Shira S , MD@RealSHIRA
Betrachten wir Herrn Drosten einmal aus der gebührenden Distanz – dritte Person, akademischer Habitus, Skalpell statt Mikrofon. Der Herr Virologe behauptet allen Ernstes, die Coronamaßnahmen seien wegen des niedrigen Bildungsniveaus in Deutschland notwendig gewesen. Eine bemerkenswerte These, die zunächst einmal ein beachtliches Maß an Selbstüberschätzung offenbart. Denn was ist das für ein Bildungsbegriff, der pauschal 80 Millionen Menschen kognitive Defizite attestiert, während er selbst weder Ökonom noch Jurist noch Soziologe ist? Herr Drosten überschreitet hier seine fachliche Zuständigkeit – und das mit einer Arroganz, die selbst in Elfenbeintürmen selten geworden ist.
Die empirische Evidenzlage ist nämlich eine andere: Die Maßnahmen waren nicht wegen eines Bildungsdefizits notwendig, sondern wegen eines Politikdefizits. Weil Leute wie Baerbock, Göring-Eckardt, Klingbeil und Merz – also die gesamte Berliner Funktionärskaste – keine Risikokommunikation beherrschen, sondern nur Verbote. Weil der ÖRR aus Bildungsauftrag eine Einschaltquoten-Kuschelrunde gemacht hat. Weil die Amadeu Antonio Stiftung lieber über "Hass im Netz" forscht, als mal Grundrechte zu lesen. Und weil linke NGOs den Begriff "Mündigkeit" für eine Steuergeldquelle halten.
Herr Drosten, Sie haben sich geirrt: Nicht das niedrige Bildungsniveau des Bürgers zwang zum Lockdown, sondern das niedrige politische Niveau derer, die Ihre Ratschläge ungefiltert in Rechtsverordnungen gossen. Sie sind nicht der Lehrer einer schlauen Klasse. Sie waren der Hofastrologe einer regierenden Bildungsverweigerer-Koalition. Und jetzt tun Sie so, als wären wir die Dummen?
Das ist nicht nur fachlich fragwürdig – das ist die eigentliche Arroganz.
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