Microscopic insights

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Microscopic insights

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@microscopic_use

Katılım Şubat 2022
306 Takip Edilen487 Takipçiler
Tmos Monstrocity
Tmos Monstrocity@TmosMonstrocity·
lmfao People see this and instantly get mad. AI taking their jobs! You know what I see? I see all the older women sitting in slave like condition making clothes. They should be home resting enjoying the last of their years. Governments should be taking care of all the issue of money and support and keeping these older people happy not slaves. I believe Governments will have to change and adapt out of the slave labor mindset and more into the people focused Governments. Out of corruption and self serving and more into creating better lives for people. Anyone wanting these women doing this so they can have cheap clothes needs to work there themselves. People are waking up.
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Brian Roemmele
Brian Roemmele@BrianRoemmele·
AI talking about the future of AI…
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Darth_M3L Dito. Hab ihn oft gesehen und „tanke“ ihn gelegentlich immer noch mal neu. Er war schon immer in meinen Augen ein sehr vielschichtiges Lehrstück, dessen Aktualität in beängstigender Weise immer unmittelbarer wirkt. 🫶
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Microscopic insights retweetledi
Darth_M3L
Darth_M3L@Darth_M3L·
Viele halten Martins Geschichte aus dem letzten Post für realistisch, in einer nahen Zukunft. Überraschung, sie ist längst da. 😉 Andere halten sie für übertrieben. Oder nicht so schlimm. Irgendwie süß. Aber nur irgendwie. Eigentlich war sie absichtlich nicht so deftig ausgeführt, wie es tatsächlich ist. Einfach weil ich dachte, das reicht so auch völlig aus. Aber gut. Manch einer braucht es wohl anders... Wer nachher noch schlafen will, hört jetzt besser auf zu lesen. Die echte Sache ist hässlicher als das, was ich Martin gestern angedichtet habe. Mein Beruf befasst sich zwangsweise mit diesem Zeug. Den ganzen Tag, manchmal nachts noch, Protokolle, Logs, Zugriffsregelungen, Policy Gedöns, dazu die Gesetze, die diesen Maschinenraum einrahmen. DSGVO, DSA, eIDAS, BSIG, GwG, plus Implementing Acts der Kommission, die niemand liest, weil sie aussehen wie ausgedruckte Schlaftabletten. Drei Schichten. Danach wisst ihr, warum Martins Geschichte eine Gutenachtgeschichte war. Schicht eins: Dein Beitrag verschwindet, ohne gelöscht zu werden Martin teilt einen Text über Energiepreise. Harmlos. Trotzdem sieht ihn kaum jemand. Dafür braucht es gar keinen ominösen Krisenmechanismus aus Artikel 36 DSA, von dem seit Jahren herumphantasiert wird. Gewusst? Ich wette nicht. Der eigentliche Druck sitzt woanders. Artikel 34 und 35 DSA verpflichten sehr große Plattformen dauerhaft, systemische Risiken zu bewerten und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Grundrechte, Desinformation, Wahlprozesse, öffentliche Sicherheit, alles drin. Versagen heißt: Geldbußen bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Bei X, Meta oder Google reden wir nicht über Bußgeld, sondern über eine verfluchte finanzielle Guillotine. Stell dir jetzt den Konzernjuristen vor, der diese Drohung auf dem Tisch hat. Glaubst du ernsthaft, der kleine Paragraphenscheisser sagt zur Moderationsabteilung: Bitte seid mutig, lasst im Zweifel mehr durch? Sicher nicht. Der sagt: Filtert. Drosselt. Reduziert. Nur bitte aber so, dass es nach Risikomanagement aussieht. Perfide, hm? Du weisst es nicht mal. Geschluckt werden Beiträge deshalb still. Visibility Reduction. Demotion. Shadow Banning. Dein Beitrag ist noch da, du siehst ihn selbst. Praktisch versinkt er aber im Keller, wo Plattformen Dinge ablegen, die sie nicht löschen, aber auch nicht zeigen wollen. Das Gemeine ist nicht die Löschung. Die wäre wenigstens sichtbar. Das Gemeine ist die Simulation von Öffentlichkeit. Du redest noch. Nur hört dich keiner mehr. Fragt mal @EvaVlaar , sie hat es bereits am eigenen Leib erfahren, wie es ist., wenn einen der DSA schon am Wickel hat. Oxfam und Amnesty haben dokumentiert, wie eigene Beiträge zu Gaza in Reichweitenprobleme gerieten. Also nicht irgendein Opa mit Deutschlandfahne im Profilbild, sondern Organisationen, denen man sonst bei Preisverleihungen freundlich zunickt. Nur falls jemand gedacht hat, das betrifft nur Rechte.