
casual friday
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„Ukraine has nothing to do [with us], we‘re an ocean apart. It has to do with [Europe], it‘s their front door.“ President Donald Trump is tearing down the security order the 🇺🇸 created after WWII. An order many Republicans once fought for, knowing 🇺🇸 interests don’t stop at an ocean.



Trump droht der EU mit Strafzöllen. Europa sollte antworten: Viel Spaß beim Handelskrieg. Donald Trump will also wieder Zölle als außenpolitische Abrissbirne benutzen. Diesmal sollen Autos und Trucks aus der Europäischen Union mit 25 Prozent belegt werden, weil die EU angeblich einen „fully agreed Trade Deal“ nicht einhält. Trump glaubt, die EU werde brav einknicken, weil europäische Autobauer Zugang zum US-Markt brauchen. Was er dabei gern vergisst: Die EU ist kein Bittsteller. Sie ist einer der größten Binnenmärkte der Welt. Wer europäische Industrie angreift, greift Arbeitsplätze, Lieferketten, Investitionen und Verbraucher auf beiden Seiten des Atlantiks an. Und ja: Zölle zahlen am Ende nicht „die Europäer“ allein. Zölle zahlen auch amerikanische Verbraucher, amerikanische Händler, amerikanische Unternehmen. Der „America First“-Aufschlag landet ziemlich schnell auf der Rechnung amerikanischer Familien. Europa sollte jetzt nicht nervös wedeln, sondern klar und geschlossen antworten: Wer unsere Industrie mit Strafzöllen überzieht, bekommt Gegenmaßnahmen. Punkt. Trump will einen Handelskrieg mit der EU? Dann sollte Europa ihm zeigen, dass man mit 27 Staaten nicht spricht wie mit einem Zulieferer, den man gerade über den Tisch ziehen will. Er will Handelskrieg? Er bekommt Handelskrieg. Aber diesmal bitte mit europäischem Rückgrat. #EU #Europa #Trump #Handelskrieg #Strafzölle #Geopolitik #Transatlantik #Wirtschaft #AmericaFirst #EuropeanUnion



WOW. Trump’s net worth has nearly tripled in his second term, now hitting $6.5 billion. And that’s before we even get to how much his rich friends and big-money donors have made off his presidency. Remember that next time he brags about donating his presidential salary. Remember that next time a MAGA propagandist claims Trump “sacrificed everything” to serve. Drain the swamp, right?




Absolute betrayal. DW News confirms the Trump administration abruptly removed the advanced THAAD missile defense system from South Korea, leaving Seoul completely exposed. The South Korean President admitted they are powerless to stop it. Washington is abandoning its allies.

Sweden is considering handing over a ship belonging to Russia's shadow fleet to Ukraine. 👍👍👍 Swedish authorities have seized the Russian ship "Caffa," which, according to investigations, belongs to the so-called "shadow fleet." The Swedish Public Prosecutor's Office is considering handing the ship over to the state conducting the investigation. The country has not been officially named, but according to media reports, it could be Ukraine. The ship was under sanctions, and according to sources, the "Caffa" was sailing under a false Guinean flag, and the crew consisted largely of Russian citizens.

