die.zaiserin@dieZaiserin
Weil ich das hier immer wieder lese, dass meine Situation nicht besser wird, wenn ich ärmeren etwas wegnehme:
Meine Situation wird auch nicht besser, wenn ich reicheren etwas wegnehme. Ich habe kein Verständnis dafür, warum überhaupt irgendjemand etwas weggenommen werden soll.
Genau diese Denkweise irritiert mich inzwischen zutiefst: Warum kreist politisch mittlerweile alles darum, was man anderen Menschen wegnehmen könnte, statt darum, wie mehr Menschen selbst erfolgreich werden können? Wenn jemand reich oder erfolgreich ist, wird mir persönlich dadurch nichts weggenommen. Ob Susanne Klatten Millionärin ist oder nicht, verändert mein Leben kein Stück. Mir geht es nicht besser, wenn IRGENDJEMAND weniger hat.
Was mich hingegen stört, ist diese permanente Vorstellung, dass Leistung, Eigentum und Erfolg grundsätzlich verdächtig seien und dass der Staat immer weiter umverteilen müsse, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Ich habe überhaupt kein Problem damit, Menschen zu helfen, die wirklich Unterstützung brauchen. Aber ich habe ein Problem damit, wenn diejenigen, die jahrelang gearbeitet, Verantwortung übernommen, auf Freizeit verzichtet und oft bis spät abends oder am Wochenende gearbeitet haben, ständig hören müssen, dass man ihnen oder ihren Kindern noch mehr wegnehmen sollte, weil andere weniger haben.
Meine Kinder haben ebenfalls ihren Teil getragen. Ich verstehe nur nicht, warum andere selbstverständlich erwarten, an dem Ergebnis dieser Arbeit beteiligt zu werden. Und genau hier läuft gesellschaftlich etwas schief: Der Fokus liegt immer stärker darauf, wie man bestehendes Vermögen verteilt, statt darauf, wie man Bedingungen schafft, unter denen Menschen selbst etwas aufbauen können.
Denn am Ende funktioniert eine Gesellschaft nicht dauerhaft über immer größere Umverteilung, sondern über Motivation, Eigenverantwortung und die Aussicht, dass sich Leistung lohnt.
Wenn Menschen irgendwann das Gefühl bekommen, dass zusätzliche Anstrengung hauptsächlich dazu führt, noch mehr abgeben zu müssen, dann verliert man genau den Antrieb, auf dem Wohlstand überhaupt entsteht.