Rotfuchs-Protokoll

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@Rotfuchs_

Dekonstruieren fehlerhafter Denksysteme | Logbuch-Serie, Glossar & Buch in Arbeit auf https://t.co/URbFBZ3KQV | Welchen Code hast du? 🦊 #Systemhack

参加日 Eylül 2025
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Willkommen beim Rotfuchs-Protokoll. Was machen wir hier? Wir dekonstruieren. Während sich die Welt in emotionalen Debatten, moralischer Empörung und Kulturkämpfen verliert, analysieren wir die Mechanik dahinter. Wir trennen die physikalische Realität (Hardware) von ideologischen Illusionen (Software). 🦊🧵
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Die Behauptung, es seien weltweit nur zwei Kraftwerke gebaut worden, ignoriert den kompletten globalen Markt. In Ländern wie Südkorea oder den Emiraten gehen hochmoderne Anlagen verlässlich ans Netz. Und zur Konzern-Frage: Die größten und reichsten Konzerne der Welt – Microsoft, Google und Amazon – kaufen gerade im großen Stil Kernkraft ein oder finanzieren Laufzeitverlängerungen, weil ihre neuen Rechenzentren ohne absolut verlässlichen Dauerstrom gar nicht überleben können. Das angebliche 'tote Pferd' zieht gerade die gesamte globale KI-Wirtschaft.
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Jefferson
Jefferson@TomasJeffjeff·
@Rotfuchs_ @det42 Es wurden in den letzten 10 Jahren genau ZWEI AKW gebaut Und die sind beide nicht profitabel! KEIN EINZIGER KONZERN WILL AKW BAUEN Ihr reitet ein totes Pferd das längst beerdigt und verwest ist und versucht es mit Bullshit zu füttern
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Es ist immer dasselbe Muster: Es werden 3 Cent für Solarstrom an einem sonnigen Tag mit künstlich hochgerechneten 49 Cent für Atomkraft verglichen. Was dabei für das Publikum immer verschwiegen wird: Die gigantischen Kosten für Speicher und Gaskraftwerke, die unweigerlich einspringen müssen, wenn es dunkel ist. Eine halbe Rechnung ist keine Wahrheit. 📉☢️
Dominic Ressel@DominicRessel

Die schwachsinnige Fraunhofer-Modellrechnung (Achtung: es ist keine Studie und wurde nie in einem Journal veröffentlicht) hat es aufs internationale Desinformations-Parkett geschafft.

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Gr@ntlɘr 🥨🍺
Gr@ntlɘr 🥨🍺@oida_grantler·
Es gibt noch gute Nachrichten: Bundesgerichtshof watscht die sogenannte Umwelthilfe ab!
Gr@ntlɘr 🥨🍺 tweet media
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Immer nur nach mehr Netzausbau zu rufen, löst unser Kernproblem nicht. Ein Kabel produziert keinen Strom und speichert auch keinen. Wenn im Winter der Wind bundesweit stillsteht, bleiben auch die neuen, sündhaft teuren Trassen einfach leer. Und es ist wirtschaftlicher Irrsinn, unser Stromnetz so gigantisch auszubauen, dass es auch die letzte Spitze am stürmischsten Tag des Jahres aufnehmen kann. Das ist, als würde man eine Autobahn mit 100 Spuren bauen, nur für den einen Tag im Jahr, an dem alle gleichzeitig in den Urlaub fahren
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Berti
Berti@BertiHefner·
@Rotfuchs_ @djpr Es ist somit ein Versagen im Netzausbau. Will Frau Teiche den nun beschleunigen? Eher das Gegenteil
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DJ P.R. 🙄
Die Gaslobbyministerin hat eine Mission – und Fakten stören dabei nur.
DJ P.R. 🙄 tweet media
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Wer bei modernem Fracking noch an giftige Chemikalien denkt, hat ein Bild aus den 90er Jahren im Kopf. Heute besteht die Flüssigkeit zu 99,5 Prozent aus Wasser und gewöhnlichem Sand. Die restlichen 0,5 Prozent sind Zusatzstoffe, die wir jeden Tag völlig bedenkenlos in Zahnpasta oder Speiseeis verwenden. Und unser Grundwasser wird durch meterdicke Spezialrohre und massiven Zement – ein hochsicheres Multi-Barriere-System – absolut sicher vom Bohrloch getrennt. Heimisches Gas unter unseren strengen Umweltauflagen zu fördern, ist weitaus sauberer, als es tiefgekühlt um den halben Globus zu schiffen.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Das ist die totale Blockade in einem Bild: Erst verbieten wir aus Umweltschutz unsere eigene, saubere Gasförderung vor der Haustür. Dadurch zwingen wir uns, teures Fracking-Gas aus den USA auf -162 Grad herunterzukühlen und mit Schweröltankern über den Ozean zu schiffen. Und jetzt klagen genau dieselben Umweltorganisationen gegen die Terminals, an denen dieses Notfall-Gas ankommen soll, um uns im Winter warmzuhalten. 📉🚢
Deutsche Umwelthilfe@Umwelthilfe

