Christian Stecker

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Christian Stecker

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@pluggedchris

Politikprof TU Darmstadt / Hallenser Beruflich Mann ohne politische Einstellungen, flexible Mehrheiten-Ultra, diskursiver Ausleuchter des Möglichen (999 Lumen)

Darmstadt & Halle (Saale) Katılım Eylül 2016
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Eine Partei gewinnt für ein eigenes Anliegen eine parlamentarische Mehrheit, präsentiert es aber nicht als Erfolg, sondern schämt sich dafür, weil die aus Ihrer Sicht Falschen zustimmt haben. Künftig mögen die Regeln die nachträgliche Annulierung solcher parlamentarischer Mehrheiten ermöglichen. Darf ich fragen, was dieser Gedanke für die Gestaltungsmöglichkeit von Parteien und die freie Wahl von Parlamenten impliziert?
Dr. Paula Piechotta MdB - auch auf Bluesky@PaulaPiechotta

Eine denkbare Möglichkeit: Beispielsweise sofortige Abstimmungswiederholungen als Option einführen.

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@Spielplatzmama @KilianLoeser "Aufgerüscht" gefällt mir. Ich glaube, dass die Zeiten für konstruktive Politik noch nie schlechter waren. Gleichzeitig sind die Parteien den Wählern konstruktive Zusammenarbeit schuldig.
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Anne-Cathrin
Anne-Cathrin@Spielplatzmama·
@pluggedchris @KilianLoeser Halten Sie es in der aktuellen Lage mit sehr aufgerüschten Parteien für realistisch, dass Merz seine Außenpolitik mit den Grünen macht und mit der SPD dann Sozialpolitik, ohne dass NOCH MEHR Zugeständnisse gefordert werden würden? Ja, wäre quasi eine sachfremde Verbindung
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@Spielplatzmama @KilianLoeser Außenpolitik könnte z. B. von einer Bereichskoalition bestimmt werden (in der Sozialpolitik kann das dann wiederum eine andere sein). Ebenso könnten einzelne Entscheidung von unterschiedlichen Parteien gestützt werden.
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Anne-Cathrin
Anne-Cathrin@Spielplatzmama·
@pluggedchris @KilianLoeser Demokratie rettet man offensichtlich nicht mit einer Minderheitsregierung, sondern nur mit Annulierungen bei demokratischen Abstimmungen. Mich würde allerdings von Ihnen viel mehr interessieren, wie das Konzept wechselnder Mehrheiten for Außenpolitik funktioniert, vielen Dank!
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Wären Sie denn konstruktiv dabei? Also Kompromisse mit der Union, wenn Sie gemeinsam in diesselbe Richtung wollen, obwohl Sie dann selten Ihr Maximum bekommen (z. B. Streichung doppelte Staatsbürgerschaft vs. Wiedereinführung Abstammungsprinzip)? Und wären Sie dann auch noch dabei, wenn die Union auch Mehrheiten ohne Sie schließen würde?
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Torben Braga
Torben Braga@torben_braga·
Die Realität von Minderheitsregierungen: Das Parlament tagt seltener, weil jeder Beschluss teils schwierige Kompromisse erfordert. Der Thüringer Landtag hat dieses Jahr beispielsweise ganze sieben Sitzungswochen – das hatte der Bundestag schon Anfang März hinter sich. Und weil es in Deutschland eben immer "unechte" Minderheitsregierungen sind – weil Mehrheiten mit der AfD als Tabu gelten – werden die ach-so-wichtigen demokratischen Institutionen faktisch ausgehöhlt und alles findet im Hinterzimmer der "demokratischen Parteien" statt.
WELT@welt

