Guido Baldi

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@baldi_guido

Economist

Katılım Mart 2012
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US-Inflation: Wenig überraschend hat die Inflation – also der Consumer Price Index vom Bureau of Labor Statistics – im März deutlich angezogen. Die Eskalation im Nahen Osten hatte über die Energiepreise den erwarteten Effekt. Alleine im Vergleich zum Februar ist der Index um 0,9 Prozent gestiegen. Gegenüber dem März 2025 lag die Teuerung bei 3,3 Prozent. Die Kerninflation war durch die Ereignisse im Nahen Osten wohl noch kaum beeinflusst und lag im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 2,6 Prozent. Auch ohne Krieg und hohe Energiepreise haben die Vereinigten Staaten ein Inflationsproblem. Aufgrund der hohen Inflation sind die durchschnittlichen realen Stundenlöhne immerhin um 0,6 Prozent gesunken. Für den Februar gibt es Hinweise darauf, dass die Haushalte ihren Konsum über eine geringere Sparneigung stabilisiert haben, was so nicht ewig weitergehen wird. Gespannt kann man nun auf das BIP-Wachstum im ersten Quartal 2026 sein. Hier sollte man keine hohe Wachstumsrate erwarten. Im Hinterkopf behalten muss man, dass die Immigrationspolitik der US-Regierung zu einem niedrigeren Bevölkerungswachstum führt. Dies verändert nicht nur die Interpretation von Arbeitsmarktdaten, sondern verringert auch das Potenzialwachstum der US-Wirtschaft. Durch den KI-Boom wird das vermutlich nur teilweise ausgeglichen. Was bedeutet das alles für die US-Notenbank? Ich erwarte momentan für die Sitzung Ende April keine Zinsänderungen. Interessant wird es dann im Juni, wenn noch einmal etwas klarer wird, wie sich der Konflikt im Nahen Osten auf Inflation, Arbeitsmarkt und BIP-Wachstum auswirkt. Da die Inflation nun schon jahrelang über dem Zielwert der Notenbank liegt und die Inflationserwartungen unter der Oberfläche wohl nicht mehr so gut verankert sind wie auch schon, würde man wohl eigentlich von einer Zinserhöhung ausgehen. Aber wie wir wissen, würde das in den USA nicht alle erfreuen. Auf kontroverse Diskussionen rund um die Geldpolitik werden wir uns auch vor dem Hintergrund der näher rückenden Zwischenwahlen im November gefasst machen müssen. bls.gov/news.release/c…
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US-Wirtschaft: Wenig erfreuliche neue Daten erreichen uns heute vom Bureau of Economic Analysis. Im Februar – also vor dem Krieg im Iran – ist das Preisniveau (gemessen am Index der Personal Consumption Expenditures, auf den die Notenbank besonders schaut) um 0,4 Prozent gegenüber dem Januar gestiegen. Verglichen mit Februar 2025 beträgt die Inflation 2,8 Prozent. Die Kerninflation war 3,0 Prozent. Im März ist eine weitere Erhöhung wahrscheinlich. Die Inflation ist nun schon recht lange spürbar über dem Ziel der Notenbank. Das ist nicht zuletzt auch wegen den Inflationserwartungen problematisch. Auch sonst wenig erfreuliche Zahlen. So wurde etwa das BIP-Wachstum für das Schlussquartal 2025 noch einmal nach unten revidiert auf annualisiert 0,5 Prozent. Das ist beispielsweise weniger als im Euroraum. Natürlich hat der Government Shutdown im Herbst deutlich gebremst. Hier ist im Auftaktquartal 2026 eine Gegenbewegung zu erwarten. Allerdings dürfte das BIP-Wachstum im ersten Quartal aus anderen Gründen nur moderat sein, auch wenn es wohl etwas kräftiger ausfallen wird als Ende 2025. Was bedeutet das alles für die US-Notenbank? Ende April wird das nächste geldpolitische Meeting stattfinden. Momentan würde ich davon ausgehen, dass die Zinsen konstant bleiben. bea.gov/news/2026/pers… bea.gov/news/2026/gdp-…
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The Strait of Hormuz: In retrospect, it looks surprising that apparently no extensive efforts were made to build alternatives to the Strait of Hormuz. It will be interesting to observe the developments in the coming years. Interesting opinion piece by Badr Jafar in the Financial Times. Is he right? "However the current crisis is resolved, no government will return to a posture of strategic dependence on a narrow strait controlled by an unpredictable neighbour. The pipelines will be expanded. The port capacity will be built. The power grids, water systems and trade corridors connecting the region’s economies will be formalised." ft.com/content/2c8956…