Sicherheitsbedenken am LNG-Terminal in Brunsbüttel: Wir reichen mit Bürgerinitiative Widerspruchsbegründung ein. Wir fordern Gesamtprüfung zu zentralen Sicherheitsfragen, Klimaauswirkungen und Umweltrisiken und Aussetzung der aktuellen Teilgenehmigung! duh.de/presse/pressem…

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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Ein Meisterstück der Wortklauberei: Ein Faktencheck kritisiert, es würden keine 3 Milliarden Euro an Strom 'weggeworfen', das sei nur 'geografische Umverteilung'. Die harte Realität: Wir müssen Windräder abschalten, den Wind ungenutzt vorbeiblasen lassen und stattdessen teure Gaskraftwerke anwerfen, um einen Blackout zu verhindern. Das kostet uns fast 3 Milliarden Euro. Wer saubere Kraftwerke bremst, um fossiles Gas zu verbrennen, wirft Geld und Potenzial zum Fenster hinaus. 💸🛑
DJ P.R. 🙄@djpr

Die Gaslobbyministerin hat eine Mission – und Fakten stören dabei nur.

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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Ein steil steigendes Diagramm sieht immer dramatisch aus, verfehlt hier aber komplett die Realität unserer Stromrechnung. Der Unterschied ist simpel: Der reine Rohstoff macht bei diesen Kraftwerken nur einen winzigen Bruchteil der Gesamtkosten aus. Wenn sich dieser winzige Teil vervierfacht, ändert das den finalen Strompreis fast gar nicht. Wenn sich aber Gas oder Kohle vervierfachen, explodieren die Kosten sofort, weil diese Kraftwerke Unmengen davon fressen müssen.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Uran-Preis hat sich in den letzten 10 Jahren vervierfacht. Und wer früher fleissig bei Rosatom eingekauft hat, sollte das Wort "Bittsteller" nicht so offensiv führen.
Hematophagian tweet media
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Der ultimative Rechenfehler der Debatte: 'Bauen wir einfach zehnmal so viele Solaranlagen, dann reicht der Strom auch im Winter.' Die harte Realität: In einer windstillen, grauen Winternacht auf unserem Breitengrad liefert Solar fast gar nichts. Und zehnmal fast nichts rettet keine einzige Fabrik. Im Sommer müssten wir diese Anlagen massenhaft abschalten, weil das Netz platzt. Man kann fehlenden Dauerstrom nicht einfach durch Materialschlacht ersetzen.
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Volker Weidner
Volker Weidner@hack_mac·
Sie haben einen Denkfehler. Im Winter gibt es vielleicht weniger Solarstrom (aber nie NULL). Dafür gibt es mehr Windstrom. Das Einzige, was wir brauchen ist genug Batteriespeicher, um wenige Tage (wenigstens 0,5 maximal vielleicht 4) zu überbrücken. Wird eine Dunkelflaute zu lange, kann man konventionelle Notkraftwerke einsetzen, um die Batterien wieder zu füllen. Das wird aber um so seltener, je mehr EE PRODUKTION vorhanden ist. Und hier kommt ihr Denkfehler: Man kann die Produktionsseite relativ billig viel zu groß auslegen. Im Winter hat man nur ein zehntel der Solarerträge? Na dann bauen wir halt zehn mal so viel Solaranlagen. Wo ist das Problem? Schauen sie sich mal die Preisentwicklung von Solarpaneelen an. Und flächentechnisch ist das in Deutschland auch kein Problem. Dann schwimmen wir im Sommer in Energie und können billigst Wasserstoffelektrolyse und Methanisierung durchführen, um Gas für den Notfall oder die chemische Industrie zu haben. AUTARKIE!
