Christian Schemme

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Christian Schemme

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@schemmec

Katılım Ekim 2022
52 Takip Edilen46 Takipçiler
Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
Stefan R.@input_exit

Was soll gespeichert werden? Ein paar kWh für die Nacht im EFH? (Habe schon Speicher gebaut, siehe Anhang) Das geht mit Batterien, ja. Den Fossilteil der Energiewende wegzuspeichern geht praktisch nicht, hier sind Batteriespeicher um Größenordnungen zu teuer - Größenordnungen! Beispiel: Eine Dunkelflaute Ende Dez. 2024 - VEE sind ausgefallen und die Lücke zur Deckung der Netzlast betrug 5,5 TWh. "Nur 5,5!!!" Ja - aber TWh. Jetzt rechnen wir einmal: 5,5 TWh = 5.500 GWh =5.500.000 MWh = 5.500.000.000 kWh Zum Vergleich - die vier Pylontech US5000 haben in Summe 19,2 kWh. 5.500.000.000 kWh/19,2 kWh = 286.458.333,3 Stück (!) von diesen Batteriestapeln wären notwendig um eine (!) Dunkelflaute zu überbrücken. "Aber es gibt doch auch Großspeicher!" Ja - unten ist einer zu sehen, im Lkr. Wunsiedel mit 200 MWh. Davon wären dann 27.500 (!) Stück notwendig. Wunsiedel kostete 110 Mio. €, bei 200 MWh macht das dann 550€/kWh. "Warum ist das so teuer - die Zellen kosten doch unter 100€/kWh?" Ja, die Zellpreise sind nur ein kleiner Teil des Ganzen. Das BatteriespeicherSYSTEM besteht aus mehreren Komponenten von denen die Meisten bereits technisch skaliert sind: -Netzanschluss (hier 110 kV) -Umspanner 110/20 kV -20 kV Verteilung mitsamt Schaltanlagen - Umspanner 20/0,4 kV -0,4 kV Verteilung -Wechselrichter/Inverter -Speichercontainer bestehend aus: -Batteriezellen (hier fand der Preisverfall statt!) -Batteriemodulen + BMS -Temperierung/Klimatisierung -evtl. Brandmelde- + Löscheinrichtung -Grundstück -Zufahrt -Umzäunung usw. Von diesen Dingen wird praktisch nichts mehr billiger - wenn diese Speicher großtechnisch mal bei 200€/kWh ankommen wäre viel gewonnen und dennoch nichts erreicht - die oben genannten 5,5 TWh sind viel zu wenig für die intersaisonale Speicherung. Ruhnau & Qvist gehen sogar von 55 TWh aus - dem Zehnfachen des oben genannten Beispiels, der Dunkelflaute vom Ende Dez. 2024. Selbst wenn Batteriespeicher nur die Zellpreise darstellen würden (50 €/kWh) wäre das für die intersaisonale Speicherung dann: 55 TWh = 55.000 GWh = 55.000.000 MWh = 55.000.000.000 kWh 55.000.000.000 kWh x 50 €/kWh = 2.750.000.000.000€ oder in Worten: Zwei Billionen siebenhundertfünfzig Milliarden - Zellpreis, wohlgemerkt. Technische Lebensdauer max. 20 Jahre. Pro Jahr dann zu erneuern (1/20tel): 137.500.000.000€ - bei einem Bundeshaushalt von 502,3 Mrd. € (2025) - absolut, absolut utopische Zahlen! Eine Langzeitspeicherung mittels Batterien ist daher nicht möglich! Bleibt nur der grüne Wasserstoff, doch der steckt nach einer 15 jährigen Erprobungsphase praktisch in den Kinderschuhen. Es findet sich kein Investor dafür Anlagen zu bauen die dann wetterstromabhängig zum max. 30% der Zeit funktionieren. Siehe das Scheitern fast aller H2-Projekte hier im Umfeld wie das an der Heide-Raffinerie wo mit Offshore-Windstrom (den EE-Anlagen mit dem höchsten Kapazitätsfaktor!) an einem günstigen Standort H2 hergestellt werden sollte. moz.de/lokales/schwed… Es mag sicherlich weitere Projekte geben wo das versucht wird und der ein oder andere Durchbruch erreicht werden kann - aber auch hier fehlt wieder das Ganze drumherum. Es benötigt dann eine komplette zweite Infrastruktur dafür - mit Elektrolyseuren, Kavernenspeichern, Pipelines mit Verdichtern + Druckregelstationen und H2-fähigen Kraftwerken! Alleine ein Baulos an Kavernenspeichern benötigt rund ein Jahrzehnt in der Errichtung, es geht auch praktisch nicht schneller da diese aus entsprechenden Steinsalzformationen mittels Wasser herausgelöst werden - einmal das Ulmer Münster (vom Volumen