Rainer Blasczyk

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Rainer Blasczyk

Rainer Blasczyk

@RainerBlasczyk

Transplant Physician | Professor | Dad | Friend | Citizen

Hanover, Germany Katılım Eylül 2014
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
@JaiChamundaMata @apollo_news_de Nein, das Gegenteil ist richtig. Die Ablehnung von Denkansätzen können wir in Deutschland oft beobachten. Leider führt aber genau das zum Geschwurbel.
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Tapodhan
Tapodhan@JaiChamundaMata·
@RainerBlasczyk @apollo_news_de Schon das Wort Denkansatz klingt wie Dreisatz. Es geht hier nicht um Logik sondern um die Frage, ob man die Einzigartigkeit der Beziehung zwischen Mutter und Kind vermarkten kann. Alles andere ist unsägliches Geschwurbel.
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Apollo News
Apollo News@apollo_news_de·
Die ehemalige Richterkandidatin für das Bundesverfassungsgericht Frauke Brosius-Gersdorf hält das Verbot der Leihmutterschaft für verfassungswidrig. Frauen werde damit „ihr Recht auf Selbstbestimmung“ abgesprochen. Die Risiken seien mit dem Rauchen zu vergleichen. apollo-news.net/brosius-gersdo…
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
@SusanneBaessler Das ist sehr bedauerlich. Es wird schwieriger, den Fall zu verstehen und präventiv zu handeln.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Ohne das Ausland ist Deutschland wenig wert: keine Leihmutterschaft, keine Eizellspende, kein Atomstrom, keine Gasförderung, kein Fracking, keine Widerspruchslösung, höchste Hürden für Gentechnik, Tierversuche, Stammzellforschung und klinische Studien. Gleichzeitig nutzt Deutschland genau all das im Ausland.
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Josef Franz Lindner
Josef Franz Lindner@JosefFLindner·
"Foreign shopping" ist ja ein cantus firmus der deutschen Biomedizin- und Gesundheitspolitik: in Deutschland verboten oder stark eingeschränkt, im Ausland gekauft: (1) Eizellspende, LM. (2) Sterbehilfe (immer noch, trotz BVerfG). (3) Stammzellforschung. (4) Organtransplantation (Patienten in D. erhalten über Eurotransplant Organe aus Ländern mit Widerspruchslösung). Bei näherem Nachdenken fällt mir wohl noch mehr ein. Doppelmoral als politikleitendes Prinzip.
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Sabine Döring
Sabine Döring@sabinedoering·
Maximal ungünstiges Szenario: SPD (flankiert vom Ethikrat?) drängt auf die Zulassung sog. „altruistischer“ Leihmutterschaft. Spätestens Spahns Rücktritt hat gezeigt, dass die Union das nicht mittragen kann. Für die Koalition wäre das maximaler Sprengstoff. zeit.de/gesellschaft/z…
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Armin Laschet
Armin Laschet@ArminLaschet·
Es gibt parteiübergreifend differenzierte Stellungnahmen zur Miet-Mutterschaft. Etwas plumperes, als diese Antwort von Frau Brosius-Gersdorf habe ich noch nicht gelesen. Ein Segen, dass sie nicht im höchsten deutschen Gericht sitzt, das über die Werteordnung der Verfassung wacht.
Armin Laschet tweet media
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
@SylK1966 Sie meinen, bei der Leihmutterschaft bestehen vergleichbare Probleme wie bei der Samenspende?
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Sylvia Kaufhold
Sylvia Kaufhold@SylK1966·
Was die meisten beim Thema Leihmutterschaft offenbar nicht verstehen, ist folgendes: Die Leihmutter ist nicht die genetische Mutter, sondern ihr wird die befruchtete Eizelle einer anderen Frau zum bloßen Austragen eingepflanzt. Man könnte das – auch entgeltlich – als Ausdruck der Selbstbestimmung der Leihmutter rechtfertigen (Prostitution funktioniert ganz ähnlich). Das „Problem“ ist das – in Deutschland gottseidank verfassungsrechtlich verbürgte – Recht des Kindes auf Kenntnis seiner genetischen (= biologischen) Eltern. Bei der Leihmutterschaft aber verzichtet nicht nur die gebärende Mutter auf jegliche Rechte gegenüber dem Kind, sondern das Kind soll möglichst niemals erfahren, welche Frau die Eizelle spendete und damit welche Gene es in sich trägt. Das ist aus meiner Sicht das eigentliche Problem. Es geht um den Schutz des künstlich erzeugten Kindes vor dem künstlichen Zeugungsprozess und nicht um den Schutz der vielen als Eltern in Betracht kommenden Personen. Im Kern geht es um den Schutz der Biologie und der Schöpfung als solche.
Armin Laschet@ArminLaschet

