Markus
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BREAKING: France, Germany, the UK, Italy, the Netherlands, and Japan say they are ready to join efforts to ensure safe passage through the Strait of Hormuz.



Ich möchte das um etwas ergänzen, was nicht ich, sondern Matti Friedman gesagt hat. Der gesamte Diskurs über die Region leidet daran, dass wir sie als Spiegelbild unserer eigenen Gesellschaften sehen und unsere eigenen Kategorien anwenden. Vereinfacht: wir kennen z.B. kolonial bedingten Rassismus aus der eigenen Gesellschaft (er bezog sich auf die USA und Kanada, in Europa hat das andere Nuancen) und sagen „okay, im Nahen Osten ist es genauso, da legen wir einfach mal dieselben Lösungen an. genug Diversity-Schulungen und diese Streithähne finden schon zusammen.“ Dabei wird fast alles verkannt, was Gesellschaften dort bewegt. Insbesondere ausgeblendet wird das religiöse Element, in der Regel zu 100 %. Damit erschließt sich für uns einfach immer wieder nicht, warum Menschen dort so handeln wie sie handeln – allen voran natürlich die, die zu Terrorismus und Gewalt greifen. Wir verstehen es nicht und sind immer und immer wieder überrascht. Das muss man nicht auf den islamistischen Terror beschränken aber er ist nun einmal am deutlichsten. Warum wird er nicht europäisch und friedlich, wenn man im Land, wenn man ihm politische Selbstbestimmung, wenn man ihm politische Anerkennung zuteil werden lässt? Für uns ein Rätsel.
