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Wir sehen gerade, dass die Weltpolitik und die globale Wirtschaft fragil sind. Manchmal vergisst man allerdings mitten in einer Krise, wie viele Kräfte zur Resilienz eines Landes und der Welt insgesamt beitragen. Etwa während der Pandemie und beim russischen Überfall auf die Ukraine konnte man trotz aller Probleme auch eine grosse Resilienz erkennen. Gerade auch der internationale Handel und die globale Zusammenarbeit haben vielleicht paradoxerweise zwar in einigen Bereichen die Verwundbarkeit erhöht, aber insgesamt auch geholfen, die Krisen zu überwinden. Beispielsweise hätte ja ein Land alleine wohl viel länger gebraucht, um einen Impfstoff zu entwickeln. Die Vorteile des internationalen Handels werden zu oft vergessen. Natürlich wird man gegenwärtig das Gefühl nicht los, dass vieles in der Schwebe liegt und eine weitere Eskalation durch wenige undurchdachte Entscheidungen geschehen kann. Wir müssen wohl lernen, mit Unberechenbarkeit zu leben. Ich habe kürzlich dieses Zitat wieder gefunden von einer Podiumsdiskussion im November 2024 an der Uni Bern (organisiert vom VBW - Vereinigung Berner Wirtschaftswissenschafter). Die Aussage ist eigentlich trivial, aber fasst doch gut zusammen, wie ich immer noch über die geopolitische Fragmentierung nachdenke. "Solange die geoökonomische Fragmentierung schleichend und friedlich verläuft, hat sie nur leicht dämpfende Effekte auf die Wirtschaft der Schweiz. Aber das Risiko von Handelsstreitigkeiten und anderen internationalen Konflikten ist stark erhöht. Bei einer Eskalation könnte die Schweizer Wirtschaft allenfalls hart treffen getroffen werden." Am 23. April organisiert der VBW übrigens eine weitere interessante Veranstaltung zusammen mit dem Volkswirtschaftliche Institut (VWI) der Universität Bern: "Strategische Resilienz: Wie Unternehmen in einer geopolitisch angespannten Welt erfolgreich bleiben" Keynote von Pia Tischhauser BCG vbw-alumni.unibe.ch/veranstaltunge…
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Numerous analyses are being published on the economic effects of the Strait of Hormuz crisis. I find this article particularly useful. It provides many interesting details and discusses the effects on regions worldwide. "The Strait of Hormuz crisis is disrupting global energy, fertilizer, helium, and sulfur supply, with ripple effects on power, production, and transport. Asia is most exposed in crude oil while Europe and Africa are more vulnerable in jet fuel and diesel." "Dubai’s stability is at risk, creating new opportunities for Singapore and Hong Kong." The Strait of Hormuz crisis: Impact on supply chain and the financial market asiaglobalinstitute.hku.hk/news-post/stra…
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Interessante Präsentation von Philip Lane an der ECB and Its Watchers Konferenz. Eine transparente Übersicht mit verschiedenen Szenarien für Erdölpreise, Inflation und Wirtschaftswachstum. Manchmal hört man ja das Argument, dass in unsicheren Zeiten wie jetzt gerade Konjunkturprognosen nichts bringen. Wer von Prognosen erwartet, dass sie immer eintreffen sollen, der wird sicherlich so denken. Man kann dann vor der Unsicherheit kapitulieren und gar keine Prognosen mehr erstellen. Aber anstatt zu kapitulieren, kann man eben gerade versuchen, mit der Unsicherheit umzugehen. Es hilft, in Szenarien zu denken. Und die Schwarmintelligenz und der Austausch zwischen verschiedenen Konjunkturanalysten hilft. So bringt man am Schluss etwas mehr Licht in die ganze Unsicherheit und kann auch damit umgehen. Aus all diesen Szenarien und unterschiedlichen Sichtweisen lernt man dann auch viel über die Funktionsweise einer Volkswirtschaft. Theorien und bisherige empirische Resultate werden auf den Prüfstand gestellt und neue interessante Fragestellungen tauchen auf. Das wiederum hilft uns, in weniger turbulenten Zeiten, die Konjunktur zu analysieren und die Wirtschaft besser zu verstehen. Wenn ich an den Februar/März 2020 (Anfang der Pandemie) und Februar/März 2022 (russischer Überfall auf die Ukraine und etwas später der Inflationsschub) zurückdenke, habe ich in jenen Zeiten besonders viel gelernt. Und ich glaube auch, dass die Makroökonomie durch die intensive Beschäftigung mit diesen Ereignissen weitergekommen ist, was uns hoffentlich für die Zukunft helfen wird. ecb.europa.eu/press/key/date…
