
Jan Feddersen
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Jan Feddersen
@JafJan
taz-Redakteur, Ex-eurovision.de-Blogger und -Autor, Kurator vom #tazlab und vom taz Talk.





Im Rahmen der Leipziger Buchmesse haben @FelsenkellerLE @FNFreiheit @DIGeV_de gestern Abend einen echt schönen Abend mit @AhmadMansour__ @LindaTeuteberg @JanFeddersen und mir (aus Israel zugeschaltet) auf die Beine gestellt. Im Vorfeld haben Antisemiten Terrorsprüche an die Fassade des Felsenkellers geschmiert und ihren Hass auf die Strasse getragen, doch es hat ihnen nichts gebracht, denn niemand hat sich von den antisemitischen Randalierern einschüchtern lassen. Der Saal war voll. Die Stimmung super. Die Diskussion spannend. Und die Fotos von Karsten Prausse erste Sahne. Nur eine Sache ging deftig in die Hose: eigentlich waren mehrere Veranstaltungen mit mir und meinem Buch auf der Leipziger Buchmesse, Sachsen und auch Thüringen geplant - doch wegen dem Kriegszustand konnte ich nicht einfliegen und alle Termine mussten leider abgesagt werden. Auch wenn ich das sehr bedauere und viele Freunde enttäuscht sind, dass ich nicht da bin, sage ich als unermüdlicher Optimist: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Holn wa nach! Nach dem Krieg. Wer weiß, vielleicht können wir dann schon gemeinsam auf das befreite Iran und seine mutigen Menschen anstoßen.






Fahndungsplakate in Berlin. Mordaufrufe in sozialen Medien. Sargmontagen. Die Täter? Kamen von links. Nicholas Potter schreibt für die taz, bezeichnet sich selbst als links – und wurde nach einem Besuch im Kibbuz Be'eri zur Zielscheibe einer koordinierten Hasskampagne. In dieser Folge spricht er über sein neues Buch „Die neue autoritäre Linke" – und darüber, was aus einer Bewegung geworden ist, die einst für Aufklärung, Solidarität und Pressefreiheit stand. Warum schweigen so viele, wenn Antisemitismus von links kommt? Und was bleibt noch von der Linken übrig, wenn sie autoritäre Regime pusht? patreon.com/posts/117-jour…