Der blinde Fleck: Von Mindener Masten und Berliner Palästen Irgendwann vor Herbst 2025 muss es passiert sein: Jemand bringt am Bahnhof Minden eine Kamera an einem Mast an. In fünf Metern Höhe. Niemandem fällt er dabei auf. Vielleicht ist er hochgeturnt, vielleicht kam er mit einer Leiter, vielleicht parkte er einfach seinen 40-Tonner daneben und schraubte vom Fahrerhaus aus. Vorschriftsmäßig mit Warnweste – die reicht in Deutschland für fast alles. Die Kamera ist ein handelsübliches Modell von Amazon: Speicherchip, Solarpanel, SIM-Karte. Kostenpunkt: ein paar Hundert Euro. Sie filmt, was in Minden ein- und ausgeladen wird. Minden ist eine Drehscheibe für Militärtransporte an die Nato-Ostflanke. Aufgefallen ist das Ganze nur, weil im September 2025 ein Bahnmitarbeiter zufällig nach oben schaut. Er montiert das Ding ab und bringt es zur Bundespolizei. Dann passiert sieben Monate lang: nichts Sichtbares. Erst im April 2026 durchsucht die Polizei die Wohnung eines 43-jährigen Litauers in Detmold. Er soll als Lkw-Fahrer im Raum Minden unterwegs gewesen sein; die SIM-Karte der Kamera führte zu ihm. Der Verdacht: Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Der Mann bleibt auf freiem Fuß. Hinweise auf Hintermänner: keine. Soweit die Erfolgsmeldung. Drei Jahre Tiefschlaf Die Geschichte hat einen Vorlauf. 2023 entdeckten polnische Behörden Kameras desselben Typs an Bahnstrecken und am Flughafen Rzeszów. Es ging um den Nachschub für die Ukraine. Der polnische Verteidigungsminister sprach von einem russischen Agentenring. Das ist drei Jahre her. Drei Jahre, in denen sich in Deutschland niemand veranlasst sah, an den eigenen Verladebahnhöfen systematisch nach oben zu schauen. Drei Jahre, in denen offenbar kein Memo der Sicherheitsbehörden herumging mit dem Satz: Achtet auf verdächtige Kameras. Drei Jahre, in denen Russland Zeit hatte, Methoden zu verfeinern und das Personal auszutauschen. Die Spionageabwehr nennt Männer wie den Verdächtigen aus Detmold „Wegwerf-Agenten“. BKA und Nachrichtendienste haben dazu sogar eine Kampagne gestartet. Es ist alles bekannt. Es ist alles benannt. Es passiert: nichts. Und wenn tatsächlich etwas Schlimmes geschieht, wie der Stromausfall in Berlin, ist das Innenministerium schnell damit zufrieden, windige Internet-Pamphlete als Spur zu akzeptieren: Das waren Linksradikale. Als wäre es abwegig, dass diese von Russland gesteuert sein könnten – als hätte die Sowjetunion nicht jahrzehntelang Linksterrorismus von der RAF bis zu den Roten Brigaden unterstützt. Die Anatomie der Anwerbung Wer sind diese Wegwerf-Agenten? Keine KGB-Männer im Trenchcoat. Es sind Männer wie dieser Lkw-Fahrer, der ohnehin Richtung Bremerhaven muss, der in Minden Pause macht, der jeden Euro brauchen kann. Amateure in prekären Lebenslagen, ohne Ausbildung, austauschbar. Angeleitet werden sie von Personen, deren Identität sie nicht kennen. Wer den Litauer verhaftet, hat die Kamera – aber nicht den, der sie bestellt hat. Doch bevor ein Auftrag gegen Geld rausgeht, muss jemand physisch da gewesen sein. Niemand wirbt einen Wegwerf-Agenten rein per Messenger an. Jemand muss im Trucker-Café an der A2 gesessen haben, im Gespräch am Nachbartisch. Jemand muss zugehört, einen Drink ausgegeben, ein Verhältnis aufgebaut haben. Genau dieser Anwerber ist der eigentlich Interessante. Er ist Führungspersonal mit Budget, Briefing und direktem Draht zu Kreml-Akteuren. Während die Polizei in Detmold eine Wohnung durchsucht, sitzt er längst in einem anderen Café an einer anderen Autobahn und spricht den nächsten an. Nach diesem Mann fahndet niemand. Weil niemand systematisch hinhört, in welchen Cafés sich auffällig viele Fahrer aus dem Baltikum oder Belarus treffen und welche Gesichter dazwischen nicht zur Branche gehören. Das wäre Polizeiarbeit alter Schule. Es wäre die Mindestmenge an Aufmerksamkeit, die man von einer Spionageabwehr erwarten dürfte. Stattdessen besteht die deutsche Antwort darin, das