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Indeed, the transition from Powell to Warsh looks pretty awkward, to put it mildly! "Powell said Wednesday he would continue to lead the Fed if no successor is confirmed when his term expires May 15, and that he wouldn’t leave the board until the probe concludes “with transparency and finality.” Asked about Powell’s comments on Thursday, Trump gave no indication he wanted the investigation to end. “Certainly he should be lowering interest rates,” Trump said. “All I want to do is bring out to the public that this guy is an incompetent.” It makes it more likely that when Warsh finally walks into the building, Powell hasn’t walked out—one more way the job looks nothing like the one he signed up for." The Fed’s Most Awkward Leadership Transition Is Coming, by Nick Timiraos (Wall Street Journal): Kevin Warsh promised to overhaul the central bank and cut rates. He is being greeted by rising inflation, an oil shock and a confirmation in limbo. wsj.com/economy/centra…
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Viele Zentralbankmeetings mit geldpolitischen Entscheidungen auf einmal in dieser Woche! Jene, die am meisten in meinem Fokus liegen, haben die Zinsen konstant gehalten (EZB, Fed, SNB, BoE, BoJ). Es gab aber auch Zentralbanken, die die Zinsen erhöht (Australien) oder gesenkt (Brasilien) haben. Ist das sozusagen die Zinsruhe vor dem Sturm? Weiterhin sind viele Szenarien denkbar. Neben einer nur vorübergehenden und moderaten Erhöhung der Inflation aufgrund des Konflikts im Nahen Osten ist auch ein Szenario denkbar mit einer deutlich höheren Teuerung und einer spürbaren Dämpfung der Wirtschaft. Man kann zwar davon ausgehen, dass die involvierten Parteien einen Ausweg aus dem Konflikt suchen wollen. Eine rasche Beruhigung des Konflikts zumindest für die globale Wirtschaft ist weiterhin gut möglich. Aber wie könnte so etwas aussehen? Das Gesicht wird etwa der Präsident der USA auf keinen Fall verlieren wollen. Oder wie es der Economist schreibt: "War in Iran is making Donald Trump weaker—and angrier" economist.com/leaders/2026/0… Leider muss man sich alternativ zu einem gemässigten Szenario auch auf eine kleine Achterbahnfahrt bei Inflation, Zinsen und Wirtschaftswachstum einstellen. Traders have sharply reversed their bets on the path of interest rates in many leading economies this year. ft.com/content/5757fe…
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Die Idee eines "28. Regime" in der EU hat mir von Anfang an gefallen. Das wäre ein EU-Rechtsrahmen, der neben die 27 nationalen Rechtssysteme tritt und speziell für Start-ups und andere Unternehmen eine rein digitale Unternehmensgründung ermöglichen, Bürokratie abbauen und grenzüberschreitende Aktivitäten vereinfachen soll. Nun ist offenbar ein Entwurf durchgesickert. Luis Garicano und Ulrike Malmendier kennen ihn anscheinend und argumentieren in diesem Gastbeitrag für mich überzeugend, warum der Entwurf noch zu wenig weit geht. Selbst kann ich diese Angelegenheit natürlich nur über diesen Gastbeitrag beurteilen. Aber es bleibt wirklich zu hoffen, dass das 28. Regime kein netter Papiertiger wird, sondern wirklich etwas bewirken kann. "Die Rechtsform EU Inc. landet als Bettvorleger" von Luis Garicano und Ulrike Malmendier. "In Brüssel bittet man um Geduld. Dies sei ein erster Schritt, bei nächster Gelegenheit komme mehr. Das ist erstaunlich naiv. Es wird keine nächste Gelegenheit mehr geben. Wenn Europa jetzt, nach dem Draghi-Bericht, nach der Zustimmung im Parlament mit 492 zu 144 Stimmen und nach der gemeinsamen Priorisierung in Frankreich und Deutschland, keine echte supranationale Unternehmensform schaffen kann, wann dann?" faz.net/aktuell/wirtsc…
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Wie geht es der deutschen Wirtschaft? Der Aufschwung zeigt sich, doch der Iran-Krieg mit dem Energieschock belastet und ist mit hohen Risiken verbunden. Sehr spannende Unterschiede zwischen den verschiedenen Instituten in Deutschland, die in dieser Woche ihre Frühjahrsprognosen veröffentlicht haben. Beim DIW gehen wir für das laufende Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,0 Prozent aus. Andere Institute sind etwas pessimistischer und rechnen je nach Szenario (abhängig vom Kriegsverlauf) mit einem Plus von 0,6 bis 0,8 Prozent. Die Lage im Iran bleibt unberechenbar. Auch für die Schweizer Wirtschaft wäre es wichtig, dass Deutschland und der ganze Euroraum wieder mehr wirtschaftliche Dynamik zeigen.
