Björn Höcke@BjoernHoecke
Nach dem israelischen Angriff auf das iranische South-Pars-Gasfeld distanziert sich der US-Präsident jetzt öffentlich:
Die USA hätten nichts davon gewußt und diese Art von Eskalation nicht autorisiert. Erinnert sich der Präsident an sein Wahlversprechen?
„America First“ bedeutet vor allem, sich nicht länger für fremde Interessen in ruinöse Abenteuer ziehen zu lassen.
Innerhalb der Republikaner zeichnet sich immer deutlicher eine Spaltung ab. Während der MAGA-Flügel sich klar gegen interventionistische Kriege richtet, bleiben die Neocons den alten „Weltpolizei“-Gedanken verhaftet und laden diese in einer neuen Qualität religiös auf.
Zur Erinnerung: South Pars ist kein x-beliebiges Gasfeld. Es ist das mit Abstand größte Erdgasvorkommen der Welt – seine gewinnbaren Reserven übertreffen die der dreizehn nächstgrößten Felder zusammen. Wenn dieses Riesenfeld ernsthaft beschädigt wird, explodieren die Weltenergiepreise.
Für die Herstellung von Dünger werden große Mengen Erdgas benötigt. Steigen die Gaspreise, steigen die Düngerkosten – und damit die Lebensmittelpreise für jeden einzelnen Bürger. Brot, Milch, Fleisch – alles wird teurer. Die Preise im Supermarkt klettern weiter, die Spritkosten fressen den letzten Rest an Kaufkraft, die Inflation wird angeheizt.
Während es in Berlin immer noch zu viele Politiker gibt, die ernsthaft eine deutsche Beteiligung am Irankrieg fordern, deeskaliert Trump nun zum ersten Mal seit Beginn der Kampfhandlungen. Man sollte ihn in dieser Tendenz unterstützen.
Denn beim Spiel mit dem Feuer kann man nichts gewinnen, nur alles verlieren.