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Um diese 8-Cent-Zahl und beliebte Beispiele wie Wunsiedel einmal realistisch einzuordnen: Es gibt einen gewaltigen, extrem teuren Unterschied zwischen dem einfachen Tag-Nacht-Rhythmus und den Jahreszeiten. Vorzeigeprojekte wie Wunsiedel sind handwerklich super gemacht – aber sie lösen nicht das Problem unserer Industrie. Sie puffern kleine Mengen für kurze Zeit. Das wahre Problem unseres Netzes ist aber der Winter. Wir leben auf dem 48. Breitengrad, da haben wir im Dezember oft wochenlang weder nennenswerte Sonne noch Wind. Allein in einer einzigen Flaute Ende 2024 fehlten uns unfassbare 5,5 Milliarden Kilowattstunden Strom. Wir müssten also den Sonnenstrom aus dem Sommer über viele Monate hinweg aufheben. Wenn wir das mit den Batterien aus Wunsiedel machen wollten, könnten wir das ganze Land damit zupflastern und wären finanziell ruiniert. Solche gewaltigen, monatelangen Speicherlösungen kosten Unsummen und sind in dem Preis für einfachen 'Solarstrom mit Kurzzeit-Speicher' schlichtweg nicht eingerechnet. Wer so rechnet, plant ein ganzes Industrieland mit der Batteriekapazität eines Wohnblocks.
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Volker Weidner
Volker Weidner@hack_mac·
@Rotfuchs_ Solarstrom kostet 4 Cent ohne Speicher und 8 Cent mit Speicher. Sie können gerne den Speicher mit einberechnen.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Die Antwort darauf ist simple Logik: Weil Uran als Rohstoff extrem billig ist und Vorräte für Jahre sichert. Wenn du aber den fertigen Strom im tiefsten Winter aus dem Ausland kaufen musst, diktieren die Nachbarn den Preis. Du gehst davon aus, dass Frankreich oder andere Länder immer und jederzeit gigantische Strom-Überschüsse für uns bereithalten. Wenn aber in ganz Europa Flaute herrscht, versorgen diese Länder zuerst ihre eigene Bevölkerung. Wer sich freiwillig in diese Bittsteller-Rolle begibt, gibt jede Kontrolle über seine eigenen Strompreise und seine Sicherheit auf.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Falscher Vergleich. Warum Uran kaufen, wenn ich einfach Strom kaufen kann?
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Da vergleichst du zwei völlig verschiedene Arten von Abhängigkeit. Für Gas brauchen wir ständige Schiffladungen oder dauerhaft offene Pipelines – das macht uns extrem erpressbar. Uran hat dagegen so viel Kraft auf kleinstem Raum, dass man den Vorrat für viele Jahre ganz entspannt direkt im Kraftwerk einlagern kann. Und wir müssen das auch nicht bei Diktatoren kaufen: Die größten Lieferanten sind stabile Demokratien wie Kanada und Australien. Dass unser direkter Nachbar und Verbündeter Frankreich es anreichert, ist ein perfektes europäisches Zusammenspiel und kein Sicherheitsrisiko wie eine Gaspipeline ans andere Ende der Welt.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Solange wir die fossilen Brennstoffe aus teilweise fragwürdigen Ländern beziehen ist dieses Argument ....hinfällig. Das gilt insbesondere auch für Uran. Dessen Anreicherung eh schon immer in Frankreich stattfand.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Der beliebte 'Drucker-Trick' in der Energie-Debatte: Man freut sich, dass der Bau eines Gaskraftwerks schön billig und schnell geht. Was dabei gerne verschwiegen wird: Sobald es steht, müssen wir jahrzehntelang sündhaft teures Gas importieren und verbrennen, um es am Laufen zu halten. Wer nur auf die Baukosten schaut und die Folgekosten ignoriert, macht eine Milchmädchenrechnung auf. 🖨️💸
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Det
Det@det42·
