TrustedFragger
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TrustedFragger
@SemperApertus
Das Muster, das die einzelnen Teile verbindet, sie überdauert und in eine kohärente Logik fasst, ist das einzige Mittel, das uns nah an die Wahrheit führt.
Katılım Ekim 2024
62 Takip Edilen83 Takipçiler

Introducing Project Glasswing: an urgent initiative to help secure the world’s most critical software.
It’s powered by our newest frontier model, Claude Mythos Preview, which can find software vulnerabilities better than all but the most skilled humans.
anthropic.com/glasswing
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Aha.
Der verlinkte Tagesspiegel-Artikel referiert keine DUH-Erhebung, sondern eine Civey-Umfrage im Auftrag der „Welt”, durchgeführt Ende März / Anfang April 2026 im Kontext des Iran-Kriegs und der daraus folgenden Ölknappheit. Die Tempolimit-Frage wurde 5.000 Teilnehmern gestellt, Ergebnis: 51 Prozent befürworten eine solche Begrenzung, 37 Prozent lehnen ein Tempolimit ab. Das sind ~12 % Unentschiedene und alles andere als eine weltbewegende Mehrheit.
Die Frage war explizit „Tempolimit, um Sprit zu sparen, angesichts des Iran-Kriegs”, also ein temporäres, krisenbezogenes Limit. Bei der klassischen, kontextfreien Frage nach einem generellen Tempolimit sind die Zustimmungswerte seit 2024 tendenziell rückläufig, der Tagesspiegel Background hatte das schon im März 2025 dokumentiert.
Und Civey?
Civey ist kein Goldstandard. River-Sampling über Medienpartner-Widgets, Selbstselektion, intransparente Gewichtung. Die Civey GmbH ist ein Berliner Start-up-Unternehmen, das Online-Umfragen für Meinungs- und Marktforschung durchführt und das Landgericht Köln verbot Civey 2022 im Rahmen einer von Forsa erhobenen Klage rechtskräftig die Werbeaussage, man sei „zuverlässiger als die Konkurrenz”. Methodische Hardliner wie Rainer Schnell (Duisburg-Essen) und Ulrich Kohler (Potsdam) lehnen das Verfahren grundsätzlich ab. Pikanterweise ist der Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner privat zweistellig an Civey beteiligt, hat also durch die strukturelle Nähe einen COI.
Das heißt zwar nicht, dass Civey-Werte automatisch falsch sind, aber: Eine 51%-Mehrheit aus Civey ist innerhalb der Methoden-Varianz und ohne Korrelation mit Random-Sample-Erhebungen kein Beleg, sondern bestenfalls ein Indiz mit weicher Validität.
Die DUH bündelt zwei Dinge, die nicht zusammengehören:
Civey-Umfrage (51 % für ein temporäres, krisenbezogenes Tempolimit zum Spritsparen) und „Unsere Berechnung” (4,7 Mrd. Liter, 11,7 Mio. t CO₂), also die DUH-eigene Hochrechnung aus dem UBA-Modell für Tempo 100/80/30, dem maximalistischen Szenario.
Das UBA-Papier von 2024 zeigt klar: 11,7 Mio. t CO₂/Jahr gelten nur für T100/80/30. Für das politisch realistischere T130/100 laut taz-Bericht über die Studie bei einer Beschränkung von 130 km/h auf der Autobahn und 100 km/h auf Landstraßen würde die Einsparung bis 2030 deutlich geringer ausfallen. Sie läge dann nur bei rund 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten kumuliert bis 2030, also grob 2,5 Mio. t/Jahr, nicht 11,7. Faktor 4–5 Differenz, je nach Szenario.
Die DUH suggeriert: „Mehrheit will Tempolimit → unsere Zahl sagt 4,7 Mrd L Sprit weg.” Tatsächlich: Die Umfrage-Mehrheit gilt einem ganz anderen, milderen, befristeten Limit als das, wofür die 4,7-Mrd-Zahl gilt. Das ist ein klassischer Bait-and-Switch: „Zustimmung“ für Maßnahme A wird als Mandat für Maßnahme B verkauft.
Die DUH hat sich das Tempolimit auf die Fahne geschrieben und nutzt jeden günstigen Anlass als Teil des Geschäftsmodells:
2019: Klimaschutzpaket → Tempolimit
2022: Ukraine/Gas → Tempolimit
2024: Klimaschutzgesetz-Defizit → Tempolimit
2026: Iran-Ölkrise → Tempolimit
Die Forderung ist konstant T100/80/30, der Anlass wird einfach ausgetauscht. Die Maßnahme steht fest, die Begründung folgt post hoc. Wenn dieselbe Lösung für jedes Problem gilt, ist sie keine Antwort auf ein konkretes Problem, sondern eine Identitätsmarker-Forderung.
Die DUH-Finanzierungsstruktur (klagefinanziertes Modell, Verbandsklagerechte, historisches Toyota-Sponsoring, Spendenkampagnen-getrieben) verstärkt zudem den Anreiz zu maximaler Sichtbarkeit, sobald der Anlass passt.
Ehrlicherweise war aber auch nichts Anderes zu erwarten.
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Mehrheit der Menschen in D. will ein #Tempolimit – doch die Bundesregierung verschließt weiter die Augen vor der Realität der Ölkrise. Dabei zeigt unsere Berechnung ➡️ (1/2) tagesspiegel.de/wirtschaft/neu…
Deutsch