Minderheitsregierungen sind besser als ihr Ruf to.welt.de/KcvBACp

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@gegen_Reeeschtz @drumheadberlin Und Sie können Gedanken lesen, die ich selbst gar nicht habe. Ich vertrete ein prozedurales Argument, also was aus meiner Sicht faire Demokratie ist und keine inhaltlichen Positionen.
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@Andreas_Daum71 @drumheadberlin Ich sage eigentlich alles für Geld und überhaupt nix ohne, habe da aber nur eine lecker Suppe und ein faires und offenes Gespräch bekommen. NIE WIEDER! PS.: Bei Ihnen bitte "für Politik mit Verstand" aus der Bio löschen!
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Andreas Daum
Andreas Daum@Andreas_Daum71·
@drumheadberlin Habt ihr noch einen irrelevanten Wissenschaftler gefunden der den Baha Blödsinn noch rechtfertigt wahrscheinlich gegen eine kleine Aufwandsentschädigung für ein Interview
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Laut §107(2) der GO des LT sollen Abstimmungen wiederholt werden, wenn Unklarheit über das Ergebnis besteht. Beides, also eine parlamentarische Mehrheit für Tierwohl mit der AfD als auch die Wiederholung der Abstimmung sind ganz normale demokratische Vorgänge. Nur weil fast alle ersteres grotesk bestreiten muss letzteres nicht skandalisiert werden.
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Julian Reichelt
Julian Reichelt@jreichelt·
Dieses Video ist in doppelter Hinsicht ein Bruch: Es gibt im ersten Wahldurchgang erkennbar und eindeutig eine Mehrheit aus AfD und Grünen. In totaler Brandmauer-Panik wird die Abstimmung dann unter einem erkennbar gelogen Vorwand WIEDERHOLT. Doch auch im zweiten Durchgang sorgen die Grünen gemeinsam mit der AfD für eine Mehrheit. Erst soll eine demokratische Abstimmung also torpediert werden, dann reißen die Grünen absichtlich und bewusst ihre heilige "Brandmauer" ein. Das zeigt doch nur, in welch kaputte und zutiefst Anti-demokratische Zustände diese sogenannte "Brandmauer" führt. Gut, dass sie sich hier selbst entzaubert.
🅱️aha@baha_jam

Das kriegst du nicht mehr gespinnt.

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@baha_jam @detlef_stobbe Ulrich Siegmund gefällt das. (Ich dachte, ich hätte auch als politisch Neutraler Anspruch darauf, dass die Union darauf achtet, dass rechts von ihr zumindest keine riesige, möglicherweise bedrohliche Kraft entsteht).
Christian Stecker tweet media
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Bei allem Respekt - Polenz ist kein Pluralist, er denkt jedes demokratische Verfahren instrumentell in Referenz zu seinen eigenen inhaltlichen Überzeugungen. Offener Streit - ja unbedingt, aber nur innerhalb eines von ihm als legitim definierten Meinungsspektrums. Minderheitsregierungen mit flexiblen Mehrheiten (prozedural die Verwirklichung politischer Gleichheit), die rechts wie links die Interessen verschiedener Wähler berücksichtigen, sind für ihn illegitim, weil sie ihm derzeit ungenehme Politikergebnisse befördern. Unangenehm wird sein Gebahren dadurch, dass er es im tiefen Bewusstsein vorträgt, der reinste Demokrat zu sein. Tatsächlich betreibt er das Geschäft gesellschaftlicher Spaltung durch kategorische Feindmarkierung Andersdenkender.
Ruprecht Polenz🇪🇺@polenz_r

Ich bin beruhigt, dass so viele aus der CDU die sächsischen Grünen dafür kritisieren, dass diese mit Hilfe von AfD und BSW einen Antrag im Landtag durchbekommen haben. Denn umso mehr werden meine Parteifreunde darauf achten, dass der CDU das nie und nimmer passiert. #CompassMitte

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Polenz ist kein Pluralist, er denkt jedes demokratische Verfahren instrumentell in Referenz zu seinen eigenen inhaltlichen Überzeugungen. Offener Streit - ja unbedingt, aber nur innerhalb eines von ihm als legitim definierten Meinungsspektrums. Minderheitsregierungen mit flexiblen Mehrheiten (prozedural die Verwirklichung politischer Gleichheit) sind für ihn illegitim, weil sie ihm derzeit ungenehme Politikergebnisse befördern. Unangenehm wird sein Gebahren dadurch, dass er es im tiefen Bewusstsein vorträgt, der reinste Demokrat zu sein.
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Amphitryon
Amphitryon@anti_ideologist·
@pluggedchris Das sollte tatsächlich der Normalzustand in einer Demokratie sein. Schon viel zu lange hat man sich von verirrten Geistern treiben lassen, die solche Selbstverständlichkeiten problematisieren und Eigeninteressen über demokratische Grundprinzipien stellen. x.com/polenz_r/statu…
Ruprecht Polenz🇪🇺@polenz_r