Es gibt parteiübergreifend differenzierte Stellungnahmen zur Miet-Mutterschaft. Etwas plumperes, als diese Antwort von Frau Brosius-Gersdorf habe ich noch nicht gelesen. Ein Segen, dass sie nicht im höchsten deutschen Gericht sitzt, das über die Werteordnung der Verfassung wacht.

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Ralf Nawothnig
Ralf Nawothnig@Ralf_Nawothnig·
"Die frühe Trennung von der Leihmutter allein ist kein nachgewiesener Schadenfaktor." (?) Was ist mit der biologischen Prägung (Pheromone, Geruch, Klang der mütterlichen Stimme, etc.) und vor allem mit dem Stillen? Ich denke, dass allein das schon nicht optimal für die Entwicklung des Kindes ist. Allerdings: Das gilt in der Tat alles auch genauso für Adoptionen direkt nach der Geburt, das stimmt schon. Wer gegen Leihmutterschaft im Interesse des Kindes argumentiert, sollte keine Argumente verwenden, die sich auch auf Adoptionen anwenden lässt, oder Adoptionen ebenfalls ablehnen. Darum ist meine Position: Ich finde beides nicht anstrebenswert, da das Kindeswohl entscheidend für mich ist. Adoptionen sind aber OK, wenn sie aus Sicht des Kindes notwendig sind (Eltern verstorben oder aus anderen guten Gründen nicht fähig). Das ist aber etwas anderes als diese suboptimale Situation für das Kind aktiv zu provozieren, also durch Leihmutterschaft oder wenn man armen Leuten ihre Kind zwecks Adoption abkauft ohne tatsächliche Notlage.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
@Anjaversuchts @EMMA_Magazin @apollo_news_de Nein. Gerade die neue altruistische Lebendnierenspende ist dadurch gekennzeichnet, dass keine Beziehungsnähe zwischen Spender und Empfänger erforderlich ist. Zudem muss keine Lebensgefahr bestehen, schon gar nicht beim Spender.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
@markus85626 @apollo_news_de Steuern schränken nicht das Ausübungsrecht ein, sondern nur das Ausübungsausmaß. Es wäre vergleichbar mit einer Besteuerung der Leihmutterschaft.
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Markus Klingseisen
Markus Klingseisen@markus85626·
@apollo_news_de Wenn ein Verbot der Leihmutterschaft verfassungswidrig ist, müsste dann nicht auch die Besteuerung von Rauchern, Zucker-Essern oder Autofahrern nicht auch verfassungswidrig sein, da es das Recht auf Selbstbestimmung finanziell einschränkt?
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EMMA
EMMA@EMMA_Magazin·
Brosius-Gersdorf spricht sich für einen globalen Milliarden-Markt aus, der Frauen und Kinder zur Ware macht. Wäre es auch Selbstbestimmung die eigene Niere zu verkaufen? Und was ist eigentlich mit den Kindern, die jeder kaufen kann - siehe der Pädokriminelle Dennis s. In Berlin. Es ist paternalistisch, sich diesem System der grenzenlosen Ausbeutung von Frauen und Kindern mit dem Argument des „freien Willens“ anzubiedern.
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Frank Thelen
Frank Thelen@frank_thelen·
