Audrey
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Ferrari hat gestern sein erstes vollelektrisches Auto vorgestellt. Die Aktie fällt daraufhin heute in Mailand um mehr als 6%. Der Name: Ferrari Luce. Der Preis: 550.000 €. Die Leistung: über 1.000 PS, vier Elektromotoren, 0-100 in 2,5 Sekunden, mehr als 500 km Reichweite. Auf dem Papier beeindruckend. Der Markt war trotzdem nicht begeistert. Warum? Das Auto bricht mit fast allem, wofür Ferrari steht. Es ist kein Sportwagen, es ist eine viertürige Limousine mit fünf Sitzen und 600-Liter-Kofferraum. Entworfen mit Jony Ive, dem ehemaligen Apple-Chefdesigner. Mit einem Glasdach, das eher an ein Luxushotel erinnert als an Maranello. Ferrari verkauft keine Autos. Ferrari verkauft Identität. Und Investoren fragen sich gerade, ob die Luce die richtige Identität verkauft. Das Timing ist pikant. Porsche und Lamborghini fahren ihre EV-Ambitionen gerade zurück - wegen schwacher Nachfrage. Ferrari geht in die entgegengesetzte Richtung. Dabei läuft das Kerngeschäft stark: 39% EBITDA-Marge in Q1 2026, Jahresumsatzprognose bestätigt bei ~7,5 Mrd. €. Fundamental ist Ferrari in ausgezeichneter Verfassung. Das Risiko ist ein anderes. Ferrari hat jahrzehntelang an seiner Marke gefeilt - Knappheit, Exklusivität, Emotionalität. Das ist schwer aufzubauen und leicht zu beschädigen. Die Frage ist nicht ob die Luce ein gutes Auto ist. Die Frage ist ob ein fünfsitziger Familienkombi mit Ferrari-Logo noch ein Ferrari ist. #Ferrari #RACE #Luxusaktien









































