Michael Klonovsky@ActaKlonovsky
„Die letzten Menschen werden erstaunt sein, wie viele Alltagskonflikte plötzlich mit ungewohnter Gewalt ausgetragen werden”, notierte Rolf Peter Sieferle in seinem 2017 postum erschienenen Buch „Das Migrationsproblem” (er meint den „letzten Menschen” Zarathustras: den „Erdenfloh”, der das Glück erfunden hat und alles klein macht, weiß, westlich, wohllebensverwahrlost, woke und wehrlos). „Eine Welle unfaßbarer blutiger Gewalt überspült die letzten Menschen, die von einer Vertreibung aus ihrem Rentnerparadies bedroht sind. Sie werden die Verunsicherung in innere Konfliktlinien transformieren, sie werden in den eigenen Reihen Feinde identifizieren, die leicht zu bekämpfen sind, da sie aus dem gleichen Holz geschnitzt sind wie sie selbst.”
Neben der permanenten Leugnung der eigentlichen Gefahr ist der „Kampf” gegen "Rechts" die Reaktion der Feiglinge auf diese sie ängstigende Entwicklung. Sie demonstrieren gegen die Seite, von der keine Gewalt droht, um ihre Angstwut irgendwie auszuagieren. Wäre der „Kampf” gegen Rechts riskant, sähen wir von den „Kämpfern” keine Nasenspitze. Die Akteure sind trendkonforme Meutenfeiglinge, die sich als couragiert ausgeben wollen und zugleich ums Verschontwerden bei denen betteln, von denen tatsächlich Gefahr droht, indem sie signalisieren: Seht, wir „kämpfen” gegen diejenigen, die etwas gegen euch haben, wir stehen an eurer Seite. Das ist die lächerliche Motivstruktur hinter den Aktionen derer, die auf die täglichen Messerattacken von fast ausschließlich Migranten und Migrantennachkommen nicht nur mit den üblichen Verharmlosungen – soziale Ursachen, psychische Störungen – sowie dem Weitererzählen der Märchen der Faktenerfinder reagieren, sondern mit „Initiativen” gegen diejenigen, die das Problem politisch bekämpfen oder wenigstens beim Namen nennen wollen.
In diese Kategorie gehört auch die Story des sozialistischen Lügenkombinats Correctiv über eine „Wannseekonferenz 2.0” am Potsdamer Lehnitzsee. Der Vorgang selbst, jenseits der Bewertung dessen, was im Gästehaus Adlon tatsächlich gesprochen wurde, genügt in diesem Zusammenhang vollauf für das Urteil: Ein regierungsteilfinanziertes Medium, dessen Vertreter sich kurz vor der Kampagne mit Angehörigen der Regierung getroffen haben, was die Vermutung einer konzertierten Aktion nahelegt, bespitzelt auf geheimdienstliche Weise ein privates Zusammentreffen von Leuten, die ohnehin verfemt und geächtet sind und kaum irgendwo einen öffentlichen Raum für ein Treffen finden, welches sie dann naturgemäß nicht an die große Glocke hängen, um sich vor Boykottaufrufen und Anschlägen der Antifa zu schützen („Geheimtreffen”), zerrt diese Leute wie in einem totalitären Staat aus dem privaten Raum an die Öffentlichkeit und vernichtet deren Existenz, indem es einen aus NS-Assoziationen, Geraune und faustdicken Lügen bestehenden „Report” über das Treffen veröffentlicht, den ein Theater, ebenfalls staats- bzw. regierungsfinanziert – der Unterschied existiert ja kaum mehr –, bereits zu einem Propagandastück verarbeitet hat, das live im Staats- bzw. Regierungsfernsehen übertragen wird; sämtliche von der Regierung direkt oder indirekt mit Steuermitteln bedachten Medien berichten groß und breit über die angeblichen „Deportationspläne”, die auf dem „Geheimtreffen” geschmiedet wurden, wobei die Genossen Medienschaffenden die Darstellung des Agitprop-Portals so widerspruchslos als wahr hinnehmen wie DDR-Journalisten eine Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur ADN, weil sie inmitten der kollektiven Hysterie ihre Jobs nicht gefährden wollen; regierungsfinanzierte NGOs trommeln unter den Anfeuerungen der Regierungsmedien, die Teilnehmerzahlen wie sportliche Rekorde ausschreien, Hunderttausende Rotgrün-Wähler*:_Innen auf die Straßen, die gegen einen „Nazi”-Popanz demonstrieren, den die Regierung und ihre Medienkulis gezielt aufgebaut haben, um die in den Umfragen wachsende Opposition anzubräunen, zu schwächen und die öffentliche Akzeptanz für ein Verbotsverfahren zu erhöhen.
Und eine derart perfide Attacke auf einen wehrlosen Gegner verkauft die machtgeschützte, regierungsfinanzierte Correctiv-Truppe nicht nur als eine Art von Widerstand, sondern diese schamlosen Kreaturen bringen es fertig, das Verfemten-Treffen mit jener Wannsee-Konferenz kurzzuschließen, auf der ein totalitäres Regime einen der größten staatlich organisierten Massenmorde der Menschheitsgeschichte ins Werk gesetzt hat.
Wer hier als Beobachter nicht in allen Farben des Ekels zu schillern beginnt, ist gewiss reif für jede Art Diktatur.