Stefan Jacobs 🇺🇦

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@Tagesspiegler

Berlin-Redakteur beim Tagesspiegel. Zuständig für Gas, Wasser, Sanitär, Wetter und Verkehr (Profilbild von @nome_home). Neuerdings https://t.co/Gr3ctrHV8q.

Katılım Ocak 2015
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Denis Trubetskoy
Denis Trubetskoy@denistrubetskoy·
Eigentlich verdient die Blinken-Angelegenheit auf den ersten und auf den zweiten Blick keine zwei längere Texte. Übermorgen wird sich niemand mehr daran erinnern. Doch es sind die unterschiedlichen Reaktion im Westen und in der Ukraine selbst, die doch nicht unwichtig sind. Es ist überhaupt kein Vorwurf: Niemand etwa in Berlin, wo sich das Leben in diesen 812 Tagen kaum veränderte, kann sich in unsere Gefühle völlig hineinversetzen. Aber es ist natürlich so, dass je länger dieser russische Wahnsinn weitergeht, desto stärker gehen die Wahrnehmungen auseinander. Das ist natürlich, unvermeidlich - und trotzdem möchte ich darauf noch einmal näher eingehen. Eine Art Konzept "Lebensfest statt russische Todeskult" hat in der Situation, die zwar sehr wenig mit dem üblichen medialen Doom and Gloom zu tun hat, und jedoch sehr schwierig ist, ist keinesfalls völlig falsch, hat aber unter aktuellen Umständen (neuer Frontabschnitt, verstärkter Beschuss, Energieprobleme, die Mobilisierung betrifft natürlicherweise nach 812 Tagen mehr Menschen ohne Militärhintergrund, niemand weiß genau zu 100 Prozent im Detail, wie das neue Wehrregistergesetz funktionieren wird usw usf) seine Grenzen. Blinken hat gestern eine richtig coole Sache mit seinem Abendessen mit Kuleba bei Vetarano Pizza, einer von Veteranen des Donbas-Krieges gegründete Kette, die primär Kriegsveteranen einstellt, gemacht. Das war super und genau das richtige Zeichen, welches leider nun komplett unterging. Der musikalische Auftritt bei einer Semi-Speakeasy mit einem durchschnittlichen Cocktailpreis von umgerechnet acht Euro (können sich nicht viele hier leisten) war aber schon grenzwertig. Ich gönne es jedem Ukrainer und jeder Ukrainerin, sich so weit es noch geht abzuschalten und den Rest des Normallebens zu genießen. Viele (aber bei weitem nicht alle) Soldaten, die ich kenne, sehen es ähnlich: Wir kämpfen nicht dafür, dass ihr 2+ Jahre lang permanent trauert. Mit Blinken ist es aber schon anders. Ich habe ihm persönlich ganz und gar nichts vorzuwerfen. Er ist jedoch nicht als Privatperson, sondern als Außenminister eines Landes unterwegs, dessen politische Krise hier etliche konkrete Menschenleben gekostet hat. Niemand muss für uns was unbedingt tun, niemand muss uns helfen, das ist klar - und die Ukrainer sind sehr dankbar dafür, dass es die US-Unterstützung überhaupt gibt. Gar keinen bitteren Geschmack hat hier aber gefühlt fast nur ein spezieller Teil der Menschen, der automatisch alles gut findet, was aus dem Westen kommt - und glaubt, dass wir bei wirklich jeder Gelegenheit applaudieren müssen, wenn jemand wie Blinken diese lange Flug- und Zugreise unternimmt. Es geht mir aber primär um etwas anderes. Während dieser Krieg auf die Menschen im Westen unverändert keinen allzu direkten Einfluss hat, ist es hier wirklich schon lange überhaupt nicht lustig (nicht, dass es jemals lustig war, versteht mich bitte nicht falsch an dieser Stelle). Alle Menschen stehen massiv unter Druck - manche mehr, manche weniger. Aber es ist halt wirklich schwierig gerade - für jede und für jeden. Nicht katastrophal, überhaupt nicht aussichtlos, aber es zieht sich halt und dieses Durchhalten ist mental extrem schwer, womit auch immer sich der konkrete Mensch