Yoshi Liberty
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Ein Sharepic ersetzt keine historische Analyse 🤫
Immer wieder wird auf X behauptet, die NSDAP sei links gewesen. Als Beleg kursiert dann häufig ein Sharepic mit einem angeblichen oder tatsächlichen Zitat von Arnulf Baring. Sein Professorentitel wird nicht genutzt, weil er die Aussage beweist, sondern weil er dem eigenen Narrativ einen akademischen Anstrich gibt.
"Die Nazis waren nicht rechts, die Nazis waren eine Linkspartei."
Ein Sharepic beweist erstmal einmal gar nichts. Im besten Fall beweist es, dass jemand diesen Satz gesagt hat. Es beweist nicht, dass der Satz historisch richtig ist.
Auch sein Professorentitel ändert daran genau gar nichts. Natürlich wirkt so ein Sharepic für diese Leute besonders überzeugend, wenn darunter steht:
„Prof. Dr. Arnulf Baring“
„renommierter Historiker und Politikwissenschaftler“
„Träger des großen Bundesverdienstkreuzes“
Das soll beeindrucken, Autorität erzeugen. Genau dafür wird es geteilt. Nicht, weil damit eine historische Analyse geliefert würde, sondern weil der Titel das eigene Narrativ akademisch adeln soll.
Nach dem Muster: "Seht her, ein Professor hat es gesagt, also muss es stimmen."
Das kennen wir auch aus anderen Debatten. Bei Homburg funktioniert der Mechanismus sehr ähnlich. Der Professorentitel wird wie ein Wahrheitsverstärker benutzt. Nicht die Argumente werden geprüft, sondern die Autorität wird vorangestellt. Die sich sonst so kritisch gebenden Accounts übernehmen das völlig ungeprüft, weil die Aussage ihrem Narrativ entspricht.
Aber Wissenschaft funktioniert so nicht. Ein Professorentitel ersetzt keine Quellenkritik. Ein Bundesverdienstkreuz ersetzt keine Ideologieanalyse. Und ein zugespitzter Satz ersetzt keine historische Einordnung. 😉
Denn maßgeblich ist nicht ein TV-Spruch, nicht ein Parteiname und auch nicht das Wort Sozialismus im Namen der NSDAP. Maßgeblich sind Ideologie, Feindbilder, politische Praxis und historische Einordnung.
Und genau dort ist die Sache eindeutig. Die NSDAP war eine extrem rechte, völkisch-nationalistische, antimarxistische, antisemitische und rassistische Bewegung.
Sie definierte Politik nicht über Klassenkampf, Arbeiteremanzipation oder soziale Gleichheit, sondern über Volk, Rasse, Nation, Führerprinzip, Antisemitismus, Antikommunismus und die Vernichtung politischer Gegner.
Wer wie die NSDAP Sozialdemokraten verfolgt, Kommunisten verfolgt, Gewerkschaften zerschlägt, linke Parteien verbietet, Arbeiterorganisationen gleichschaltet und politische Gegner in Konzentrationslager sperrt, ist nicht plötzlich links, nur weil er sich propagandistisch sozialistisch nennt.
Die Nazis nannten sich btw. auch Arbeiterpartei. Trotzdem haben sie die organisierte Arbeiterbewegung zerstört.
Genau das ist der Punkt. Der Begriff Nationalsozialismus war eben kein sauberer politikwissenschaftlicher Kategorienbegriff, sondern Teil einer offensichtlichen Propagandastrategie. Er sollte Arbeiter ansprechen, soziale Unzufriedenheit kanalisieren und gleichzeitig Marxismus, Sozialdemokratie, Liberalismus und Gewerkschaftsbewegung bekämpfen.
Man kann natürlich darüber diskutieren, dass die NSDAP einzelne sozialpolitische oder staatsinterventionistische Elemente nutzte. Aber Staatsintervention macht eine Bewegung nicht automatisch links.
Autoritäre, faschistische und extrem rechte Systeme können sehr wohl staatlich lenken, regulieren, enteignen, subventionieren oder Sozialpolitik betreiben, ohne dadurch links zu sein.
Links ist nicht einfach: "Der Staat macht etwas." Links ist historisch und ideologisch mit Gleichheit, Arbeiterbewegung, Internationalismus, Antifaschismus, Sozialdemokratie, Kommunismus, Gewerkschaften oder zumindest egalitären Gesellschaftsvorstellungen verbunden.
