
„Der Film widerspricht damit auch dem Diktum Kierkegaards, man könne sein Leben nur rückwärts verstehen, obwohl man es vorwärts lebt. Wer „Parthenope“ gesehen hat, weiß: diese Rückschau ist Lüge. Jugend ist bewusstlos, lebt in Bildern, atmet Farben. Sorrentino artikuliert diese Einsicht mit der Kamera, deren weite Perspektiven, langsame Fahrten und sparsame Schnitte so reich, so großzügig ausfallen wie das weiße Laken, das die nackte Parthenope auf dem Balkon umarmt. In diesem Moment erweist die junge Frau ihrem Namen die Ehre, Sirene zu sein. Die Wucht ihrer Erscheinung wirkt mythisch, sprengt die Begriffe, vertreibt die Zeit aus den Hirnen. Sie lässt sich fallen, bringt ihren Geist der Jugend zum Opfer.“ Florian Werner (@effeffwee) über Sorrentinos PARTHENOPE für die Aster










