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Uwe Budäus
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Uwe Budäus
@UweBudaeus
Mensch, Ehemann, Vater - RA, FA, Fachjournalist - Ohne Sorge(n), das wünsche ich allen! - Mitglied im Verein für deutliche Aussprache
Augsburg, Germany Katılım Mart 2018
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🦋 Heute ist der Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt.
🥹 Für mich ein bisschen ein persönlicher Feiertag. Denn der Erhalt der Artenvielfalt ist das, was mich beruflich und privat erfüllt.
🐞 Mich macht es einfach glücklich, wenn etwas lebt, blüht, summt und vielfältig ist. Wenn aus eintönigen Flächen wieder Lebensräume werden. Wenn auf einer Wiese plötzlich wieder verschiedenste Pflanzen wachsen oder Insekten unterwegs sind, die dort früher nicht waren.
🏍️ Viele Menschen haben Hobbys oder Dinge, die sie faszinieren. Bei mir ist es genau das.
Deshalb pflanze ich Kroken, Streuobstbäume, Hecken und Mischwälder. Deshalb beschäftige ich mich mit Totholz, alten Obstsorten, seltenen Baumarten, Wiesenblumen oder Käfern. Nicht weil ich muss, sondern weil ich es wirklich liebe.
🥹 Zu sehen, wie sich eine Fläche entwickelt, wie jedes Jahr mehr Leben zurückkommt, gibt mir unglaublich viel. Genau darin habe ich für mich Sinn gefunden: Vielfalt schaffen.
👨🏫 Zusätzlich versuche ich, und ich hoffe man merkt es, Ängste vor Natur- und Artenschutz abzubauen. Zeigen, dass es kein entweder oder ist. Das wir vielfältige Lebensräume und eine funktionierende Landnutzung gemeinsam haben können. Zeigen, dass Vielfalt allen langfristig nützt, dass es die Basis für echte Nachhaltigkeit ist. Aber auch, dass es für viele Lebensräume Management braucht, denn wo keine Beweidung, keine Mahd, da keine Wiesenlebensräume mehr.
🪺 Ich glaube, dass Artenvielfalt nichts Abstraktes ist. Sie beginnt direkt vor der Haustür. Zumindest vor meiner. Sie betrifft uns alle. Ohne sie gibt es kein gesundes Leben, auch nicht für uns Menschen. Und deshalb arbeite ich tagtäglich, um sie wiederherzustellen, zu bewahren und erhalten. ❤️

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Die Debatte um eine #Rente mit 70 ist ein Schlag ins Gesicht vor allem der jüngeren Generation. Wer länger arbeiten soll, braucht gute Arbeitsbedingungen, Prävention und starke Reha-Angebote – keine pauschale Anhebung der #Regelaltersgrenze: vdk.de/presse/pressem…
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🪲 Von vielen gehasst, als Schädling gesehen und teils auch großflächig bekämpft: Für mich war der Maikäfer trotzdem schon seit meiner Kindheit eines der faszinierendsten Tiere überhaupt.
📖 Meine Liebe zu ihm dürfte wohl auch mit dem Märchen „Peterchens Mondfahrt“ begonnen haben. Wer es nicht kennt: Es wurde von Gerdt Bernhard von Bassewitz im Jahr 1912 geschrieben, und handelt von einem Maikäfer, der mit zwei Kindern zum Mond fliegt, um sein sechstes Beinchen zu finden. Kann es jedem Kind (und kindgebliebenen) empfehlen. 😃
🪆 Ihr Lebenszyklus ist beeindruckend: Die meisten Maikäfer verbringen drei bis fünf Jahre unsichtbar im Boden, als Engerlinge. Dort leben sie unter der Erde und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Erst nach Jahren schlüpfen sie als fertige Käfer und tauchen oft nur für wenige Wochen auf.
👴🏽 Früher gab es Maikäfer in unglaublichen Mengen. Ganze Regionen erlebten regelrechte „Maikäferjahre“, in denen Millionen Tiere gleichzeitig auftraten. Schulen gaben Kindern damals teilweise sogar frei, damit sie beim Einsammeln helfen konnten. Die Käfer wurden in Säcken gesammelt und bekämpft, weil ihre Engerlinge in der Landwirtschaft Schäden verursachen.
🍜 Heute kaum vorstellbar: Maikäfer wurden früher teilweise sogar gegessen. Es gab tatsächlich Maikäfersuppe. Dafür wurden die Käfer geröstet oder gekocht und zu einer kräftigen Brühe verarbeitet. In manchen Gegenden galt das im 19. Jahrhundert als Arme-Leute-Essen oder auch als Notnahrung.
🦔 Trotz ihres schlechten Rufes sind Maikäfer aber ein wichtiger Teil des Ökosystems. Die Engerlinge lockern Böden auf, und sowohl Larven als auch Käfer dienen zahlreichen Tieren als Nahrung, etwa Igeln, Füchsen oder vielen Vogelarten.
🥹 Maikäfer sind keine perfekten, eleganten Tiere wie Schmetterlinge. Sie sind laut, schwerfällig und manchmal fast tollpatschig. Aber genau das macht sie für mich so sympathisch. Dieses tiefe Brummen im Frühling gehört für mich einfach dazu.
🥰 Ich freue mich jedenfalls immer sehr, wenn, so wie heute, ein dickes Exemplar auf mir landet. Und vielleicht hoffe ich ja insgeheim, dass er mich mit zum Mond nimmt. 🌝