Thanks for sharing. Indeed, massacring Jews was a terrible idea.
Gabbar@Gabbar0099
One of the most widely shared videos worldwide 💔🇵🇸 Israel did this.
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@zukunft37 Die Realität ist zu oft leider wesentlich kranker als wir sie uns vorstellen wollen. Quatschning ist tatsächlich real.
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Immer wenn ich die Posts von Volker Quaschning lese, frage ich mich, ob es sich dabei in Wirklichkeit nicht um eine Kunstfigur handelt, die mit diesem völligem Unsinn die Leute verarscht und sich diebisch dabei freut, dass Tausende "Idioten" seinen Content tatsächlich ernst nehmen.
Zu dieser Theorie würde natürlich auch der Name "Quatschning" grandios passen.
Die Inhalte der Posts deuten definitiv auf Satire hin, man findet jedoch keinen zuverlässigen Hinweis darauf.
Wenn "Quatschning" eine satirische Kunstfigur ist, dann ist das genial gemacht und findet meine Anerkennung.
Wenn aber nicht...
...oweh, oweh, oweh! 🤔🧐🥳

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Die eigentlich wichtige Botschaft, die wir im Streit gerne übersehen: Die Studie zeigt vor allem, dass GD-Patienten eine psychiatrisch schwer belastete Population sind, deren psychiatrische Bedürfnisse weder durch medizinische GR noch durch deren Verweigerung ausreichend adressiert werden.
Was soll „die GD“ überhaupt sein?
Schauen wir uns die Modelle an.
Modell A: GD als Primärerkrankung, Komorbiditäten als Folge
Das ist das WPATH/affirmative Modell. Die Kausalkette: unbehandelte GD → Leidensdruck → psychiatrische Symptome. Logische Konsequenz: Behandle die GD durch Transition → Komorbiditäten lösen sich auf.
Das ist genau die Hypothese, die die finnischen Daten empirisch widerlegen. Wenn psychiatrische Morbidität sekundär zur unbehandelten GD wäre, müsste medizinische GR sie reduzieren. Sie tut es nicht, weder in der 2023er Studie (n=3.665) noch in der neuen 2026er (n=2.083). In beiden Fällen steigt der psychiatrische Behandlungsbedarf nach der Überweisung, auch in der GR+-Gruppe. Ein deutliches Falsifikationssignal.
Modell B: GD als Symptom einer übergeordneten psychiatrischen Konstellation.
Die Kausalkette hier: psychiatrische Grunderkrankung(en) → Identitätsinstabilität in der Adoleszenz → GD als eine Ausdrucksform. Die Behandlung der GD per medizinischer GR adressiert nicht die Ursache und kann sie dementsprechend nicht lösen.
Dafür spricht einiges: die massiven Komorbiditätsraten (Depression, Angststörungen, Autismus-Spektrum, Persönlichkeitsstörungen, letzteres explizit untersucht in Kaila-Vanhatalo et al. 2025), die Zunahme der Komorbidität in der Post-2010-Kohorte, der demographische Shift hin zu adoleszenten Mädchen mit Late-Onset-GD ohne Kindheitsanamnese, und die Detransitionsdaten (Kettula et al. 2025, alle neun Detransitionierer hatten psychiatrische Komorbiditäten, die Mehrheit schloss retrospektiv, dass ihre GD aus psychischem Leid entstand, nicht umgekehrt).
Modell C: GD als heterogenes Phänomen.
Und das ist das Modell, auf das die Datenlage am stärksten konvergiert. Es besagt: Es gibt nicht eine Population, sondern mindestens zwei fundamental verschiedene.
Population 1: Early-Onset, childhood-persistent GD, geringe psychiatrische Komorbidität, stabile Geschlechtsidentität, das sind die Patienten, für die das Dutch Protocol ursprünglich entwickelt wurde. Für diese Gruppe gibt es schwache, aber konsistente Hinweise, dass medizinische GR hilfreich sein kann. Diese Gruppe ist klein.
Population 2: Adolescent-Onset, häufig weiblich, hohe psychiatrische Komorbidität, oft Autismus-Spektrum, oft keine Kindheitsanamnese für GD, oft durch Social Media und Peer-Einflüsse getriggert. Das ist die Gruppe, die den Post-2010-Surge ausmacht und die die finnischen Zahlen dominiert. Für diese Gruppe zeigen die Daten keinen Benefit von medizinischer GR, weil GD hier wahrscheinlich tatsächlich Teil eines multifaktoriellen psychiatrischen Syndroms ist.
Die Tragik: Das affirmative Modell behandelt beide Populationen identisch. Und die Kritik, das zu differenzieren, wird als „anti-trans” geframt, obwohl sie genau das Gegenteil ist. Wer Population 2 korrekt diagnostiziert und die Grunderkrankungen behandelt, statt reflexhaft in eine medizinische Transition zu leiten, schützt diese Patienten vor irreversiblen Eingriffen, die ihre eigentlichen Probleme nicht lösen.
Die finnischen, schwedischen und britischen (Cass Review) Evidenzbewertungen kamen unabhängig voneinander zum selben Schluss: Die Evidenz für medizinische GR bei Jugendlichen ist „very low certainty”. Alle drei Länder haben daraufhin ihren Behandlungsansatz revidiert, weg vom affirmativen Modell, hin zu Psychotherapie als First-Line-Behandlung. Wissenschaftliche Pionierländer der pädiatrischen Gendermedizin, die ihre eigenen Ergebnisse ernst nehmen.
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Hübsche Art der Kommunikation: per Screenshot ohne zu Zitieren oder mich zu markieren. Dann Kommentare stumm stellen.
Wer meint, seine Argumentation so vor einer Diskussion zu schützen müssen, hat anscheinend eine gewisse Scheu, sie dem Tageslicht auszusetzen.
Trans & trotzig halt: @DrJoelina …

