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Simbas_Welt
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Simbas_Welt
@WeltSimbas
Kühlschranköffner, Möhrenschäler und Kauzeughalter, Nachts-Aufsteher und Grannen-im-Fell-Finder. Plüschiger Glücksdrache geht mit durch's Leben. #notjustsad
Mitteldeutschland Tham gia Ocak 2021
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@MrBlueEyes01 Ja, es ist gesellschaftlich akzeptiert. Leider ist das so. Als Physiker mit knapp 50 Jahren denke ich nicht mehr nur an's Auswandern. Sondern ich überlege, welche Kompetenzen ich noch brauche.
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Alle reden über Öl. Über Benzinpreise. Über Gaspreise.
Niemand redet über den nächsten Schock: deine Lebensmittel.
43 Prozent des wichtigsten Düngemittels der Welt werden durch die Straße von Hormuz verschifft. Seit vier Wochen steht der Verkehr still. Und Dünger kann man nicht überspringen. Ohne Stickstoff, kein Ertrag. Ohne Ertrag, kein Essen.
Der Krieg im Golf trifft nicht nur dein Auto. Er trifft deinen Teller.
Moderne Landwirtschaft funktioniert so: Erdgas wird zu Ammoniak verarbeitet. Ammoniak wird zu Harnstoff. Harnstoff ist der meistgenutzte Stickstoffdünger der Welt. Ohne ihn wächst auf kommerziellen Feldern fast nichts in den Mengen, die 8 Milliarden Menschen brauchen.
Das Problem: Ein Drittel des weltweit verschifften Harnstoffs kommt aus dem Persischen Golf. 45 Prozent der globalen Schwefelexporte, ein Schlüsselrohstoff für Phosphatdünger, ebenfalls. Zwei von drei essenziellen Pflanzennährstoffen hängen direkt an der Meerenge, durch die seit Kriegsbeginn kaum noch ein Schiff fährt.
Dawid Heyl, Portfoliomanager bei Ninety One, bringt es auf den Punkt: Man kann eine Saison Kali auslassen. Man kann eine Saison Phosphat auslassen. Aber Stickstoff kann man nicht auslassen. Der muss jedes Jahr in den Boden. Ohne Ausnahme.
Der Harnstoffpreis in Ägypten, ein globaler Referenzwert, ist seit Kriegsbeginn von 400 bis 490 Dollar pro Tonne auf rund 700 Dollar gestiegen. In den USA kostet Harnstoff im Einzelhandel 677 Dollar pro Tonne, 11 Prozent mehr als vor einem Monat. Ammoniumnitrat hat die 930-Dollar-Marke durchbrochen. Der höchste Stand seit Mai 2023.
Und das Timing könnte nicht schlimmer sein. Auf der Nordhalbkugel läuft die Frühjahrspflanzung. Jetzt. In drei bis vier Wochen muss in den USA der Mais in den Boden.
Indien ist der zweitgrößte Düngemittelverbraucher der Welt. Ein Drittel des Bedarfs wird importiert. Und die eigene Produktion? Hängt am Gas. 40 Prozent des indischen Flüssiggases kamen aus Katar. Aus dem Land, dessen größte Gasanlage durch iranische Angriffe beschädigt wurde. Die indische Regierung hat die Gasversorgung der Düngerfabriken bereits auf 70 Prozent der Normalkapazität gedrosselt.
Bangladesch trifft es härter. Vier von fünf staatlichen Düngerfabriken stehen still. Das restliche Gas wird in Kraftwerke umgeleitet, um Blackouts zu verhindern. Ein Land mit 170 Millionen Menschen, das seinen Reis normalerweise selbst produziert. Wenn die Düngerfabriken nicht rechtzeitig zum Monsun im Juni wieder laufen, muss Bangladesch Reis importieren. Genau dann, wenn auch alle anderen importieren müssen.
Algerien hat die Gaslieferungen an seine Düngerfabriken um 50 Prozent gekürzt. In der Slowakei hat mindestens eine Fabrik die Produktion komplett eingestellt.
Alzbeta Klein, Chefin des Internationalen Düngemittelverbands, fasst die Lage in einer Rechnung zusammen: Die Lagerkapazitäten für Dünger liegen bei 10 bis 30 Tagen. Der Krieg dauert dreieinhalb Wochen. Dünger ist riesig, sagt sie. Man kann ihn nicht in die Tasche stecken. Die Lager laufen leer.