Steuerbetrug ist eine Straftat und das ist gut so! Ich würde auch Bargeld abschaffen oder deutlich stärker einschränken. “Freiheit” gibt es auch digital. Aber dies ist eine heisse und sehr lange Debatte 😉 Aber das was @larsklingbeil jetzt mit “Dann sind Rolex und Porsche weg” anheizt, dokumentiert seine Wahre Haltung und Gesinnung: gegen Wirtschaft, gegen Wachstum, gegen Freiheit.
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Ulf Poschardt
Ulf Poschardt@ulfposh·
Wenn der klügste Mann der Sozialdemokratie sein Heil im Kampf gegen Steuerbetrug sucht und dabei auf Philip Thürmer Niveau sinkt, weiß man, dass die Partei am Ende ist. Die Nummer mit Porsche und ROLEX ist so peinlich: nicht zu fassen. Nichts zersetzt die Gemeinschaft mehr als ein kleptokratischer, autoritärer sozialistischer Staat, der nicht sparen kann und will.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Die bisherigen Langzeitdaten zu Adoption und Leihmutterschaft zeigen: Leihmutterschaftskinder entwickeln sich überwiegend normal. Die frühe Trennung von der Leihmutter allein scheint kein nachgewiesener Schadenfaktor zu sein. Adoptierte Kinder können ebenfalls sehr gut gedeihen, tragen aber häufiger die Folgen früher Verlusterfahrungen oder belastender Vorgeschichten. Der stärkste Prädiktor für die Entwicklung des Kindes ist in beiden Fällen weniger die Entstehungsform, sondern die Qualität der späteren Eltern-Kind-Beziehung, Stabilität und Offenheit im Umgang mit der Herkunft.
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Jessie.....
Jessie.....@jessieTsaneikk·
Die Geburt meiner Tochter hat sich mir für immer ins Herz gebrannt. Ich erinnere mich noch genau an diesen unbeschreiblichen Moment, als ich sie zum ersten Mal sah und ihre Stimme hörte. Es war ein Glück, das so tief und elementar ist, dass Worte eigentlich nicht ausreichen – ein Gefühl, das einen von innen heraus erfüllt und alles andere in den Schatten stellt. Für mich ist die Bindung zwischen Mutter und Kind etwas Einzigartiges, etwas Heiliges. In diesen allerersten Minuten nach der Geburt entsteht etwas, das man nirgendwo sonst findet. Das Kind hat gerade die größte Umstellung seines Lebens durchgemacht – den Schock, die Welt außerhalb des Mutterleibs zu betreten. Und genau in diesem Moment gibt es nichts, was es so sehr beruhigen und sicher machen kann wie die Nähe, die Stimme und die Wärme seiner eigenen Mutter. Was mich an diesem Thema am allermeisten bewegt, ist das Kind selbst. Es hat keine Stimme. Es wird nicht gefragt. Es darf nicht entscheiden, ob es ohne die Liebe und Geborgenheit seiner Mutter aufwachsen möchte – auch nicht, wenn es stattdessen mit zwei Vätern aufwachen soll. Das Kind wird einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Für mich ist das letztlich purer Egoismus der Erwachsenen. Es geht darum, dass die eigenen Wünsche erfüllt werden sollen – koste es, was es wolle. Das elementare Bedürfnis des Kindes nach seiner Mutter wird dem persönlichen Glück hintangestellt. Und das berührt mich tief, weil ich selbst erlebt habe, wie kostbar und unverzichtbar diese erste Bindung ist.
Birgit Kelle@Birgit_Kelle

