Marc Debus

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Marc Debus

Marc Debus

@DebusMarc

Professor of Political Science at the University of Mannheim. Interested in elections, party competition, coalition politics and legislatures. #FirstGen

Mannheim, Germany Katılım Eylül 2015
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Eine Partei gewinnt für ein eigenes Anliegen eine parlamentarische Mehrheit, präsentiert es aber nicht als Erfolg, sondern schämt sich dafür, weil die aus Ihrer Sicht Falschen zustimmt haben. Künftig mögen die Regeln die nachträgliche Annulierung solcher parlamentarischer Mehrheiten ermöglichen. Darf ich fragen, was dieser Gedanke für die Gestaltungsmöglichkeit von Parteien und die freie Wahl von Parlamenten impliziert?
Dr. Paula Piechotta MdB - auch auf Bluesky@PaulaPiechotta

Eine denkbare Möglichkeit: Beispielsweise sofortige Abstimmungswiederholungen als Option einführen.

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Marc Debus
Marc Debus@DebusMarc·
Analog zur Positionsverschiebung der Grünen und zur angewachsenen innerkoalitionären Stärke der CDU hat sich das grün-schwarze Koalitionsabkommen wirtschafts- und gesellschaftspolitisch nach rechts verschoben. 1/2
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Egal, wo man politisch steht: flexible Mehrheiten / Minderheitsregierungen sind eine legitime Variante der Mehrheitsbildung, die auch im GG praktiziert werden kann (und bei so viel Fragmentierung und Polarisierung m.E. auch praktiziert werden sollte).
🅱️aha@baha_jam

Warum die Panik vor einer Minderheitsregierung am Grundgesetz scheitert Immer wieder wird in der aktuellen Debatte um einen möglichen „Rauswurf“ der SPD aus der Bundesregierung dasselbe Schreckensszenario an die Wand gemalt: Eine Minderheitsregierung unter Friedrich Merz wäre handlungsunfähig und würde das Land in die Instabilität der Weimarer Republik zurückwerfen. Wer sich jedoch ausschließlich auf das Grundgesetz stützt, erkennt ein ganz anderes Bild. Die Urheber des Grundgesetzes haben die Mängel und Fehler der Weimarer Verfassung bewusst korrigiert und gezielte Schutzmechanismen eingeführt, um auch einer Regierung ohne feste parlamentarische Mehrheit Stabilität und Handlungsfähigkeit zu sichern. Vergleiche mit Weimar sind schlicht Unsinn und dienen nur der selbstreferentiellen Hysterie der politischen Linken. Sollte sich Friedrich Merz tatsächlich dafür entscheiden, den Weg einer Minderheitsregierung zu gehen und die SPD-Minister aus dem Kabinett zu ersetzen – selbst ohne unmittelbar die Vertrauensfrage zu stellen –, wird zwar behauptet, er sei dann nicht mehr handlungsfähig. Das Grundgesetz widerlegt diese These klar: Dank des konstruktiven Misstrauensvotums (Art. 67 GG) kann die Regierung nicht einfach abgewählt werden, ohne dass die Opposition gleichzeitig eine absolute Mehrheit für einen neuen Kanzler findet. Gerne möchte ich sehen, wie SPD, Grüne und AfD sich auf einen gemeinsamen Kandidaten einigen. Der zentrale Artikel für die praktische Handlungsfähigkeit ist Artikel 111 GG (vorläufige Haushaltsführung). Er gewährleistet, dass die Regierung auch ohne verabschiedeten Haushalt alle notwendigen Ausgaben leisten kann, um Einrichtungen zu erhalten, rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen und begonnene Maßnahmen fortzusetzen. Artikel 81 GG (Gesetzgebungsnotstand) lasse ich hier bewusst außen vor – er käme erst nach einer verlorenen Vertrauensfrage zum Einsatz, um mit Hilfe des Bundesrates Blockaden im Bundestag zu umgehen. Verfassungsrechtler wie Thomas Puhl, der die maßgebliche Monographie zur Minderheitsregierung nach dem Grundgesetz verfasst hat, haben diese Mechanismen detailliert herausgearbeitet: Das Grundgesetz ist bewusst so konstruiert, dass eine Minderheitsregierung kein Verfassungsnotstand ist. Nachlesen kann man die wissenschaftliche Einschätzung in einem ausführlichen Q&A in der SZ von 2017 (sueddeutsche.de/politik/q-a-wa…). Dazu das Interview von Puhl selbst im Deutschlandfunk (deutschlandfunkkultur.de/minderheitsreg…). Knapp 10 Jahre später hat sich nur eine Sache verändert: Die Hysterie einer denkfaulen und ängstlichen politischen Blase. Eine Unions-Minderheitsregierung wäre also kein Weimarer Chaos 2.0, sondern ein vom Grundgesetz ausdrücklich vorgesehener und abgesicherter Weg. Statt mit historischen Gespenstern zu argumentieren, sollten Kritiker lieber das Grundgesetz lesen und ihre German Angst überwinden.