Klarstellung erforderlich: Natürlich kann die CDU Anträge stellen, denen auch die AfD zustimmt. Aber nur dann, wenn es auf die AfD-Stimmen für eine Mehrheit nicht ankommt. Eine auch von Stimmen der AfD abhängige Minderheitsregierung muss die CDU unmissverständlich ausschließen.

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
Völlig normaler Vorgang in einer repräsentativen Demokratie: es bildet sich eine parlamentarische Mehrheit. Das sollte man mal wieder normalisieren! Tierwohl wird durch Zustimmung der AfD genausowenig faschistisch wie eine Grunderwerbssteuersenkung und für extremen Kram finden sich eben meist keine Mehrheiten.
🅱️aha@baha_jam

Das kriegst du nicht mehr gespinnt.

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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@MartinKiepfer Könnte sein, aber begrifflich wird es dann langsam etwas unscharf noch von Demokratie zu sprechen. 🤡
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Martin Kiepfer
Martin Kiepfer@MartinKiepfer·
@pluggedchris Müssen wir die Demokratie nicht vor echten Kompromissen und Einigkeit in Sachfragen schützen?
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@morgenglantz Fair point, was extrem ist liegt immer im Auge des Betrachters. Und als Pluralist kann es einem auch etwas egal sein. Die Mehrheitsregel drängt Entscheidungen in die Mitte.
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Morgenglanꜩ 💯
Morgenglanꜩ 💯@morgenglantz·
@pluggedchris Für extremistische Vorschläge (Klima, Open borders, LGBTXYZ usw.) ist die AfD auch grundsätzlich nicht zu haben.
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@Michael_Jahn_GB @IgorMatviyets Das gilt doch am Ende des Tages auch für Koalitionskorsette. Je fragmentierter und polarisierter das Parteiensystem desto besser passen flexible Mehrheiten.
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Michael Jahn
Michael Jahn@Michael_Jahn_GB·
@pluggedchris @IgorMatviyets Und noch dazu, Parteien agieren nicht im luftleeren Raum. Selbst wenn die Fraktionen mit wechselnden Mehrheiten klar kämen, muss das doch längst nicht für die Basis gelten. Das Ende vom Lied, Austritte, irre Parteitage. Etc.
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Michael Jahn
Michael Jahn@Michael_Jahn_GB·
@pluggedchris @IgorMatviyets Aber das waren sie doch. Thüringen: bspw. Grunderwerbsteuer, Wind im Wald, Abstimmungen mit der CDU gegen die Regierung. Welchen Einfluss hatte das auf die AfD Wähler? Waren die stolz und glücklich oder wären sie das erst beim Nato Austritt?
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Christian Stecker
Christian Stecker@pluggedchris·
@ohaeusler Mit Linken und Grünen parlamentarische Mehrheiten für Mindestlohn, Bürgerversicherung und doppelte Staatsbürgerschaft realisieren und dann eben nicht aus der NATO austreten, weil es dafür keine Mehrheit gab? Nee, lass lieber Juniorpartnerschaft im GroKo-Koalitionskorsett machen.
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Oliver (unsensibel) 🇩🇪💻
Die SPD stiebt, weil sie ihr Profil verloren hat. Und Scholz hebt noch stolz hervor, dass man 2005 und 2013 keine flexiblen Mehrheiten nutze, um deutlich mehr vom eigenen Programm Realität werden zu lassen. Eigentlich müsste es jeder spätestens dann verstehen: flexible Mehrheiten nutzen oder als Partei sterben. Nicht zerreißen, komplett aussterben. welt.de/politik/deutsc…
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