😉 Die Plattform interessiert sich nicht für deine kleine kümmerliche Seele. Sondern für deinen Score. Das ist übrigens alles, was du noch bist. Ein Wert in einer Spalte, die du nie siehst. Risky. Borderline. Low quality. Harmful. Sensitive. Politically charged. Nenn die Grütze, wie du willst. Danach schrumpft deine Reichweite, ohne dass dir jemand Bescheid gibt. Nicht die feine Englische, aber isso... Du hast nichts zu verbergen? Schwachsinnigster Spruch ever. Das ist nämlich scheissegal. Hier geht es darum, ob ein Klassifikator deinen Namen mag. Ein Modell, dessen Trainingsdaten du nicht kennst. Eine Logik, die du nicht prüfen kannst. Eine Entscheidung, die nicht mal der verfickte Typ erklären kann, der das Scheiss-Ding gebaut hat und jetzt bei irgendeinem Trust and Safety Meeting Compliance Bullshit Bingo spielt. Ich kenne tatsächlich so einen persönlich. 😅 Keine Zensur mit Stempel und Polizeistiefel, sondern krasse Verwaltung deiner Sichtbarkeit. Komplett lautlos und von dir Wicht nicht mal nachweisbar. Du denkst das ist Fake? Nein, ist es nicht. Trust me. Schicht zwei: Die Wallet erkennt dich nicht mehr Ab Ende 2026 muss jeder EU-Mitgliedstaat eine EUDI Wallet bereitstellen (eIDAS 2024/1183). Offiziell: freiwillig. Hör auf zu kichern. Versuch mal, ohne Bankkonto, Mobilfunkvertrag, Krankenversicherung oder Identitätsprüfung bei Plattformen, Behörden, Versicherern, Vermietern zu leben. Freiwillig ist in digitalen Infrastrukturen oft nur ein anderes Wort für: Du musst nicht, du kannst dann halt nur nicht mehr mitspielen. Wir sind EU-Bürger, wir wissen was freiwillig heisst. Nicht wahr? 😉 Ab Ende 2027 müssen bestimmte private Stellen und sehr große Plattformen die Wallet akzeptieren, wenn sie starke Nutzeridentifikation verlangen. Banken, Finanzdienste, Gesundheit, Telekommunikation, digitale Infrastruktur, soziale Sicherung. Und alles andere ehrlich gesagt auch. Jetzt der Teil, den ihr von den üblichen Sonntagskolumnisten selten hört, weil man dafür die Spezifikationen lesen muss, was die aber gar nicht können: Die Architekten der Wallet wissen selbst, dass das Ding verflucht heftige Datenschutzrisiken hat. Und das sind nicht kleine, schnucklige Risiken, das sind siffige Löcher! Das steht nicht auf Telegram auf irgendeiner Verschwörungsseite, das steht in ihren eigenen Papieren. ☝️ Im Architecture and Reference Framework gibt es ein Dokument namens Privacy Risks and Mitigations. Bedrohungsszenarien: Tracking, Tracing, Collusion, Überwachung, Datenabfluss, Korrelationsrisiken. Übersetzt: Sie wissen verdammt genau, wo das Ding blutet. Die Gefahr ist nicht verschwörungstheoretisch, sondern architektonisch bekannt. Drei sensible Stellen. 1. Statusprüfung. Wenn du einen digitalen Nachweis vorzeigst, wird im Hintergrund eine Statusinformation abgefragt. Klingt harmlos, ist es aber nur, solange niemand die Metadaten sieht. Anbieter A um 14:03, B um 14:07, C um 14:12. Vielleicht verwendest du überall andere Pseudonyme und glaubst, du hättest deine Identitäten getrennt. Manche fühlen sich damit total schlau und fett sicher, ich muss fast kotzen, wenn ich so Schwachsinn höre. Auf dieser Ebene fallen nämlich getrennte Rollen per Logik wieder zusammen, weil die Infrastruktur tiefer mehr weiß, als sie sollte. Wissen aber nur die, die richtig hinsehen (können). 2. Der Aussteller. Digitale Nachweise fallen nicht vom Himmel. Oft ist es der Staat oder eine staatlich beauftragte Stelle. In Deutschland liegt die Bundesdruckerei nahe. Wenn jetzt aber ein und dieselbe Infrastruktur Nachweise ausstellt, Statusinformationen betreibt und Protokolle verarbeitet, entsteht ein Machtproblem. Wer sieht wann was? Wer korreliert? Wer hat Zugriff auf Logs? Die offizielle Antwort: technische und organisatorische Maßnahmen, oder kurz TOM´s. Ja, genau. TOM´s. 😅😅😅😅😅 Das ist übrigens der Moment, in dem jeder Informatiker mit Incident-Erfahrung einfach leise das Licht ausmacht. 3. Gerätebindung. Damit niemand deine Wallet klaut, wird sie an dein Smartphone gebunden. Klingt vernünftig, wird schnell zur Falle. Wer kein zertifiziertes Gerät hat, kann ausgeschlossen werden. Altes Telefon, weil das Geld fehlt. GrapheneOS. Gerootet. Dann macht die App ein freundliches Pop-up auf: Dieses Gerät erfüllt leider nicht die Sicherheitsanforderungen. Leider. Bank weg. Mobilfunk weg. Identifikation weg. Irgendwann auch die KV App etc. und schlag mich tot. Und das ist noch der Idealzustand, bei dem die Technik bestimmungsgemäß funktioniert. ☝️ Jetzt reden wir aber mal noch davon, dass sie es nicht tut. Scheiss Replay-Fehler, dumme abgelaufene Zertifikate, falsche Trust Anker nach einem im besten Fall