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US-Wirtschaft: Enttäuschende Entwicklung im vierten Quartal 2025. Das Bruttoinlandsprodukt hat gemäss den Revisionen, die heute veröffentlicht wruden, annualisiert nur um 0,7 Prozent zugelegt. Das ist etwa gleich viel wie die Wirtschaft im Euroraum. Der Shutdown der Bundesregierung im Herbst hat etwas mehr belastet als zunächst gedacht. Aber auch die US-Haushalte waren weniger ausgabenfreudig. Die US-Wirtschaft hat sich zwar insgesamt trotz aller Gegenwinde gut gehalten. Der Shutdown hatte ja nur einen vorübergehenden Effekt. Aber auch für die US-Wirtschaft wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Gleichzeitig ist die Inflation weiterhin etwas zu hoch und könnte nun im Zuge der höheren Energiepreise steigen. Keine einfache Aufgabe für die US-Zentralbank. Vorerst ist zu erwarten, dass die Notenbank in der kommenden Woche die Zinsen konstant hält. bea.gov/news/2026/gdp-…
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What are the economic consequences of the war with Iran? I have a baseline scenario in mind similar to Martin Wolf’s (obviously, there are a lot of uncertainties). To anyone interested in the economic consequences of the war with Iran, I highly recommend his opinion piece: "In sum, a ceasefire, not peace, seems a plausible near-term outcome, largely driven by Trump’s worries over oil prices. Another outcome could be continued war, but at a lower intensity, because Iran’s weaponry is depleted. Ships might even sail the Strait of Hormuz again." The economic consequences of war with Iran. There are lasting lessons about energy resilience to be learnt from this conflict: ft.com/content/dab7d6…
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US-Wirtschaft: Sehen wir einen Produktivitätsboom dank der künstlichen Intelligenz? Darüber gibt es eine recht intensive Diskussion. Kürzlich wurden vom Bureau of Labor Statistics neue Zahlen für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht - und alle Fragen sind weiterhin offen. Auf der makroökonomischen Ebene sind man seit etwa zwei Jahren ein höheres Produktivitätswachstum. Ob das reicht, um bereits einen Produktivitätsboom auszurufen? Es ist sicherlich plausibel, dass KI ein Produktivitätstreiber ist. Aber so richtig sieht man einen regelrechten Boom auf der makroökonomischen Ebene doch noch nicht. Man muss auch im Hinterkopf behalten, dass wir bisher vor allem einen Boom etwa bei Datenzentren sehen, der kapitalintensiv ist und so gesamtwirtschaftlich die Arbeitsproduktivität anschiebt. Alle Fragen sind weiterhin offen. Wir können gespannt sein, wie es weitergeht. Hier geht es zum kurzen Produktivitätshäppchen: open.substack.com/pub/guidobaldi… Und hier zu einem kurzen Kommentar im DIW-Wochenbericht, unter anderem auch zu diesem Thema: diw.de/de/diw_01.c.99…
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US-Arbeitsmarkt: Heute kommen vom Bureau of Labor Statistics enttäuschende Zahlen für den Februar. Es sind 92'000 Stellen verloren gegangen. Zudem gab es Abwärtsrevisionen für Dezember und Januar, die das Gesamtbild weiter trüben. Auch die Arbeitslosigkeit hat sich etwas erhöht, während die Erwerbsbeteiligung leicht zurückgegangen ist. Insgesamt kann man im heutigen Bericht anders als in anderen Monaten kaum positive Aspekte erkennen. Wegen einem Sondereffekt im Gesundheitsbereich wurde der Stellenabbau im Februar möglicherweise um etwa 30'000–40'000 Stellen überzeichnet. Aber auch so bleibt ein deutliches Minus. Zwar ist es so, dass die restriktive Zuwanderungspolitik und der Renteneintritt der Baby-Boomer dazu führen, dass wir strukturell im laufenden Jahr grob geschätzt nur von einem Nullwachstum bei den neu geschaffenen Jobs ausgehen sollten. Ein so deutliches Minus wie im Februar deutet aber auf eine Abkühlung am Arbeitsmarkt hin. Dazu würde auch passen, dass sich die Einzelhandelsumsätze im Januar enttäuschend entwickelt haben. Wie immer sollten wir aber auch im Hinterkopf behalten, dass man einzelne Monate nicht überbewerten sollte. Die Lage für die US-Notenbank wird auf jeden Fall nicht einfacher. Eine allfällige Abkühlung am Arbeitsmarkt zusammen mit einer hartnäckig erhöhten Inflation stellt sie vor ein Dilemma. bls.gov/news.release/e…
