
Ich war schon gegen Hausdurchsuchungen wegen Äußerungsdelikten, bevor es die bürgerliche und kleinbürgerliche Mitte und Rechte getroffen hat. #Bolz #linksuntenindymedia #RadioDreyeckland
Thomas Apitz
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@as1ap
Der Andere könnte recht haben.

Ich war schon gegen Hausdurchsuchungen wegen Äußerungsdelikten, bevor es die bürgerliche und kleinbürgerliche Mitte und Rechte getroffen hat. #Bolz #linksuntenindymedia #RadioDreyeckland















Die gefühlten Wahrheiten von Queer & Co.: Noch immer ist im linken Lager die Tragweite der Identitätspoliitik, wie sie etwa im Queerfeminismus verdichtet auftritt, nicht begriffen worden. Ein unterschätzter Aspekt: Es offenbart sich hier eine politische Kultur, die nicht mehr alle Tassen im Schrank zu haben scheint. Der Geschlechterkampf, wie ihn derzeit die Neolinke versteht und praktiziert, ist ja nicht einfach nur »so einfallslos wie der Klassenkampf« (Norbert Blüm); er unterbietet sogar das dichotome Weltbild mancher Vulgärmarxisten. Während die halbe Welt intuitiv begreift, dass die plumpe Rhetorik gegen Männer bzw. weiße Männer ein Feindbild konstruiert, das kategorischer kaum sein könnte, halten sich ihre Anwender auch noch für erhaben. Sie glauben wirklich, dass sie damit sublimer denken als die Rechten, weil es damit ja nicht gegen »die Ausländer« ginge. Dass der migrationskritische Diskurs, von dem man offenbar mit einem alternativen Sündenbock weglenken will, so kategorisch gar nicht strukturiert ist, checkt man da ebenso wenig wie den Umstand, dass man mit so einer maximal undifferenzierten Feindbestimmung noch dümmer als die extreme Rechte wirken kann. Spätestens, wenn Linke groß die Keule »gegen Hass und Hetze« schwingen, zugleich aber offenen Männerhass propagieren und auch Frauen oder Migranten mit Hetze überziehen, wenn sie die eigenen Dichotomien nicht anerkennen, ist das geistige Elend der Identitätspolitik offensichtlich. Wer mit unterkomplexen Mantras wie »Transfrauen sind Frauen«hantiert und bereits die Annahme einer biologischen Zweigeschlechtlichkeit als Ausweis von Demokratie- und Menschenfeindlichkeit bekämpft, der betreibt nicht nur Kulturkampf und kommunikative Polarisierung, der zeigt auch eine sektiererische Sicht auf die Welt, der nicht zu trauen ist – in keinem Politikfeld. Zurecht: Denn der epistemische Modus der Identitätspolitik steht für die Geringschätzung des Arguments – und macht gefühlte Wahrheiten sogar zum Leitprinzip. * * * Äußerlichkeiten als Kriterium für den falschen Standpunkt Die Abwertung von Stimmen aufgrund von Merkmalen wie Männlichkeit oder Weißsein ist ad hominem at its best: Es werden dabei nämlich die äußerlichen Merkmale einer Person als (Schein-)Argument herangezogen, das keinen Widerspruch erlaubt. Der (einzelne) Angehörige einer Gruppe soll demnach am besten Bescheid wissen aufgrund einer durch den Schleier der wahrgenommenen Essenz gefilterten Identität – auch über komplexe soziale Probleme, die Segmente der Sektionen ganz unterschiedlich betreffen. Das schließt sowohl aus, dass jene Person auch Träger problematischer, ja reaktionärer Denkstrukturen (oder bloß dumm) sein kann, als auch die Möglichkeit, dass Angehörige von Gruppen mit anderer ideologischer Strukturierung, selbst der politische Gegner, in bestimmten Fragen richtige Beobachtungen machen und plausible Argumente haben können, die erkenntnisrelevant sind. Insgesamt werden dadurch das reflexive Korrektiv vermindert und Diskurse inkonsistent; es kommt zum geistigen Sektierertum, das bloß von einem diffusen Kanon moralischer Glaubenssätze zusammengehalten wird – und letztlich zum Abdriften ins Postfaktische. Deutlich sehen wir diese Tendenz bei der in den sozialen Medien aktiven Neolinken, wo die Schubladisierung persönlicher Eigenschaften, aber auch der Verweis auf die richtigen/falschen Kontakte und Referenzen die Sachebene ersetzt hat. Es wird so die ständige und pauschale Ablehnung vermeintlich antagonistischer Inhalte zum Motor der eigenen Meinungsfindung, ja zum sinnstiftenden Moment. Wahrheiten und Definitionen werden dann affektiv und situativ verschoben, so dass die Identität, die auf dem Antagonismus zum angenommenen Bösen gründet, aufrechterhalten werden kann. Die Causa Vollbrecht ist dafür ein Musterbeispiel. Hier ist der Wille queerpolitischer Akteure zur Dämonisierung von sogenannten TERFs deutlich erkennbar und spiegelt sich in zum Teil absurden Narrativen wider, die ad hoc in der Auseinandersetzung entstanden sind. Insbesondere das Verdikt des Rechtsextremismus oder gar Faschismus, für den TERFs stehen würden, ist eine Engführung, die man wissenschaftlich korrekt als Bullshit bezeichnen muss. Dieser ultimative move zur Immunisierung vor Kritik steht sinnbildlich für das durch die Digitalisierung geförderte Polarisierungsproblem, dass die politischen Milieus immer weniger zur Auseinandersetzung mit anderen Argumenten bereit sind. {Marcks & Zimmermann, Zurück nach vorn. Ein sozialrepublikanisches Panorama, Bd. 2, Vertiefung zu Fn. VII.23}