noch zickigen Update, Race Conditions, ein Cache, der zu lange hält, ein Synchronisierungslauf, der abbricht. Letzteres wäre der übrigens der Klassiker... Klingt alles so verflucht nach Nerdkram, ist es auch. Nur hängt an diesem verfickten Nerdkram dein Zugang zu Bank, Telefon, Versicherung, Behörde und irgendwann zur Wohnung und kein Plan an was noch so alles. Such dir was aus 😉 Juristisch existierst du schon weiter. Praktisch bist du aber nur noch sowas wie ein abgelaufenes Zertifikat, das aber natürlich noch brav seine Steuern zahlt. Das geht übrigens immer. Keine Angst. Schicht drei: Dein Konto wird nicht gekündigt. Es wird geprüft. Die Bank schreibt freundlich. Im Rahmen erhöhter Sorgfaltspflichten müsse die Geschäftsbeziehung neu bewertet werden. Klingt sauber. Nach Anzug, Glasfassade und schlechter Kaffeemaschine. § 15 Geldwäschegesetz regelt verstärkte Sorgfaltspflichten bei erhöhtem Geldwäscherisiko. PEPs, Hochrisikostaaten, auffällige Transaktionen. Dinge, bei denen man versteht, warum eine Bank genauer hinschaut. Daneben existiert die zweite Welt. Interne Risikopolitik. PEP-Datenbanken. Sanktionslisten. Medienscreening. Reputational Risk. Negative News. Öffentlicher Druck. Übersetzt: Irgendjemand könnte sich an dir stören. Und plötzlich bist du kein Kunde mehr. Du bist ein Vorgang. Manche haben das schon in der Art während Corona erfahren, nicht wahr? Diese Mechanik trifft nicht nur eine politische Ecke, sie wandert quer durchs Spektrum. Die Berliner Volksbank kündigte das Spendenkonto der AfD-Bundespartei. Die GLS Bank trennte sich von Apolut. Die Commerzbank kündigte das Konto der Mutter des Kommunisten Kerem Schamberger, nachdem sie eine Kontovollmacht ihres Sohnes nicht entziehen wollte. Boris Reitschuster verlor ein Konto. Martin Sellner berichtet seit Jahren von massiven Kündigungen, ein Wiener Verfahren läuft. Der kann ein ganzes Lied vom Scheiss singen, den ich hier schreibe. Ich will gar nicht alles aufzählen, ihr bekommt es doch selber mit, oder? Oder? ODER? Rechts. Links. Publizisten. Parteien. Aktivisten. Die Verortung ist nicht der Punkt, sondern die Mechanik. Du tauchst in einer Spalte auf, die intern Risiko heißt. Diese Spalte zeigt dir keiner. Wie du dort hineingekommen bist, sagt dir keiner. Wie du wieder herauskommst, erst recht nicht. Solange du dort stehst, bist du untrusted. Klingt fast höflich. Bis dir auffällt, dass es über deinen Zugang zu Geld, Verträgen, Mobilität, Kommunikation und Alltag entscheidet. Allensbach erhebt seit Jahren, wie offen Menschen in Deutschland glauben, ihre politische Meinung sagen zu können. 2014 sagten 69 Prozent, sie hätten dieses Gefühl. 2023 waren es noch 40 Prozent. Keine Anekdote. Eine Messreihe. Während wir alle in dieselbe Kamera gelächelt haben, ist der Boden weggebrochen. Nur war es ein leiser Boden. Deshalb hat keiner den Krach gehört. Du willst dich wehren? Viel Spaß.🤣🤣🤣 DSGVO Artikel 22 schützt theoretisch vor ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung. Du denkst, das ist gut? Warte, lies weiter.... Seit dem SCHUFA-Urteil des EuGH ist klarer, dass auch Scores darunterfallen können, wenn sie faktisch maßgeblich über Verträge oder Kredite entscheiden. Praktisch kommt der alte Zaubertrick. Die Bank schreibt: Das war nicht ausschließlich automatisiert, da hat ein Mensch draufgeschaut. Ein Mensch. Ja, sicher. Vielleicht dreißig Sekunden, zwischen zwei anderen Fällen. Aber Hauptsache Mensch. Und schon hängt dein Anspruch in der Luft wie sonst was. Beispiele gefällig? Ich glaube, dir fallen gerade selbst ein paar sehr prominente ein. Datenschutzaufsicht? Acht Monate später ein Brief: bedauerlicherweise keine hinreichenden Anhaltspunkte. Ombudsstelle? Anrufbeantworter, seit 2019 innerlich gekündigt. Klage? Acht Jahre später vielleicht ein nicht rechtskräftiges Urteil, während du zwischendurch kein Konto, keinen Stromvertrag und keine Miete in deinem Namen hast. Aber Anwalts- und Gerichtskosten, die dich den jämmerlichen Rest deines Lebens noch zum Heulen bringen werden... Ach lassen wir das. Oder Moment mal, hier lesen Anwälte mit, vielleicht sogar bis hier runter 😉 Kurze Frage an euch: Was kostet der Spass? Wie viele Instanzen? Und an die Psychologen unter euch, was denkt ihr, was diese Hölle Nerven und Lebenszeit kostet? Nur grob reicht. Was sich bei uns so schön Rechtsweg nennt, ist in diesem sogenannten Rechtsstaat leider nicht das, was man gemeinhin erwarten sollte. Aber vielleicht nur meine Meinung, oder? Der eigentliche Horror ist der Fehler. Jetzt der