Anabel Schunke@ainyrockstar
Vor einiger Zeit musste ich ein Paket in einem Paketshop abholen, in dem ich noch nie war. Sagen wir so: Es handelte sich um einen arabischen Dies Das Ananas-Laden, in dem bestimmt alle Einnahmen korrekt versteuert werden. An der Wand hing eine riesige Palästina-Flagge. Zudem gab es sowas wie palästinensisches Merchandising zu kaufen. Kurzum: Ähnlich wohl hätte ich mich nur in einem Laden voller Hakenkreuze oder Antifaflaggen gefühlt. Im Laden selbst ausschließlich arabische Männer. Ich, weil Sommer, bauchfrei unterwegs. Man kann sich denken, wie wohl ich mich gefühlt habe.
Ähnlich wohl fühle ich mich mittlerweile an jedem Badesee in der Region. Ins Freibad gehe ich schon seit Jahren nicht mehr. Wo man früher noch halbwegs unter Deutschen war, ist mittlerweile der letzte Rasenstreifen okkupiert. Okkupation nenne ich das nicht, weil es mir um die Herkunft geht, sondern darum, wie sich Menschen aus gewissen Kulturen in Abgrenzung zu anderen aufführen.
Der größte Unterschied liegt wohl darin, dass die Deutschen den Badesee eher nicht als Ort für ein Grillgelage der Großfamilie ansehen. Die meisten Deutschen grillen zu Hause mit Familie und Freunden. Am See liegt man eher, um ein Buch zu lesen, mit Freunden zu quatschen, sich zu sonnen oder auch ein bisschen zu kicken oder Beachvolleyball zu spielen.
Aber muslimische Familien grillen. Mit ordentlich Brennspiritus und gefühlt dem halben Schlachthaus, das man zuvor leergekauft hat. Es raucht und stinkt nonstop. Dazu kommt eine völlige Abstinenz eines Bewusstseins über die eigene Lautstärke. Oder es interessiert einen einfach nicht. Kurzum: Es stinkt, es ist laut, man versteht nicht, worüber die Leute reden, die Frauen sitzen verschleiert auf ihren Campingstühlen, während die Männer dich in keinem Bikini eklig lüstern begaffen. Ständig schreit ein Kind und das geht halt von vormittags bis zum späten Abend so, weil diese Leute ja oft auch nichts anderes zu tun haben. Also ist es egal, zu welcher Uhrzeit man kommt, man wird immer "beglückt". Und vor allem: Man hat einfach wirklich gar keine Ruhe mehr an einem Ort, an dem man früher immer Ruhe und Entspannung hatte. Eine Tatsache, die der Badesee mit vielen öffentlichen Orten durch die Zuwanderung gemein hat.
Was ist nun der Zusammenhang zwischen diesen beiden Begebenheiten in dem Paketshop einerseits und am Badesee andererseits?
Es ist das Unwohlsein im eigenen Land. Der Verlust des eigenen Heimatgefühls. Und das zwangsverordnete Zusammenleben mit Menschen, die dieses Gefühl in einem auslösen. Dabei geht es - ich sage es noch einmal - nicht per se um Menschen mit Migrationshintergrund. Keine asiatische Familie am See stört mich. Mich stören keine Italiener. Keine Polen. Keine Griechen. Keine Spanier. Keiner von ihnen löst ein Unwohlsein in mir aus. Das Gefühl, fremd in meinem eigenen Land zu sein. Mich augenblicklich bedecken zu wollen, wenn ich im Bikini am Badesee liege. Mir zu denken: Oh Gott, was, wenn ich jetzt in diesem Laden meinen Israel-Pin an der Jacke getragen hätte?
Das ist keine Vielfalt. Kein angenehmes multikulturelles Miteinander. Das ist Okkupation gegen den Willen einer Mehrheit im Land. Das ist Gegengesellschaft. Das ist offen gezeigte Verachtung gegenüber unseren Werten und unserer Art zu leben.
Was ich damit deutlich machen will: Wir reden immer so viel über Kriminalität und dass wer sich nicht an unsere Gesetze hält, wieder gehen muss. Aber das Problem beginnt viel früher. Es geht nicht nur um Sprache, oder um Gesetzestreue. Es geht darum, dass ich mich mit diesen Menschen als Frau in meinem eigenen Land eingeschränkt und unwohl, ja regelrecht belästigt fühle. Belästigt durch Paketshops, die eher palästinensischen Terror-Huldigungstempeln gleichen. Belästigt durch Massen von lauten arabischen Familien am Badesee. Belästigt durch die Blicke, die sie mir schenken und dass ich weiß, was sie von mir als Deutscher und meiner Art zu leben denken.
Das wird nie zu einem "Wir" werden. Zu glauben, dass man mit dieser Art von Menschen (und nein, ich meine auch nicht alle Muslime, sondern nur die beschriebenen), eine gemeinsame Gesellschaft, eine gemeinsame Identität schaffen kann, ist eine Utopie, die nur in jenen linksgrünen Biotopen gedeiht, wo man in der Regel keinen Kontakt zu besagter Klientel pflegt.
Diese Zuwanderung ist für mich und viele andere keine Bereicherung. Sie ist eine Belastung. Nicht nur für die Sozialkassen und unsere Infrastruktur, sondern auch ganz einfach im täglichen Zusammenleben, das nur so lange oberflächlich funktioniert, wie sich die Deutschen das freche Auftreten derer, die einst "geflüchtet" sind, gefallen lassen und den Rückzug antreten.
Dass das ein sehr fragiler Friede ist, dürfte jedem mit zwei Gehirnzellen klar sein. Unter der Oberfläche gärt es. Auf allen Seiten. Das sollte sich die Politik klarmachen.