumatisierend war – tritt dieselbe Person nur wenige Monate später öffentlich als fröhlich-datingfreudige Single-Frau in Erscheinung, die die Vorzüge exklusiver Promi-Apps wie Raya lobt und sich sichtlich wohlfühlt in der digitalen Partnersuche. Wer jahrelang unter massiver digitaler sexualisierter Gewalt und Identitätsenteignung gelitten haben will, würde man intuitiv eher mit Rückzug, Misstrauen gegenüber digitalen Räumen, Schutzmaßnahmen und sichtbarer Erschöpfung rechnen – nicht mit einem nahtlosen Übergang in die nächste Phase aktiver, öffentlicher Online-Partnerwahl. Diese Diskrepanz zwischen behaupteter langjähriger schwerster Traumatisierung und der anschließenden demonstrativen Leichtigkeit im Umgang mit genau jenem Medium (dem Digitalen), in dem das Leid angeblich stattfand, wirft Fragen nach der Plausibilität und der tatsächlichen Schwere der subjektiven Belastung auf. Es bleibt der Eindruck einer selektiven Dramaturgie: Das Narrativ der „virtuellen Vergewaltigung“ wird maximal aufgeladen, um juristische, mediale und gesellschaftliche Resonanz zu erzeugen – während der Alltag danach bemerkenswert unberührt und sogar optimistisch-hedonistisch daherkommt. Wer wirklich zehn Jahre lang virtuell „vergewaltigt“ wurde, sucht danach vermutlich nicht freudig den nächsten Swipe-Partner – sondern erst einmal Sicherheit, Grenzen und Abstand vom digitalen Raum.
Jessie..... tweet mediaJessie..... tweet media
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