beschäftigt. Wirklich glaubwürdig kann ich nur über meine eigenen Gefühle schreiben, was ich eigentlich als politischer Journalist, aber auch als jemand, dem es deutlich besser als sehr, sehr, sehr vielen Ukrainern geht, extrem ungerne tue. Und ich sage es euch trotzdem offen: Abgesehen von den ersten Wochen (das war halt ein Riesenschock und hat sich anders angefühlt) ist es die wohl schwierigste psychologische Phase, die ich jemals in meinem 31-jährigen Leben hatte. Dabei kann ich das zwar hier schreiben, jedoch mit kaum jemanden wirklich darüber reden: Ausländische Freunde und Kollegen würden es nie voll verstehen, was, wie gesagt, kein Vorwurf ist - und meinen hiesigen Freundeskreis werde ich mit meinem ordentlichen Finanzstand etc nie beschäftigen. Ich bin (Stand jetzt) nicht bei der Armee, anders als 2014/2015 kein wirklicher Binnenflüchtling mehr und mir hätte es den Umständen entsprechend rechtokay gehen sollen. Aber alleine die Unmöglichkeit, darüber zu reden, macht es schon kompliziert. Vor allem aber: Wenn du über zwei Jahre lang ohne Unterbrechung arbeitest, ständig alle Nachrichtenkanäle verfolgst, mit Soldaten sprichts, eine Art Urlaub überhaupt nicht in Frage kommt und kein Ende in Sicht ist, ist es halt, na ja, schwierig. Zumal es hier natürlich weiterhin Menschen gibt (ich denke, nicht viele, aber trotzdem), dass es irgendwie schon irgendwann okay wird: Wir haben doch so lange bereits durchgehalten und es kann nicht komplett schief gehen. Meine Sicht ist eine etwas andere. Ich bin davon überzeugt, dass Russland seine wirklichen Kriegsziele nicht erreichen wird. Und ich glaube fest daran, dass es einen realistischen Weg gibt, um Russland zu stoppen und eventuell an einigen Frontabschnitten gar zurückzuschlagen (wer meine Beiträge aufmerksam liest, weiß, dass meine Meinung dazu an vielen Stellen - also Möglichkeitsfenster für einen vorbedingungslosen Waffenstillstand erst ab zweiter Hälfte von 2025 usw - mit der vom HUR-Vertreter Skibizkij an manch einer Stelle durchaus übereinstimmt). Gesetzt ist das aber nicht. Die US-Wahl ist trotz des Hochfahrens der Munitionsproduktion ein offensichtliches Risiko. Jedoch ist es halt leider auch so, dass Russland aus seinen Fehlern lernt. Die Ernennung von Beloussow zum neuen Verteidigungsminister ist ein deutliches Zeichen. Wir wissen nicht, ob er seinen Job in der Praxis gut macht. Diese Personalentscheidung jedoch die russische Ausrichtung, die für uns hier vorerst nicht besonders gut erscheint. Jede einzelne Ukrainerin und jeder einzelne Ukrainer hat eigene, teils unterschiedliche, teils ähnliche, Sorgen. Ich habe meine geschildert, weil es mir, wie gesagt, am Glaubwürdigsten erscheint, darüber zu schreiben. Aber es geht so vielen Menschen so deutlich schlechter. Und dann kommt Blinken und singt an einer schicken Bar. Ich nehme sowas schon locker im Vergleich zu einigen anderen wahr, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich selbst gar nicht getriggert hat. Was will ich denn damit überhaupt sagen? Im Prinzip nur eines, und es geht mir eigentlich überhaupt nicht um Blinken: Trotz des überzogenen Doom and Glooms in westlichen Medien blicken einige auf die Ereignisse hier weiterhin jetzt nicht wie auf eine Show, das nicht, aber nehmen sie doch ziemlich locker wahr. Wie gesagt, kein Vorwurf: Man wird auf diesen Krieg nie durch ukrainische Brille schauen können. Verliert aber bitte nicht aus den Augen, dass es wirklich ein Riesenscheiß ist, der hier seit 812 Tagen stattfindet - und kein Ende in sich ist, weil Wladimir Putin keine Absicht hat, diesen Wahnsinn in absehbarer Zeit zu stoppen.
