Andreas Hugi retweetledi

In der heutigen @NZZaS schreibt Mirko Plüss über die E-ID.
Für mich macht er hier einige Denkfehler zur Kritik an der Freiwilligkeit im privaten Sektor:
1️⃣ Private können heute schon faktisch frei entscheiden, ob und wie sie Identitätsdaten erheben, jedoch ohne (!) jegliche Regeln, was erhoben werden darf, welche Technologie bzw. Anbieter verwendet werden darf und wie diese Daten verwendet werden dürfen. Auch der Kunde wird oft bewusst im Dunklen gelassen. Mit der E-ID wird das Thema „Überidentifikation“ geregelt, sodass eine unnötige Datenerhebung von Identitätsdaten verhindert werden soll.
2️⃣ Die Schweiz ist ein kleines Land und international vernetzt und in praktisch allen Sektoren auch auf internationale Kunden angewiesen. Nicht-Schweizer und Personen, die nicht in der Schweiz leben bzw. keine Aufenthaltsbewilligung besitzen, können keine E-ID beziehen. Eine E-ID-Zwang würde somit internationale Kunden ausschliessen und damit einen Grossteil des adressierbaren Marktes versiegen.
3️⃣ Im privaten Sektor gibt es Alternativen. Wenn ein Anbieter hypothetisch gesprochen nur die E-ID akzeptiert, es aber eine Nachfrage für nicht-E-ID-Services gibt, wird es höchstwahrscheinlich auch einen Anbieter geben, der ein solches Angebot anbietet.
➡️ Die Angst vor der E-ID Pflicht im privaten Sektor (ohne Monopol) ist meines Erachtens ein rein hypothetisches aber unwahrscheinliches Angstszenario.
➡️ Ich persönlich bevorzuge Gesetze und Regeln sowie die Möglichkeit, über meine Daten selber zu bestimmen. Ohne ein E-ID-Gesetz überlassen wir die Regeln internationalen Grosskonzernen.
Ja zur E-ID! ✅🆔🇨🇭
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