jänson
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@teewurscht wie kann so eine etablierte Frau wie sie, so einen kiffenden Vollidioten nehmen?
Deutsch

„Verrückt“ ist daran nicht die Reichweite.
Verrückt ist, ein vierstündiges Gespräch mit Björn Höcke zu führen, völkische Begriffe, institutionenfeindliche Frames und demokratiezersetzende Erzählungen weitgehend durchlaufen zu lassen – und danach vor allem auf die Performance-Zahlen zu schauen.
Wer so ein Gespräch führt, trägt Verantwortung.
Nicht, weil man mit Höcke grundsätzlich nicht reden dürfte. Sondern weil man mit ihm nicht reden kann, als wäre er einfach ein kontroverser Lehrer aus Thüringen mit ein paar steilen Thesen.
Hier saß kein missverstandener Bürger am Mikrofon, sondern einer der zentralen Akteure der radikalisierten AfD. Einer, dessen politische Sprache seit Jahren um Volk, Blut, Remigration, „Altparteien“, „System“, „Kartell“, angebliche Demokratie-Simulation und institutionelle Säuberungsfantasien kreist.
Wenn man das nicht einordnet, nicht hart nachfragt, nicht widerspricht, nicht kontextualisiert, dann ist das kein mutiges Gespräch.
Dann ist es ein Normalisierungsraum.
Und genau deshalb ist dieser Reichweiten-Screenshot so entlarvend:
Aus einem politischen Risiko für die demokratische Öffentlichkeit wird Content-Erfolg.
616.000 Aufrufe.
35 Minuten durchschnittliche Wiedergabe.
Algorithmus zufrieden.
Höcke zufrieden.
Die Inszenierung funktioniert.
Nur die Einordnung fehlt.
Das Problem ist nicht, dass Höcke reden durfte.
Das Problem ist, dass er reden durfte, als müsste man ihm nur lange genug zuhören, damit aus Rechtsextremismus Charaktertiefe wird.
Ben Berndt@benungeskriptet
Verrückt.
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@byamarachi So there were two countries that are based enough to acknowledge the reality that demanding things that other people have to produce as a human right is actually a call for slavery of the producers.
English

@scalettawelles ich weiß nicht warum aber die frau hat irgendwie ziemlich viel gesicht erinnert mich bisschen an oliver kahn #nofront
Deutsch

@obsdiiargr80000 @Tarek_Bae wie ekelhaft kann man sein rotte in der hölle
Deutsch

Das ZDF und das ARD übertragen 40 von 72 Vorrundenspielen der WM. Darunter natürlich Spiele der DFB-Elf. Darauf haben wir schließlich ein Recht, dafür zahlen wir.
Darunter ist kein einziges der Türkei. Jetzt kann man fragen, warum Türkei-Spiele für Deutschland relevant sein sollten. 3 Millionen Deutschtürken bilden die größte Minderheit in unserem Land, und sie zahlen auch Rundfunkgebühren. Der Medienstaatsvertrag sieht eine Abbildung der Interessen der Bevölkerung in ihrer Vielfalt vor (§ 26 Abs. 1 Satz 4 bis 7 MStV). Zum Beispiel, Programm für Kinder, Programm für Gehörlose, Programm für Senioren, regionale Programme etc.
Spiele großer Minderheiten im Land wie der Türkei, Polen, Irak, Marokko, Bosnien oder Kroatien gehören zu weitverbreiteten Interessen. Wie kann das ignoriert werden? Außerdem: Durch Übertragung kann gute Stimmung im Land und ein Wir-Gefühl durch gemeinsames Anschauen und Feiern gefördert werden. Durch die Ignoranz davor wird eine simple Chance auf Zufriedenheit und gute Laune übergangen. Das ist nicht intelligent.
Deutsch




