Und hier wird es systemisch.
2022, nach Russlands Einmarsch in die Ukraine, wurde eine globale Lebensmittelkrise ausgelöst. 349 Millionen Menschen wurden in Hunger getrieben. Aber damals ging es um Sanktionen und Logistik. Die Getreiderouten im Schwarzen Meer waren blockiert, aber Getreide konnte woanders angebaut werden. Handelsströme wurden umgeleitet. Sanktionen angepasst.
Chris Lawson von CRU, einem der führenden Rohstoffdatenunternehmen, sagt: 2022 fand man Lösungen. Diesmal ist es ein rein physisches Limit.
Denn Dünger kann man nicht einfach woanders herstellen. Stickstoffdünger braucht Erdgas. Phosphatdünger braucht Schwefel. Beides ist an Geografie und Infrastruktur gebunden. Konzentriert in wenigen Regionen. Und genau diese Regionen sind jetzt abgeschnitten.
In den USA waren die Lebensmittelpreise im Februar noch moderat: plus 1,1 Prozent im Jahresvergleich. Stephanie Roth von Wolfe Research rechnet vor, was kommt. Selbst wenn der Krieg innerhalb von Wochen endet, steigt allein durch die Düngerstörung die US-Lebensmittelinflation von rund 2 auf 4 Prozent. Wenn die Kämpfe in den Sommer hineinreichen, wird sie zweistellig.
Für Deutschland, wo Lebensmittel 10 Prozent des Verbraucherpreisindex ausmachen und Haushalte nach drei Jahren Dauerteuerung seit dem Ukraine-Krieg bereits am Limit sind, wäre ein neuer Preisschub bei Grundnahrungsmitteln politisch explosiv.
Die Forschung von Peter Alexander an der Universität Edinburgh beziffert das Worst-Case-Szenario: Wenn Düngerpreise von 300 bis 350 Dollar auf 900 bis 1.000 Dollar steigen und dort bleiben, könnten die globalen Lebensmittelpreise um 60 bis 100 Prozent steigen. Bis zu 100 Millionen zusätzliche Menschen würden in Unterernährung abrutschen.
Das UN-Welternährungsprogramm warnt bereits: 45 Millionen zusätzliche Menschen könnten bis Mitte des Jahres in akute Ernährungsunsicherheit fallen. Zusätzlich zu den 318 Millionen, die schon jetzt betroffen sind. In Somalia sind die Preise für Grundnahrungsmittel seit Kriegsbeginn um 20 Prozent gestiegen.
Und dann beginnt die Spirale, die 2022 alles verschlimmert hat. China hat Düngerexporte eingeschränkt, um den eigenen Markt zu schützen. Russland signalisiert Exportlimits. Indien könnte erneut Reis-Exportbeschränkungen verhängen.
FAO-Chefökonom Máximo Torero benennt die Falle: Jedes Land wird zuerst an seine eigenen Bürger denken. Aber wenn alle egoistisch handeln, kaufen die Reichen mehr und die Armen bekommen nichts.
Die Welt redet über Ölpreise und Tankstellen. Dabei wird die eigentliche Krise in drei Monaten sichtbar. Nicht an der Zapfsäule. Im Supermarkt. Auf den Feldern. In den Ländern, in denen eine verpasste Ernte keine Unannehmlichkeit ist, sondern Hunger.
In diesen Recherchen steckt eine Menge Arbeit. Wenn dich solche Makro Insights interessieren und dir helfen, interagiere gerne mit dem Post. 🧡

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@loeffel_lothar Damit repräsentieren sie aber die größte Gruppe der Deutschen Wähler/-innen. Nicht wenige von uns sind so. Leider. Deshalb gehen andere Länder auch auf Distanz - vor allem unsere nächsten Nachbarn.
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@0_7_user Man kann's zwar nicht beweisen, aber wir ahnen doch alle: Nicht wenige Briefwahl-Stifte werden von potentiellen Erb/-innen im Altersheim geführt. Da gehts erstmal um die Erbschaftssteuer, und danach kommt lange nichts.
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@SilkeSchroederD Eine Alternative wäre die dieselgetriebene Schiffsindustrie oder Stromnetzkabel-Entwirrerin bei deutschen tanzenden humanoiden Martial-Arts-Robotern. Oder Sie tanken Drohnen mit entzündlichem Flugbenzin auf. Batteriezellen für all' das stellen wir in Europa leider nicht her.