her) durch eine Bohrung auflösen die so groß ist wie ein Kanalrohr einer Anwohnerstraße. Und beim gasförmigen speichern schlägt dann die Thermodynamik voll zu. Aus der allgemeinen Gasgleichung pV=mRT folgt: p = Druck V = Volumen m = Masse R = spezifische Gaskonstante (eigentlich RS, macht die Gleichen aber "unschön" T = Temperatur mit den Stoffdaten Erdgas R = 500 J/kgK (schwankt je nach Herkunft) Wasserstoff R = 4124 J/kgK Das volumetrische Speichervolumen in den Kavernen ist bedeutend größer beim Wasserstoff im Vergleich zum Erdgas - der Heizwert pro m³ liegt nur bei einem Drittel im Vergleich zu dem des Erdgases! Alleine die Errichtung der Speicherkavernen gleichzeitig bestehend zum Erdgassystem (brauchen wir ja für die Erdgaskraftwerke und den Rest!) dürfte locker 50 Jahre in Anspruch nehmen! Extremszenarien wie das Jahr ohne Sommer (1815) sind in den Langzeitspeicherbetrachtungen nicht enthalten! Bedingt durch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik bleibt der Prozesswirkungsgrad der Wasserstoffverstromung immer schlecht - er liegt bei 20 - 25%. Der Strom daraus kostet alleine schon physikalisch das 4 bis 5-fache der Einspeisevergütung - beim Transport per Derivat (Ammoniak) läge er beim 6-fachen der Gestehungskosten. Und da sind wir wieder beim Knackpunkt oben - diese Hürden sind für eine Gesellschaft nicht überwindbar, daher wird die Energiewende so auch nicht kopiert, kopiert im Sinne von der Adaption auf 100% VEE zu gehen. VEE werden daher nur als Brennstoffsparer angesehen - um damit tief zu dekarbonisieren wäre als Backup Geothermie (haben wir nicht) oder Wasserkraft im großen Umfang (haben wir auch nicht) notwendig. Die allgemein geringe Leistungs- bzw. Energiedichte der VEE und Batteriespeicher hat einen sehr hohen Materialbedarf zur Folge der dem Ganzen alleine durch die Verfügbarkeit von Kupfer, Grafit, Lithium usw. schon einen Strich durch die Rechnung zieht. Simon Michaux hat dies analysiert: (Estimation of the quantitiy of metals to phase out fossil fuels in a full system replacement, compared to mineral resources) Er hat hier die Welt auf dem Stand von 2018 analysiert mit der Annahme der Defossilisierung durch weitgehende Elektrifizierung: Erzeugungsprofil im Strombereich: KKW: 7,5% Hydro: 13,36% Wind: 38,33% Solar PV: 34,50% Solartherm.: 3,38% Geotherm.: 0,74% Biolog. Abfälle: 1,74% Pkw: 695 Mio mit dann 1.190 TWh Bedarf Speicherbedarf nach 4 Szenarien mit Batterien: 6 h 26 TWh Larson et al. 2021 48 h 226 TWh Steinke et al. 2012 28 d 2.878 TWh Droste-Frankre 2015 12 w 8.634 TWh Ruhnau & Qvist 2021 Die gelobten (und auch von mir gerne verwendeten) LFP-Zellen sind eigensicherer als NMC Zellen und kommen ohne Kobalt aus, benötigen aber 50% mehr Kupfer (geringere Energiedichte). Kupferbedarf (t) 6 h 52.983.535 48 h 466.255.110 28 d 5.934.155.945 (Mrd. t sic!) 12 w 17.802.467.835 Kuper-Reserven: 880Mt (Mio. t. sic!) Kupfer-Ressourcen: 2.100 Mt Grafitbedarf (t): 6 h 106.928.085 48 h 940.967.150 28 d 11.318.092.642 12 w 35.927.836.652 Grafit-Reserven: 290 Mt Grafit-Ressourcen: 800 Mt Wie viele Jahre des Abbaus bei aktueller Förderung (vgl. mit dem Jahr 2019) wären dazu notwendig? Kupfer: 6 h 11,7 48 h 28,8 28 d 254,8 12 w 745,2 (Siebenhundertfünfundvierzig Jahre sic!) Grafit: 6 h 96,2 48 h 401,7 28 d 4203,9 12 w 13220,7 (Dreizehntausendzweinhundertzwanzig Jahre sic!) Die Werte zeigen dass das völlig utopische Vorhaben die Volatilität von PV und WKA mittels Batterien zu kompensieren schlicht an ihrer geringen Energiedichte scheitern wird. Es ist alles eben ein Kompromiss - wo können Vorteile genutzt und Nachteile akzeptiert werden. Sorry, falls ich Leuten vor den Kopf stoße - aber als MINT'ler gebe ich in der Sache nicht nach, dazu ist das Thema zu wichtig als das es vom gesellschaftlichen Wunschdenken in falsche Richtungen gelenkt werden soll.