Teil, den jeder versteht, der schon einmal in dieser Hölle gesessen hat. Du musst nämlich gar nichts getan haben. Es reicht, wenn das System dich versehentlich erwischt. Ja, richtig gelesen. Du kannst auch ganz brav, systemtreu, gehorsam bis ins Gebein in diesen Sog geraten. Glaubst du nicht? Ist aber tatsächlich gaaaanz einfach und furchtbar schnell passiert. Dein Name ähnelt dem eines Sanktionierten. Ein Medienscreening zieht einen Blogbeitrag aus dem Kontext. Ein Klassifikator hält Ironie für Extremismus. Ein Register synchronisiert nicht sauber, und du tauchst zweimal auf, einmal lebend und einmal tot. Mehr braucht es nicht. Eines kann reichen. Dann bist du draussen. Kein Scheiss. Und zwar ganz. Und bitte komm mir nicht mit Qualitäts- oder Sicherheitskontrollen oder Zertifikaten. Alles Show, Baby. Das wirklich tragische daran... Niemand wollte das. Niemand hat den Hebel umgelegt. Niemand fühlt sich zuständig. UND DU HAST NICHTS FALCH GEMACHT (sorry, manchen Menschen ist das wichtig) Es war lediglich eine beschissene Kette aus Zeitstempeln, harten Scores, Logs, Statusprüfungen, Datenbankfehlern, Compliance-Häkchen und automatisierten Verdachtsresten. Ein Audit Log ohne Schuldigen. Genau dort läuft dein Leben durch. Nicht in einer großen Verschwörung. Viel schlimmer. In einer Infrastruktur, in der Verantwortung einfach so zerstäubt. Die Plattform sagt: Risikomanagement. Die Bank sagt: Sorgfaltspflicht. Die Behörde sagt: Zuständigkeit unklar. Der Anbieter sagt: Sicherheitsanforderung nicht erfüllt. Der Klassifikator sagt nichts, weil Klassifikatoren nicht sprechen müssen. 🙃 Und du stehst daneben wie der letzte Idiot und erklärst einem Formular, dass du noch existierst. Drei Schichten, drei Mechaniken. Sichtbarkeit wird geregelt, ohne dass gelöscht wird. Identität wird digitalisiert, ohne dass Freiheit praktisch bleibt. Finanzzugang wird risikobewertet, ohne dass du den Risikowert kennst. Nicht irgendwann. Jetzt. Hat schon lang angefangen, es muss gar kein Krisenmodus aktiviert werden. Wenn ihr trotzdem glaubt, euch könne nichts passieren, habt ihr beim Wahrscheinlichkeitsrechnen gepennt. Wenn ihr heute Nacht nun also wachliegt, rechnet ruhig durch, in wie vielen Spalten ihr steht. Bei wie vielen Plattformen, Banken, Ausstellern, Registern, Datenhändlern, Compliance-Dienstleistern, Wallet-Komponenten, Behörden, Scoring-Systemen. Spasseshalber könnt ihr ja auch mal alle eure Posts durchgehen 🙃 Und dann stellt euch vielleicht noch die einzige Frage, die wirklich zählt: Wer könnte das alles miteinander verbinden, sobald jemand bereit ist, den Code dafür zu schreiben? Oder ist das schon längst passiert? Schlaft gut. Falls das noch geht.😉
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Darth_M3L leibliche und existenzielle Wohl der Eloi (nicht Aloe, Sorry) gesorgt. Im Film kam dann der charismatische Augenöffner aus einer anderen Welt, hat die stumpfen Eloi im letzten Moment aufgeweckt, und die Morlocks wurden besiegt. Frommer Wunsch?
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Darth_M3L Du kennst wahrscheinlich den alten Film „Die Zeitmaschine“. Dort wurden ja die Aloe von den Morlocks quasi wie Schafe auf der Wiese gezüchtet, um irgendwann gefressen zu werden. Die waren abgestumpft, empathielos, bildungsfern, aber es war bis zur Schlachtung wenigstens für das
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Mitos_und_mehr @Darth_M3L Sich daran gewöhnt, immer etwas anderes zu sagen, als man tatsächlich denkt, könnte man das irgendwann für normal, gut und richtig halten. Dann wäre aber die eigene Ehrlichkeit perdu.
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Mitos_und_mehr @Darth_M3L kleines Argument eingefallen, dass man ihr vielleicht mal zum nachdenken vorliegen könnt: wenn man sich abgewöhnt, nicht das zu sagen, was man denkt, gewöhnt man sich wahrscheinlich/so sehr an diesen Zustand, dass man seine charakterliche Gradlinigkeit verlieren könnte. Denn wenn
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Gaby
Gaby@Mitos_und_mehr·
Schritt für Schritt verlieren wir unsere Freiheit, dann unsere Identität. „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Diesen Satz habe ich in Gesprächen der letzten Jahre so oft gehört. Wie Martin Keller verstehen sie es nicht, es verstehen nur die, die es bereits wissen. Der folgende Satz war das Ende einer über 30-jährigen Freundschaft, meiner einzigen besten Freundin: "Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu denken habe. Nur aussprechen muss ich es ja nicht".