So ist das, wenn Kinder geboren werden, die Einzige, die den Schock in Sekunden lindern kann, ist ihre Mutter. Es ist ein Verbrechen, Kinder von ihren Müttern zu trennen. Nach vier eigenen Geburten kann ich einfach nur persönlich sagen, es bricht mir das Herz, daran zu denken, was diesen Kindern unmittelbar nach der Geburt angetan wird, indem man ihnen die Nähe und Ruhe nimmt, die sie in diesem Moment nur bei ihrer Mutter finden, übrigens auch nicht bei ihrem Vater. Deutschland braucht eine Erweiterung des Kinderschutzes und des Verbotes von Leihmutterschaft auch im Ausland nach italienischem Vorbild.

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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Die bisherigen Langzeitdaten zu Adoption und Leihmutterschaft zeigen: Leihmutterschaftskinder entwickeln sich überwiegend normal. Die frühe Trennung von der Leihmutter allein scheint kein nachgewiesener Schadenfaktor zu sein. Adoptierte Kinder können ebenfalls sehr gut gedeihen, tragen aber häufiger die Folgen früher Verlusterfahrungen oder belastender Vorgeschichten. Der stärkste Prädiktor für die Entwicklung des Kindes ist in beiden Fällen weniger die Entstehungsform, sondern die Qualität der späteren Eltern-Kind-Beziehung, Stabilität und Offenheit im Umgang mit der Herkunft.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Die übliche Vorgehensweise in unserem Land ist das Verschanzen hinter der Mauer der moralischen Überlegenheit. Das ist einfach und liefert keine Angriffsfläche. Es verhindert allerdings die notwendigen Debatten zu relevanten Themen und verfestigt die lähmende Handlungsunfähigkeit Deutschlands.
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Josef Franz Lindner
Josef Franz Lindner@JosefFLindner·
Spahn ist weg. Das EmbryonenschutzG von 1990 ist aber immer noch da. Das ist ein Problem. Das Gesetz schützt zwar in-vitro-Embryonen, verhindert sie aber auch. Hier sollte jetzt eine gründliche und seriöse Reformdiskussion geführt werden. Insbesondere das kategorische, ausnahmslose (!) Verbot der Eizellspende muss überdacht werden. Es ist in seiner Rigidität unverhältnismäßig und treibt die Menschen in Scharen ins Ausland ("foreign shopping"). Die "Leihmutterschaft" ist allerdings eine weitaus schwierigere Angelegenheit. Aber auch hier gibt es Reformbefarf für bestimmte Konstellationen altruistischer, nicht kommerzieller Art. Ich fürchte allerdings, dass man diese Diskussionen in Deutschland nicht mehr ernsthaft führen kann und wird.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Der Fall Jens Spahn es ist ein guter Anlass über Deutschland nachzudenken. Ohne das Ausland ist Deutschland oft nur wenig wert: keine Leihmutterschaft, keine Eizellspende, kein Atomstrom, keine Gasförderung, kein Fracking, keine Widerspruchslösung, höchste Hürden für Gentechnik, Tierversuche, Stammzellforschung und klinische Studien. Gleichzeitig nutzt Deutschland genau all das im Ausland. Deutschland pflegt gerne das Bild moralischer Überlegenheit. Die ethischen Konflikte werden jedoch nicht gelöst, sondern ausgelagert. Die vermeintlich weiße Weste bleibt nur deshalb weiß, weil andere die Folgen tragen. Es ist eine Scheinethik, die von Doppelmoral statt Verantwortung geprägt ist. Die moralische Last wird dem Ausland aufgebürdet. Deutschland ist bald für niemanden mehr ein ernsthafter Partner - nicht einmal mehr für seine eigenen Bürger.
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Constantin Schreiber
Constantin Schreiber@ConstSchreiber·
Wer Leihmutterschaft in Deutschland ablehnt, sie für sich selbst aber im Ausland nutzt, muss sich Kritik gefallen lassen. Nicht wegen seiner Familie. Sondern wegen seiner politischen Glaubwürdigkeit. Wo endet Privatleben – und wo beginnt Verantwortung?
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Das Verschanzen hinter der Mauer der moralischen Überlegenheit ist die übliche Vorgehensweise in unserem Land. Es ist einfach und liefert keine Angriffsfläche. Es verhindert allerdings die notwendigen Debatten zu relevanten Themen und verfestigt die lähmende Handlungsunfähigkeit Deutschlands.
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Rainer Blasczyk
Rainer Blasczyk@RainerBlasczyk·
Ehrlich wäre auch, dass Auslandsoptionen für vieles existieren, was in Deutschland verboten ist. Jeder, der es sich leisten kann, kann sie in Anspruch nehmen. Der Transplantationstourismus wegen des deutschen Organmangels ist das prominenteste Beispiel, das nur Reichen offen steht. Deutschland pflegt gerne das Bild moralischer Überlegenheit. Die ethischen Konflikte werden jedoch nicht gelöst, sondern ausgelagert. Die vermeintlich weiße Weste bleibt nur deshalb weiß, weil andere die Folgen tragen. Es ist eine Scheinethik, die von Doppelmoral statt Verantwortung geprägt ist. Die moralische Last wird dem Ausland aufgebürdet. Deutschland pflegt diese moralische Überlegenheit, weil es die einfachste Position ist. Aber Deutschland geht diesen Weg auch, weil es im Ausland Alternativen gibt. Gäbe es sie nicht, würde Deutschland anders entscheiden. Jens Spahn hätte die Leihmutterschaft in Deutschland nicht abgelehnt, wenn es im Ausland keine Alternativen für alle geben würde.
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