
Hiob
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Hiob
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Der Irrsinn kennt keine Bremse CDU und SPD haben es wieder getan. Nicht irgendwie, nicht halbherzig – nein, mit voller Überzeugung und in die Kamera lächelnd. Der Bundestag hat die Treibhausgasminderungsquote für Kraftstoffanbieter nochmals verschärft. Und damit nicht genug: Man ging dabei sogar über das hinaus, was die Bundesregierung selbst vorgeschlagen hatte. 59 Prozent wollte das Kabinett. 65 Prozent beschloss das Parlament. Weil man in Berlin offenbar der Meinung ist, dass Selbstverstümmelung nur dann zählt, wenn man es richtig macht. Zur Erinnerung: Die THG-Quote liegt aktuell bei zwölf Prozent. In 14 Jahren soll sie bei 65 Prozent liegen. Das klingt wie eine ambitionierte Klimaschutzmaßnahme. Es ist in Wirklichkeit ein wirtschaftspolitisches Harakiri – durchgeführt von Leuten, die vermutlich noch nie ernsthaft darüber nachgedacht haben, woher Energie eigentlich kommt und was es kostet, sie zu erzeugen. Umweltminister Carsten Schneider durfte natürlich sofort vor die Kameras treten und verkünden, das alles werde uns unabhängiger machen. Mehr Elektroautos, mehr Wasserstoff, mehr Biomasse – dann könne man künftige fossile Energiekrisen besser aushalten. Ein Satz, der so viele Lügen in sich trägt, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll ihn auseinanderzunehmen. Fangen wir mit dem Wasserstoff an. Deutschland hat kein ausreichendes Pipelinenetz für Wasserstoff. Es gibt kaum Elektrolysekapazitäten. Grüner Wasserstoff, der nur dann „grün" heißt, wenn er mit erneuerbarem Strom erzeugt wird, ist so teuer, dass kein mittelständisches Unternehmen und kein Normalverdiener damit konkurrenzfähig fahren oder heizen könnte. Das Wasserstoff-Kernnetz, das rund 9.000 Kilometer lang werden soll, ist genehmigt – fertig sein soll es 2032. Wobei jeder, der Stuttgart 21 kennt, weiß, was solche Versprechen in Deutschland wert sind. Dann die Biomasse. Deutschland hat begrenzte Ackerflächen. Diese werden bereits für Nahrungsmittel benötigt. Eine massive Ausweitung für Energiepflanzen führt zwangsläufig zu Nutzungskonflikten. Mehr Energiepflanzen bedeutet weniger Nahrung oder teuerere Importe. Beides schadet dem Land. Aber solche Rechnungen stellt man in Berlin scheinbar nicht mehr an. Das Ergebnis dieser Politik liegt auf der Hand: Weil Deutschland weder ausreichend Biomasse produzieren noch grünen Wasserstoff in dem benötigten Umfang herstellen kann, wird man beides importieren müssen. Aus dem Ausland. Von Ländern, die nicht zwingend unsere Interessen teilen. Der Minister redet von Unabhängigkeit. In Wirklichkeit schafft man eine neue Abhängigkeit – teurer, instabiler und politisch fragwürdiger als die alte. Bis zum Jahr 2030 sollen allein durch dieses Gesetz rund 2,7 Milliarden Euro an Mehrkosten entstehen. Natürlich nicht für den Staat. Der Staat zahlt nie. Es zahlen die Kraftstoffanbieter – und durch sie jeder, der tankt. Also jeder, der morgens zur Arbeit fährt, der Handwerker mit dem Transporter, der Spediteur, der Bauer mit dem Traktor. All jene, die in der politischen Vorstellungswelt Berlins irgendwo zwischen lästig und verzichtbar eingeordnet sind. Was wäre die Alternative? Man könnte über Kernkraft reden. Über moderne, modulare Reaktoren, die in ganz Europa gerade eine Renaissance erleben. Grundlastfähig, wetterunabhängig, sauber. Deutschland könnte seinen Ausstieg revidieren, könnte Know-how wiederaufbauen, könnte sich von echten Abhängigkeiten befreien. Stattdessen beschließt der Bundestag eine Quote, die auf Wunschdenken basiert, auf Infrastruktur, die nicht existiert, auf Technologien, die nicht skalierbar sind, und auf Kosten, die andere tragen sollen. Das ist keine Energiepolitik. Das ist Ideologie in Gesetzesform. Und die Zeche zahlt, wie immer, derjenige, der morgens aufsteht und arbeitet – während in Berlin die nächste Pressekonferenz über Klimaschutz und Unabhängigkeit vorbereitet wird. Man kann nur noch fassungslos den Kopf schütteln. apollo-news.net/bundestag-vers…






