Darth_M3L@Darth_M3L

Der Mann hieß Martin Keller. Achtundvierzig Jahre alt. Bereichsleiter Schadenregulierung bei einer großen deutschen Versicherung. Reihenhaus am Rand von Kassel. Zwei Kinder. Ein Hund, der ständig zu fett war. Eine Frau, die seit Jahren sagte, man müsse vielleicht irgendwann mal wegziehen. Nicht aus Deutschland. Einfach irgendwohin, wo die Menschen nicht mehr jeden Satz flüsterten. Martin hielt das für hysterisch. Er war kein Aktivist. Kein Rechter. Kein Linker. Kein Prepper. Kein Telegram Idiot. Er war einer dieser Deutschen, die sich ihr ganzes Leben lang exakt so verhalten hatten, wie der Staat es wollte. Ausbildung. Arbeit. Steuern. Versicherungen. Energiesparlampen. Vier Corona Impfungen. Freiwillige Schulungen zum Thema Desinformation am Arbeitsplatz. Er glaubte an Formulare. Und Formulare glaubten an ihn. Bis zu jenem Herbst. Die Nachrichten sagten damals jeden Abend dasselbe. Demokratie unter Druck. Radikalisierung. Digitale Gefährdungslage. Angriffe auf Institutionen. Europäische Werte. Hassrede. Destabilisierungsversuche. Manipulation demokratischer Prozesse. Das Problem war nur: Niemand wusste mehr genau, wo die Realität aufhörte und die Regierungserklärung begann. Eine Partei bekam plötzlich zu viele Stimmen. Erst im Osten. Dann überall dort, wo Fabriken geschlossen hatten und die Menschen irgendwann aufhörten, an Pressekonferenzen zu glauben. Die Regierung reagierte wie Regierungen immer reagieren, wenn ihre eigene Bevölkerung zum Sicherheitsproblem wird. Mit Technik. Brüssel sprach von einem „koordinierten Schutz demokratischer Resilienz“. Ein schöner Begriff. Klang wie ergonomische Bürostühle oder biologisch abbaubare Einkaufstaschen. Dann aktivierte die EU offiziell den Krisenmechanismus nach Artikel 36 des Digital Services Act. Öffentlich hieß es, man müsse auf massive Desinformationskampagnen reagieren, die das Vertrauen in demokratische Institutionen gefährdeten. Große Plattformen wurden verpflichtet, „systemische Risiken“ stärker zu mitigieren. Inhalte mussten schneller bewertet werden. Reichweiten wurden algorithmisch angepasst. Behörden und Plattformen arbeiteten enger zusammen. Natürlich alles rechtsstaatlich. Natürlich alles verhältnismäßig. Natürlich nur temporär. Temporär war inzwischen ein politisches Wort geworden. So wie Sondervermögen. Die meisten Menschen merkten zunächst gar nichts. Es begann weich. Bestimmte Beiträge verschwanden einfach. Nicht gelöscht. Das wäre zu ehrlich gewesen. Sie wurden nur unsichtbar. Kommentare erschienen plötzlich „nicht verfügbar“. Suchergebnisse wirkten steril. Nachrichtenfeeds sahen aus wie das Wartezimmer eines Zahnarztes. Sauber. Leise. Klinisch tot. Martin bemerkte es zuerst bei Fußballforen. Dann bei Wirtschaftsnachrichten. Irgendwann suchte er nach einem Video von Bauernprotesten und bekam stattdessen fünf Seiten Hinweise zu demokratischer Verantwortung und verlässlichen Informationsquellen. Sein Sohn lachte darüber. „Shadow Moderation“, sagte er. „Passiert ständig.“ Dann kam die Wallet. Offiziell hieß sie European Digital Identity Wallet. EUDI Wallet. Schon Jahre vorher beschlossen. Völlig legal. Technisch sogar sinnvoll. Ein digitaler Identitätsnachweis für EU Bürger. Dokumente. Führerschein. Zeugnisse. Versicherungen. Bankfreigaben. Signaturen. Alles in einer staatlich anerkannten digitalen Infrastruktur. Kryptographisch abgesichert. Interoperabel. Vertrauenswürdig. So stand es in den Broschüren. Und sachlich betrachtet stimmte das sogar. Die Wallet selbst war nicht das Problem. Das Problem war, dass irgendwann alles an ihr hing. Versicherung. Arbeitgeberportale. Gesundheitsdienste. Steuerkommunikation. Altersvorsorge. Bankkonten. Mobilfunkverträge. Bewerbungen. Zugang zu Verwaltungsleistungen. Digitale Signaturen. Plattformverifikation. „Komfort“, sagte die Werbung. „Sicherheit“, sagte die EU. „Missbrauchsschutz“, sagte die Innenministerin. Martin aktivierte die Wallet an einem Samstagabend auf dem Sofa. Dauerte zwölf Minuten. Video Ident. NFC Ausweis. Gesichtsscan. Fertig. Sein Sohn sagte noch: „Wenn das irgendwann schiefgeht, bist du digital tot.“ Martin antwortete nicht einmal. Wenige Wochen später teilte er einen Beitrag. Keine Verschwörung. Keine Holocaustvergleiche. Kein Nazi Zeug. Einfach ein langer Text eines Wirtschaftsjournalisten über Energiepreise, Deindustrialisierung und die Frage, ob Demokratien noch Kritik aushalten. Der Beitrag wurde markiert. Nicht öffentlich. Intern. Plattformen hatten unter dem DSA ihre Risikoanalyse verschärft. Bestimmte Narrative galten inzwischen als „potenziell destabilisierend“. Nicht illegal. Das war der entscheidende Unterschied. Illegalität war altmodisch. Risikoprofile waren moderner. Ein Satz tauchte plötzlich immer häufiger auf. „Kann gesellschaftliche Schäden verstärken.