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@nikitheblogger Was sollen die ganzen Pfeiffen auch sonst den ganzen Tag machen. So fällt das Nichtstun wenigstens nicht aus.
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@szteffienchen Sag ihnen, dass sie bitte auch ein paar Kanister Atomstrom mitbringen sollen, unsere Trassen sind nicht die besten und die Importe bringe die so sehr zum Glühen.
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Aha.
Der Focus-Artikel invertiert die Realität. Die deutschen Strompreise steigen wegen des Iran-Krieges, Verbraucher zahlen deutlich mehr, und die Energiewende hat durch die Abschaltreihenfolge (erst Atom, dann Kohle) die Gasabhängigkeit im Strommix vergrößert statt verkleinert. Ein saisonaler PV-Effekt auf den April-Terminpreis wird zum „Wunder” aufgeblasen, während die systemischen Kosten (Netzentgelte, Redispatch, negative Preise, Milliarden-Subventionen) verschwiegen werden.
Klassisches Framing. Die Datenlage ist eindeutig und lässt sich problemlos aus primären Quellen (EPEX Spot, Verivox-Marktdaten, Vattenfall-Analyse, ADAC, bpb, Stromknowhow) triangulieren.
Deutsch

Typisch Linke, Wasser predigen, Wein saufen.
Das „entdeckt” ist das klassische Feigenblatt. Den Sticker nicht selbst geklebt, sondern amplifiziert ihn nur vor über 10.000 Followern. Die Funktion ist identisch: Ein Parlamentarier nutzt sein Mandat und seine Reichweite, um vulgäre Herabsetzung des Regierungschefs zu normalisieren und zu verbreiten. Das „Ich hab’s nur gefunden” ist das Social-Media-Äquivalent von „Ich sag ja nur, was andere denken.”
Die Linke positioniert sich seit Jahren als Partei gegen Hassrede, Verrohung des politischen Diskurses und für respektvolle Debattenkultur. In der Bundestagsdebatte 2019 zu Hassrede stellte sich Die Linke explizit als Teil des „Verfassungsbogens” dar, der gemeinsam gegen Verrohung eintrete. Es geht also um konkreten Standards, die diese Partei für andere einfordert.
Ein geschmackloser Einzellfall? Wohl kaum. Ihre Co-Vorsitzende Heidi Reichinnek weigerte sich nach dem Mord an Charlie Kirk, dem Opfer Respekt oder Mitleid entgegenzubringen, aufgrund seiner politischen Einstellung. Bernd Riexinger quittierte den Vorschlag einer Parteifreundin, die reichsten ein Prozent zu erschießen, mit dem Kommentar, man werde sie nicht erschießen, sondern nur für „nützliche Arbeit” einsetzen, unter Applaus des Parteivorstands.
Wir sehen eine strukturelle Asymmetrie im moralischen Regelwerk: Verrohung, die von rechts kommt, ist systemische Bedrohung der Demokratie, erfordert Gesetze, Taskforces, NGO-Förderung. Verrohung, die von links kommt, ist „Satire”, „Zufallsfund” oder „gerechter Zorn”. Das ist exakt die Sorte selektiver Moralisierung, die politisches Vertrauen zerstört, weil die Leute erkennen, dass die Standards nicht universell gemeint sind, sondern instrumentell.
Ein MdB und Fraktionsvorsitzender, der am Ostersonntag vulgäre Aufkleber gegen den Kanzler streut, ist, gemessen an den eigenen Maßstäben seiner Partei, ein Paradebeispiel für die Verrohung, die er in der nächsten Bundestagsdebatte wieder beklagen wird.
In diesem Sinne: Frohe Ostern und beim nächsten Kreuz dran denken, dass die Linke „Euch“ verachtet.
Deutsch






