QME
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Volker Quaschning
Volker Quaschning@VQuaschning·
Für eine unabhängige Energieversorgung brauchen wir mehr Speicher. #Batterien 🔋 sind durch stark gefallene Preise die beste Option für den schnellen Ausbau. Warum setzt Wirtschaftsministerin Reiche weiter nur auf fossile #Erdgaskraftwerke 🔥?
Volker Quaschning tweet media
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@liberal_dvh Es ging ja auch um Social Media. Nicht speziell X. Ich kriege einen Horror wenn ich Sozialistische Krawallvideos aus dem Gelben Flur sehe und muss doch erkennen, wie und auf welche Weise die Linke mit knapp 9% in den BT eingezogen ist.
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🐈‍⬛doro hoff
🐈‍⬛doro hoff@liberal_dvh·
@schemmec Twitter ist speziell und eine sehr kleine Gruppe. Darauf sollte man die Wählerschaft nicht ausrichten. LinkedIn, Insta ...sind wieder anders.
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🐈‍⬛doro hoff
🐈‍⬛doro hoff@liberal_dvh·
Wenn das der FDP Stil wird, dann können wir einpacken. Das gibt Klicks, Follower und Ben Brechkten-Vibes. Aber kein seriöser Mensch außerhalb von social media Blasen steht auf sowas. Glaubt mir nicht, dann geht die Partei halt unter. Ich kann nicht mehr tun.
Max Mordhorst@maxmordhorst

Merz ist auf nem generational run: Erst rettet er im Wahlkampf die Linke. Jetzt gibt er den Gewerkschaften Auftrieb. Wenn er bis zum Ende durchzieht, haben wir hier ne Mehrheit für Sozialismus.

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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@baha_jam Das stimmt. Das Problem 2026 ist, dass er diese Reformen mit diesen Leuten umsetzen muss. Wenn er nach dieser Veranstaltung nach Hause zu seiner schwarz-gelben Mehrheit gehen könnte, wäre alles in Butter.
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🅱️aha
🅱️aha@baha_jam·
Ein CDU-Kanzler, der beim DGB nicht ausgebuht wird, macht seinen Job nicht richtig.
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@liberal_dvh Wenn wir unsere Wählerschaft auf seriöse Menschen außerhalb Social Media begrenzen, wird´s schwierig fürchte ich.
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Benedikt Brechtken
Benedikt Brechtken@ben_brechtken·
Jette Nietzard ist eine Pass-Erwachsene. De jure volljährig, de facto ein Kleinkind, das völlig abhängig von Papi Staat ist.
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Tim Freiheit
Tim Freiheit@TDrygala·
@ben_brechtken Es könnte doch inzwischen in Satire umgekippt sein? Sie will sich vielleicht als Nachfolgerin von Böhmermann in Stellung bringen.
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@TDrygala @Teamfreiheit25 Sie dürfen sicher sein, dass beim @Teamfreiheit25 nach 77 Jahren Parteigeschichte und 50 Jahren Regierungsbeteiligung nicht jedes Plakat jedes Ortsverbandes auf 100%tige Zustimmung aller Wähler und Mitglieder stößt. Genießen Sie Ihre Zeit der Unbedarftheit. Sie wird enden.