Strafgesetzbuch zu ergänzen – härtere Strafen, falls man sie denn mal erwischt. Das ist Symbolpolitik. Sie wirkt erst, wenn alles andere versagt hat und die Informationen längst in Russland angekommen sind. Das System der grauen Zahlungen Bleibt die Frage der Bezahlung. Bargeld scheidet aus; zu riskant für die Hintermänner. Sie wollen Codes per Messenger verschicken, die der Agent am Schalter einlöst. Naheliegend wären Geldtransferdienste wie Western Union oder MoneyGram. Eine Mitarbeiterin eines solchen Büros beschreibt mir die „Kenne deinen Kunden“-Pflicht, doch sie sagt auch: In den tausenden Kiosken und Läden, die das nebenbei betreiben, ist die Kontrolle gering. Der Kioskbesitzer fragt nicht. Er bedient. Doch wer wirklich Spuren vermeiden will, geht online. Karte-zu-Karte-Transfers, koordiniert über Telegram oder Signal. In dieser elektronischen Schicht entscheiden amerikanische Konzerne nach eigenen Regeln, was sie auswerten. Deutsche Behörden sind dort keine Beobachter, sondern Bittsteller. Sie wissen meist erst, wonach sie fragen müssen, wenn die Kamera schon hängt und der Sabotageakt vollzogen ist. Während Italien Bargeldtransfers streng regelt, weiß der deutsche Staat: nichts. Es ist eine Kette aus Zuständigkeiten, in der niemand das Gesamtbild hat – ideal für Russland. Das Trojanische Pferd in Berlin Und dann gibt es die Schublade, die niemand öffnet, obwohl jeder weiß, wo sie steht: Friedrichstraße 176-179. Das „Russische Haus der Wissenschaft und Kultur“. In einem Abkommen mit der Bundesregierung von 2011 wurde festgehalten, was im Russischen Haus erlaubt ist: Sprachkurse, Konzerte, Restaurant, Kino. Damals gab es noch keinen Krieg und weniger Bedarf an Wegwerfagenten. Wird der Vertrag bis zum 6. Dezember 2026 nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch um weitere fünf Jahre. Die Bundesregierung hätte längst kündigen können. Sie tut es nicht. Sie hält die Hand über ein Gebäude, in dem russische Staatsstellen Veranstaltungen organisieren, Geld bewegen und – man höre und staune – Kameras betreiben. Eigene Kameras, am Gebäude angebracht, in unauffälliger Höhe. Genehmigt. Was sie aufnehmen? Wollen unsere Behörden nicht wissen. So wird munter gefilmt, wer vor dem Haus demonstriert. Wer hineingeht, wird erfasst – aber eben nicht von deutschen Behörden, nur von der russischen. Der Lieferverkehr: ungeprüft. Die Hauspost: ungeprüft. Die Mitarbeiter mit unklarem Status zwischen Kulturreferent und Geheimdienst-Resident: ungeprüft. Polen hat sein Russisches Haus 2022 geschlossen und die baltischen Staaten auch. Frankreich stellt das Pariser Pendant unter Beobachtung. Deutschland hat: ein Abkommen, eine Frist und eine Regierung, die zuschaut, wie russische Akteure in der Hauptstadt vollkommen unbehelligt planen, koordinieren und bezahlen können. Während in Detmold eine Wohnung durchsucht wird, weil ein Fahrer eine Kamera an einen Mast schraubte, steht in Berlin ein riesiges Haus, in dem all das institutionell organisiert werden kann, ohne dass je ein deutscher Beamter einen Fuß über die Schwelle setzt. Die Kamera in Minden hing fünf Meter hoch; dafür brauchten wir sieben Monate. Das Russische Haus steht ebenerdig an einer der bekanntesten Adressen Berlins. Dafür brauchen wir offenbar länger. Es ist nicht so, dass Deutschland nichts wüsste. Es ist so, dass Deutschland nicht will. Aus Gründen, die nie ausgesprochen werden: Energiehoffnungen, Wirtschaftsbeziehungen, die Idee einer Entspannungspolitik, die längst in die Mottenkiste gehört. Die Bundesregierung hat sich immer noch nicht eingestanden, dass der Krieg nicht nur in der Ukraine geführt wird, sondern auch hier. Lautlos. Der Bahnmitarbeiter aus Minden hat etwas Größeres gefunden als eine Kamera. Er hat den blinden Fleck gefunden, in dem dieses Land seit Jahren steht. Er hat hingeschaut, als sonst keiner hinschaute. Vielleicht sollten wir ihm einen Orden geben. Bevor wir aufhören, uns selbst zu belügen.