Die NSDAP stand dazu in fundamentaler Gegnerschaft. Sie war nicht internationalistisch, sondern strikt ultranationalistisch. Nicht egalitär, sondern rassistisch-hierarchisch. Nicht arbeiteremanzipatorisch, sondern arbeiterkontrollierend. Nicht antifaschistisch, sondern faschistisch. Nicht marxistisch, sondern radikal antimarxistisch. Nicht links, sondern extrem rechts.
Deshalb ordnet der historische Konsens die NSDAP als rechtsextreme, faschistische beziehungsweise nationalsozialistische Bewegung ein.
Nicht, weil Historiker alle zu dumm wären, den Parteinamen zu lesen. Sondern weil sie Ideologie und Praxis analysieren.
Ein Sharepic mit Arnulf Baring ändert daran nichts. Namen sind keine Argumente. Titel sind keine Belege. Propaganda ist keine Programmanalyse.
Und ein einzelner zugespitzter Satz wiegt nicht schwerer als die tatsächliche rechtsradikale Geschichte der NSDAP. 😎

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@ScherhagThomas Die NSDAP war kollektivistisch, aber auch Sozialisten und Kommunisten sind kollektivistisch - wenn auch auf eine andere Weise. Aber es ist historisch klar: sowohl rechter als auch linker Kollektivismus führen immer in Diktaturen. Dem Individualismus ist Diktatur hingegen fremd.
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@MiRo_SPD @eckilepsie Vielleicht will Deutschland einfach keinen SPD-Kanzler?
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@rasenspiesser Die haben echt keinen Schimmer wieviel sie damit der Demokratie schaden und die Leute in die Arme der AfD treiben.
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@schieritz In dem man spart. S P A R E N
Schonmal gehört? Deine Frage macht einen echt fassungslos.
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@polenz_r @NorbertBolz Glaube gehört zur Religion. In den Naturwissenschaften hat er nichts verloren – dort zählen ausschließlich Beweise, Experimente und überprüfbare Erkenntnisse. Das ist Ihnen vielleicht noch nicht bewusst.
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@NorbertBolz Da hat jemand die Aufklärung nicht verstanden, der wir unser liberales System der Wahrheitsfindung verdanken
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@N_Heisterhagen Die schlechtesten Historiker sind die, die Geschichte bereits bewerten bevor das Ende klar ist.
Warten wir mal ab. Vielleicht bekommt Trump ja das Iran-Regime noch klein
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@robinalexander_ A ist definitiv falsch. Die Eskalation gab es erst nach den Äußerungen in der Schule
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Unpopuläre Meinungen auf X am 2. Mai:
a) Der Preis, den Friedrich Merz hätte zahlen müssen, um Deutschland die Huld von Donald Trump zu erhalten, wäre nicht gewesen, in einer Schule im Sauerland klüger zu sprechen – sondern die Bundeswehr schon vor einem Waffenstillstand mit dem Iran in den Nahen Osten zu schicken.
b) Dass SPD-Politiker und DGB-Funktionäre am 1. Mai verbal rote Fahnen flattern lassen, war immer so. Problematisch wird es erst, wenn sie diese in der Regierung oder in Tarifverhandlungen nicht mehr eingerollt bekommen.
c) Der 1. Mai in Berlin war friedlicher als früher. Das hat die Polizei gut hinbekommen – auch weil, anders als bei R2G, der CDU-Bürgermeister und die SPD-Innensenatorin unmissverständlich hinter ihr stehen.
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@Mrcp937741 @ronzheimer Danach kann er von mir aus hinschmeißen🫠
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Wir haben ausführlich mit Insidern aus der Koalitionsführung und Merz‘ Umfeld gesprochen. Was sie berichten, offenbart eine beispiellose Krise im Kanzleramt. Der Kreis der Menschen, denen Friedrich Merz vertraut, wird immer kleiner. Selbst Vertraute sind intern umstritten. Die Verzweiflung über die Performance von Kanzler und Koalition ist so groß, dass bereits über den Tag danach gesprochen wird. Nach Schwarz-Rot und nach Merz. @fpiatov

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@DBreymann Wenn man Privates nicht vom Politischen trennen kann
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Werbung für das Gaffel in Berlin. 👍🏻
Dr. Maximilian Krah MdB@KrahMax
Es geht um das Gaffel-Brauhaus. Ich kann allen Anhängern nur empfehlen, Gaffel zu meiden, in Berlin wie Köln. Es gibt besseres Kölsch!
