Fama French Flaneur 🍷

651 posts

Fama French Flaneur 🍷

Fama French Flaneur 🍷

@factorflaneur

Overcomplicated 2-ETF setup. Chart analysis = men's astrology. Stock picking = sensation seeking. Divs = forced taxable sales. Free-riding your price discovery.

Berlin, Deutschland Joined Şubat 2009
361 Following125 Followers
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@GunterFehlinger I humbly believe it was because Merz spoke openly yesterday about deploying Frankenthal-class minesweepers*, which brought the American and Iranian administrations back down to earth to make a deal quickly *on which, not coincidentally, I did my military service 20 years ago 🫡
GIF
English
0
0
0
16
Finanzpappnase 📯
Finanzpappnase 📯@Finanz_Spass·
@EzFlSq_Capital Der Autor @tiefseher wartet seit einem Jahr auf S&P500 4000 Pkt und NASDAQ 13333 Pkt zum nachkaufen und erzählt uns dann was von strategischer Cash Reserve.
Finanzpappnase 📯 tweet media
Deutsch
2
4
38
1.3K
Christian
Christian@EzFlSq_Capital·
Christian tweet media
ValueStatistician@statistici89506

Warum Prognosen ständig scheitern und man deshalb den Großteil seines Geldes prognosefrei Investieren sollte Rückblickend wirken viele wirtschaftliche und finanzielle Wendepunkte geradezu offensichtlich. Die Japan-Bubble der 1980er-Jahre, die Finanzkrise 2008 oder die Zinswende 2022. Heute erklären Experten und Medien haarklein, warum alles so kommen musste. Menschen mögen solche Autoritäten, die ihnen Erklärungen und ein Gefühl von Kontrolle über die Welt geben können. Millionen von Usern im Internet folgen einer Reihe von Gurus, die tiefe analytische Einsichten versprechen, mit denen man den Markt timen könne. Doch das ist meist Hindsight Bias. Im Vorfeld hielten selbst die renommiertesten Ökonomen, Zentralbanker und Analysten solche Szenarien für unwahrscheinlich oder gar unmöglich. Sie bauten Modelle auf vergangenen Daten, übersahen strukturelle Brüche, Emotionen und unvorhersehbare Schocks (sogenannte „Black Swans“). Wer dennoch versucht, Märkte zu timen, also auf Prognosen zu setzen wie „Zinsen bleiben ewig niedrig“, „Rezession kommt sicher“ oder „diese Blase platzt nie“, verliert langfristig oft massiv. Prognosefreies Investieren, also diszipliniert und breit diversifiziert minimiert genau diese Risiken. Es geht nicht darum, recht zu haben, sondern dabei zu sein. Die Geschichte belohnt die Geduldigen. Zum Ostermontag scheint mir wichtig, Menschliche Demut vor der Welt und den Ereignissen mal wieder hervorzuheben. Deshalb habe ich mal in die Finanzgeschichte geschaut und einige Beispiele für vollkommen schief gegangene Prognosen herausgesucht. Klassiker: Der Börsenkrach 1929 und die Große Depression Irving Fisher, einer der einflussreichsten Ökonomen seiner Zeit und Yale-Professor, erklärte am 16. Oktober 1929 vor der Purchasing Agents Association in New York: „Die Aktienkurse haben ein dauerhaft hohes Plateau erreicht. Ich erwarte, dass der Aktienmarkt in wenigen Monaten deutlich höher steht.“ Nur drei Tage später kam der Schwarze Donnerstag, gefolgt vom Crash. Fisher selbst verlor ein Vermögen und beharrte noch Monate auf einer schnellen Erholung. Beispiel 2: Die Japan-Bubble der 1980er-Jahre und die „Lost Decades“ Ende der 1980er galt Japan als unaufhaltsame Wirtschaftsmacht. Der Nikkei-Index kletterte auf fast 39.000 Punkte, Immobilienpreise explodierten, und Analysten prophezeiten, Japan würde die USA bald überholen. Bücher wie Ezra Vogels „Japan as Number One“ (1979) verstärkten den Konsens: Japan als neues Wirtschaftswunder. Die Bank of Japan und internationale Experten sahen keine Gefahr. 1990 platzte die Blase. Deflation und stagnierende Wirtschaft folgten. Der Nikkei brauchte über 30 Jahre, um das alte Hoch wieder zu erreichen. Wer auf den „ewigen Aufstieg Japans“ gesetzt und nur japanische Aktien oder Immobilien gehalten hatte, erlitt Jahrzehnte von Null- oder Negativrenditen. Heute wirkt die Stagnation logisch aber damals hielt sie fast niemand für möglich. Ein prognosefreier Ansatz hätte einfach breit diversifiziert in globale Märkte investiert und die japanische Krise als temporären Schock ignoriert. Beispiel 3: Die Finanzkrise 2008 Noch 2007 versicherten Top-Entscheidungsträger, alles sei unter Kontrolle. US-Finanzminister Hank Paulson erklärte im März 2007 vor dem Kongress: „Aus Sicht der Gesamtwirtschaft erscheint das Problem [Subprime] begrenzt.