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Tim Freiheit
Tim Freiheit@TDrygala·
"Ja, aber" ist der Weg zur Knechtschaft. Für Freiheit ohne Wenn und Aber steht nur @Teamfreiheit25.
Tim Freiheit tweet media
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@eckilepsie Das stimmt. Das Problem 2026 ist, dass er diese Reformen mit diesen Leuten umsetzen muss. Wenn er nach dieser Veranstaltung nach Hause zu seiner schwarz-gelben Mehrheit gehen könnte, wäre alles in Butter.
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Daniel Eck 🇺🇦
Daniel Eck 🇺🇦@eckilepsie·
Es würde wohl etwas falsch laufen, wenn der Bundeskanzler beim DGB-Kongress angesichts der vor uns liegenden Reformaufgaben nicht ausgepfiffen und ausgebuht würde. Aber es wirkt schon etwas aus der Zeit gefallen. 😅
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@MMittermeier @TDrygala Damit mir das, was ich durch Leistung erwirtschaftet und (mehrfach) versteuert habe am Ende dann doch weggenommen wird. Ohne Wegnehmen geht es einfach nicht. Es muss sein. Der Staat weiß viel besser wie mit meinem Geld umzugehen ist. Er muss es spätestens am Ende bekommen!
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Gert Wöllmann
Gert Wöllmann@Gert_Woellmann·
Reiche, Überreiche, Allerreichste … Next: Überallerallerreichste!
Gert Wöllmann tweet media
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@Der_Dutschi Sie würden demnach einen Vermittler akzeptieren, der von der Ukraine vorgeschlagen und Jahrelang auf deren Gehaltsliste stand? Oder Putin dazu auffordern dies zu tun?
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@eckilepsie Passt doch ganz gut dazu, das nur bei Einkommen bis 3000 Brutto entlastet werden soll. Vielmehr Lohnsteuer gibt es da nicht zu entlasten. Der Rest ist Reich und kann froh sein nicht weiter belastet zu werden.
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Daniel Eck 🇺🇦
Daniel Eck 🇺🇦@eckilepsie·
Spahn will nur noch 10 Milliarden Entlastung laut table Briefings? Was soll das werden? Der übliche Kaffee mehr im Monat? Warum denkt die Union jetzt wieder 🤏? Bury/Dorn waren in ihrem Konzept noch mit 25-30 Mrd Entlastung angetreten.
Daniel Eck 🇺🇦 tweet media
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@JohannesVarwick Putin schlägt jemanden als Vermittler vor, der vor den Sanktionen auf der Gehaltsliste des russischen Staates stand. Und Sie springen natürlich über dieses Stöckchen.
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Johannes Varwick
Johannes Varwick@JohannesVarwick·
Der Politikwissenschaftler Johannes Varwick sieht beim Ukraine-Krieg neue Signale aus Moskau. Er fordert Europa auf, die Chance zur Diplomatie zu nutzen. fr.de/politik/nicht-…
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@ChristianFegg @varnsdorfer @grok Biomasse für eine einzige Dunkelflaute würde 3-4 Mio ha Flächenbedarf nach sich ziehen. Wasserstoff in den Dimensionen ist nicht mal am Horizont erkennbar. Zu Batterien hier entlang: x.com/input_exit/sta…
Stefan R.@input_exit