Soziologismus vs. Biologie: Der Evolutionsbiologe @SwipeWright hat Ende 2025 ein viel diskutiertes Paper zur Frage veröffentlicht, wie viele Geschlechter es gibt (»Why There Are Exactly Two Sexes«): link.springer.com/article/10.100…. Dazu hat er auch dem Skeptiker von der @gwup ein Interview gegeben: gwup.org/skeptiker-arti… Und darin wiederum geht er auf eine Replik von Dana Mahr ein. Das ist jene Person, die rund um die Causa Vollbrecht Vorstellungen der Zweigeschlechtlichkeit mit einem »reaktionären Biologismus« in Verbindung brachte, der einer »faschistoiden« Logik folge. Nun ist es natürlich nicht falsch, dass es insbesondere in rechtsextremen Diskursen biologistische Ideologeme gibt, etwa wenn dort die soziale Rolle von Frauen durch die Biologie determiniert gesehen und damit quasinaturalisiert wird. Oder wenn dort sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten jenseits des Heteronormativen als widernatürlich oder gar abartig begriffen werden. Allein, der durchschnittliche Binaritätsvertreter hat mit Rechtsextremismus wenig bis gar nichts am Hut. Es ist schlichtweg ein universales Prinzip, das je nach ideologischem Kontext ganz unterschiedlich verarbeitet wird, mal progressiv, mal reaktionär. Sonst wären ja quasi alle Völker faschistoid. Zumal hierzulande die meisten binaries doch recht modernen Auffassungen von Geschlecht und Sexualität anhängen, beides zumindest als veränderbar und soziale Rollen oder Identitäten mitunter als sozial konstruiert begreifen. Dass das Ganze dennoch in Vorstellungen der Zweigeschlechtlichkeit (plus intersexuellen Variationen) eingefasst ist, hat nichts mit Biologismus zu tun. Das ist schlichtweg Biologie, kontextualisiert mit modernem, auch soziologischem Wissen über Geschlecht und Sexualität. Ein durchaus aufgeklärter Mix. Und keineswegs reaktionär. Eigentlich ist es andersrum: Die Negation der Zweigeschlechtlichkeit steht für einen esoterischen Soziologismus, der Grundlagen der Biologie attackiert. Er ist das antiaufklärerische Pendant zum rechtsextremen Biologismus, der Grundlagen der Geschlechtersoziologie attackiert. Es spricht für sich, dass die Mahr‘sche Replik auf den biologischen Fachartikel von Wright sich zwar Argumenten aus der Biologie widmet, mit Quellen und Methoden aus der Biologie aber nicht arbeitet. Es ist eine pseudoprogressive Begriffskasperei, die keine Erdung in der materiellen Realität mehr hat. * * * Die Leugnung tatsächlicher biologischer Unterschiede Grundsätzlich ist die Differenzierung von sex und gender sinnig. Um ihren plausiblen Kern nachzuvollziehen, hier eine Metapher: Das Ding, das wir Pferd nennen, gibt es objektiv, als Summe biologischer Fakten. Dass wir es Pferd nennen und nicht zum Beispiel mit Eseln gleichsetzen (also wie wir die Fakten sortieren), ist hingegen sozial konstruiert – und ebenso, welche soziale Rolle wir dem Pferd beimessen, etwa als Reittier, Schönheitsideal oder Freund des Menschen. Letztere Aspekte sind sozusagen das genderder Pferd*innen, ihre soziale Identität. Butler, obwohl eine Inspiratorin dieser Denkweise, ging nun von Anfang an über die Lesart hinaus, die unter queerpolitischen Aktivisten durchaus länger dominant war: nämlich die von cis-und trans- als (Nicht-)Übereinstimmung von biologischem und sozialem Geschlecht bzw Geschlechtsidentität. Denn schon früh postulierte sie, dass auch biologische Kategorien sozial konstruiert seien, dass Geschlechtlichkeit durch Sprachakte erzeugt werde (Performativität). Es erwiese sich nämlich »dieses Konstrukt namens ›Geschlecht‹ vielleicht als ebenso kulturell hervorgebracht wie die Geschlechtsidentität. Ja, möglicherweise ist das Geschlecht (sex) immer schon Geschlechtsidentität (gender) gewesen«. Wir wollen hier nicht diskutieren, ob es eine späte Einlösung des Butler‘schen Postulats darstellt, wenn neuerdings die bloße Annahme einer biologischen Binarität – selbst bei Anerkennung der sozialen Konstruiertheit geschlechtlicher Rollen und Stereotype – als Biologismus diffamiert wird. Festzustellen ist hier, dass Biologie natürlich immer auch insofern sozial konstruiert ist, als menschliche Gemeinschaften biologische Fakten intersubjektiv definieren und begrifflich sortieren. Ein biologisches Phänomen ist dabei stets vielschichtig, so dass es eine Frage geteilter Normen, mitunter des Blickwinkels ist, wo seine Grenzen zu ziehen sind. So unterscheiden wir zum Beispiel weibliche Menschen zweistufig als Mädchen und Frau, wo es theoretisch auch drei, vier Stufen in der Sprache geben könnte. Und zugleich bleibt stets diffizil, woran der Übergang festzumachen ist: zum Beispiel an einer körperlichen Reife, die man an der Menstruation markiert, oder einer geistigen, die man tentativ mit einer Alterszahl veranschlagt. Nichts davon ändert aber etwas an der Tatsache, dass es weibliche Körper (in unterschiedlichen Ausprägungen) gibt. Aus dieser Ambiguität machen die Neolinken eine Arbitrarität, wenn sie eine Summe biologischer Fakten durch neue Konstrukte für beliebig auflösbar halten, wo tatsächlich bloß ihre Konzeptualisierung und Klassifizierung sozial konstruiert ist. Die Kritik am vermeintlichen Biologismus ist im Grunde eine Leugnung von Biologie, ein esoterischer Soziologismus, der materielle Gegebenheiten unter das Primat der Imagination stellt – und damit den Nexus zwischen biologischer Realität und sozialer Wirklichkeit ideologisch überformt. Biologischen Fakten wohnt eben eine normative Disposition inne, mit der soziale Konstruktionen von Körperlichkeit im Einklang stehen müssen, wenn Biologie als Wissenschaft nicht ad absurdum geführt werden soll. Ein Huhn eignet sich kaum als Lastentier wie ein Pferd, ein Wurm nur bedingt als Kompagnon wie ein Hund – egal, welche Sprachakte eine andere Performativität schaffen sollen. Auch ein Pferd, dem Flügel angepflanzt wurden, bleibt ein (modifiziertes) Pferd, so wie ein kastrierter Hengst ein (funktional reduzierter) Hengst oder eine unter Pferden sozialisierte Katze eine (equide) Katze bleibt. Sinnig mag es hingegen sein, Pferd und Esel in einer Oberkategorie aufgehen zu lassen oder Unterkategorien von Pferden und Eseln im sprachlichen Alltag dominant zu machen. Aus einem Pferd einen Esel zu machen, steht aber für einen Neokreationismus, der den esoterischen Glauben über die biologische Realität stellt. Kurz: Sexualbiologie und die queere Genderlehre verhalten sich in etwa so zueinander wie Astronomie und Astrologie. {Marcks & Zimmermann, Zurück nach vorn. Ein sozialrepublikanisches Panorama, Bd. 2, Vertiefung zu Fn. VII.29}

Spain is crushing it ⚡🇪🇸 Solar is delivering the equivalent of 27 nuclear plants during the day. Pumped hydro stores ~3 nuclear plants worth. Batteries already stepping in. This isn’t a generation problem anymore. It’s storage scale. Energy scarcity → energy timing. #BESS




Die Bundesregierung wird für die Jahre 2026 bis 2028 den #Industriestrompreis einführen. "Erstmals überhaupt schaffen wir den Rahmen für einen Industriestrompreis, mit dem wir speziell die für Deutschland wichtigen energieintensiven Industrien entlasten", so Ministerin Reiche.