Ausreichend verehrter Herr @erik_uden, ich erkläre Ihnen jetzt mal, was da schiefgelaufen ist. Ihr Geruder ist nämlich mitleiderregend, ohne Mitleid zu erregen. Mehr so irgendetwas zwischen Fremdschämen und Enervieren. Wir können uns verständigen, weil wir uns auf bestimmte Bedeutungsinhalte für Bestimmte Begriffe geeinigt haben. Ein Apfel ist ein Apfel, weil wir uns darauf geeinigt haben, was mit Apfel gemeint ist. Kommt jetzt jemand, der ein Pferd Apfel nennt, führt das zu Missverständnissen, Auseinandersetzungen oder Ausschluss aus der sozialen Gruppe. Die Definition von „Zionismus“ ist die Idee und Bewegung, dass das jüdische Volk ein eigenes nationales Zuhause bzw. einen souveränen Staat im historischen Land Israel haben sollte. Das war über Jahrzehnte hinweg der Konsens. Das finden Sie auch so bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Wikipedia, vielen KI usw. Einige versuchen nun, den Begriff umzudeuten. Indem sie radikale Aussagen von einigen historischen Zionisten und Anekdoten der derzeitigen Regierung nehmen (die vielleicht schon im Oktober endet), und sie als Zionismus definieren. Das findet durch Interaktion und schiere Masse langsam auch Eingang beispielsweise beim Duden als sekundäre Definition. Ich kritisiere die Regierung Netanjahu und den Siedlungsbau selber häufig. Und Millionen von Israelis und Juden weltweit. Dafür ist es aber unnötig, die Begriffe umzudeuten. Deshalb wird der Versuch der Umdeutung von den meisten Menschen als Versuch wahrgenommen, Israel zu delegitimieren. Das Schema ist recht ähnlich der Umdeutung des Begriffs des Genozids, wie er zum Beispiel von Amnesty International versucht wird. Sie müssen sich eine neue Sprache erfinden. Abzulesen beispielsweise an dem linksradikalen Label „Antideutsche“ für Linke und Linksradikale, die gegen Antisemitismus sind. Das außerhalb der Blase von keiner Sau verstanden wird. Ihre Partei hat auch genau das verstanden. Sie wusste das, Sie wissen das. Es wurde nicht nur verstanden, es war bekannt.Genau deshalb wurde aus Ihrem Antrag „gegen die Ideologie des Zionismus“ nämlich auch die Abschwächung zum „heute real existierenden Zionismus“. Der real existierende Zionismus ist aber der gleiche, der er schon immer war. Es gibt halt nur, wie in jeder Gruppe, auch da Bekloppte. Die aber nicht für die ganze Gruppe stehen. So wie Sie es verkaufen wollen. Es wird also ganz bewusst diese Umdeutung versucht. Ihr verzweifelter Versuch ist nun, auf Ihrer Definition von Zionismus zu beharren. Sie ignorieren die Definitionen, wie beispielsweise von der BpB „Antizionismus ist heute gemeinhin die Ablehnung der Existenz des Staates Israel als jüdischen Staat.“ Rückgrat wäre nun, sich klar für Zionismus in seiner ursprünglichen Bedeutung und dem Existenzrecht Israels auszusprechen. Oder dazu zu stehen, dass Sie das Existenzrecht Israels ablehnen. Stattdessen erkecken und erdreisten Sie sich nun allen Ernstes, mit Ihrem Status, und debattieren u.a. mit dem Zentralrat der Juden. Es ist entwürdigend. Aber schön zu sehen, dass sich der nächste im jugendlichen Wahn ins politische Aus schießt. Warum soll nur die Grüne Jugend den Lerneffekt haben?


@LindaTeuteberg @AhmadMansour__ @aryeshalicar @JafJan Na endlich äußert sich der Altveteran mal zum Thema Antisemitismus in den eigenen Reihen. Das schmeckt seinen Leuten natürlich nicht, obwohl es genauso ist. Oft importierter Antisemitismus!


Morgen Abend diskutiere ich in Leipzig-Connewitz mit @AhmadMansour__ & @aryeshalicar, @JafJan moderiert. Dieselbe linke Organisation, die gerade Gysi wegen Kritk an migrantischem & israelbezogenem #Antisemitismus angeht, hat zur Gegendemo aufgerufen: klassegegenklasse.org/leipzig-keine-…

Ich sehe wirklich keinen Grund, diesem Video nicht die größtmögliche Plattform zu geben. Das sollte wirklich jeder gesehen und für sich bewertet haben. (Mein Schönstes ist ja dieses bemitleidenswerte Hip-Hop Gehabe. „Coole“ Armbewegungen direkt aus der Hölle)

Guardian columnist describes the mere existence of a bakery chain run by Jews as “aggression” in order to justify kristallnacht-style attacks on it. Cannot believe they printed this


Marla-Svenja Liebich: Drei JuristInnen erklären, warum die Hürde für den Nachweis von Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes hoch sein könnte. Mein neuer Beitrag: queernations.de/sprechakt-frau…

"Sprechakt-Frau Marla-Svenja Liebich: Die Posse geht weiter" Beitrag von @TillRandolf auf "Queer Nations" mit einem Statement von mir. queernations.de/sprechakt-frau…

Sabine Maur, Vizepräsidentin der Psychotherapeutenkammer, ermuntert Kollegen dazu, betrügerische Indikationsschreiben auszustellen – wie sie es selbst tut. Krankenkassen sollen sich gezwungen sehen, Verstümmelungs-OPs „Nicht-Binärer” zu bezahlen, obwohl sie das nicht müssten. 🧵