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Es rauscht ein Lied so hoch empor,
Hinauf zu allen Sternen,
Klingt über Alpengletscher hin,
In alle Weltenfernen.
Es tönt so wunderbar und süß,
Hallt in den Bergen wider,
Dringt bis zum weiten Meer hinaus,
Es ist das Lied der Lieder.
Ich möcht' es singen jeden Tag
In hundertfält'ger Weise,
Bald stürmisch, klagend, bittend heiß,
Dann wieder leis, ganz leise.
Es sangen's viele wohl vor mir
Im ewig-neuen Triebe,
Das Hohelied voll Leid und Lust,
Das Lied von Lenz und Liebe!
Eufemia von Adlersfeld-Ballestrem
1854 - 1941

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via Oshine:
Im Jahr 1930 wagte ein junger Mann, Albert Einstein zu widersprechen – und der berühmte Wissenschaftler erkannte seinen Fehler sofort an.
Die Szene spielte sich während einer Konferenz der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Leipzig ab. Einstein hatte gerade eine seiner Gleichungen vor einem Saal voller Experten präsentiert. Das Publikum applaudierte, die Atmosphäre war von Bewunderung geprägt.
Dann meldete sich aus den hinteren Reihen eine Stimme.
Ein erst 22-jähriger junger Mann ergriff das Wort – höflich, aber bestimmt. Er wies darauf hin, dass die zweite vorgestellte Gleichung eigentlich nicht aus der ersten hergeleitet werden könne. Plötzlich wurde es still im Saal. Niemand hatte damit gerechnet, dass jemand dem wohl bekanntesten Physiker seiner Zeit widersprechen würde.
Der junge Mann war Lev Landau.
Einstein wandte sich erneut der Tafel zu und überprüfte seine Berechnungen. Für einen Moment herrschte gespannte Stille. Dann drehte er sich zum Publikum um und sagte ruhig:
„Die Anmerkung des jungen Mannes ist vollkommen richtig. Bitte vergessen Sie alles, was ich Ihnen heute gesagt habe.“
Keine Ausflüchte. Kein Stolz.
Dieser Moment wurde nicht nur wegen des Fehlers selbst berühmt, sondern vor allem wegen der Reaktion. In diesem Saal zeigte sich, dass wahre Größe nicht darin liegt, immer recht zu haben, sondern darin, Fehler offen einzugestehen.
Und der junge Mann, der den Mut hatte, aufzustehen und zu sprechen, sollte später selbst zu einem der bedeutendsten theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts werden.

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@klausfenn Die Selbstverwaltung der Sozialversicherung ist demokratisch – aber nur im Sinne einer sehr engen, korporatistischen Binnen‑Demokratie.
Mit echter politischer Mitbestimmung der Versicherten hat sie nur entfernte Verwandtschaft.
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Vorhin habe ich nur einen kleinen Spaziergang gemacht. Dabei hatte ich keine Lust, Fotos zu machen.
Wieder daheim noch die Müllrunde, ein wenig Wasser auf eine Stelle, wo extrem langsam nun der Rasensamen doch keimt.
Meine Wasserrechnung letztes Jahr ist sehr gestiegen, weil ich unten alles mit Wasser aus der Wohnung gießen musste, damit es deswegen keinen Ärger mit den Nachbarn gibt. Es sind ein paar Kubikmeter. Da alle Blühpflanzen gestohlen oder vernichtet sind, wird das dieses Jahr weniger.
Eine kleine Konifere ist auch gestohlen, die im Rasen stand.
Ich mache das mit dem Rasen nur noch der Form halber. Ebenso die letztes Jahr von mir gepflanzten Hainbuchensträucher bekommen etwas Wasser.
Von dem Geld hätte ich mir viele Sachen gönnen können, dass für all die Pflanzen draufgegangen ist.
Oder auch die furchtbaren Schmerzen nach der Gartenarbeit, wären nicht nötig gewesen.
Und für was? Damit andere alles zertrampeln, stehlen, bepissen und ihre Hunde darauf kacken und pinkeln zu lassen.
Berlin war einer der größten Fehler meines Lebens.
Vorhin unterwegs im Kanal, die üblichen Zustände. In den Büschen und auf einigen Bänken Obdachlose. Auf einer Bank einer mit einem Tetrapack Wein als Kopfkissen, ein weiterer lag im Laub.
Beschmierte Parkbänke und Wände, kaputte Gehwege, Müllhaufen und dieser ganze Mist, der überall herumsteht und liegt.
Auf einem schmalen Weg eine rauchende Matrone. Sie bewegte sich keinen Zentimeter, damit ich mit dem Müllsack vorbeikam. Verachtung im Blick. Die Bauarbeiter aus anderen Ländern lachten mich wieder aus, als ich den Müll vor deren Bauzaun aufsammelte.
Wann werden die Leute endlich munter, das es so nicht weitergehen kann?
Die toten Vögel, völlig zerfetzt, lagen auch noch da.
Jetzt im Bett mit üblen Schmerzen und hoffend auf Schlaf. Und das der verfluchte Rücken wieder friedlicher wird.
Ich verachte die Stadt, die Politik und die vielen Menschen, die diese Zustände produzieren und zulassen.
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