Marcky Marc retweetledi

Nachdem sie erfahren hatte, dass die NS-Konzentrationslager von der Sowjetunion als "Speziallager" weitergenutzt werden, beginnt Edeltraud Eckert in der kommunistischen Diktatur, die sich selbst "Demokratische Republik" nennt, aus Protest Flugblätter zu verteilen. Am 10. Mai 1950 wird sie in Potsdam festgenommen und im Alter von 20 Jahren zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. In der Haft schreibt sie Gedichte. Im Herbst 1953 wird ihr bei einem ersten Arbeitsunfall ein Finger schwer gequetscht, kurz darauf wird Tuberkulose bei ihr diagnostiziert. Nachdem sie ins DDR-Frauengefängnis Hoheneck verlegt wurde, arbeitet sie dort als Mechanikerin in der Gefängnisschneiderei. Am 24. Januar 1955 geschieht ihr der zweite Arbeitsunfall ihrer Zwangsarbeitshaft: Ihre Haare verfangen sich in einer Maschine, ihr wird die Kopfhaut abgerissen, Edeltraud Eckert wird skalpiert.
Eine fachgerechte Behandlung beginnt erst Tage später, während der sie sich über die Wunde eine Infektionen mit Wundstarrkrampf zuzieht. Ihre Haft, die 25 Jahre dauern sollte, ist bereits nach fünf Jahren zu Ende, denn Edeltraud Eckert stirbt am 18. April 1955 im Alter von 25 Jahren. Ihr Leichnam wird eingeäschert und in einem Massengrab verscharrt.

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