
Social-Media-Verbot für Jugendliche: Erziehen oder verbieten?
Die Sorge um die seelische Gesundheit junger Menschen ist lobenswert. Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche klingt daher wie ein Akt entschlossener Fürsorge.
Doch solche wohlgemeinten Staatseingriffe führen dazu, dass wir die Jungen davon abhalten, zu verantwortungsvollen Erwachsenen heranzureifen.
Wer Jugendlichen soziale Medien vollständig vorenthält, verzögert Lernprozesse, die in einer digitalen Gesellschaft unvermeidlich sind.
Verantwortliche Mediennutzung entwickelt sich wie Verkehrssicherheit: durch Anleitung, Übung und aufmerksame Wahrnehmung – nicht durch das Verbot, eine Strasse zu benutzen.
Bei der Verbotsdebatte werden auch stets nur die negativen Eigenschaften sozialer Medien in den Vordergrund gerückt. Zu den positiven Seiten gehört zum Beispiel, dass Junge auf den sozialen Medien mit tiefgründigen Inhalten in Kontakt kommen, auf die sie in den klassischen Leitmedien und in der staatlichen Schule niemals stossen würden.
Geht es vielleicht beim Social-Media-Verbot genau darum? Die Jungen wieder auf Linie der Machthaber zu bringen?
Zum aktuellen Beitrag von LI-Direktor @Oli_Kes, der in der Jungen Freiheit erschienen ist: libinst.ch/news/erziehen-…
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