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@SilkeSchroederD Zum Glück arbeiten Sie offensichtlich nicht in der Automobilindustrie. Ansonsten bewerben Sie sich doch als Vertriebsleiterin auf Provisionsbasis für Kraftfahrzeuge mit Achtzylinder-Kolbenmotoren in der Volksrepublik China. Die Autoindustrie braucht Sie!
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Quintessenz der Wahl in #BaWü:
1.)Ältere Wähler wählen oft wie Mitglieder eines Kegelvereins - immer dasselbe. Die Realität ändert sich, die Treue zur gewählten Partei bleibt.
Davon profitieren #CDU und #diegruenen.
2.) Beamte können sich eine Weltsicht aus dem Paralleluniversum leisten. Sie wählen oft ideologisch, weil ihr Leben keine Berührungspunkte mit dem realen Wirtschaftskreislauf kennt. Davon profitieren #diegruenen.
3.) Wo viel Wohlstand war, hält sich hartnäckig der Aberglaube, dass es schon nicht so schlimm werden kann. Die Menschen im ‚Ländle‘ haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie den Ernst der Lage nicht begriffen haben.
4.) Die #CDU wird ihren Kurs noch linker und grüner ausgestalten - und orientiert sich am Wahlsieger.
5.) Die #Brandmauer steht wider die Realität und den Wählerwillen.
6.) #UnsereDemokratie wird ihren demokratiefeindlichen Kurs fortsetzen.
7.) Der wirtschaftsfeindliche und energiepolitische Irrweg gehen weiter.
8.) Es ist ermüdend festzustellen, dass viele Bürger offenbar nicht verstehen, wie schlecht es um ihr Bundesland als auch um #Deutschland wirklich steht.
9.) Es war ein Wahlergebnis ganz nach dem Geschmack #AngelaMerkels. Eine Blaupause für totalitäres Weiterregieren.
10.) Offensichtlich muss es erst noch schlimmer werden.
Gute Nacht #Deutschland.

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Mit großer Empörung hatte sich die Islamische Religionsgemeinschaft Hessen gegen meine Warnung vom Donnerstag geäußert. Ich hatte vor der Verherrlichung des Mullah-Regimes gewarnt und die IRH - Islamische Religionsgemeinschaft Hessen hatte dies zurückgewiesen. Und was ist es gewesen?!
Eine pro-Mullah Demonstration!
Die IRH ist ein Problem für Hessen.
Aber auch der Verein Friedens- und Zukunftswerkstatt mit Sitz im Frankfurter Gewerkschaftshaus ist als fortlaufender Partner der IRH sicher kein Verein, der noch gewerkschaftlich unterstützt werden sollte.

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@PBWB2 @Glasmerleperle Meine Nichte und mein Neffe sind beide exzellent in Naturwissenschaften. Ich habe ihnen bereits gesagt, dass sie in diesem naturwissenschaftsfeindlichen McCarthy-Deutschland entweder Steuerberater werden sollen, oder das Land verlassen. Sie werden wahrscheinlich letzteres tun.
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@PBWB2 @Glasmerleperle Sie können sich gerne so äußern... ich kann Ihnen sagen, dass ähnliche Formulierungen aus meiner Kernverwandtschaft kommen, die zum Zerreißen der verwandtschaftlichen Bande geführt haben. Ich schaue mir Deutschlands Kollaps dann aus dem Ausland an, wo es für Physiker Arbeit gibt.
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@Epikur_vS @Glasmerleperle Ich gebe Ihnen in einem Punkt recht: Habeck hätte es lassen sollen. Die Deutschen hatten, wie sich heute zeigt, diesen Kniefall nicht verdient. Man hätte die schwarz-gelb-rote Erdölpolitik bereits damals einfach öffentlich mit den Corona-Pleiten untergehen lassen können.
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Vorab: Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich bin als Ex-Wähler der Grünen für Klimaschutz und Energiewende, habe selbst Solaranlage, Stromspeicher, Elektroauto, usw. ... und deshalb bin ich gegen Grüne wie Habeck, Baerbock und Özdemir.
Zu Ihrem Tweet: Unser Energiebezug wurde durch noch nicht geliefertes Gas aus Katar diversifiziert? Das verstehe ich nicht. Habeck wollte Gas aus Katar: Also die von Ihnen genannte Teilabhängigkeit von einer Diktatur in einer Krisenregion.