Was soll gespeichert werden? Ein paar kWh für die Nacht im EFH? (Habe schon Speicher gebaut, siehe Anhang) Das geht mit Batterien, ja. Den Fossilteil der Energiewende wegzuspeichern geht praktisch nicht, hier sind Batteriespeicher um Größenordnungen zu teuer - Größenordnungen! Beispiel: Eine Dunkelflaute Ende Dez. 2024 - VEE sind ausgefallen und die Lücke zur Deckung der Netzlast betrug 5,5 TWh. "Nur 5,5!!!" Ja - aber TWh. Jetzt rechnen wir einmal: 5,5 TWh = 5.500 GWh =5.500.000 MWh = 5.500.000.000 kWh Zum Vergleich - die vier Pylontech US5000 haben in Summe 19,2 kWh. 5.500.000.000 kWh/19,2 kWh = 286.458.333,3 Stück (!) von diesen Batteriestapeln wären notwendig um eine (!) Dunkelflaute zu überbrücken. "Aber es gibt doch auch Großspeicher!" Ja - unten ist einer zu sehen, im Lkr. Wunsiedel mit 200 MWh. Davon wären dann 27.500 (!) Stück notwendig. Wunsiedel kostete 110 Mio. €, bei 200 MWh macht das dann 550€/kWh. "Warum ist das so teuer - die Zellen kosten doch unter 100€/kWh?" Ja, die Zellpreise sind nur ein kleiner Teil des Ganzen. Das BatteriespeicherSYSTEM besteht aus mehreren Komponenten von denen die Meisten bereits technisch skaliert sind: -Netzanschluss (hier 110 kV) -Umspanner 110/20 kV -20 kV Verteilung mitsamt Schaltanlagen - Umspanner 20/0,4 kV -0,4 kV Verteilung -Wechselrichter/Inverter -Speichercontainer bestehend aus: -Batteriezellen (hier fand der Preisverfall statt!) -Batteriemodulen + BMS -Temperierung/Klimatisierung -evtl. Brandmelde- + Löscheinrichtung -Grundstück -Zufahrt -Umzäunung usw. Von diesen Dingen wird praktisch nichts mehr billiger - wenn diese Speicher großtechnisch mal bei 200€/kWh ankommen wäre viel gewonnen und dennoch nichts erreicht - die oben genannten 5,5 TWh sind viel zu wenig für die intersaisonale Speicherung. Ruhnau & Qvist gehen sogar von 55 TWh aus - dem Zehnfachen des oben genannten Beispiels, der Dunkelflaute vom Ende Dez. 2024. Selbst wenn Batteriespeicher nur die Zellpreise darstellen würden (50 €/kWh) wäre das für die intersaisonale Speicherung dann: 55 TWh = 55.000 GWh = 55.000.000 MWh = 55.000.000.000 kWh 55.000.000.000 kWh x 50 €/kWh = 2.750.000.000.000€ oder in Worten: Zwei Billionen siebenhundertfünfzig Milliarden - Zellpreis, wohlgemerkt. Technische Lebensdauer max. 20 Jahre. Pro Jahr dann zu erneuern (1/20tel): 137.500.000.000€ - bei einem Bundeshaushalt von 502,3 Mrd. € (2025) - absolut, absolut utopische Zahlen! Eine Langzeitspeicherung mittels Batterien ist daher nicht möglich! Bleibt nur der grüne Wasserstoff, doch der steckt nach einer 15 jährigen Erprobungsphase praktisch in den Kinderschuhen. Es findet sich kein Investor dafür Anlagen zu bauen die dann wetterstromabhängig zum max. 30% der Zeit funktionieren. Siehe das Scheitern fast aller H2-Projekte hier im Umfeld wie das an der Heide-Raffinerie wo mit Offshore-Windstrom (den EE-Anlagen mit dem höchsten Kapazitätsfaktor!) an einem günstigen Standort H2 hergestellt werden sollte. moz.de/lokales/schwed… Es mag sicherlich weitere Projekte geben wo das versucht wird und der ein oder andere Durchbruch erreicht werden kann - aber auch hier fehlt wieder das Ganze drumherum. Es benötigt dann eine komplette zweite Infrastruktur dafür - mit Elektrolyseuren, Kavernenspeichern, Pipelines mit Verdichtern + Druckregelstationen und H2-fähigen Kraftwerken! Alleine ein Baulos an Kavernenspeichern benötigt rund ein Jahrzehnt in der Errichtung, es geht auch praktisch nicht schneller da diese aus entsprechenden Steinsalzformationen mittels Wasser herausgelöst werden - einmal das Ulmer Münster (vom Volumen her) durch eine Bohrung auflösen die so groß ist wie ein Kanalrohr einer Anwohnerstraße. Und beim gasförmigen speichern schlägt dann die Thermodynamik voll zu. Aus der allgemeinen Gasgleichung pV=mRT folgt: p = Druck V = Volumen m = Masse R = spezifische Gaskonstante (eigentlich RS, macht die Gleichen aber "unschön" T = Temperatur mit den Stoffdaten Erdgas R = 500 