
Im Norden Israels an der Grenze zum Libanon in Metula.
Gespräch mit Bürgermeister David Azulai über die aktuelle Situation.
Immer wieder ist die Kommune Ziel von Angriffen der Terrororganisation Hisbollah. Raketen und zunehmend Drohnen bedrohen trotz vermeintlicher Waffenruhe das Leben der Menschen. Schon unmittelbar nach dem 7. Oktober 2023 wurde Metula zum Dauerziel der Angriffe der Hisbollah, denn wie ein Finger ragt der israelische Ort in den Norden und ist dadurch an drei Seiten vom Libanon umgeben.
Nachdem die Bevölkerung damals für viele Monate in die Mitte des Landes evakuiert wurde, ist ein großer Teil davon zwischenzeitlich zurückgekehrt, hat zerstörte Infrastruktur wieder aufgebaut oder ist noch dabei, während weiterhin Angriffe auf den Ort erfolgen. Jene Familien, die zurück sind, trotzen im positiven Sinne den Widrigkeiten in unmittelbarer Nähe zum Terror der Hisbollah. Und doch kommt es vor, dass Baufirmen nach wiederholtem Alarm Metula mit der Botschaft verlassen, wiederzukommen, wenn der Krieg endgültig vorbei sei. Unter solchen Umständen sind die Aufgaben eines Bürgermeisters mehrfach herausfordernd.
Vor Ort erklären Vertreter der israelischen Verteidigungskräfte das eigene Vorgehen gegen den Terror.
Unmittelbar hinter der Grenze hat die Hisbollah in schiitisch dominierten Dörfern Südlibanons Waffendepots und unterirdische Terrorinfrastruktur in vielen der Häuser geschaffen, gegen die das israelische Militär seit geraumer Zeit vorgeht. Dabei werden Gebäude zerstört, um eine weitere Nutzung für den Kampf gegen Israel zu unterbinden und eine Sicherheitszone zu schaffen. Man sieht, dass anders geprägte Gemeinden ohne Bezug zur Hisbollah unbeeinträchtigt auf libanesischer Seite fortbestehen, während gezielt gegen die Verstecke des Terrors vorgegangen wird.
Das Zerrbild, das in Europa häufig vom angeblichen Krieg Israels gegen DEN Libanon oder die Menschen im Libanon verbreitet wird, entspricht eben nicht der Wirklichkeit. Auch hier gilt der Kampf zuvorderst der Beendigung des Terrors und Israel sorgt derzeit dafür, dass die Sicherheit der eigenen Menschen im Norden des Landes auch durch ein gezieltes Vorgehen auf libanesischer Seite gestärkt wird. Es ist zu hoffen, dass die derzeitigen Verhandlungen zwischen Israel und der libanesischen Regierung, die ebenfalls ein Ende der Terrorgewalt der Hisbollah wünscht, erfolgreich sind.
Doch alleine darauf kann sich Israel bei noch immer stattfindenden Angriffen der Hisbollah auf israelische Familien im Norden des Landes nicht verlassen.




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