@Rotfuchs_ Speicher ist billig und "will" privat finanziert werden. Gaskraft ist auch billig (1/20 von AKW) und schnell (1/4 der Zeit) aufgebaut, liegt bei 10% der Gesamtkosten. Da glaubst du ernsthaft, das Risiko AKW-Bau 20 Jahre lang und vorfinanziert mit zig Mrd. ist da attraktiver?
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Sich im Notfall einfach auf den Strom der Nachbarn zu verlassen, ist eine bequeme Illusion. Wenn bei uns im Winter der Wind wochenlang stillsteht, herrscht genau dieses trübe Wetter meistens in ganz Mitteleuropa. Wenn dann mehrere Länder gleichzeitig Strom aus Frankreich kaufen wollen, reicht das schlichtweg nicht für alle. Eine große Industrienation kann ihre absolute Überlebensgarantie nicht an das Prinzip Hoffnung und die Kraftwerke der Nachbarn auslagern.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ tbf: den kann ich auch aus Frankreich kaufen. die "wir müssen autark sein"-Diskussion konnte ich nie nachvollziehen. Weil wegen 2 Wochen Flaute brauchts wirklich kein AKW.
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Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Selbst wenn wir alle alten Braunkohle-Gruben fluten, fehlt uns im Flachland die Fallhöhe für echten Strom. Und die Mengen reichen einfach nicht: Allein in der Flaute im Dezember 2024 fehlten uns 5,5 Terawattstunden. Wir leben hier auf dem 48. Breitengrad – im Winter gibt es kaum Sonne. Unser Netz braucht aber zwingend und dauerhaft 50 Hertz, besonders wenn wir als Standort für neue KI-Rechenzentren überleben wollen. Bis die echte Kernfusion marktreif ist, bleiben moderne Kernkraftwerke schlichtweg die sauberste, gesamtheitliche Lösung, um diese gewaltige Grundlast zu sichern.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Och - ich behaupte nicht, dass das die einzige Lösung wäre (...wie andere hier). Aber ganz sicher kann ich das in jede Braunkohle-Mine bauen. Davon gibts ja einige. Ich bin noch nichtmal ein absoluter AKW-Gegner. Nur ist das sicher keine Lösung für alles.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Ein echter Klassiker der Debatte: Wenn die Naturgesetze stören, wird einfach ein gemaltes Fantasie-Bild gepostet. Dieser künstliche Mega-See existiert nur auf dem Papier. In der Realität würde ein solches Bauwerk unfassbare Flächen an Natur zerstören, Milliarden verschlingen und trotzdem nur einen Bruchteil unseres Strombedarfs speichern. Fabriken laufen nicht mit Konzeptkunst. 🎨🛑
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Ein Loch im Boden ist noch lange kein Stromspeicher. Aus Kohle holt man extrem gebündelte Energie. Wenn man genau denselben Tagebau einfach mit Wasser füllt, hat man einen schönen Badesee, aber keinen Strom. Damit ein Wasserspeicher funktioniert, braucht man zwingend einen riesigen Berg und ein zweites Becken weit oben, damit das Wasser überhaupt fallen und Kraft erzeugen kann. Und selbst dann reicht die Energie in so einem See für ein ganzes Land vielleicht ein paar Stunden.
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Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Fläche und Aufwand sind vergleichbar. Lass ich nicht gelten.