J/kgK (schwankt je nach Herkunft) Wasserstoff R = 4124 J/kgK Das volumetrische Speichervolumen in den Kavernen ist bedeutend größer beim Wasserstoff im Vergleich zum Erdgas - der Heizwert pro m³ liegt nur bei einem Drittel im Vergleich zu dem des Erdgases! Alleine die Errichtung der Speicherkavernen gleichzeitig bestehend zum Erdgassystem (brauchen wir ja für die Erdgaskraftwerke und den Rest!) dürfte locker 50 Jahre in Anspruch nehmen! Extremszenarien wie das Jahr ohne Sommer (1815) sind in den Langzeitspeicherbetrachtungen nicht enthalten! Bedingt durch den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik bleibt der Prozesswirkungsgrad der Wasserstoffverstromung immer schlecht - er liegt bei 20 - 25%. Der Strom daraus kostet alleine schon physikalisch das 4 bis 5-fache der Einspeisevergütung - beim Transport per Derivat (Ammoniak) läge er beim 6-fachen der Gestehungskosten. Und da sind wir wieder beim Knackpunkt oben - diese Hürden sind für eine Gesellschaft nicht überwindbar, daher wird die Energiewende so auch nicht kopiert, kopiert im Sinne von der Adaption auf 100% VEE zu gehen. VEE werden daher nur als Brennstoffsparer angesehen - um damit tief zu dekarbonisieren wäre als Backup Geothermie (haben wir nicht) oder Wasserkraft im großen Umfang (haben wir auch nicht) notwendig. Die allgemein geringe Leistungs- bzw. Energiedichte der VEE und Batteriespeicher hat einen sehr hohen Materialbedarf zur Folge der dem Ganzen alleine durch die Verfügbarkeit von Kupfer, Grafit, Lithium usw. schon einen Strich durch die Rechnung zieht. Simon Michaux hat dies analysiert: (Estimation of the quantitiy of metals to phase out fossil fuels in a full system replacement, compared to mineral resources) Er hat hier die Welt auf dem Stand von 2018 analysiert mit der Annahme der Defossilisierung durch weitgehende Elektrifizierung: Erzeugungsprofil im Strombereich: KKW: 7,5% Hydro: 13,36% Wind: 38,33% Solar PV: 34,50% Solartherm.: 3,38% Geotherm.: 0,74% Biolog. Abfälle: 1,74% Pkw: 695 Mio mit dann 1.190 TWh Bedarf Speicherbedarf nach 4 Szenarien mit Batterien: 6 h 26 TWh Larson et al. 2021 48 h 226 TWh Steinke et al. 2012 28 d 2.878 TWh Droste-Frankre 2015 12 w 8.634 TWh Ruhnau & Qvist 2021 Die gelobten (und auch von mir gerne verwendeten) LFP-Zellen sind eigensicherer als NMC Zellen und kommen ohne Kobalt aus, benötigen aber 50% mehr Kupfer (geringere Energiedichte). Kupferbedarf (t) 6 h 52.983.535 48 h 466.255.110 28 d 5.934.155.945 (Mrd. t sic!) 12 w 17.802.467.835 Kuper-Reserven: 880Mt (Mio. t. sic!) Kupfer-Ressourcen: 2.100 Mt Grafitbedarf (t): 6 h 106.928.085 48 h 940.967.150 28 d 11.318.092.642 12 w 35.927.836.652 Grafit-Reserven: 290 Mt Grafit-Ressourcen: 800 Mt Wie viele Jahre des Abbaus bei aktueller Förderung (vgl. mit dem Jahr 2019) wären dazu notwendig? Kupfer: 6 h 11,7 48 h 28,8 28 d 254,8 12 w 745,2 (Siebenhundertfünfundvierzig Jahre sic!) Grafit: 6 h 96,2 48 h 401,7 28 d 4203,9 12 w 13220,7 (Dreizehntausendzweinhundertzwanzig Jahre sic!) Die Werte zeigen dass das völlig utopische Vorhaben die Volatilität von PV und WKA mittels Batterien zu kompensieren schlicht an ihrer geringen Energiedichte scheitern wird. Es ist alles eben ein Kompromiss - wo können Vorteile genutzt und Nachteile akzeptiert werden. Sorry, falls ich Leuten vor den Kopf stoße - aber als MINT'ler gebe ich in der Sache nicht nach, dazu ist das Thema zu wichtig als das es vom gesellschaftlichen Wunschdenken in falsche Richtungen gelenkt werden soll.