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Julius Betschka
Julius Betschka@JuliusBetschka·
Möchte das angespannte Ost-West-Verhältnis nicht zusätzlich belasten, aber jede Wahrheit braucht halt einen Mutigen, der sie ausspricht: Ostseeinseln 🏖️ >>> Nordseeinseln 🤧
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Christian Latz
Christian Latz@ChristianLatz_·
Ciao Palermo! Bis bald, Berlin
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Tagesspiegel
Tagesspiegel@Tagesspiegel·
In eigener Sache. Der neue Tagesspiegel ist Europas Regionalzeitung des Jahres! Und nicht nur das. Neben dem Hauptpreis wurden wir in fünf weiteren, digitalen Kategorien für den Umgang mit Infografiken und digitalem Storytelling ausgezeichnet. tagesspiegel.de/gesellschaft/m…
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
@amrollbia @GRM_Berlin @biesdorfer83 @Tagesspiegel Haben wir intern diskutiert und für ok befunden - zum einen sind Schlagzeilen nicht beliebig verlängerbar, zum anderen ist auch ein Risiko für unaufmerksame Menschen ein Risiko. Dass es i.d.R. nicht am Fahrpersonal liegt, steht klar im Text.
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David Hartmann
David Hartmann@dvd_hrtmnn·
Die Lösungen für mehr Verkehrssicherheit liegen alle auf dem Tisch - sie müssen endlich umgesetzt werden! #VisionZero
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
@Poliauwei @TspCheckpoint Na ja, wenn die Polizei im Januar und Februar noch je 700 Anzeigen schafft und seit April nur noch ca. 30, dann darf man das als Journalist schon mal "raushauen".
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Polizeibeobachter 🌳🐘
Polizeibeobachter 🌳🐘@Poliauwei·
@TspCheckpoint Lieber @Tagesspiegler , vielleicht sollte man sich erstmal über gewisse Hintergründe informieren, bevor man so einen Artikel raushaut, der uU nur weiteren Schaden anrichten kann und damit nur den Falschparkern nützt.
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
Keine Verbote, mehr grüne Wellen, "gute Radwege" auch in den Randbezirken, aber möglichst nicht auf der Fahrbahn - und bei alledem die Flugtaxis nicht aus den Augen verlieren: Manja Schreiners Vision vom Berliner Verkehr der Zukunft. tagesspiegel.de/berlin/hochbor…
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
Super sparsame elektrische Schnellfähren ohne Wellenschlag? Interessieren die Berliner Verwaltung nicht, und die BVG findet's eh doof. Nur ein prominenter Lokalpolitiker unterstützt die Idee. (T+) tagesspiegel.de/berlin/rasende…
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Tagesspiegel Checkpoint
Tagesspiegel Checkpoint@TspCheckpoint·
„Klientelpolitik für den Autoverkehr widerspricht dem Koalitionsvertrag“: Verkehrspolitiker Tino Schopf (SPD) kritisiert die CDU. Deren Mobilitätskonzept sei nicht zustimmungsfähig. Besonders ein Vorhaben konterkariere die eigentliche Agenda von Kai Wegner.checkpoint.tagesspiegel.de/langmeldung/6k…
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
@ChaWiBiker Das stimmt, aber ändert die Grundaussage nicht. Die riesige Differenz ergibt sich ja nicht, weil alle 36-38 km/h fahren. Wie erwähnt lag ja sogar der Durchschnitt an den Messstellen bei 40-42 km/h.
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
@ChristianLatz_ Ist das statt dieser linksgrün-ideologischen Radfahrstreifen, die bekanntlich den richtigen Verkehr behindern?
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Christian Latz
Christian Latz@ChristianLatz_·
Kein Witz: Die CDU Berlin will die Entwicklung von Flugtaxis und Hyperloops für den Einsatz in Berlin vorantreiben. „Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Verkehr in Berlin zu entlasten“, heißt es im Entwurf für das Mobilitätsgesetz. tagesspiegel.de/berlin/luftmob…
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CDU-Fraktion Berlin
CDU-Fraktion Berlin@CDUBerlin_AGH·
Der Kampf gegen das Auto ist beendet. Wir finden, die Berliner und Berlinerinnen entscheiden selber, wie sie am besten durch die Stadt kommen. Oder wie unser Fraktionsvorsitzender @DirkStettner sagt: „Mobilität für alle statt grüner Verbots-Ideologie“. Dementsprechend wollen wir das Mobilitätsgesetz überarbeiten. Dabei setzen wir auf die Stärkung von Straßen und Kreuzungen, den Ausbau des ÖPNV und die Sanierung und den Neubau von Radwegen.
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Stefan Jacobs 🇺🇦
Stefan Jacobs 🇺🇦@Tagesspiegler·
@DanielBoeldt What about Mo vor 7 und Fr nach 18 Uhr? Und zeigt der Pfeil auf den Radweg? Und warum Feiertags mit großem F?
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