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Auch wenn Amthor einen neuen Deutungsrahmen für Politik unsterstellt ("Stabilität vs. Chaos") - Unionswähler scheinen sich (empirisch) auch noch für gute alte Inhalte zu interessieren: Einstellungen zu Links/Rechts, Zuwanderung und Sozialstaat kovariieren mit Wahl der Union.
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FAZ Politik@FAZ_Politik

Mitte-rechts wählen, Mitte-links bekommen? Dieser Vorwurf trifft die heutige politische Wirklichkeit nicht. Ein Gastbeitrag des CDU-Politikers Philipp Amthor. faz.net/aktuell/politi…

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Marc Debus
Marc Debus@DebusMarc·
How does coalition participation influence party membership? Hanna Bäck, @MichaelImre and I find that junior coalition partners lose more members than parties that govern alone, and an increasing ideol. diversity within the cabinet is related to a decreasing number of members /1
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Von wegen Sozialwissenschaftler hätten keine Prognosefähigkeit (s.u.). Vllt ist alles ein wenig komplexer als die Erzählung von DEN Demokraten gegen DIE Faschisten. Vllt gibt es Nuancen zwischen einer Koalition / einer Abstimmung und vllt kommt es auch auf die Inhalte an?
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wenig Worte@wenig_worte

Themenbezogene Zusammenarbeit mit Faschisten und Rechtsextremen. Für Mehrheiten. Genau das definiert eine Koalition, aber hey: soviel „Mut“ zur echten Realität bringen die Steigbügelhalter der AfD nicht auf.

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Julius Kölzer
Julius Kölzer@Julius_Ktxt·
Seit der vergangenen Bundestagswahl wurde viel über die Gründe hinter dem Misserfolg der FDP spekuliert. Doch welche Wähler sind der Partei überhaupt verloren gegangen und was können wir über ihre möglichen Motive sagen? Ein Thread mit ein paar deskriptiven Mustern. 🧵👇
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Vincent Heddesheimer
Vincent Heddesheimer@VHeddesheimer·
🚨 Just shipped a major update to GERDA, the German Election Database. - State elections update: new years + mail-in - 3 new election types: Mayoral, County, European - Municipal elections: 1984-2025 - Meinungsbild public opinion - New website & features german-elections.com
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Marc Debus
Marc Debus@DebusMarc·
Interested in the politics of grand coalitions? Thomas Bräuninger and I have an entry on that topic in the recently published Encyclopedia of Political Representation, edited by Eva Heida Onnudottir, @andrea_piter and Hermann Schmitt: elgaronline.com/display/book/9…
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Julius Kölzer
Julius Kölzer@Julius_Ktxt·
History doesn’t repeat itself, but it rhymes. Many of the AfD’s strongholds in this election were already strongholds of its far-right predecessor party, the Republikaner, which entered state parliament in 1992. However, this electoral persistence varies across space. 🧵
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Julius Kölzer@Julius_Ktxt

Baden-Württemberg hat gewählt. Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Ergebnissen der einzelnen Parteien ziehen? Ein paar statistische Auswertungen auf Basis von Wahlergebnissen und sozialen Strukturmerkmalen aus 1.101 Gemeinden. Ein Thread 🧵

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Paul Maurice
Paul Maurice@Pl_Maurice·
🗳️🇩🇪 Pour comprendre les enjeux des élections de dimanche, cette note du @CerfaIfri rédigée par Marc Debus:«Les élections régionales de mars 2026 dans le #BadenWürttemberg : un premier test pour le gouvernement ‘‘noir-rouge’’ de Friedrich #Merz#ltwbw ➡️ifri.org/fr/notes/les-e…
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Paul Maurice@Pl_Maurice

🇩🇪 À une 10ne de jours du scrutin dans le Land de #BadenWürttemberg, on observe un phénomène de « vote utile » des électeurs de gauche en faveur de @Die_Gruenen, alors que le candidat @cem_oezdemir bénéfice d’une forte popularité personnelle et de celle de #Kretschmann #ltwbw

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Marc Debus
Marc Debus@DebusMarc·
Hanna Bäck, Royce Carroll, Ulrich Sieberer, Maria Thürk, Alejandro Ecker, Lanny W. Martin, Theres Matthiess, Svenja Krauss and Thomas M. Meyer for their great contributions to the handbook! /6
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