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Christian Fegg
Christian Fegg@ChristianFegg·
@varnsdorfer @grok lieber Herr Varnsdorfer, das haben sie falsch verstanden. 100 % EE zu erreichen, ist alleine mit Windkraft nicht möglich. dazu braucht es im Sommer die Ergänzung mit Solar, die Ergänzung mit Biomasse mit großen Wärmepumpen mit kleinen Wärmepumpen mit Wasserstoff und mit Batterien
Deutsch
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Christian Fegg
Christian Fegg@ChristianFegg·
mit windrädern die 300 m hoch sind, können wir 100% EE erreichen und zwar schon mit jetziger Technologie. die Topographie im Süden ist für kleine Windräder ungünstig. bei 300 m spielt das keine Rolle mehr. so ein Windrad erreicht 4500 volllaststunden gicon.de/gicon_hoehenwi…
Deutsch
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@maxreiterde Daher funktionieren Koalitionen zwischen Parteien mit völlig anderen politischen Ansichten nicht. Da sind keine Kompromisse nötig, sondern die vollkommene Selbstaufgabe eigener politischer Prinzipien. Der Wähler erkennt das und reagiert entsprechend.
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Apollo News
Apollo News@apollo_news_de·
Marcel Fratzscher lobt die schwarz-rote Koalition für das 500-Milliarden-Sondervermögen. Zudem plädiert er für Steuererhöhungen und rät zum Verkauf der deutschen Goldreserven. apollo-news.net/ich-will-ein-l…
Deutsch
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@pat_kaczmarczyk Militär ist staatlich soweit ich weiß. Sie erwarten, dass der Staat Milliarden effizient ausgibt? Und schieben es dem Liberalismus zu wenn er es nicht tut? Wow.
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Patrick Kaczmarczyk
Patrick Kaczmarczyk@pat_kaczmarczyk·
Wie hat es der Neoliberalismus geschafft, dass *gleichzeitig* hunderte Milliarden in ineffiziente Militärausgaben fließen, während permanent erzählt wird, „die Kassen seien leer“ - und scheinbar kaum jemand diesen Widerspruch hinterfragt?
Deutsch
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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@aniesmann @baha_jam Hab Sie dann auch mal gegoogelt. Sie sind tatsächlich Politikredateur im Hauptstadtstudio des Spiegel? Wow, das ist peinlich.
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Andreas Niesmann
Andreas Niesmann@aniesmann·
@baha_jam Und? Da habe ich sie wegen dieser dussligen Unterstellung gegoogelt. Und ihren Namen danach wieder vergessen. Aus Gründen.
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Andreas Niesmann
Andreas Niesmann@aniesmann·
Ich bekenne: Ich hätte auch nicht gewusst, wie @baha_jam mit Nachnamen heißt. Er läuft mir auch außerhalb von Twitter nicht über den Weg. Und der Name steht nicht in seinem Handle. Warum ist das dann despektierlich? Sorry, da ist doch Unsinn.
Serap Güler@SerapGueler

Man muss @baha_jam „soundso“ weder mögen, noch seine Ansichten teilen. Ich will mir aber nicht ausmalen, wie genau die Journalisten hier unterwegs wären, wenn er linke Ansichten vertreten würde & konservative Journalisten/Politiker so despektierlich über ihn gesprochen hätten.1/2

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Christian Schemme
Christian Schemme@schemmec·
@AliKaanSevinc Eine gute Nachricht wäre: Die Regierung hat sich ganz überraschend auf eine Flat Tax verständigt. Einführung sofort. Wir brauchen keine Steuerberater mehr, nur noch die Hälfte aller Finanzbeamten und die Bürger sowie Unternehmen werden zügig entlastet und können aufatmen.
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Ali Kaan Sevinc
Ali Kaan Sevinc@AliKaanSevinc·
Das die 1000€-#Entlastungsprämie vom Tisch ist, ist eine gute Nachricht. War von Anfang an eine Totgeburt.
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