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@zeitonline Handwerklich Fehler - really?🤣🤣
Die Zeit macht sich lächerlich
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"Man merkt der Sendung an, dass sich im Bayerischen Rundfunk eventuell leider nicht die handwerklich geschicktesten Fernsehmacher bereit erklärt haben, an dem Format mitzuarbeiten", schreibt Anna Mayr über die neue Folge der Sendung "Klar". trib.al/UyqN6NU
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@1963MoselMike @ronzheimer Wird nicht passieren. Die CDU würde massiv verlieren und dann kommen 4 Jahre Rot-Rot-Grün. Erst danach wird die CDU zur Zusammenarbeit mit der AfD bereit sein, wenn ein Machtwechsel nach R2G noch möglich ist.
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@JoschiLiberty @ronzheimer Nein, besser gar nichts von dem Müll.
Die AfD muss rann.
Hoffe auf Minderheitsregierung und bei wichtigen guten Sachen nickt die AfD ab.
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@cheblipress Wie haben es die Herren denn eigentlich gemeint? Helfen Sie uns auf die Sprünge. Oder wollen sie hier nur eine Nebelkerze „falsch gefragt“ als Verteidigung zünden?
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@schieritz Sparen, gesunde Finanzen, ausgeglichener Haushalt - ja das ist total unvernünftig. Schließlich müssen die Zinsen ja nur die nächsten Generationen tragen. Sollen die halt schauen, wie sie das in Zukunft managen.
Sie sind einer von den wirklich Sozialen und Weitsichtigen 👍🏽
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Und es ist schon interessant dass „sparen“ irgendwie ein Politikziel an sich zu sein scheint
Jens Südekum@jsuedekum
Nochmal kurz zu den heutigen #Eckwerten für den Bundeshaushalt 2027 und zur Frage: wird da überhaupt gespart? Antwort: ja, kräftig! Die Gesamtausgaben des Kernhaushalts (ohne Sondervermögen) steigen von 524 auf 543 Mrd, also um rund 19 Mrd Aber bei genauerem Hinsehen... (1/2)
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@jsuedekum Super der Kernhaushalt wird etwas kleiner, aber Nebenhaushalte, Sondervermögen immer mehr. Merkst du selber oder?
So „sparen“ kann wirklich jeder🤣
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Nochmal kurz zu den heutigen #Eckwerten für den Bundeshaushalt 2027 und zur Frage: wird da überhaupt gespart?
Antwort: ja, kräftig!
Die Gesamtausgaben des Kernhaushalts (ohne Sondervermögen) steigen von 524 auf 543 Mrd, also um rund 19 Mrd
Aber bei genauerem Hinsehen... (1/2)

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@schieritz Ohne die Schulden hätte Deutschland 60-70 Milliarden Euro mehr pro Jahr, die es nicht für Zinsen ausgeben müsste. Das wäre das Geld für Investitionen oder Steuererleichterungen, ganz ohne Sondervermögen.
Es ist einfach extrem dumme Politik, ständig neue Schulden zu machen.
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@schieritz @polenz_r Einen ein paar Wochen alten Krieg als Begründung für fast ein Jahrzehnt Stagnation heranzuziehen, das können nur wenige.
Die Probleme sind bekannt: Hochsteuerland, extrem teure Energiekosten, Sozialsysteme kurz vor dem Zusammenbruch, Bürokratieweltmeister. Trump war das nicht.
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@polenz_r Niemand hätte was gegen einen ausgewogenen ÖRR. Aber die Schlagseite ist leider zu massiv. Daher kommt der dringende Reformbedarf und diese Reform wäre im Sinne der Demokratie.
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Und genau deshalb will die AfD den ÖRR abschaffen und ihre Vorfeldorganisatioinen bemühen sich täglich hier auf X, den ÖRR zu diskreditieren - während sie, wie Nius, immer wieder wegen eigener Falschmeldungen erfolgreich vor Gericht beklagt werden
Konstantin v. Notz@KonstantinNotz
Der ÖffRechtl Rundfunk wurde gegründet, damit nicht einige wenige mit viel Macht + Geld die öffentl. Meinung manipulieren und den Rechtsstaat beseitigen können. Jetzt da Milliardäre mit antidemokratischer Agenda genau das versuchen, ist er eine Lebensversicherung der Demokratie.
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