💙💛 Regina Laska@Sunnymica
Die USA ziehen also 5.000 Soldaten aus Deutschland ab.
Trump scheint sich nicht von seinem Wut-Koller erholen zu wollen. Eine ganze Brigade-Kampfgruppe soll Deutschland verlassen. In den nächsten sechs bis zwölf Monaten.
Aber das ist längst nicht alles.
Wie gestern bekannt wurde, werden auch die Langstreckenwaffen, die nach dem Plan der Joe Biden-Regierung noch in diesem Jahr nach Deutschland verlegt werden sollten, gar nicht erst bei uns ankommen.
Auf den ersten Blick möchte man meinen, es liege an unserem Kanzler.
Weil Friedrich Merz am Montag in Marsberg gesagt hat, die ganze US-Nation werde von Iran „gedemütigt“, die Amerikaner hätten „keine wirklich überzeugende Strategie“, man müsse sich an Afghanistan und Irak erinnern.
Bullshit.
Das alles hatte er, sachlich identisch, schon am 3. März im ZDF gesagt – nach seinem Besuch im Weißen Haus.
Damals habe ihm Donald Trump noch „erneut versichert“, dass die USA an ihrer Truppenpräsenz festhalten.
Acht Wochen lang: keine Reaktion aus Washington.
Auch nach Marsberg: zwei Tage Stille.
Am Mittwoch telefonierte Trump allerdings anderthalb Stunden mit Wladimir Putin.
Themen laut Kreml: Iran, Ukraine, Waffenruhe zum 9. Mai für Putins Militärparade.
„A good talk“, sagt Trump.
Dann legt er auf.
Und tippt.
Zweimal arbeitet er sich direkt nach dem Putin-Telefonat an Merz auf Truth Social ab.
Nur wenige Stunden hintereinander.
Warum es durchaus mit Putin zu tun haben könnte?
Das hat mit einem Detail zu tun, das in der deutschen Berichterstattung bislang erstaunlich leise blieb: Reuters meldete, dass genau jenes Bataillon nicht mehr kommt, das für die Stationierung von Long-Range-Fires vorgesehen war – Tomahawks, Hyperschallwaffen, Marschflugkörper mit Reichweiten bis tief nach Russland.
Biden hatte ihre Stationierung 2024 angekündigt.
Moskau reagierte damals sofort: „Casus Belli“, Vergleich mit der Pershing-Eskalation. Frau Wagenknecht und Co. hatten sich wortreich dagegen abgearbeitet.
Genau dieses Bataillon kommt jetzt nicht.
Das ist nicht der Beifang einer Trump-Beleidigungssalve.
Das ist Punkt eins auf der russischen Wunschliste – seit zwei Jahren öffentlich formuliert.
Und er wird umgesetzt.
Marsberg ist der kommunizierbare Auslöser.
Der Zeitpunkt erzählt eine andere Geschichte.
Wenn sicherheitspolitische Entscheidungen zeitlich und inhaltlich so präzise mit den Interessen des Kremls übereinanderliegen, dann stellt sich nicht mehr die Frage, ob das Zufall ist.
Sondern wie viele Zufälle man noch glauben will.