
Die AfD wird laut Umfragen stärkste Partei – und prompt kommt so ein Gastbeitrag in der FR daher: „Was tun, wenn der Nachbar AfD wählt?“ Antwort des Autors sinngemäß: Versteh ihn ein bisschen, aber zeig ihm bitte klipp und klar, dass du ihn für einen Feind der Demokratie hältst. Ignorier ihn, geh ihm aus dem Weg, brich das Gespräch ab. Kein Verständnis, keine Legitimation, nur Distanz, weil man ja „unsereDemokratie" verteidigen muss. Ernsthaft? Je mehr Menschen die AfD wählen, desto hysterischer wird gefordert, sie wie Aussätzige zu behandeln. Das ist keine Verteidigung der Demokratie mehr. Das ist der Versuch, sie abzuschaffen, indem man die Wähler gesellschaftlich ausgrenzt und moralisch fertigmacht. Früher hieß es „Wir müssen mit den Leuten reden“. Heute heißt es: „Mit denen redet man nicht, die isoliert man.“ Am Ende wundern sich dieselben Leute, warum die AfD immer stärker wird. Wenn "eure" Antwort auf demokratische Wahlen ist, die Wähler zu behandeln wie den letzten Dreck, dann seid IHR das Problem – nicht der Nachbar mit dem anderen Kreuzchen.















