Yvonne Kussmann@YveK22
Heute vor neun Jahren, am 16. Oktober 2016 wurde die damals 19 jährige Maria Ladenburger von dem als Asylbewerber nach Deutschland eingereisten Hussein K. in Freiburg vergewaltigt und ermordet.
Maria befand sich in der Nacht zum 16. Oktober mit dem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Studentenfeier zu einem Studentenwohnheim, wo die Medizinstudentin zu diesem Zeitpunkt lebte. Gegen 3.00 Uhr stieß Hussein K. Maria von ihrem Fahrrad. Er würgte die junge Frau, zerrte sie an das Ufer des Flusses Dreisam und vergewaltigte das ohnmächtige Opfer dort in einer Böschung mit der Hand. Maria wies schlimmste innere Verletzungen auf. Außerdem wurden mehrere Bisswunden an ihrem Körper gefunden.
Nach der Tat zerrte Hussein K. die immer noch bewusstlose Maria ans Wasser und legte sie so ab, dass sie schlussendlich ertrank. Eine Joggerin fand die Leiche von Maria am Morgen in der Dreisam. Ein Freund des Täters sagte im späteren Prozess aus, dass Hussein K. ihm nach der Tat erzählt habe, dass er gerade eine Frau „wie ein Tier“ vergewaltigt hat.
Der Mörder von Maria kam 2015 über Griechenland nach Deutschland und log bei seiner Einreise, dass er noch minderjährig sei. Auch verschwieg er, dass er in Griechenland bereits zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt war. Im Mai 2013 überfiel Hussein K. eine junge Studentin auf Korfu und warf sie eine Klippe herunter. Die junge Frau überlebte den zehn Meter tiefen Sturz schwer verletzt. Nach der Tat zeigte er keine Reue und sagte bei Vernehmungen: „Was soll das denn alles, es war doch nur eine Frau.“ Wegen einer Amnestie kam Hussein K. bereits im Oktober 2015 unter Auflagen auf freien Fuß.
Nach seiner Entlassung machte er sich auf den Weg nach Deutschland und beantragte dort im November 2015 ohne jegliche Ausweisdokumente Asyl. Sein Antrag ging im Februar 2016 beim BAMF ein, verblieb jedoch dort monatelang unbearbeitet. Da man fälschlicherweise davon ausging, dass Hussein K. minderjährig sei, wurde er in einer Pflegefamilie in Freiburg untergebracht. Sämtliche Sicherheitssysteme hinsichtlich Identifikation und der Haftstrafe in Griechenland mit den verbundenen Bewährungsauflagen versagten. So konnte Hussein K. unbehelligt als angeblich minderjähriger Flüchtling in Deutschland sein Unwesen treiben.
Die Pflegeeltern, ein afghanisches Ehepaar aus Freiburg hatten überhaupt keine Zulassung als Pflegeeltern, stellte sich später im Prozess heraus. Neben Hussein K. beherbergten sie noch einen weiteren, angeblichen minderjährigen Flüchtling aus dem Iran in einer Wohnung in ihrem Haus. Dafür erhielten sie eine monatliche Mietzahlung von 4.200 Euro. Das Jugendamt überwies weitere knapp 5.000 Euro monatlich an eine private Jugendhilfeorganisation für die Betreuung der beiden angeblich minderjährigen Flüchtlinge.
Der Mordfall erregte über die Grenzen Deutschlands hinaus große Aufmerksamkeit. Die Tagesschau jedoch ignorierte den Fall vollständig und berichtete nicht. Als Begründung hieß es, der Fall habe lediglich regionale Bedeutung. Im späteren Prozess im März 2018 wurde Hussein K. wegen Mordes und besonders schwerer Vergewaltigung zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest, die Sicherungsverwahrung wurde jedoch unter Vorbehalt angeordnet.
Bis heute ist weder das Alter noch die Herkunft des Mörders von Maria Ladenburger eindeutig geklärt.