“ Ein fantastischer Satz. Mit ihm konnte man alles begründen. Zwei Tage später erhielt Martin eine Nachricht seiner Bank. Zusätzliche Verifikation erforderlich. Routineprüfung im Rahmen neuer Sicherheitsstandards. Dann seine Versicherung. Zugriff vorübergehend eingeschränkt. Dann LinkedIn. Dann das Firmenportal. Es passierte nie alles auf einmal. Das war das Geniale daran. Totalitäre Systeme hatten früher marschierende Stiefel und Sirenen gebraucht. Das neue System arbeitete wie ein schlecht synchronisiertes Softwareupdate. Leise. Unpersönlich. Automatisiert. Martin rief bei der Hotline seiner Bank an. Eine junge Frau erklärte ihm freundlich, sein digitales Vertrauensprofil müsse neu validiert werden. „Vertrauensprofil?“ Kurze Pause. Dann hörte er Tastaturgeräusche. „Bitte entschuldigen Sie die Formulierung. Ich meinte Sicherheitsklassifizierung.“ Natürlich meinte sie das nicht. In der Firma wurde er wenig später zum Gespräch gebeten. Compliance. Reputationsschutz. Neue regulatorische Anforderungen. Man müsse sensibler sein bei digitalen Auffälligkeiten. Digitale Auffälligkeiten. Als hätte er Masern. Der Vorstand wollte keine Risiken. Niemand wollte mehr Risiken. Die neue deutsche Mittelschicht bestand aus Menschen, die panische Angst davor hatten, algorithmisch missverstanden zu werden. Martin verlor zuerst Projekte. Dann Zugänge. Dann Verantwortung. Sein Chef sagte irgendwann den Satz, den in solchen Zeiten alle sagen: „Privat können Sie denken, was Sie wollen.“ Martin verstand erst später, dass genau das nicht mehr stimmte. Denn das Netz war längst kein Ort mehr gewesen. Es war die Infrastruktur des Lebens geworden. Wer dort Vertrauen verlor, verlor irgendwann alles andere mit. Die eigentliche Gewalt war nicht Zensur. Es war Entkopplung. Du wurdest nicht verhaftet. Du wurdest einfach langsam inkompatibel mit dem System. Und das System liebte Kompatibilität. Eines Abends stand Martin im Keller und suchte alte Unterlagen. Papierordner. Kontoauszüge. Versicherungsverträge. Zeugnisse. Geburtsurkunden der Kinder. Wie ein Mann aus einer anderen Zeit. Oben lief im Wohnzimmer der Fernseher. Eine Ministerin sprach über digitale Sicherheit, europäische Werte und den Schutz der Demokratie vor autoritären Bewegungen. Martin hörte nur noch einen Satz. „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Er musste lachen. Nicht laut. Eher dieses erschöpfte Geräusch eines Menschen, der plötzlich versteht, dass Angst längst kein Fehler des Systems mehr ist. Sondern sein Treibstoff. Drei Wochen später funktionierte seine Wallet wieder. Fast alles war wieder freigeschaltet. Fast. Nur sein Zugang zum internen Bewerberportal blieb dauerhaft eingeschränkt. Ohne Begründung. Im Frühjahr verschwand sein Sohn. Nicht physisch. Digital. Accounts deaktiviert. Wallet stillgelegt. Bankkonto eingefroren wegen laufender Prüfungen. Kein Ticketkauf mehr. Kein Mietvertrag. Keine Hotelbuchung. Keine neue SIM Karte. Es ging erschreckend schnell. Martin saß nachts am Küchentisch und starrte auf das Handy seines Sohnes. Oben rechts leuchtete nur noch ein kleines Symbol. „Identität derzeit nicht verifizierbar.“ Draußen fuhr ein Müllwagen vorbei. Im Fernsehen sprach jemand über Freiheit

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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Mitos_und_mehr @Darth_M3L wenn die Mehrheit der jungen ungarischen Wähler so denkt, verkennt sie scheinbar, dass sie durch ihr Wahlverhalten jetzt denjenigen abgewählt hat, der für sie sozusagen Netz und doppelten Boden dargestellt hat, dieses Land vor überbordender externer Bevormundung zu bewahren.
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Amselfeder@amselfeder·
@Mitos_und_mehr Das Problem ist, wer nicht aussprechen darf, was er denkt, fängt an, anders zu denken .
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Darth_M3L @DrSynthetiks Sehr subtil geschrieben. Geht unter die Haut. Chapeau! Subtiler Totalitarismus könnte die verschiedenen Lebensbereiche schleichender, unbemerkter und daher vielleicht noch effektiver durchdringen als ein direkt offensichtlicher Totalitarismus der früheren Strickmuster.