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US-Arbeitsmarkt: Das ADP Research Institute hat seine Arbeitsmarktzahlen für Februar veröffentlicht. Es gibt keine großen Überraschungen. Der Arbeitsmarkt hält sich insgesamt einigermaßen solid. 63'000 neue Stellen wurden geschaffen von privaten Arbeitgebern. Getrübt wird das Bild durch eine hohe Konzentration; wie schon im Januar ein Großteil der neuen Jobs im Education and Health Sector geschaffen. Möglicherweise passt es zu einem längerfristigen Trend, bei dem Berufe in diesen Sektoren eher zulegen. In anderen Sektoren zeigt sich der Arbeitsmarkt verhaltener. Von einem neuen goldenen Zeitalter in der Industrie ist weiterhin nichts zu sehen. Nun kann man gespannt sein, wie die amtlichen Zahlen zum Arbeitsmarkt im Februar aussehen werden. Im Vordergrund steht momentan allerdings der Krieg im Nahen Osten und - aus einer wirtschaftlichen Perspektive - seine möglichen Auswirkungen auf die Inflation und das Wachstum der Wirtschaftsleistung. Nachdem sich schon in den vergangenen Wochen die Anzeichen verdichtet haben, dass die Inflation in den USA länger etwas erhöht bleiben könnte, wird der Inflationsdruck angesichts steigender Energiepreise kurzfristig bestimmt nicht geringer werden. Baldige Zinssenkungen werden darum für den Moment zumindest unwahrscheinlicher. adpemploymentreport.com
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Das ist ein gutes Interview mit Ulrike Malmendier. Unter anderem spricht sie die Idee eines 28. Regime an. Seit in Europa die Idee dafür aufkam, hat sie mir gefallen. Ob dieses Vorhaben aber wirklich zum Fliegen kommt und so ausgestaltet ist, dass sie den Unternehmen in Europa tatsächlich hilft, ist noch eine andere Frage. "In der EU müssen wir die wirtschaftliche Tätigkeit durch einen EU-Rechtsrahmen, ein 28. Regime, vereinfachen, der nicht zu zaghaft ist." faz.net/aktuell/wirtsc…
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AI and the Economy: In addition to the AI boom, there is currently a boom of reports and blog posts on AI and its social and economic significance. This opinion piece by Jason Furman in the New York Times is certainly worth reading: "Instead of consolidating, as so many other industries have done, the leading edge of A.I. has become fiercely competitive. The result has been a staggering pace of innovation, significant reductions in costs and an expanding array of choices for consumers and businesses alike." nytimes.com/2026/02/25/opi…
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Deutsche Wirtschaft: Heute ist unser DIW-Konjunkturbarometer erschienen. Der Barometerwert hat sich spürbar verbessert. Man kann sich berechtigte Hoffnung auf einen Aufschwung der deutschen Wirtschaft machen. Die strukturellen Herausforderungen und weltwirtschaftlichen Risiken bleiben natürlich bestehen. „Der lang ersehnte Aufschwung dürfte nun langsam Realität werden“, resümiert Konjunkturexperte Guido Baldi. „Für ein langfristig anhaltendes Wachstum ist es nun wichtig, dass die umfangreichen finanziellen Mittel der Bundesregierung konkrete Investitionen anschieben und die wirtschaftspolitischen Reformanstrengungen zügig vorankommen.“
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Deutsche Wirtschaft: Nach den Einkaufsmanagerindizes deutet nun auch der ifo Geschäftsklimaindex auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft hin. Zusammen mit anderen meist eher positiven Nachrichten für die deutsche Wirtschaft verfestigt sich das Bild, dass die Talsohle durchschritten sein könnte. Man sollte allerdings nicht gleich in Feierlaune ausbrechen. Gerade beim ifo Geschäftsklima ist zu sehen, dass die Erholung noch zart ist. ifo.de/pressemitteilu…
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