Florian Lachinger retweetledi

(…) Sehe ich das Leid der Menschen in Gaza? Selbstverständlich. Es zerreißt einem das Herz zu sehen, wie Familien ihre Heimat verlieren, wie Häuser, Straßenzüge, Wohngebiete, ganze Städte zerstört werden. Wie Kinder sterben, Menschen hungern. Es macht einen fertig. Und natürlich muss man diesen Menschen helfen. Habe ich Mitgefühl? Ja. Aber Hilfe muss erfolgen, ohne die Terrororganisation Hamas einzubinden oder gar zu stärken.
Zuletzt haben Hilfslieferungen Gaza erreicht, über Hilfsorganisationen, die an den alten Strukturen vorbei operieren. Die Gaza Humanitarian Foundation (GHF) hat die Aufgabe zu helfen - und zwar unter vollständigem Ausschluss von Hamas und Hamas-nahen Strukturen. Das ist gut und wichtig, denn die Hamas kapert Lkw, greift Hilfsgüter ab, kassiert sie ein und verkauft sie überteuert auf dem Schwarzmarkt an die Bevölkerung, um damit ihren Krieg zu finanzieren, ihre Raketen und Gewehre und Tunnelbauten und Verstecke.
Als die GHF-Hilfslieferungen kürzlich an der Hamas vorbei Gaza erreichten, drehten die Hamas-Leute durch: Sie schüchterten die hungernden, leidenden Menschen ein, warnten sie davor, diese Hilfen anzunehmen, bedrohten sie, schossen auf sie.
Letztlich legt die Hamas es darauf an, dass die Menschen in Gaza leiden. Es dient ihren Zielen. Das ist pervers, aber leider wahr. Nur sie selbst will Hilfsgüter und Geld erhalten, und seit mehr als 18 Jahren wird sie gefüttert und gemästet von den USA, Europa, der ganzen Welt. Nur mit diesem Geld hat sie sich ein umfassendes Tunnelsystem gebaut und Waffen produziert, ganz egal, dass derweil die eigene Bevölkerung hungerte und litt.
Bemerkenswerterweise kommt Kritik an diesen neuen, Hamas-freien Hilfsstrukturen von Uno-Generalsekretär Antonio Guterres und ihm nahestehenden Kreisen. Aber siehe da, man muss nur ein bisschen genauer hinschauen und erkennt: Die zuständige Organisation der Uno, nämlich UNRWA, das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten, hat, hoppla!, enge Verbindungen zu Hamas. Es gibt Dutzende offizielle und verifizierte Berichte, wonach UNRWA-Mitarbeiter Terror feiern, Israelis und Juden bedrohen und beschimpfen und Terrorpropaganda verbreiten. Das UNRWA betreibt das größte Schulsystem im Nahen Osten. Immer wieder gibt es glaubhafte Berichte, wonach Lehrkräfte antisemitische Propaganda verbreiten und ihren Schülern Hass gegen Juden eintrichtern. Israel behauptete im Januar 2024, zwölf UNRWA-Mitarbeiter seien in den Hamas-Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 verwickelt gewesen, und siehe da, nach einer Untersuchung wurden tatsächlich immerhin neun UNRWA-Mitarbeiter entlassen.
Ich kann nicht nur nachvollziehen, sondern finde richtig, dass man nur hilft, wenn es ohne die alten Strukturen geht. Denn alles andere unterstützt die Terroristen. Wer die Hamas feiert und den 7. Oktober 2023 als einen “Akt der Befreiung” sieht, wer Leute beschäftigt, die für diesen Terrorhaufen arbeitet, sollte keinen Cent bekommen.
Halte ich das militärische Vorgehen Israels für unverhältnismäßig? Soweit ich das beurteilen kann: ja. Nenne ich das “Genozid”? Nein. An dieser Stelle werden mir oft diverse Organisationen, Wissenschaftler, Gerichte et cetera entgegengehalten, die es so nennen. Nun bin ich kein Völkerrechtsexperte, habe aber im Politikstudium immerhin Völkerrecht bis zum Diplom als Nebenfach studiert, um zu wissen: Kaum ein Rechtsgebiet bietet so viel Auslegungsspielraum wie das Völkerrecht. Und ich sehe das Ziel Israels nach wie vor darin, die Hamas zu vernichten. (…)
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