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Microscopic insights retweetledi
Darth_M3L
Darth_M3L@Darth_M3L·
Der Mann hieß Martin Keller. Achtundvierzig Jahre alt. Bereichsleiter Schadenregulierung bei einer großen deutschen Versicherung. Reihenhaus am Rand von Kassel. Zwei Kinder. Ein Hund, der ständig zu fett war. Eine Frau, die seit Jahren sagte, man müsse vielleicht irgendwann mal wegziehen. Nicht aus Deutschland. Einfach irgendwohin, wo die Menschen nicht mehr jeden Satz flüsterten. Martin hielt das für hysterisch. Er war kein Aktivist. Kein Rechter. Kein Linker. Kein Prepper. Kein Telegram Idiot. Er war einer dieser Deutschen, die sich ihr ganzes Leben lang exakt so verhalten hatten, wie der Staat es wollte. Ausbildung. Arbeit. Steuern. Versicherungen. Energiesparlampen. Vier Corona Impfungen. Freiwillige Schulungen zum Thema Desinformation am Arbeitsplatz. Er glaubte an Formulare. Und Formulare glaubten an ihn. Bis zu jenem Herbst. Die Nachrichten sagten damals jeden Abend dasselbe. Demokratie unter Druck. Radikalisierung. Digitale Gefährdungslage. Angriffe auf Institutionen. Europäische Werte. Hassrede. Destabilisierungsversuche. Manipulation demokratischer Prozesse. Das Problem war nur: Niemand wusste mehr genau, wo die Realität aufhörte und die Regierungserklärung begann. Eine Partei bekam plötzlich zu viele Stimmen. Erst im Osten. Dann überall dort, wo Fabriken geschlossen hatten und die Menschen irgendwann aufhörten, an Pressekonferenzen zu glauben. Die Regierung reagierte wie Regierungen immer reagieren, wenn ihre eigene Bevölkerung zum Sicherheitsproblem wird. Mit Technik. Brüssel sprach von einem „koordinierten Schutz demokratischer Resilienz“. Ein schöner Begriff. Klang wie ergonomische Bürostühle oder biologisch abbaubare Einkaufstaschen. Dann aktivierte die EU offiziell den Krisenmechanismus nach Artikel 36 des Digital Services Act. Öffentlich hieß es, man müsse auf massive Desinformationskampagnen reagieren, die das Vertrauen in demokratische Institutionen gefährdeten. Große Plattformen wurden verpflichtet, „systemische Risiken“ stärker zu mitigieren. Inhalte mussten schneller bewertet werden. Reichweiten wurden algorithmisch angepasst. Behörden und Plattformen arbeiteten enger zusammen. Natürlich alles rechtsstaatlich. Natürlich alles verhältnismäßig. Natürlich nur temporär. Temporär war inzwischen ein politisches Wort geworden. So wie Sondervermögen. Die meisten Menschen merkten zunächst gar nichts. Es begann weich. Bestimmte Beiträge verschwanden einfach. Nicht gelöscht. Das wäre zu ehrlich gewesen. Sie wurden nur unsichtbar. Kommentare erschienen plötzlich „nicht verfügbar“. Suchergebnisse wirkten steril. Nachrichtenfeeds sahen aus wie das Wartezimmer eines Zahnarztes. Sauber. Leise. Klinisch tot. Martin bemerkte es zuerst bei Fußballforen. Dann bei Wirtschaftsnachrichten. Irgendwann suchte er nach einem Video von Bauernprotesten und bekam stattdessen fünf Seiten Hinweise zu demokratischer Verantwortung und verlässlichen Informationsquellen. Sein Sohn lachte darüber. „Shadow Moderation“, sagte er. „Passiert ständig.“ Dann kam die Wallet. Offiziell hieß sie European Digital Identity Wallet. EUDI Wallet. Schon Jahre vorher beschlossen. Völlig legal. Technisch sogar sinnvoll. Ein digitaler Identitätsnachweis für EU Bürger. Dokumente. Führerschein. Zeugnisse. Versicherungen. Bankfreigaben. Signaturen. Alles in einer staatlich anerkannten digitalen Infrastruktur. Kryptographisch abgesichert. Interoperabel. Vertrauenswürdig. So stand es in den Broschüren. Und sachlich betrachtet stimmte das sogar. Die Wallet selbst war nicht das Problem. Das Problem war, dass irgendwann alles an ihr hing. Versicherung. Arbeitgeberportale. Gesundheitsdienste. Steuerkommunikation. Altersvorsorge. Bankkonten. Mobilfunkverträge. Bewerbungen. Zugang zu Verwaltungsleistungen. Digitale Signaturen. Plattformverifikation. „Komfort“, sagte die Werbung. „Sicherheit“, sagte die EU. „Missbrauchsschutz“, sagte die Innenministerin. Martin aktivierte die Wallet an einem Samstagabend auf dem Sofa. Dauerte zwölf Minuten. Video Ident. NFC Ausweis. Gesichtsscan. Fertig. Sein Sohn sagte noch: „Wenn das irgendwann schiefgeht, bist du digital tot.“ Martin antwortete nicht einmal. Wenige Wochen später teilte er einen Beitrag. Keine Verschwörung. Keine Holocaustvergleiche. Kein Nazi Zeug. Einfach ein langer Text eines Wirtschaftsjournalisten über Energiepreise, Deindustrialisierung und die Frage, ob Demokratien noch Kritik aushalten. Der Beitrag wurde markiert. Nicht öffentlich. Intern. Plattformen hatten unter dem DSA ihre Risikoanalyse verschärft. Bestimmte Narrative galten inzwischen als „potenziell destabilisierend“. Nicht illegal. Das war der entscheidende Unterschied. Illegalität war altmodisch. Risikoprofile waren moderner. Ein Satz tauchte plötzlich immer häufiger auf. „Kann gesellschaftliche Schäden verstärken.