“ Fed-Chef Ben Bernanke sagte am selben Tag: „Der Einfluss der Subprime-Probleme auf die breitere Wirtschaft und die Finanzmärkte scheint moderat und wahrscheinlich begrenzt zu sein.“ Die meisten Prognosen rechneten mit einer milden Rezession oder gar keiner. Stattdessen folgte der schwerste Crash seit 1929: Lehman-Pleite, globale Rezession, Millionen Arbeitslose. Die Fed-Prognosen lagen um bis zu 5–6 Prozentpunkte daneben. Beispiel 4: „Zinsen bleiben ewig niedrig“ (ca. 2015–2021) Nach der Nullzins-Politik post-2008 und der Euro-Krise propagierten viele Ökonomen (darunter Anhänger der „säkularen Stagnation“ wie Larry Summers) eine „neue Normalität“: Dauerhaft niedrige oder negative Zinsen, schwaches Wachstum und deflationäre Tendenzen. Ab 2021 explodierte die Inflation. Zentralbanken hoben Zinsen rasant an. Heute scheint die Zinswende „logisch“, damals galt sie als unwahrscheinlich. Ein prognosefreier Investor hätte einfach breit in Aktien und Anleihen diversifiziert und nicht auf Zins-Prognosen spekuliert. Beispiel 5: Die „Große Depression 1990“ Der Ökonom Ravi Batra landete 1987 mit seinem Buch The Great Depression of 1990 einen Bestseller. Er prophezeite eine schwere Wirtschaftskrise ab 1990, ausgelöst durch Schulden, Ungleichheit und Zyklen. Das Buch wurde millionenfach verkauft und löste Panik aus. Stattdessen kamen die goldenen 1990er: Stabiles Wachstum, niedrige Inflation und eine jährliche US-Aktienrendite von rund 18 Prozent. Der Boom statt Bust. Investoren, die auf Batras Doom-Szenario setzten und aus Aktien ausstiegen, verpassten eine der besten Dekaden der Börsengeschichte. Beispiel 6: „Dow Jones auf 36.000“ (1999) James Glassman und Kevin Hassett veröffentlichten 1999 den Bestseller Dow 36,000. Sie argumentierten, Aktien seien massiv unterbewerte und der Dow werde binnen 3–5 Jahren auf 36.000 Punkte steigen. Stattdessen platzte die Dotcom-Blase 2000–2002, der Dow fiel stark. Es dauerte 22 Jahre, bis der Index die 36.000 tatsächlich erreichte. Beispiel 7: „Der Tod der Aktien“ 1979 Am 13. August 1979 titelte Business Week: „The Death of Equities – How Inflation Is Destroying the Stock Market.“ Hohe Inflation, Stagflation und Renditen unter 3 Prozent machten Aktien angeblich unattraktiv. Sieben Millionen Privatanleger hatten seit 1970 den Markt verlassen. Experten sahen Aktien als „permanent tot“. Nur drei Jahre später begann 1982 einer der längsten Bullenmärkte der Geschichte. Der S&P 500 legte mit Dividenden reinvestiert über 7.000 Prozent zu. Wer auf den „Tod der Aktien“ hörte und ausstieg, verpasste Jahrzehnte enormer Gewinne. Man könnte noch stundenlang so weiter machen. Nate Silver nannte die Geschichte der Wirtschaftsprognosen ein „komplettes Scheitern“. Modelle versagen bei Strukturbrüchen, weil Märkte komplex, emotional und von unvorhersehbaren Ereignissen geprägt sind. Selbst die Fed lag bei vielen Vorhersagen um mehrere Prozentpunkte daneben. Wer auf „richtige“ Prognosen wartet, sitzt zu lange an der Seitenlinie, verkauft aus Panik oder kauft zu spät. Die empirisch überlegene Strategie ist einfach: Diszipliniert, kostengünstig und breit diversifiziert langfristig investieren. Beim Investieren geht es nicht darum, recht zu haben sondern dabei zu sein. Die Geduldigen gewinnen. Und man sollte sich mit einer unbequemen Wahrheit anfreunden: Wir leben in einer Welt, die wir nicht so gut verstehen, wie wir vorgeben. Auch Experten können nicht in die Zukunft schauen, und der Zufall wird am Ende des Tages immer mehr über Erfolg und Misserfolg entscheiden, als uns lieb ist. Deshalb sollte man das kontrollieren, was man kontrollieren kann: Die eigene Einstellung und das eigene Risikomanagement. Alles andere nimmt man gelassen hin.

QME
1
0
5
829
Fama French Flaneur 🍷 retweeted
Mojmir Hlinka
Mojmir Hlinka@mojmir_hlinka·
Wenn ich zeichnen könnte - würde ich das Bild nachzeichnen und mir ins Büro hängen!!!👏👏👏 Aussagekraft in Perfektion!💯
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur

@Lukas_CH98 @raknison @mojmir_hlinka Dann sollte man auch nicht einsteigen, wenn man sich nicht wohl fühlt und sonst zu Fehlern neigt. Aber Gründe, warum es "jetzt" ein schlechter Zeitpunkt wäre, gab und gibt es immer.

