August Mond
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August Mond
@mond_august
Studied art at the Berlin University of the Arts. Have the best wife in the world. I'm a very proud dad and an happy grandpa of the finest grandchildren ever.
Stuttgart, Germany Katılım Temmuz 2020
68 Takip Edilen27 Takipçiler



@JKraschl Noch - und ich male nicht abstrakt - verstehe ich den Ärger nicht. Ich habe nicht das Gefühl hier wird automatisch Katholizismus verletzt. Am ehesten finde ich sind die Gottesdienstteilnehmer respektlos gekleidet. Herr Kraschl - übersehe ich etwas? Was symbolisiert die Malerei?
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@UlrichVosgerau Als Autor/Maler kann ich Sie gut verstehen. Aber als Liberaler und Kapitalist akzeptiere ich es, dass auf dem Markt auch Weitreiche gekauft werden kann. Ich glaube, dass sich Qualität durchsetzt. Also - lassen wir ihm den Spaß :)
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Als vor einigen Jahren der Drogerie-Milliardär Dirk Roßmann begann, schwache Romane zu veröffentlichen und diese dann in etlichen ganzseitigen Anzeigen (nach meiner Erinnerung in der ZEIT und in der FAZ - eine kostet so etwa 80.000 €) zu bewerben, da habe ich mich darüber geärgert. Warum eigentlich? Eigentlich bin ich doch (konservativ-)liberal, d.h.: jeder kann sein Geld ausgeben, wofür er will, jeder kann Zeitungsanzeigen schalten, wofür er will, bloß keine Moralisierung! Wenn Herr Roßmann z.B. auf eigene Kosten Anzeigen schalten würde, in denen er auf die Unvernunft der Einwanderungs- oder Deindustrialisierung aufmerksam macht, würde ich das für einen sehr idealistischen Einsatz seines Privatvermögens halten und mich gewiß nicht daran stören.
Aber der Unterschied ist eben: bei der Äußerung politischer Ansichten gibt es (außer vielleicht bei Berufspolitikern) keine "Konkurrenz" im engeren Sinne. Wenn Herr Roßmann noch so vernünftige oder unvernünftige Ansichten äußert – er nimmt mir ja nichts weg. Bei der Werbung für eigene Bücher (eben zu Kosten und in einem Umfang, der keinem schriftstellerischen Konkurrenten auch nur annähernd zur Verfügung stünde!) ist es etwas anderes.
Natürlich konkurrieren letztlich alle Schriftsteller darum, wer am meisten verkauft und am erfolgreichsten ist. So, wie auch alle Tennisspieler letztlich miteinander konkurrieren. Wenn nun ein Tennisspieler den Schiedsrichter besticht, weil er sehr reich ist und es mit Leichtigkeit kann, so kann er sich dafür – meines Erachtens – nicht auf den Liberalismus, auch nicht den Wirtschaftsliberalismus, oder die Privatautonomie berufen. So ein Verhalten ist einfach – unfair. Beim Tennisspielen kommt es darauf an, wer am besten Tennis spielen kann, nicht darauf, wer am meisten Geld zur Bestechung des Schiedsrichters hat. Der Liberalismus setzt auf Konkurrenz und Wettbewerb – und propagiert deshalb (viele wissen das gar nicht!) strenge Regeln. Weil Konkurrenz und Wettbewerb eben nur bei Fairneß auch gesellschaftlich nützlich sind, hat Liberalismus gerade nichts mit Anarchie oder dem Recht des Stärkeren zu tun!
Konkurrenz zu fairen Bedingungen sollte – meiner bescheidenen Privatansicht nach – auch für und unter Buchautoren ein wichtiges Gebot sein. Und daher fand ich das Verhalten des dilettierenden Geldsackes einfach – unsportlich. (Übrigens sollen Roßmanns Bücher dann in dessen eigenen Drogerie-Filialen nicht nur angepriesen, sondern auch verkauft worden sein, und zwar auch zu einer Zeit, als die Buchhandlungen wegen "Corona" geschlossen waren; konsequenterweise dürften sie dann eigentlich in Bestseller-Listen nicht mehr vorkommen – denn der Platz wurde eindeutig mit unfairen Mitteln erreicht).
Richtig: normalerweise pflegen Verlage die Bücher ihrer Autoren zu bewerben; ich will dies nicht verbieten! Hier muß dann eben der Autor seinen Verlag ("Schiedsrichter") davon überzeugen, genau hierfür Geld auszugeben, und ein Autor, der sich von seinem Verlag nur unzureichend beworben fühlt, kann sich einen anderen Verlag suchen. (So wie Kempowski von Hanser zu Knaus gegangen ist). So konkurrieren Schriftsteller und Verlage manchmal mit ungerechtem Ergebnis, aber fairen Methoden. Etwas anderes wäre es, wenn ein Schriftsteller, der z.B. Geld geerbt hat, Verlagsmitarbeiter dafür besticht, für sein Buch groß werben zu lassen – nicht aber für das des verhaßten Verlagskollegen. Das wäre wieder unfair.
Ich beobachte hier in Berlin mit einem gewissen Mißfallen, daß es offenbar zum Statussymbol zu werden beginnt, einen Bestseller geschrieben zu haben. Dagegen ist natürlich im Prinzip rein gar nichts zu haben, ein Buch geschrieben zu haben ist gewiß sehr viel interessanter, als nur eine dicke Uhr gekauft zu haben! Problematisch wird es m.E. in dem Moment, wo das neue Statussymbol mit denselben Mitteln beschafft wird, wie die bisherigen Statussymbole auch: einfach nur mit Geld. Ich kenne hier in Berlin einen anderen Hobby-Autor mit (angeblich) viel Geld in der Hinterhand (nicht @RZitelmann ), der Studenten dafür bezahlt, in Deutschland herumzufahren und überall sein Buch zu kaufen. Es wäre wohl zu auffällig, wenn er selbst mal eben 1.000 Stück bei Amazon bestellte; stattdessen möchte er Nachfrage in der Fläche simulieren.
Ich persönlich finde, der Status eines "Bestsellerautors" sollte ebensowenig für Geld zu kaufen sein wie der Gewinn der Tennis-Vereinsmeisterschaft. Da habe ich wohl ganz vorgestrige Ansichten. Thilo Sarrazin hat bekanntlich – und zwar mit exakt 0 (null) süßen Influencerinnen – das erfolgreichste Sachbuch seit dem Zweiten Weltkrieg geschrieben. Völlig ungedopt und regeltreu! Der erfolgreichste Roman stammt, glaube ich, von Patrick Süskind. Von dem Mann gibt es kein Photo – die Influencerinnen würden ihn gar nicht erkennen. Und wenn ich bei Zitelmann als süße Influencerin gebucht wäre, würde ich übrigens darauf bestehen, daß er sich wenigstens einen Schlips umtut, wenn ich schon für ihn Werbung mache. Jedenfalls die beiden abgebildeten Damen sehen ja auch nicht so aus, als wären sie beim frühlingsmäßigen Hausputz überrascht worden...
@janaviktoriana
Dr. Dr. Rainer Zitelmann@RZitelmann
Heute wird mein Buch „2075“ im Chinaclub Berlin vor 30 Influencerinnen vorgestellt, die über 5 Millionen Follower haben. Allein Carina Zavline (links) hat 1,2 Millionen Follower auf Instagram
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