“ Ein fantastischer Satz. Mit ihm konnte man alles begründen. Zwei Tage später erhielt Martin eine Nachricht seiner Bank. Zusätzliche Verifikation erforderlich. Routineprüfung im Rahmen neuer Sicherheitsstandards. Dann seine Versicherung. Zugriff vorübergehend eingeschränkt. Dann LinkedIn. Dann das Firmenportal. Es passierte nie alles auf einmal. Das war das Geniale daran. Totalitäre Systeme hatten früher marschierende Stiefel und Sirenen gebraucht. Das neue System arbeitete wie ein schlecht synchronisiertes Softwareupdate. Leise. Unpersönlich. Automatisiert. Martin rief bei der Hotline seiner Bank an. Eine junge Frau erklärte ihm freundlich, sein digitales Vertrauensprofil müsse neu validiert werden. „Vertrauensprofil?“ Kurze Pause. Dann hörte er Tastaturgeräusche. „Bitte entschuldigen Sie die Formulierung. Ich meinte Sicherheitsklassifizierung.“ Natürlich meinte sie das nicht. In der Firma wurde er wenig später zum Gespräch gebeten. Compliance. Reputationsschutz. Neue regulatorische Anforderungen. Man müsse sensibler sein bei digitalen Auffälligkeiten. Digitale Auffälligkeiten. Als hätte er Masern. Der Vorstand wollte keine Risiken. Niemand wollte mehr Risiken. Die neue deutsche Mittelschicht bestand aus Menschen, die panische Angst davor hatten, algorithmisch missverstanden zu werden. Martin verlor zuerst Projekte. Dann Zugänge. Dann Verantwortung. Sein Chef sagte irgendwann den Satz, den in solchen Zeiten alle sagen: „Privat können Sie denken, was Sie wollen.“ Martin verstand erst später, dass genau das nicht mehr stimmte. Denn das Netz war längst kein Ort mehr gewesen. Es war die Infrastruktur des Lebens geworden. Wer dort Vertrauen verlor, verlor irgendwann alles andere mit. Die eigentliche Gewalt war nicht Zensur. Es war Entkopplung. Du wurdest nicht verhaftet. Du wurdest einfach langsam inkompatibel mit dem System. Und das System liebte Kompatibilität. Eines Abends stand Martin im Keller und suchte alte Unterlagen. Papierordner. Kontoauszüge. Versicherungsverträge. Zeugnisse. Geburtsurkunden der Kinder. Wie ein Mann aus einer anderen Zeit. Oben lief im Wohnzimmer der Fernseher. Eine Ministerin sprach über digitale Sicherheit, europäische Werte und den Schutz der Demokratie vor autoritären Bewegungen. Martin hörte nur noch einen Satz. „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Er musste lachen. Nicht laut. Eher dieses erschöpfte Geräusch eines Menschen, der plötzlich versteht, dass Angst längst kein Fehler des Systems mehr ist. Sondern sein Treibstoff. Drei Wochen später funktionierte seine Wallet wieder. Fast alles war wieder freigeschaltet. Fast. Nur sein Zugang zum internen Bewerberportal blieb dauerhaft eingeschränkt. Ohne Begründung. Im Frühjahr verschwand sein Sohn. Nicht physisch. Digital. Accounts deaktiviert. Wallet stillgelegt. Bankkonto eingefroren wegen laufender Prüfungen. Kein Ticketkauf mehr. Kein Mietvertrag. Keine Hotelbuchung. Keine neue SIM Karte. Es ging erschreckend schnell. Martin saß nachts am Küchentisch und starrte auf das Handy seines Sohnes. Oben rechts leuchtete nur noch ein kleines Symbol. „Identität derzeit nicht verifizierbar.“ Draußen fuhr ein Müllwagen vorbei. Im Fernsehen sprach jemand über Freiheit
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@DominikSNews @Tom_Bayou @RealWsiegrist @SHomburg Wusste der Hersteller bereits, dass die impftpartikel in mehreren Organen massiv kumulieren. BioNTech selbst hat das in einem umfangreichen vertraulichen Paper den maßgeblichen übergeordneten Stellen wie EMA, den Australischen, japanischen und sonstigen Gesundheitsbehörden
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Stefan Homburg
Stefan Homburg@SHomburg·
Kurzgeschichte Sahin und Türeci 1. Sie hantierten 20 Jahre erfolglos mit modRNA. 2. Erhielten Notzulassung nach Lügen über Fremdschutz und lebenslange Immunität. 3. Griffen Milliarden ab, Bundesverdienstkreuze etc. 4. Entlassen jetzt Hunderte und machen den Abgang. Hintergrund: Die beiden hatten 2001 Ganymed für Kresbsforschung gegründet. Dann stiegen sie aus und gründeten BioNTech. Dort steigen sie jetzt aus und gründen etwas anderes. Das Erfolgsgeheimnis der beiden Schlangeölhändler? Positive Schlagzeilen! Die Zahl der Artikel aus den vergangenen Jahrzehnten, Zulassungen stünden unmittelbar bevor, ist unübersehbar. Einzig wirklicher „Erfolg” war jedoch die Notzulassung für Comirnaty. Ohne Pandemie-Simulation wäre das Zeug nie und nimmer auf den Markt gekommen. Der gerissene Gates stieg 2019 bei BioNTech ein, weil er wusste, dass die von ihm abhängige WHO 2020 mal wieder eine „Pandemie” ausrufen würde. Nunmehr müssen viele Menschen jene Impfschäden ausbaden, die Politiker zynisch als „LongCovid” bezeichnen, um das unfassbare Missmanagement zu verschleiern.
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Microscopic insights
Microscopic insights@microscopic_use·
@Tom_Bayou @SHomburg Vielen Dank für dieses Bild. Auf dem jetzt noch zugänglichen Archiv – Link der Bild-Zeitung, den Herr Homburg gepostet hat, ist an dieser Stelle interessanterweise nur noch ein Platzhalter. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
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