Deutsch
7
8
96
4.7K
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@Lukas_CH98 @raknison @mojmir_hlinka Du hast ja schon gesagt, dass du auf einen Crash wartest, um mehr bang for the buck zu kriegen, also spekulieren. Und da ist die Wissenschaft ziemlich klar, unabhängig von der persönlichen Situation. Aber wie gesagt, dein Geld. Du machst das schon. ✌️
Deutsch
1
0
1
70
Lukas
Lukas@Lukas_CH98·
@factorflaneur @raknison @mojmir_hlinka September 2022 würde ich sofort unterschreiben ✍️🤝. Schau, niemand weiss was passiert, für mich stimmt diese Strategie allerdings so. Es würde sich für mich einfach nicht richtig anfühlen in so einem Markt All-In zu gehen. 🤷‍♂️
Deutsch
1
0
1
54
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@Lukas_CH98 @raknison @mojmir_hlinka Wenn es ab morgen kracht, um die erhoffte Höhe fällt und du genau den Punkt all-in triffst, dann wär dieser Entry beim Kurs vom September 2022; ohne Dividenden. Da ist Lotto wahrscheinlich vielversprechender.
Deutsch
1
0
2
51
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@CWRoehl Die Brauereien Young & Co, Asahi und Boston Beer hatten in den letzten fünf Jahren auch wenig zu lachen und das betrifft auch die Kneipen von JD Wetherspoon, Marton's und Mitchells & Butlers. 🫤
Deutsch
0
0
1
190
Christian W. Röhl
Christian W. Röhl@CWRoehl·
Von wegen Schnaps läuft nicht: Während Diageo, Pernod-Ricard & Co. abgesoffen sind, hat die #Aktie des ungarischen Kräuterlikör-Herstellers Zwack Unicum sich über 5 Jahre mehr als verdoppelt. Ist natürlich nur ein Small Cap (>€200m) und trinken würde ich das klebsüße Zeug eh nicht. Aber zeigt: Es gibt immer – in jeder Hinsicht – "hochprozentige" Nischen. #LebenMitAktien🎧
Christian W. Röhl tweet media
Deutsch
7
3
75
8.7K
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
Nicht schlecht. Xtrackers hat zwei neue ETFs auf den Markt gebracht: den ersten MSCI World IMI (0,15% TER, IE000X1GW0A7) sowie den derzeit günstigsten FTSE All-World (0,12% TER, IE000L6ZM­MC4). Konkurrenz belebt ja das Geschäft. 🙃
Deutsch
0
0
3
71
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@Lukas_CH98 @mojmir_hlinka Mit dem Warten auf einen Einstieg im Crash, dessen Tief niemand kennen wird, verlierst Du höchstwahrscheinlich letztendlich mehr Geld als im Crash selbst. Aber muss ja jeder selber wissen.
Deutsch
1
0
3
54
Lukas
Lukas@Lukas_CH98·
@mojmir_hlinka Aber in dieser Zeit gab es immer wieder 50% Korrekturen oder sogar grösser. Und genau auf so eine warte ich. Langfristig steigt der Markt, das ist klar, aber zwischendurch muss es auch mal wieder ordentlich knallen. Und mit ordentlich meine ich nicht nur 30%.
Deutsch
2
0
1
107
Christian W. Röhl
Christian W. Röhl@CWRoehl·
Der FC Bayern im Halbfinale, der MSCI ACWI auf neuem Allzeithoch – da kann mir nicht mal der annullierte LH-Flug zur Invest nach Stuttgart (und die Erwartung einer sechsstündigen Bahnfahrt) die Laune verderben. MSCI AC World € Net TR ⤵️
Christian W. Röhl tweet media
Deutsch
8
0
111
7.8K
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@SamRo “I was standing in front of my parked car on I-684 cutting the penis out of a road killed raccoon, thinking about how weird some of my family members have turned out to be,” 😬
English
0
0
0
29
Finanzpappnase 📯
Finanzpappnase 📯@Finanz_Spass·
Da müsste man wer fragen ob sie im Fonds sind. Sind sie nicht. 😂
Finanzpappnase 📯 tweet media
Deutsch
1
0
2
286
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@neolatyno Like ravioli (copy of Maultaschen)? 😜 Of course I was just kidding and love real Italian pizza. 😌 Last time at the Rome central station there was a very authentic restaurant called Spizzico or something like that. Best pizza I ever had in Italy. Can't wait to come back.✌️
English
0
0
1
48
Fama French Flaneur 🍷
Fama French Flaneur 🍷@factorflaneur·
@neolatyno We just call it Flammkuchen, but it's great to see how it was adopted and developed in olive Europe. 🤓
English
1
0
0
53
Omne Europa
Omne Europa@neolatyno·
@factorflaneur It’s literally just because it’s flat and round. Pizza: flat and round, akin to Greek Pita / Calabrian Pitta. Neapolitan pizza is the pizza you mean, but many other dishes called Pizza, ranging from a pie to a donut-bread, have only one thing in common: being flat and round! 😂
Omne Europa tweet mediaOmne Europa tweet media
English
1
0
6
367