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@Glasmerleperle Die CDU wird den Weg der FDP gehen... und der SPD. Leider rücken immer wieder Menschen nach, die für viel Geld lieber Politik machen, anstatt für wenig Geld produktiv zu arbeiten.
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@StellaNoir66 @olivergorus Die Annahme ist falsch. Der Iran ist ein indo-europäisches Land mit hochentwickelter Bildung. Bis die USA anfingen, den Schah aufzurüsten, war es sehr fortschrittlich und freiheitlich - wie übrigens auch Afghanistan.
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@olivergorus Das ist alles unglaublich tragisch, aber trotzdem darf ja bezweifelt werden, dass ein Land welches zwischen Afghanistan und dem Irak liegt, erfolgreich in die Demokratie gebombt werden kann.
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Wer sich zum Irankrieg positioniert, möge sich bitte als zusätzliche Information Folgendes vor Augen halten:
Das Mullah-Regime hat in 47 Jahren laut Angaben aus verschiedenen Quellen (UN, Amnesty, diverse NGO, verschiedene Medien) mindestens 30.000–50.000 eigene Bürger durch systematische Repression getötet – hauptsächlich via Hinrichtungen und brutale Protestniederschläge. Die höchsten Zahlen gab es bei den Massenexekutionen in den 1980er Jahren und bei den jüngsten Aufständen 2025/2026.
Politische Hinrichtungen sind dabei die größte Zahl. Das Regime nutzt die Todesstrafe systematisch gegen Oppositionelle, Demonstranten, Minderheiten und sogar bei Drogen- oder „Sitten“-Delikten.
Amnesty dokumentierte 1979-1983 bereits 5.447 bekannt gewordene Hinrichtungen (viele unangekündigt, die reale Zahl wird weit höher liegen). Alleine 1981 gab es über 2.600 Hinrichtungen.
1988 gab es ein Massaker an politischen Gefangenen: HRW und Amnesty schätzen 2.800–5.000 ermordete Oppositionelle
Zwischen 2008 und 2024 wurden durch humanitäre NGO mindestens 9.557 Ermordungen Oppositioneller dokumentiert.
Hinzu kommen die Tötungen von Zehntausenden von Demonstranten und Oppositionellen durch Schüsse von „Sicherheitskräften“ (2009, 2019, 2022, 2025/26), außerdem tödliche Folter in Haft und „Verschwindenlassen“.
Das Abdorrahman Boroumand Center kartiert seit 1979 über 560 gewaltsam niedergeschlagene Proteste und Hunderte namentlich bekannte Opfer – nur ein Bruchteil der Realität.
Des Weiteren gab es Dutzende bis Hunderte Attentate an Oppositionellen im Ausland.
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@olivergorus Meiner Meinung nach reicht die Zahl bei weitem nicht. Wir können auch alle schwerst Traumatisierten hinzuziehen durch Folter und Verstümmelung. Die Zahl der vom eigenen Regime geschändeten, vergewaltigten und ermordeten Bürger/-innen und Bürger dürfte in die Millionen gehen.
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@RCRaven1 Obwohl Habeck es ihm wirklich verständlich erklärt hat.
x.com/djpr/status/17…
DJ P.R. 🙄@djpr
Habeck hat den selbsternannten Wirtschaftsexperten Merz gerade wie einen einfältigen Schuljungen aussehen lassen. #Illner
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@RCRaven1 In keinem anderen entwickelten Industrieland können soviele Leute mit so wenig Grips soviel "Kohle" vom Staat kassieren, wie in Deutschland. Die Folgen sehen wir seit 43 Jahren: Westdeutschland erinnert - bis auf wenige Wohlstandsinseln - heute großflächig an die DDR ca. 1986.
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@RCRaven1 Weil wir seit 1982 von einer Truppe von MINT-Hauptschüler/-innen regiert werden, die nur durch ihre politische Verbeamtung, das heißt: ohne fachliche Voraussetzungen, auf 10.000 € Monatsgehalt und mehr gekommen sind.
Deutsch
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@drccharrlene It's not sure what will be the outcome. It's not at all sure yet that the Islamic regime will be removed from its power. What about the tens of thousands of murderers in the islamic army? Today, it is, unfortunately, absolutely unclear what will be the outcome.
English

As an Iranian who has lost five immediate family members to execution—two to suicide and the rest to the death penalty—this feels like breaking a 1400-year-old generational curse, and it will be broken forever. We will never forget and will never forgive. You will answer for every single drop of blood shed from innocent Iranians.
English
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