Peter Schmorleitz retweetledi

Und genau hier liegt das Problem:
„Ich arbeite Vollzeit und verdiene genug, um meine vier Kinder zu ernähren. Mein monatliches Einkommen liegt über dem Durchschnitt. Ich tauche in keiner Statistik als Problemfall auf. Und doch komme ich finanziell nur aus einem einzigen Grund zurecht: weil ich keine Miete zahlen muss.
Vor zwanzig Jahren habe ich unsere Wohnung gekauft und renoviert. Für eine identische Wohnung im selben Komplex zahlte unser Nachbar damals unter 600 Euro Miete. Er hatte einen alten Mietvertrag. Vor zehn Jahren verstarb er. Die Wohnung wurde renoviert, und die heutigen Bewohner zahlen monatlich 1800 Euro. Das könnte ich mir nicht leisten. Der Staat würde es allerdings übernehmen, wenn ich im Sozialsystem wäre. Irgendwie stimmt das Gefüge nicht. (...)
Ich habe ausgerechnet, wie [im Transfersystem zu leben] bei mir in Zahlen aussähe. Meine „Bedarfsgemeinschaft“ besteht in dieser Berechnung aus vier Teenagern und mir. Bei einer Miete von 1800 Euro käme ein anerkannter monatlicher Bedarf von 4517 Euro heraus. Diese Summe bekäme ich also, wenn ich keine anderen Einnahmen hätte, vom Staat. Und das ist nur die Basis. Denn zusätzlich gibt es zweckgebundene Mittel für Klassenfahrten, Schulbücher, Sportverein oder Nachhilfe. Setze ich die Höchstsätze für Schulbedarf und angemessene Sätze für etwa Klassenfahrten, Fahrtkosten, Ausflüge und Mittagessen an, komme ich auf eine gesamte Leistung des Staates an mich in Höhe von rund 70.000 Euro jährlich. Das ist netto für kaum einen Erwerbstätigen zu erwirtschaften.“

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