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Um das Ganze mal realistisch zu betrachten: Es ist völlig normal, dass verschiedene Anbieter im Strommarkt ihr Stück vom Kuchen wollen und damit Geld verdienen möchten. Das Problem entsteht, wenn wir dabei die Basis aus den Augen verlieren. Die oberste Regel für unser Netz lautet: Es muss stabil bei 50 Hertz bleiben, sonst bricht alles zusammen. Erfolgreiche Länder haben riesige natürliche Wasserreservoirs in den Bergen, die wie gigantische Batterien wirken. Wir haben diese Berge nicht. Der Versuch, das bei uns in der nötigen Größe künstlich nachzubauen, ist flächenmäßig und finanziell eine reine Illusion. Gleichzeitig steht die nächste große industrielle Revolution vor der Tür: Riesige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Jedes einzelne davon benötigt den Dauerstrombedarf eines ganzen Kraftwerks. Diese Technologie wandert genau dorthin, wo der Strom 24 Stunden am Tag sicher und günstig fließt. Wenn wir unsere Basisversorgung vernachlässigen und auf künstliche Seen hoffen, klemmen wir uns schlichtweg selbst vom Fortschritt ab.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Wenn sie wollen, dann dürfen sie ja für 100% Nuklear plädieren. Nur dass wird nicht passieren. Und ist wahnwitzig teuer. Und macht uns abhängig. Alle erfolgreichen EE-Länder haben Speicher. Die meisten natürliche (Wasser). Die könnte man übrigens auch künstlich anlegen.
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Um diesen Denkfehler einmal ganz aufzulösen: Es stimmt, dass sich Dauer-Kraftwerke und Wetter-Strom im selben Netz wirtschaftlich beißen. Wenn der Wind stark weht, ist plötzlich zu viel Strom da, und die großen Kraftwerke müssen auf die Bremse treten. Der entscheidende Punkt ist aber die Lösung dieses Konflikts. Die Lösung kann doch nicht sein, die verlässlichen, sauberen Kraftwerke abzuschalten, nur um dann im Winter doch wieder teures Erdgas verbrennen zu müssen! Frankreich hat dieses Rechenbeispiel verstanden. Sie haben bereits sauberen Strom rund um die Uhr. Wenn sie jetzt massiv Wetter-Strom dazubauen würden, müssten sie ihre bestehenden Anlagen ständig an- und ausschalten. Das macht den Strom für die Menschen dort teurer, macht das Netz instabiler und spart kein einziges Gramm CO2 zusätzlich ein. Manchmal ist es die schlauste Entscheidung, einfach aufzuhören, Probleme in ein Netz einzubauen, das eigentlich schon gut funktioniert.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Winter ist Gas. Keine Speicher. Wenn AKWs keine Lastfolge können (oder wollen) ist jedes AKW/EE-Szenario tot, weil sie sich gegenseitig ausschließen. Das merken die Franzosen gerade und stoppen den EE-Ausbau. Auch widersinnig.
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Manuel Ostermann
Manuel Ostermann@M_Ostermann·
Für Einigkeit und Recht und Freiheit 🇩🇪
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Rotfuchs-Protokoll
Rotfuchs-Protokoll@Rotfuchs_·
Die Rechnungen, die eine angebliche Kostenparität versprechen, lassen genau die riesigen Speicher für den Winter weg, die absolut unbezahlbar sind. Und zu deinem zweiten Punkt: Natürlich laufen diese Kraftwerke am günstigsten, wenn sie einfach durchlaufen. Aber wer zwingt sie denn zum ständigen Bremsen und Beschleunigen? Das machen wir selbst, indem wir das Netz von den Launen des Wetters abhängig machen. Dem verlässlichen Kraftwerk die Schuld für das Chaos des unzuverlässigen Stroms zu geben, verdreht schlichtweg Ursache und Wirkung.
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Hematophagian
Hematophagian@hematophagian·
@Rotfuchs_ Dazu gibt es Hochrechnungen - die mehr oder minder eine Kostenparität aufzeigen. Tendenziell billiger EE. Aber: die 15ct erreicht das AKW auch nur unter Volllast. Lastfolge verschlechtert die AKW-Kosten.
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