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Hardy Schu
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Hardy Schu
@hardyschu
Today, I have no god but landscape, and no expectation of death but extinction.
Katılım Kasım 2010
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@moritz_schmoll @fpiatov Da kommt dann keine Antwort mehr vom Schmierfink.
Deutsch

@fpiatov Vielleicht weil der IStGH und die Völkermordkonvention explizit als Lehre aus der Shoah geschaffen wurden um Völkermorde zu verhindern? Und weil viele Forscher und Organisationen davon ausgehen, dass dennoch ein Völkermord geschah und das auch aktuell vor Gericht verhandelt wird?
Deutsch

Ich hätte überall Antisemitismus erwartet, nur nicht in einem NS-Dokumentationszentrum.
Vor einigen Tagen war ich im NS-Dokumentationszentrum München. Die Ausstellung war wirklich gut und lehrreich und ich hörte mit einem Ohr einigen Führungen zu, in denen kompetente Guides meist Schulklassen die Ursprünge des Nationalsozialismus, die Entrechtung und Ermordung der Juden etc. erklären. Zunächst war ich froh, dass noch immer viele Kinder so aufmerksam zuhörten und sich so eindringlich mit der deutschen Geschichte beschäftigten.
Dann wurde ich hellhörig: Vor einem großen Foto, auf dem die Erschießung von Zivilisten durch deutsche Einheiten zu sehen war, saß eine Frau und erzählte Schulkindern über den Holocaust. Nach wenigen Sätzen wurde es politisch: Aktuell gebe es Haftbefehle des Strafgerichtshofs gegen Putin und Netanjahu. Doch Kanzler Merz habe erklärt, er würde Netanjahu dennoch in Deutschland empfangen. Sie finde dies ganz schlimm.
Ich hörte weiter zu und musste nicht lange warten, bis sie erneut auf Israel zu sprechen kam. Denn auch in Israel, sie die Frau, gebe es viele Leute, die Palästinenser nicht als richtige Menschen betrachteten und sagten, dass man sie alle ermorden könne.
Sie sagte dies, während sie noch immer vor der Fotografie einer Erschießung von Zivilisten durch deutsche Truppen saß. Sie sagte dies im Kontext des Holocaust. Und sie sprach nicht von vielen anderen Kriegen, die es auf der Welt gab, um nebenbei auch Israel zu erwähnen. Sie hätte, wenn es unbedingt sein müsste, über Russland, Iran, Syrien sprechen können – sie sprach aber nur über den jüdischen Staat. Die Botschaft war so perfide und falsch wie eindeutig: Damals Nazi-Deutschland, heute Israel. Dass in Israel 20% arabische Muslime leben und alle Rechte genießen, sagte sie freilich nicht, ebenso wenig, wie sie in den ca. 10 Minuten, in denen sie mehrfach auf Israel zu sprechen kam, die Erschießungen und Vergewaltigungen der Hamas erwähnte.
Schulkinder kommen also ins NS-Dokumentationszentrum und erfahren dort, dass früher mal Juden ermordet wurden und nun Juden die Mörder seien, im Prinzip ganz ähnlich wie die Erschießungskommandos der Nazis, die Männer, Frauen und Kinder zu Hunderttausenden erschossen. Das ist die Eintrittskarte in die Welt des Antisemitismus.
Ich konfrontierte das Zentrum mit meiner Beobachtung: „Von der beschriebenen Verquickung von NS-Verbrechen mit dem Handeln Israels distanzieren wir uns ausdrücklich“, heißt es in der Antwort. Man werde u.a. „auch die Auseinandersetzung mit israelbezogenen Formen von Antisemitismus weiter vertiefen“.
Das ist gut und richtig. Aber ich fürchte, damit hat es sich nicht getan.
Deutsch
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