Carola Mitzka - Maassberg
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Von aldi voll in die Fresse für unsere eigenen Bauern! Finde ich zum 🤮kotzen. Was soll das? Also ich kaufe das nicht, wenn ich es bemerke. Schaue ab jetzt noch genauer drauf. Ich boykottiere eh alles aus Israel. Kaufe nichts aus Israel. Und hier zur Kartoffel: Frühkartoffeln aus Israel bei Aldi – ein Schlag ins Gesicht unserer Landwirte! 2,5 kg Frühkartoffeln für rund 3,50 €. Sauber verpackt, makellos – und importiert aus Israel. Was im Regal harmlos aussieht, ist in Wahrheit ein Paradebeispiel dafür, wie unser Lebensmittelsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der eigentliche Skandal: Wir brauchen diese Importe nicht Deutschland sitzt aktuell noch auf erheblichen Lagerbeständen der letzten Kartoffelernte. Moderne Lagertechnik ermöglicht eine Versorgung bis weit in den Frühling hinein – häufig bis Mai oder sogar Juni. Mit anderen Worten: 👉 Es gibt keinen Mangel. 👉 Es gibt keinen Versorgungsengpass. 👉 Diese Importe sind schlicht überflüssig. Und trotzdem liegen sie im Regal. Warum? Weil Preis über alles gestellt wird Discounter wie Aldi folgen einer einfachen Logik: Früh, billig, optisch perfekt – das verkauft sich. Dass dabei heimische Betriebe unter Druck geraten, wird billigend in Kauf genommen. Und ist mehr oder minder egal. Denn während importierte Frühkartoffeln beworben werden, kämpfen deutsche Landwirte darum, ihre Lagerware überhaupt noch loszuwerden. Sinken die Preise genau dann, wenn die Kosten für Lagerung und Energie am höchsten sind wird Planungssicherheit systematisch untergraben Das ist kein Markt „in Balance“. Das ist Verdrängung. Nachhaltigkeit? Nur solange sie ins Marketing passt Wir diskutieren über CO₂, regionale Kreisläufe und nachhaltige Ernährung -eh alles verlogene und doppelzüngige Heuchelei, wie wir hier an diesem Beispiel sehen – und gleichzeitig importieren wir Kartoffeln über tausende Kilometer, obwohl die gleiche Ware hier verfügbar ist??!! Das ist letztlich ein Verrat an den eigenen Klimanarrativen, die plötzlich egal sind. Die Heuchelei wird hier offenbar. Transport über lange Distanzen Produktion unter anderen Rahmenbedingungen Schwächung regionaler Wertschöpfung Und das alles für ein Produkt, das wir selbst in ausreichender Menge haben. Der Handel könnte anders handeln. Tut er aber nicht. Warum? Weil wir als Konsumenten genau dieses Verhalten belohnen: Wir greifen zu, wenn etwas früh verfügbar ist Wir erwarten perfekte Optik. Wir entscheiden häufig über den Preis – nicht über Herkunft. Der Preis von 3,50 € ist deshalb nicht günstig. Er ist ein Signal. Ein Signal dafür, dass: 👉 regionale Produktion weniger zählt als kurzfristige Verfügbarkeit. 👉 landwirtschaftliche Arbeit austauschbar geworden ist. 👉 Nachhaltigkeit endet, sobald sie Geld kostet. Fazit Das Problem ist ein System, das: kurzfristige Effizienz über langfristige Stabilität stellt regionale Landwirtschaft schwächt und gleichzeitig Nachhaltigkeit predigt. Wer das ernst meint mit regional, nachhaltig und fair – der muss genau hier hinschauen. Ich mache das jedenfalls!




























